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Aufregung in der Bundesliga: Videoschiedsrichter hat Handspiel-Szene übersehen
Friedemann Kohler DPA

"Schöne Scheiße": Videoschiedsrichter Günter Perl hat eingestanden, eine entscheidende Szene am vergangenen Bundesligaspieltag nicht gesehen zu haben. Das Handspiel von Hertha-Spieler Karim Rekik sei ihm entgangen.

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super-m 06.05.2019, 09:07
10.

Einfach wieder abschaffen. Hundertprozentige Korrektheit wird es nie geben und die Momententscheidung, die früher galt, war wenigstens nicht so eine Farce wie der Videobeweis.

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fluramtto 06.05.2019, 09:10
11. Der Videobeweis

wurde installiert, damit strittige oder nicht getroffene Entscheidungen überprüft werden. Ob diese Regelung sinnhaft ist, weil dadurch die relativ einfachen Regeln des Fußballs unnötig verkompliziert werden und ein Strich zwischen der ersten und allen anderen Ligen gezogen wird, ist mehr als diskutabel. Wenn dann eine Überprüfung nicht stattfindet, kann man bei dem Verantwortlichen "Video Assistant Referee" ja mal nachfragen. weshalb so ein klares Handspiel nicht geahndet wird. Die Antwort des "Projektleiters VAR", Dr. Drees ist mehr als fragwürdig. Weil sich die Stuttgarter nicht beschwert haben, sei die Szene "untergegangen". Damit beweist die Schiedsrichtergilde, dass der Videobeweis lediglich dazu geführt hat, dass eine weitere Fehlerquelle in das Regelbuch des (Profi) Fußballs hinzugefügt wurde. Und das schlimmste: der Stadionbesucher bekommt von alldem nichts mit und kann sich abends im Sportstudio anschauen, weshalb ein Tor nicht gegeben wurde, weshalb es einen Elfmeter oder eine rote Karte gegeben hat. Der Videobeweis gehört in die Tonne gekloppt! Er klärt nicht sondern verwirrt nur. Dem Fußball wird die Emotion genommen. Ich persönlich ziehe die Konsequenz und werde nicht mehr ins Stadion gehen, nach mehr aös 30 Jahren Dauerkarte. Wenn noch ein paar dieser haarsträubenden Entscheidungen dazu kommen (und wer zweifelt daran?) wird künftig auch mein Fernseher schwarz bleiben.

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der_anonyme_schreiber 06.05.2019, 09:10
12. einfach falsche Methodik

ich kann nur immer wieder den Videobeweis im American Football als Beispiel bringen, wie es funktionieren kann:
- Überprüft werden können nur ganz bestimmte Sachverhalte
- Jede Mannschaft hat pro Halbzeit wenige (1/ 2/ 3) Möglichkeiten Einspruch einzulegen
- Geprüft wird in der nächsten Spielunterbrechung auf Antrag der Mannschaft ( ich find das Tuch, dass da in der NFL geworfen wird gar nicht schlecht, z.B., aber wie man das macht ist eigentlich egal)
- Die Entscheidung des Feldschiedsrichters wird von ihm selbst am Monitor geprüft, nicht irgendeinem SR in irgendeinem Keller in Köln
- Nur falls das Videobild ganz eindeutig ist kann die ursprüngliche Entscheidung revidiert werden. Damit vermeidet man Endlosdiskussionen ob einer doch irgendwie noch irgendwo gezupft hat....
Wird der Entscheidung stattgegeben, geht's halt da weiter wo die Aktion stattgefunden hat, sonst ganz normal.

Eigentlich ganz simpel, bräuchte man keine Horden von Schiedsrichtern in irgendwelchen Videokellern, die im Prinzip heute nur minimalen Mehrwert aber überhaupt keine verbesserte Gerechtigkeit liefern

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twominus 06.05.2019, 09:21
13. Mit anderen Worten....

....wenn der Videoschiedsrichter Szene A intensiv beobachtet, womöglich noch mit 2, 3 Zeitlupen, ist er erstmal raus aus dem Geschäft? Und bekommt die direkt anschliessende Szene B (sowie evtl auch noch Szene C und Szene D) überhaupt nicht mit?

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Herr Besserwisser 06.05.2019, 09:38
14. Mutig

der Herr Perl. Zu sagen, "ich hab das einfach nicht gesehen" macht diesen Menschen sympatisch. Schafft endlich den Video-Beweis wieder ab, Fußball lebt von Emotionen, und eben auch von Fehlentscheidungen.

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hummel124 06.05.2019, 10:07
15. Wann kommt endlich die Challenge

In vielen Sportarten mit Videobeweis kann die vermeintlich benachteiligte Mannschaft je Halbzeit eine oder zwei Challenges ziehen. Die Szene wird auf Antrag einer der Mannschaften überprüft. Bekommt der Antragsteller recht, bleibt die Challenge erhalten und kann erneut abgerufen werden, ansonsten verfällt sie.
Dies würde einerseits die unsäglichen übersehenen oder wegen "keine klare Fehlentscheidung" nicht korrigierten Schiedsrichterentscheidungen verhindern. Andererseits käme es deutlich seltener zu Schwalben und/oder Rudelbildungen, da man sich überlegen muss, ob man die Challenge leichtfertig verbraucht.
In dem Zuge kann man direkt noch 10-Minuten-Zeitstrafen für das Angehen des Schiedsrichters einführen ("Zieh die Challenge oder halt den Rand"), und schon können sich alle auf das eigentliche Spiel konzentrieren.

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patschel 06.05.2019, 10:29
16. Eigenartige Einstellung

"Die Situation war unscheinbar, es hat niemand reklamiert." Ich dachte immer, dass Reklamationen beim Schiri nicht erwünscht sind. Diese Aussage fordert geradezu Reklamationen der Spieler und Trainer, da sonst wichtige Entscheidungen übersehen werden. Eigenartige Einstellung!

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phboerker 06.05.2019, 10:40
17. "es hat niemand reklamiert"

Wenn das Handspiel unbemerkt blieb, weil niemand reklamiert hat, ist ja das "professionelle Verhalten" der Fußballer, bei jeder Gelegenheit zu reklamieren, vollkommen gerechtfertigt...

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Pela1961 06.05.2019, 11:18
18. Respekt!

Wenn er sich hinstellt und sagt, er hätte es nicht gesehen, kann man das akzeptieren. Sollte nicht passieren, aber auch ein Schiri ist ein Mensch und wer noch nie in seinem Berufsleben einen Fehler gemacht hat, der werfe den ersten Stein :-). Nicht nachvollziehbar ist für mich viel eher, wenn offensichtliche Fehlentscheidungen schöngeredet werden oder einfach keine Stellung bezogen wird. Das untergräbt das Vertrauen, nicht das Eingeständnis eines Fehlers. Ich bin ohnehin der Meinung, dass die meisten Schiris weniger Fehler machen als die Spieler.

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einuntoter 06.05.2019, 11:22
19. Gab es diese Saison

schon öfter: Den Spielern wird gesagt, dass das Nicht-Reklamieren mit dazu beigetragen hat, dass kein Handspiel gepfiffen wurde. Geht´s noch?

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