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Athletensprecherin Strutz: "Schlechteste Spiele, die wir je hatten"
DPA

Bei den Sportlern kommen die Olympischen Spiele von Rio offenbar nicht gut an. Athletensprecherin Martina Strutz hat jedenfalls scharfe Kritik an der Vergabe nach Brasilien geübt.

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biesi61 20.08.2016, 10:03
20. Nun ist schon vielen

der besten Sportler der Welt von höchst unsportlichen politischen Eiferern die Teilnahme verboten worden, unsere Damen und Herren Leichtathleten haben trotzdem nicht viel auf die Reihe gebracht. Der Frust ist selbst verdient!

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cipo 20.08.2016, 10:16
21.

Zitat von fördeanwohner
Was hier gar nicht bedacht wird, ist die Tatsache, dass die Spiele ja bereits vor acht Jahren nach Rio vergeben wurden. Damals ging es in Brasilien bergauf, so dass es nicht unlogisch war, die Olympischen Spiele dort abhalten zu lassen. Welche Sicherheitslage konkret gemeint ist, weiß ich nicht. Sicherlich nicht die an brasilianischen Tankstellen (Lochte & Co lassen grüßen)! Aber auch dieser Aspekt hat natürlich etwas mit der Fehlentwicklung der letzten Zeit zu tun. Ebenfalls die leeren Tribünen und schlechte Stimmung. Was man von den Brasilianern da jetzt erwartet, ist gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Das ist wohl etwas zu viel verlangt, bei allem, was in ihrem Land in letzter Zeit so abgegangen ist. Kurzum, bei einem Event, das so lange im Voraus geplant werden muss, kann es eben auch mal so ausgehen. Ich finde nicht, dass Rio mit Qatar oder so zu vergleichen ist.
Ich muß Ihnen da leider widersprechen: Ich habe dem Hype um den brasilianischen Wirtschaftsaufschwung schon vor acht Jahren nicht geglaubt. Der basierte auf zu vielen unsicheren Faktoren (z.B. weit zu optimistische Prognosen bei den Tiefseebohrungen, die extrem teuer sind). Außerdem wurden die Leute zum Konsum verleitet und können heute ihre Kreditraten nicht mehr bezahlen. Daß diese Blase irgendwann platzen würde, war abzusehen. Und daß sich Brasilien mit gleich zwei Großveranstaltungen überheben würde, war kühler denkenden Köpfen auch schon vor acht Jahren klar. Die Sicherheitslage ist in Brasilien nie rosig gewesen (da braucht man sich nur die Verbrechensstatistiken der letzten Dekaden anzusehen) und hat nur wenig mit "Fehlentwicklungen der letzten Zeit" zu tun.

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volker_morales 20.08.2016, 10:17
22. Olympischer Gedanken?

Viele Sportler sind sich offenbar nicht darüber im Klaren, dass Brasilien ein Entwicklungsland ist, mit einer kleinen reichen Oberschicht und krasser Armut großer Teile der Bevölkerung. In einem solchen Land ist eben nicht nur Party angesagt, sondern auch Solidarität mit den Schwachen. Leider interessiert das im IOC offenbar niemanden.

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just_ice 20.08.2016, 10:17
23. Die Engländer sehen das bestimmt anders

Die haben nämlich fast doppelt soviele Medaillen gesammelt, wie das deutsche Team. Und ausgerechnet die Strutz wagt so eine Aussage. Heute morgen ziert sie die Titelseite der Bild-Zeitung beim Cocktail-Trinken zwischen Quali und Wettkampf. Kein Wunder, dass man die Lage vor Ort so etwas benebelt aufnimmt.

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horstenporst 20.08.2016, 10:18
24. Willkommen in der Realität

Brasilien ist nun mal ein Schwellenland. Was hatte Frau Strutz denn erwartet? Das die Verhältnisse in Rio einer westeuropäischen Großstadt gleichen?

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qoderrat 20.08.2016, 10:18
25.

Zitat von lehsenbilded
Die Spiele sollten nur noch an Städte vergeben werden, in denen es die meisten Sportstätten und die Infrastruktur schon gibt oder wo zumindest keine Menschen aus ihren Häusern geworfen und Lebensräume planiert werden müssen. Dann muss man bei der Eröffnungsfeier auch nicht scheinheilig auf die Umweltsünden hinweisen. Die Spiele dauerhaft an ein bankrottes Land zu geben, in dem es zur Wettkampfzeit 40 Grad hat,
Das erste ist ein Argument dem ich folgen kann, hätte allerdings zur Folge, dass nur noch recht wohlhabende Länder zur Austragung in Frage kämen.

Das zweite wird schon schwieriger, bis zu einem gewissen Grad war da ja auch durchaus die Hoffnung, dass die neu zu erstellende Infrastruktur auch zur Verbesserung der Umweltsituation beiträgt. Dass dies offensichtlich schiefgegangen ist leider richtig.

Zum dritten, da muss ich sehr widersprechen. Zum Zeitpunkt der Vergabe der Spiele in Rio war Brasilien ein aufstrebender Staat mit traumhaften Wachstumszahlen und alles andere als bankrott. Zu dieser Zeit war auch der Ausblick durchaus positiv, dass dieser Aufschwung so in sich zusammenbricht war sicher nicht zu erwarten.

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aliof 20.08.2016, 10:19
26.

.. auch wenn das Ihre Frustreaktion darauf ist, dass Sie Ihre eigene Leistungsfähigkeit nicht abrufen konnten .. ist es extrem unsportlich, sogar über die Medien die Gastgeber zu beleidigen. - Shame on you! Und Zeit von Ihrer Funktion als Leichtathletik-Athletensprecherin entbunden zu werden.

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kopfball123 20.08.2016, 10:21
27.

Vielleicht kann man die Vergabe an Brasilien jetzt nicht mehr verstehen, doch als man die vor ca. 6-8 Jahren (weiß nicht mehr genau) nach Brasilien vergeben hat war es doch ALLGEMEIN BEKANNT, dass die Zukunft den Schwellenländern wie Brasilien, Indien oder China gehört und der Westen sowieso auf dem Absteigenden Ast ist und ein Land wie Brasilien auf wundersame weise innerhalb von ein paar Jahren dank ungezügeltem Wachstum so wohlhabend sein kann wie ein westliches Land.

Da es in Peking einigermaßen funktioniert hat (auch nur dank massiver staatlicher Lenkung, massenhaften Menschenrechtsverletzungen und unter Einsatz astronomischer Geldmittel), dachte man sich man bekommt in Rio ein Beijing 2.0... leider sind inzwischen alle Schwellenländer außer China abgestürzt und dank Korruption und Willkür sind durch den kurzen Wirtschaftsboom nur ein paar Bosse und Politiker Steinreich geworden, aber für den Rest der Bevölkerung schauts schlechter aus als bevor.

Ich hoffe Rio 2016 bleibt ein mahnendes Beispiel, dass man soetwas wie Olympia eben nicht einem Land anvertrauen sollte wo man nur HOFFT dass sie weit genug sind bis die Spiele dann wirklich stattfinden.

Japan 2020 wird das genaue Gegenteil von Rio sein. 2024 gehts dann entweder nach Budapest, Rom, Paris oder Los Angeles, dh da sind auch keine Probleme zu befürchten!

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motzbrocken 20.08.2016, 10:34
28. Was?

Das Ganze habe mit dem Olympischen Gedanken nichts mehr zu tun? Auf das kommt die erst jetzt? Das ist doch schon seit langem so. Das IOC ist nichts anderes als die Fifa und Uefa auch sind: absolut korrupte Organisationen. Die Ähnlichkeit zum Organisierten Verbrechen ist frappant. Es ist absolut pervers, Milliarden die ein Staat nicht hat, für eine Show der Doper auszugeben, dafür jedoch kein Geld hat für Bildung, Spitäler und Infrastruktur welche der Bevölkerung dient. Dazu das Theater mit den Russen die trotz dem Dopingskandal starten dürfen. Dafür werden die russischen Paralympic Sportler gesperrt. Der IOC Chef Bach ist keinen Dreck besser als Ex Fifa Abzocker Blatter Sepp. Gut wird es hier in der Schweiz eine Volksabstimmung über solche hirnrissigen Staatsausgaben geben. Und die wird abgelehnt werden, so wie das Letztemal. Weder Steuern noch öffentliche TV Gebührengelder für diesen Schwachsinn wären angebracht. Denn der Grossteil dieser Gelder werden für die Korruptionszahlungen verwendet. Die reine Protz- und Prunksucht einiger "Funktionäre" sollte nie durch die Bevölkerung bezahlt werden. Von mir aus kann man Olympia, Fussball WM und andere Grossanlässe ersatzlos streichen.

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rotangi 20.08.2016, 10:36
29. rotangi

Vielleicht sollte sich die Dame etwas zurückhalten, wenn sie pauschal die "Sicherheitslage" kritisiert oder "Infrastruktur". Man ist in Rio zu Gast bei Freunden, bei weltoffenen Menschen, die natürlich auch im Moment so ihre Probleme im Land haben. Und der Frust ist immer besonders hoch, wenn man selbst nicht erfolgreich war. Dann sind es zumeist die Bedingungen, dann war der Rasen nicht kurz genug oder die Zuschauer waren unfair. O Brasil e um Pais com muita tradicao, historia cultura e orgulho. Nos devemos practicar respecto. Nao ha nehum espaco para arogancia.

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