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Aufregung in der Bundesliga: Videoschiedsrichter hat Handspiel-Szene übersehen
Friedemann Kohler DPA

"Schöne Scheiße": Videoschiedsrichter Günter Perl hat eingestanden, eine entscheidende Szene am vergangenen Bundesligaspieltag nicht gesehen zu haben. Das Handspiel von Hertha-Spieler Karim Rekik sei ihm entgangen.

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Philip J. Fry 06.05.2019, 12:57
20.

Aha, Herr Perl. Überprüft wird also besonders sorgfältig nur dann, wenn die Spieler auf dem Platz möglichst lautstark protestieren? Na dann aber bitte nicht wundern, wenn künftig nach jedem Pfiff (oder auch ganz ohne solchen) das ganz große Theater in drei Akten gegeben wird.
Wieso übernimmt nicht jeweils ein eigener VAR jedes Spiel? Ist doch klar, dass das schief gehen muss, wenn parallel 6 Spiele von einer Person überwacht werden müssen.

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kia-ora 07.05.2019, 07:28
21. Aussagen nicht verstanden?

Was regen sich hier so viele auf über die Aussage das von den Stuttgartern keiner Reklamiert hat? Das soll doch keine Aufforderung sein das in Zukunft immer zu tun sondern lediglich darauf hinweisen das dieses Handspiel gänzlich unerkannt geblieben ist und dem VAR das jetzt angelastet wird. Glaubt denn einer ernsthaft die Stuttgarter hätten aus "Disziplin" nicht reklamiert? Wenn nur ein einziger von denen das Handspiel wahrgenommen hätte, was glaubt ihr wäre dann passiert? Na klar, Rudelbildung mit den wildesten Protesten und dann hätte der VAR sich die vorangegangenen Szenen angesehen weil da aus Stuttgarter Sicht scheinbar etwas nicht regelkonformes war. Was erwarten die Zuschauer denn? Das ein 2. VAR sich das gesamte Spiel in Slow Motion oder 10 Sekunden zeitversetzt ansieht damit der den 1. VAR informieren kann falls der was übersieht?

Es ist die Gesamtsituation die meiner Meinung nach die Leute ärgert. Die Zuschauer im Stadion müssen irgendwie abgeholt werden (über Videowand mit überprüfter Szene und Schiri-Erklärung) und vor Allem sollte einmal für alle klar definiert werden wann ein VAR einschreiten muss, wann er darf und wann er es nicht darf. Man hat seht häufig das latente Gefühl das sehr ähnliche Situationen unterschiedlich bewertet werden (siehe die beiden Handspiele in München).

Und noch eine Sache die mir gewaltig auf den Sender geht: dieses Geblubber der Kommentatoren bei Foulspiel im Sechzehner "..das reicht nicht für einen Elfmeter". Man sieht jede Woche in fast jedem Spiel und alle Mannschaften betreffend in den Sechzechnern bei Standards ein Gezerre an den Trikots, Geschubse oder sonstige Foulspiele die nicht geahndet werden und das nervt. Da werden jede Menge Fouls begangen die, wenn sie vom Verteidiger ausgeführt werden, keine Konsequenzen haben während sie bei Angreifern sofort als Stürmerfoul geahndet werden. Jeder kennt die Situation an der Außenlinie in höhe der Mittellinie. Der Angreifer legt sich den Ball vor, der Verteidiger rauscht von der Seite heran und verfehlt den Ball, der Angreifer springt über das Bein des Verteidigers, wird nicht getroffen und fällt trotzdem. In dieser Situation spricht keiner (auch kein Reporter) von einer Schwalbe des Angreifers sondern das bereits der Versuch des Verteidigers strafbar ist und entsprechend mit (gelb oder rot) geahndet werden müsste. Jetzt stelle man sich die gleiche Situation im Strafraum vor und hört in sich hinein wie das wohl kommentiert bzw. vom Schiri bewertet werden würde (steh auf Geste, das reicht nicht etc.). Und diese unterschiedlichen Bewertungen gehen mir persönlich extrem auf den Sender, am schlimmsten wenn es innerhalb eines Spiels ist.

Schönen Tag noch!

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mojas 07.05.2019, 08:55
22.

Zitat von pr8kerl
Die Herren Perl & Co. vom Kölner VAR-Keller kennen wohl die Regeln nicht. Wenn sich ein Spieler wie Boateng mit angelegtem Arm wegdreht und angeschossen wird hat er seine Körperfläche eben nicht mit Absicht vergrößert und die Hand geht eben nicht mit Absicht zum Ball. Nur wenn diese Kriterien erfüllt sind ist auf Handelfmeter zu entscheiden. Bitte nachlesen oder mal einen eigenen SPON-Artikel über die Regeln veröffentlichen. Bei Herthas Rekik war das ganz klar Handspiel: Die Hand war nicht am Körper und seine Hand geht zum Ball. Eindeutiger geht es nicht. Das war Absicht, wie einst bei Maradona. Vorschlag: Warum beschränkt sich der VAR nicht auf zwei Aktionen: Handspiel und grobe Fouls? Der Rest geht den VAR nichts an.
Naja, das klare Handspiel von Hummels im Hinspiel gegen Leverkusen hat der Schiri auch nicht geahndet mit der Begründung, es war ja keine Absicht. Vielleicht war es bei Rekik auch so?

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