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Aufruhr in Australien: Rassisten machen Football-Star mürbe
AP/dpa

Adam Goodes ist einer der größten Sportler Australiens. Und er ist ein Aborigine, der unbequeme Wahrheiten ausspricht. Deshalb buhen ihn in den Stadien Zehntausende aus. Nun hat er sich freistellen lassen.

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HansGnodtke 30.07.2015, 12:04
20. Wenn es nur immer alles so einfach wäre

Da hat Ihr Korrespondent aber ein wenig schlampert gearbeitet, denn die Dinge sind doch komplizierter und vielschichtiger als er es mit seinen vielen Ausassungen und simplen, pauschalen Klischees darstellt. Graham Richardson, rassistisch absolut unverdächtig, langjähriger engster Mitarbeiter des Labour Ministerpräsidenten Bob Hawke fasste die Sache so zusammen: "Wer gerne provoziert, der darf sich nicht wundern wenn die Provozierten irgendwann reagieren! Goodes hat provoziert immer wieder, und Australier sind es irgendwann leid, nachdem sie Milliomnen Einwanderern aus aller Welt und Flüchtlingen aller Rassen seit Jahrzehnten eine sichere neue Heimat angeboten haben, Milliarden in Förderprogramme für die Ureinwohner investierten immer wieder pauschal als Rassisten beschimpft zu werden. Natürlich gibt es auch in Australien Rassisten, aber der pauschale Rassismus Vorurf wäre glaubwürdiger wenn nur mal ein Land--nur mal ein einziges Land-- genannt werden koennte, wo es um die Harmonie innerhalb und zwischen den verschiedenen Rassen und Bevölkerungsgruppen besser bestellt wäre als hier.. Da aber liebe SPON Redakteure gibts bei Euch zu Recht: Fehlanzeige!
Tony Abbot, der gegenwärtige liberale Regierungschef, wie schon sein Vorgänger Rudd von der Labor Partei und Initiator der grossartigen Entschuldigungsgeste wegen der Verfehlungen in der Vergangenheit ernten im übrigen von den meisten Vertretern der Aborigines nichts als Anerkennung für ihre Bemühungen trotz aller Anstrengungen noch fortbestehende Ungleichheiten zu beseitigen, hätte man ja erwähnen können, Daher gibts für die schludrige Leistung im "Korrespondentenbericht" nur mangelhaft, empfehle nachsitzen und Hausaufgaben machen!

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cruisenbcn.com 30.07.2015, 12:04
21. Das kennt man ja

"In seiner Rede bei der Ehrung zum Australier des Jahres sagte Goodes, wegen des Umgangs mit den Ureinwohnern schäme er sich, Australier zu sein. Kommentatoren warfen ihm daraufhin Undankbarkeit vor."

Hey das kenne ich, ist das nicht immer so, wenn man über Zustände spricht, sofort ist man "Undankbar". Wie pervers das in seinen Ohren klingen muss.

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werner.szymzek 30.07.2015, 12:04
22. irgendswie..

Zitat von el-gato-lopez
Yep, richtig. Als Kelte würde ich mich auch darüber aufregen... Mal im Ernst. Ethnologisch betrachtet gibt es in Europa nur zwei originäre "Ureinwohnervölker": Die Basken und die Samen. Aber das PEGIDA-Volk hat es nicht so mit Recherche...
scheint Rassismus weltweit en vogue zu sein. Kann man nicht weltweit alle Rassisten abschieben, dass sie einen eigenen Staat gründen und sich dort auf ihr bisschen Rasse einen runter...n

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nicka. 30.07.2015, 12:08
23. Lieber DanielL

Um das zu verstehen reicht es nicht! in Australien gewesen zu sein. Schonmal etwas mehr mit der Geschichte der Aborigines beschäftigt? Was diesem Volk angetan wurde, ist ein riesen Verbrechen! Man hat eine ganze Generation aus ihrer natürlichen Umgebung gerissen, sie abgeschlachtet (immer gleiches Argument, Untermenschen etc.). Und jetzt, wie auch von dem Sportreporter beschrieben, wird mit Programmen, die das Gewissen beruhigen sollen, versucht, das Ganze wieder gut zu machen. Diese Menschen haben zuvor aber nicht in Städten gelebt. Man hat versucht, ihnen eine andere "Kultur " aufzuzwingen (wer sagt, dass diese besser sei als das ursprüngliche, naturverbundene Leben der Ureinwohner?). Solchen Menschen dann vorzuwerfen, sie wären faul, ist das Allerletzte. Sie haben sich mehr oder weniger arrangiert mit den "edlen" Weißen, die ihre Jahrtausende Alte Kultur einfach (übrigens gegen jegliche Grundsätze ihrer eigenen Religion, das Christentum) zerstört haben. Das ist überall auf der Welt passiert. Diese Leute, die so populistischen Blödsinn verbreiten, wie "faule Aborigines/Schwarze/Indianer, sind einfach nur abgrundtief dumm! Und sie sind der wahre Grund für Leid und Zerstörung auf dieser Welt!

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Blank 30.07.2015, 12:15
24. Die Ureinwohner passen sich nicht an?

Zitat von LDaniel
... Sie ließen sich von weißen Australiern IHRE Geschichte erzählen, waren dabei total gelangweilt und haben nur darauf gewartet endlich eine rauchen zu können. Das ist nur ein Beispiel von vielen durchaus verstörenden. Es wurde gepöbelt und meist waren.......
Sind ja die gleichen Vorwürfe wie hier gegen Asylsuchende. Die Flüchtlingspolitik der Australier spricht auch nicht gerade für ".. offen und herzlich, egal wo diese herkommen" .

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cruisenbcn.com 30.07.2015, 12:15
25. ist klar

Zitat von mhpr262
- Die Regierung nahm den Aborigine-Eltern die Kinder weg, weil sie verhindern wollte, dass sie in einem Umfeld voller Gewalt, Dreck, Alkoholismus und fernab jeglicher Bildungschancen aufwachsen. So wie das der allergrößte Teil der Aboriginekinder heute tut. -Die geringere.....
aus wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Spanische_Missionen
Die Indianer kamen entweder freiwillig – insbesondere aus Neugier – oder wurden von Soldaten, notfalls mit Gewalt, in die Mission gebracht. Die Padres duldeten keine andere Religion neben dem Christentum. Das spirituelle Leben der Indianer war in ihren Augen überhaupt keine Religion, sondern heidnischer Aberglaube und Hexerei. In der Mission wurden die Neuankömmlinge überwacht und bei Übertretung der strengen Regeln oder Widersetzlichkeiten schwer bestraft. Man bekehrte sie, brachte ihnen handwerkliche Fertigkeiten bei und wies ihnen nach einer gewissen Zeit schließlich ein Stück Land in der Nähe der Mission zu. Sie sollten christliche Bauern und Arbeiter werden, was aber tatsächlich nichts anderes als ein Sklavendasein in den spanischen Missionen darstellte.

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arrifutz 30.07.2015, 12:29
26. Immerhin hat er die Ehrung angenommen ...

Er hätte vollkommen zurecht ablehnen können, wenn er daraf hingewiesen hätte, dass er nie gefragt wurde ob er oder sein Volk Australier werden wollte. Er hätte auf eine Auszeichnung Aborigine des Jahres bestehen sollen. Und wie hier die braunen Stinker um die Ecke kommen, ist schon widerlich...

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athamel 30.07.2015, 12:41
27.

Es ist schon Beschämend, dass die Diskussion hier im Forum sich einerseits um Biodeutsche dreht, was auch immer das sein mag, anderseits einfach nur dumme Kommentare über Aborigines in Australien abgesondert werden.
Die Aborigines wurden seit jeher ausgebeutet und an den Rand der Gesellschaft gedrängt, dass dies zu Alkoholmissbrach führt ist aus der Geschichte vieler anderer Indigenen Völker bekannt.
Dass Kinder den Aborigines weggenommen wurden um sie vor diesen "schrecklichen" Zuständen zu schützen ist schlicht die Unwahrheit. Sie wurden den Familien gegen ihren Willen weggenommen, um sie "weiß" zu erziehen, ich empfehle jedem sich einmal mit dieser traurigen Geschichte der Aborigines auseinanderzusetzen, es gibt ganz hervorragende Filme über diese Gräueltaten.

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mulili 30.07.2015, 12:41
28. Biodeutsche

Hört doch mal auf Biodeutsche zu sagen! Ist ja grausam...

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EinJemand 30.07.2015, 12:56
29.

Er ist halb-Aborigine, also genauso Aborigine wie Kaukasisch... aber getreu der rassistischen "one drop of blood" Regel wird er hier nur als Aborigine bezeichnet. Schlechter Journalismus.

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