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Ausraster bei US-Open: Als Serena Williams die Nerven verlor
AFP

"Lügner", "Dieb" - und nun noch ein Sexismus-Vorwurf: Serena Williams hat sich im Finale der US Open massiv mit dem Schiedsrichter angelegt. Ging es nur um einen Punktabzug? Was noch dahinter stecken könnte.

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Atavist 09.09.2018, 13:04
40. Unwürdiges Schauspiel

Williams' peinliche, fast schon Trump-artige Ausfälle dürften dem riesigen Frust geschuldet sein, zumindest die Einstellung des GS-Rekordes schon wieder nicht gepackt zu haben - und diesen Traum auch noch vor eigenem Publikum verwehrt zu bekommen. Vermute mal, dass sie sich bei der Rückkehr nach der Geburt ihrer Tochter gedacht hat, sie könne die konstante Unkonstanz der derzeitigen Top-Spielerinnen in dieser Saison noch mal ausnutzen, um den Rekord einzustellen oder zu brechen - um danach sofort die Karriere zu beenden und sich endlich anderen Dingen zu widmen. Nun aber müsste sie noch mal monatelang richtig viel Energie und Disziplin reinstecken, wenn sie dieses ersehnte Ziel vielleicht doch noch packen will - ohne Garantie, dass es auch klappt. Das kann einen schon übel wurmen, wenn man die möglicherweise letzten Gelegenheiten nicht nutzen konnte.

Was die Schiedsrichterentscheidung wegen des Coachings betrifft: Die Regel ist völliger Kappes - aber wenn es sie gibt, darf man (und frau!) sich nicht wundern, wenn sie auch angewendet wird. Und ich kann mir vorstellen, dass es nach manch ähnlichen Ausfällen in der Vergangenheit unter den Schiedsrichter(inne)n der WTA mindestens eine stillschweigende Solidarität gibt nach dem Motto "von Ms. Williams lassen wir uns nicht mehr auf der Nase rumtanzen". Zumal es erbärmlich ist, bei ihrem Gezeter wie ein trotziger Teenager mit Beleidigungen um sich zu werfen und die ganz billige Mutterkarte und Sexismuskeule rauszuholen, um die Empörung des Publikums zu provozieren. Da fühlte man sich tatsächlich an die Zustände im Weißen Haus erinnert ...

Übel an der Angelegenheit ist auch, wie Serenas Verhalten aus manch prominentem Munde à la Billie Jean King jetzt noch verteidigt wird - gerne vergessend, wie viel Kritik sich seinerzeit auch solche Teilzeit-Choleriker à la McEnroe oder Connors eingefangen haben ...

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nose 09.09.2018, 13:06
41. Unsportlichkeit gegenüber der Gegnerin

Man kann es auch so sehen: Williams gelingt ein wichtiges Break. Der führenden Osaka gelingt ein noch wichtigeres Rebreak. Williams sabotiert den Spielfluss ihrer Gegnerin mit einer oskarverdächtigen Dramashow. Nach der "erzwungenen" Unterbrechung, hat sie das Publikum auf ihrer Seite und bringt souverän Ihr Spiel durch. Was wäre wohl gewesen, wenn Osaka ihr darauffolgendes Spiel verloren hätte und Williams am Schluss sogar gewonnen hätte?

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chrisw 09.09.2018, 13:10
42. Immer das gleiche Spiel

Ja ja, so bald Feministinnen mit ehrlichen Mitteln nicht mehr weiter kommen wird die Sexismus Keule ausgepackt. Schon traurig, dass die Williams solche Dreistigkeiten ohne Aufschrei in der Öffentlichkeit behaupten darf.

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wizzard74 09.09.2018, 13:19
43.

Zitat von labellen
erhielt sie nicht wegen des unerlaubten Coaching, sondern wegen Beleidigung des Schiedsrichters, was als unsportlichliches Verhalten gewertet wird.
Im Prinzip ja. Ganz genau gesagt wegen der dritten Code Violation im Match, die sich als Schiedsrichterbeleidigung und -bedrohung manifestierte.

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-su- 09.09.2018, 13:23
44.

Zitat von Abel Frühstück
Sie irren. Williams hat im Gegenteil Osaka beglückwünscht und ihr in der anschließenden Pressekonferenz ausdrücklich Respekt gezollt. Sie ging sogar noch weiter, sagte, Osaka habe verdient gewonnen, habe besser gespielt und dass deren immerhin erster Grand-Slam-Sieg bitteschön auch gewürdigt werden solle und dass es schade sei, dass die Unstimmigkeiten jetzt die Party verderben.
Frau Williams hat durch ihre unwürdige Aktion den Sieg von Frau Osaka schlecht gemacht.

Durch diese schäbigen Angriffe hat sie tatsächlich die Party verdorben. Wenn sie nicht siegen kann, dann soll offensichtlich der andere nicht unbeschwert feiern können. Das hat Frau Williams mit ihren Angriffen erreicht.

Sich dann auf der Pressekonferenz so zu äußern, sind doch nur noch billige und nicht ernstzunehmende Ausreden.

Man spricht nicht über den Sieg und würdigt die Leistung von Frau Osaka, sondern nur über Frau Williams. Ihre Gnädigen Hinweise, man solle doch den Sieg würdigen, sind meiner Meinung nach nicht ernts zu nehmen. Denn geschrieben, ich sehe in den Aussagen von Frau Williams zum Sieg von Frau Osaka nur noch billiges Ablenkungsmanöver und ihre Glückwünsche sind nicht ernst zu nehmen. Geht um ein wenig Immagekorrektur. Damit sie nicht zu sehr als schlechte Verliererin da steht.

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spon-facebook-10000012354 09.09.2018, 13:25
45. Sogenanntes "On-court coaching"

Eine merkwürdige Regel: Zwar ist bei den Damen das Coachen während der Ballwechsel auch nicht erlaubt. Trotzdem existieren für einen Sport drei Regeln. Von gar kein Coaching erlaubt (ATP Tour, Grand Slams und Olympia), über einmal pro Satz (WTA Tour außer Grand Slams) bis hin zu immer pro Pause (Fed Cup und Davis Cup). Ein wenig idealer Zustand, nicht für die Spieler, nicht für die Zuschauer und erst Recht nicht für den Sport.
Es wäre sicher interessant zu sehen, ob man Vergleiche ziehen könnte, zwischen Spielern, die sich während des Matchs coachen lassen und denen die es nicht tun. Hat irgendjemand einen Vorteil? Denn es gibt auch genügend WTA-Spielerinnen, die selten bis nie den Trainer rufen. Sie wollen und oder brauchen es nicht. Klar ist, On-court coaching ist eine Entwicklung eines sehr traditionellen Sports. Tennis lebt und atmet seine Traditionen. Das macht ihn so reizvoll. Aber auch ein alter Sport lebt in der modernen Zeit. Und dort ist Information und Entertainment ein hohes Gut. Etwas, dem sich auch Tennis nicht verschließen kann.
Am Ende bleibt also die Frage: Soll sich Tennis in diese Richtung entwickeln? Ist der klassische Weg des Du-musst-es-alleine-Schaffen, der Bessere? Oder ist es okay, sich wie in anderen Sportarten auch üblich (und im Davis- und Fed Cup) Hilfe holen? Solange es jeder darf? Besonders, wenn man die neuesten Entwicklungen auf der WTA Tour beachtet. Dort ist es Trainern seit 2015 möglich von SAP bereitgestellte Statistiken mit auf den Platz zu nehmen. Man könnte also theoretische Trainer mit Tablet an der Spielerbank sehen.
In meiner Sicht ist diese Regel obsolet und der Ärger von Serena plausibel.
http://www.insideout-tennis.de/on-court-coaching/

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BerndWunder 09.09.2018, 13:29
46. Warum steht da nicht dass der Coach auch gesagt hat, Serena hätte es n

Wieder Mal ein Bericht, der durch das simple weglassen einer Aussage, Ressentiments schürt.... Das ist dumm...

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Lisa_can_do 09.09.2018, 13:30
47. Typisch

Eine Frau macht einmal das wofür Männer zelebriert werden. Bis heute wird Herr McEnroe gefeiert ob seiner Ausbrüche. Aber eine Frau darf das nicht. Eine schwarze Frau schon gar nicht. Spricht man das an, wird sofort die Anti-Sexismus-Keule geschwungen. Und dabei hat McEnroe es bis heute nicht geschafft so kurz nach einer Schwangerschaft im Endspiel zu spielen....

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caipis 09.09.2018, 13:31
48. Zickenalarm

Haben wir jetzt eine Art Neymar im Tennis? Mädel, nimm einfach den Hut, du warst erste Klasse, aber verschone uns bitte mit dem Quatsch, der nun zu kommen scheint.

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peter.lustig 09.09.2018, 13:37
49. Sexistischer Schiedsrichter

Ich habe das Match live gesehen und kann Mr. Williams nur zustimmen! Die Äusserungen waren sexistisch, peinlich und schlimm. Hoffentlich kommt er da ohne bleibende Schäden wieder raus und kann die Karriere fortsetzen ...

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