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Ausschreitung bei Relegation: DFB-Gericht verschiebt Urteil zu Düsseldorfer Chaosspie
DPA

Rund sieben Stunden lang wurde verhandelt, etliche Zeugen kamen zu Wort. Dennoch hat das DFB-Sportgericht kein Urteil über den Berliner Protest gegen das Skandalspiel von Düsseldorf gefällt. Ausgiebig schilderte Schiedsrichter Stark wie er von Hertha-Spielern attackiert wurde.

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vicarius70 18.05.2012, 20:55
1. Todesangst?

Ich kann nachvollziehen (nicht gutheißen), dass Hertha nach dem letzten Strohhalm greift, um erstklassig zu bleiben. Aber diese Schutzbehauptung, die Spieler hätten Todesängste gelitten, klingt vorgeschoben und konstruiert, es geht deutlich zu weit: Unter "Todesängsten" betritt kein Spieler nach der Unterbrechung das Spielfeld, wie es die Berliner getan haben. Demnach ist meine Schlussfolgerung: kein Mittel ist zu dreckig, um in der 1. Bundesliga zu bleiben.

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friesensportler 18.05.2012, 21:04
2.

Zitat von vicarius70
Ich kann nachvollziehen (nicht gutheißen), dass Hertha nach dem letzten Strohhalm greift, um erstklassig zu bleiben. Aber diese Schutzbehauptung, die Spieler hätten Todesängste gelitten, klingt vorgeschoben und konstruiert, es geht deutlich zu weit: Unter "Todesängsten" betritt kein Spieler nach der Unterbrechung das Spielfeld, wie es die Berliner getan haben. Demnach ist meine Schlussfolgerung: kein Mittel ist zu dreckig, um in der 1. Bundesliga zu bleiben.
Sicher total übertrieben und Hertha hat sich damit keinen Gefallen getan, aber es ändert meiner Ansicht nach nichts daran, dass die Berliner durch das Stürmen des Platzes massiv benachteiligt wurden. Deswegen muss das Spiel wiederholt werden, am besten auf neutralem Platzt und unter Ausschluss der Zuschauer.

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alexbln 18.05.2012, 21:04
3.

Zitat von vicarius70
Ich kann nachvollziehen (nicht gutheißen), dass Hertha nach dem letzten Strohhalm greift, um erstklassig zu bleiben. Aber diese Schutzbehauptung, die Spieler hätten Todesängste gelitten, klingt vorgeschoben und konstruiert, es geht deutlich zu weit: Unter "Todesängsten" betritt kein Spieler nach der Unterbrechung das Spielfeld, wie es die Berliner getan haben. Demnach ist meine Schlussfolgerung: kein Mittel ist zu dreckig, um in der 1. Bundesliga zu bleiben.
und wenns normale angst war , reicht das auch schon um ein spiel nicht regulär zuende zu spielen. oder wie machen sie ihre arbeit? -wenn 100te leute die sie nicht mögen, bei ihrer arbeit in der nähe rumstehen und sogar pöpeln und drohen.

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taubesnuesschen 18.05.2012, 21:17
4. siehe Manchester

Was in den letzten zwei Minuten passieren kann, war in Manchester zu sehen. Insofern: Bitter für Düsseldorf, aber das Spiel ging schlichtweg nicht regulär zu Ende. Wiederholung, mindestens.

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spon-facebook-10000137792 18.05.2012, 21:19
5. Frustierte Hertha-Fans ahoi

Ich denke, dass diese Verhandlung ganz klar gezeigt hat, dass das Spiel regulär zu ende geführt wurde. Hier sprechen frustrierte Hertha-Fans. Die Geschichten der Berliner waren extrem konstruiert. Zudem versucht der Hertha-Anwalt den Täter zum Opfer zu machen. Fortuna hätte das gleiche Recht zu sagen, das Spiel wäre nicht regulär gewesen, weil eine Mannschaft nach einem eigen erzielten Treffer immer einen deutlichen Schwung mitnimmt. Dieser Schwung wurde durch die randalierenden Hertha-Fans den Spielern von Fortuna genommen. Hertha argumentiert auf gleicher Ebene, allerdings sehr primitiv. Es gibt für mich keinerlei Grund die Partie zu wiederholen. Und eine Wiederholung auf neutralem Platz wäre die größte Schande, denn Fortuna würde ganz klar (als heimstarke Mannschaft) der Heimbonus genommen, den Hertha schon hatte und eben verschenkt hat.
Die Hertha-Spieler waren dermaßen in Angst, dass sie auf dem Feld, während die friedlichen, sich zu früh freuenden Fans auf das Feld gerannt sind, dass sie Fortuna-Spieler anspucken und anpöbeln konnten, anstatt das Feld zu verlassen. EIne absolute Farce der Hertha. Sollte es tatsächlich so kommen, dass Hertha doch erstklassig bleibt: Sie werden sich in keinem Stadion mehr sehen lassen dürfen.

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vicarius70 18.05.2012, 21:21
6.

Zitat von alexbln
und wenns normale angst war , reicht das auch schon um ein spiel nicht regulär zuende zu spielen. oder wie machen sie ihre arbeit? -wenn 100te leute die sie nicht mögen, bei ihrer arbeit in der nähe rumstehen und sogar pöpeln und drohen.
Darf ich anhand ihres Nicknames unterstellen, dass Sie Berliner sind und nicht ganz unparteiisch?

Anyway: es waren hier keine Hools am Spielfeldrand, die aufgrund einer drohenden Niederlage ihrer Mannschaft das Stadion kurz und klein schlagen wollten. Es waren jubeltrunkene Fans (in Teilen Mütter mit ihren Kindern), die den Sieg ihrer Mannschaft bejubeln wollten nach 15 Jahren Abstinenz von der Bundesliga und zu blöd waren, den Abpfiff zu erkennen. Faktisch macht es keinen Unterschied, sie haben den Platz gestürmt. Qualtitativ macht es für mich sehr wohl einen: Vandalismus oder Freudentaumel ist nicht irrelevant, wenn es die "Todesangst" zu bewerten gilt.

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parachos 18.05.2012, 21:23
7. Lachender Dritter

Beide Mannschaften sollen in die 2. Bundesliga.
Dort können sie dann ihr Wiederholungsspiel zweifach nächste Saison durchführen, sowohl sportlich als auch organisatorisch.
St. Pauli würden sich als Aufsteiger in die 1. Bundesliga sicher freuen.

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vaikl 18.05.2012, 21:27
8.

Zitat von vicarius70
Unter "Todesängsten" betritt kein Spieler nach der Unterbrechung das Spielfeld, wie es die Berliner getan haben. Demnach ist meine Schlussfolgerung: kein Mittel ist zu dreckig, um in der 1. Bundesliga zu bleiben.
Diese "Todesangst" haben die Hertha-Spieler, die heute in Frankfurt aussagen mussten, ja schon kräftig relativiert. Man hatte eher ein "mulmiges Gefühl", ein "Unbehagen" und konnte sich ungefähr vorstellen, dass die Spieler-Mamas zuhause an den Geräten um ihre Lieblinge zitterten...

Also das, was fast jeder Liga-Spieler mit weniger Beruferfahrung so an nervlicher Belastung ertragen muss, wenn es auf des Gegners Platz geht.

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Achim83 18.05.2012, 21:30
9.

Zitat von spon-facebook-10000137792
Es gibt für mich keinerlei Grund die Partie zu wiederholen.
Das kann wohl kaum Ihr Ernst sein?! Sollte das Spiel regulär gewertet werden, welches Signal ginge von dieser Entscheidung aus?

Richtig: Wenn kurz vor Schluss ein fataler Gegentreffer zu befürchten ist, ist das Stürmen des Feldes eine gute Variante, um diesen zu verhindern. Dass die letzten Minuten unter regulären Bedinungen gespielt wurden, wird doch wohl keiner ernsthaft behaupten wollen.

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