Forum: Sport
Australian Open: Kerber fliegt schon im Achtelfinale raus
DPA

Nach 56 Minuten war schon alles vorbei: Wimbledonsiegerin Angelique Kerber ist bei den Australian Open nach seiner schwachen Leistung gegen die Amerikanerin Danielle Collins schon im Achtelfinale ausgeschieden.

Seite 2 von 2
gman537 20.01.2019, 14:55
10. Lahm, schlappe kurze Bälle, zu viele Fehler

Damit ist eigentlich alles über Kerber's heutige Spiel gesagt.
Wenn dann noch eine respektlose, Haudrauf-Gegnerin auf der anderen Seite des Netzes agiert,
ist ruckzuck Sendeschluss. Da braucht's dann auch keine wüsten Verschwörungstheorien.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jean-baptiste-perrier 20.01.2019, 16:18
11. Ursache und Wirkung vertauscht!

Extrem schlecht gespielt und deshalb verloren? Klingt plausibel. Bloß war es eher so, dass Kerber so extrem schlecht gespielt hat, weil sie von Collins derart beschossen wurde. Bei 4:0 im ersten Satz hatte Kerber 3 Punkte gewonnen! Und das als eine der besten Return-Spielerinnen der Welt (fragen Sie dazu mal Serena Williams). Collins hat bei jedem Schlag quasi Baseball gespielt (ausgenommen 3 irrsinnig gute Stoppbälle). Ihre Fehlerquote hätte (wie sonst!) wesentlich höher liegen müssen. Das kann man nicht allein mit zu kurzen Bällen von Kerber erklären. Collins auftreten erinnerte stark an die von Famke Janssen gespielte russische Doppelagentin Onotop im ersten Pierce Brosnan Bond-Film "Goldeneye" (1995). Insbesondere dort die Szene beim Überfall auf die sowjetische Radarstation in der Onotop mit einem geradezu orgiastischen Gesichtsausdruck Menschen mit einer MP massakriert (man denke an Gottfried Johns Fassungslosigkeit beim Beobachten). Und mit der gleichen Fassungslosigkeit konnte man heute Collins zuschauen. Das war heute Baseball mit Computer-mäßiger Präzision von Collins, aber kein Tennis. Und Sybille hat doch recht wenn sie fragt, wie Collins plötzlich quasi aus dem Nichts auftauchen kann (mit 25!!! Noch nie eine erste Runde bei einem Major überstanden!!!) und derart perfekt die Bälle drischt. Wenn Collins das nur ansatzweise zukünftig so weiterspielt, dann müsste sie ein Turnier nach den anderen gewinnen. Da dies aber nicht passieren wird (vergleiche Puig), frage ich, wie ist das heute perfekte Match von Collins zu erklären? Ach so, Kerber ist ja selbst eher Nr. 20 und die drei Major-Titel hat man ihr nur geschenkt. So wird es sein. Aber nur für Leute die nix von Tennis verstehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
saubereLuft 20.01.2019, 16:35
12.

Zitat von jean-baptiste-perrier
Wenn dieses Match ein seriöser Referenz-Punkt wäre, dann müsste die zukünftige Weltranglistenerste für mindestens 5 Jahre Danielle Collins heißen. Das war heute quasi Monica Puigs absurd gute Performance im Olympia-Finale 2016 zum Quadrat. ....
Die absurd gute Performance von Monica Puig im Olympia-Finale 2016 ist eigentlich nur deshalb eine, weil sie nur WTA-Turnier gewonnen hat und bei einem Grand-Slam-Turnier bisher ein einziges Mal das Achtelfinale erreicht hat.
Das Match gegen Angelique Kerber war in den beiden ersten Sätzen ausgeglichen (4:6, 6:4), wobei M. Puig die Nerven von A. Kerber schon sehr strapaziert hat, indem sie Bälle an und auf die Line setzte.
Dies zeigte dann im 3. Satz Wirkung, als A. Kerber 0:3 hinten lag. Es war nur ein Break, aber so wie A. Kerber in der Pause auf dem Stuhl saß, war klar, dass sich in ihrem Kopf der Gedanke "Das werde ich verlieren" festsetzte.
Ich habe danach immer mal im Internet geschaut, was M. Puig so macht, denn bei den Tennis-Übertragungen tauchte sie nicht auf:
Sie verliert, scheidet früh aus, ...

Polona Herzcog hat im Erstrungenmatch auch ein paar Vorhandschläge gespielt, denen A. Kerber nur hinterher schauen konnte und die auch ein R. Nadal wohl nicht zurückspielen könnte, allerdings folgten darauf auch mind. 2 leichte Fehler.

So richtig normal, war das nicht, was D. Collins heute gezeigt hat. Meine Gedanken gingen allerdings eher dahin, dass ein Mentalcouch mit Hilfe eines Motivators ganze Arbeit geleistet hat. Es ist auf jeden Fall genau, das Rezept mit dem eine A. Kerber besiegt werden kann. A. Kerber spielt dann nicht schlecht, sie spielt schlicht und einfach gar nicht.

Ich werde D. Collins auf jeden Fall weiter beobachten, würde mich freuen, wenn sie die Qualität bebehalten kann und z.B. einer S. Williams die Bälle so um die Ohren haut. Zudem scheint sie ne ungewöhnliche Type zu sein, was ich als Bereicherung im Frauentennis betrachte.
Unabhängig davon schließe ich beim Profisport, besonders im Zusammenhang mit viel Geld, Doping, mangelnde und manipulierte Kontrollen nicht aus.

P.S.: Franziska Preuß hat gerade ihren ersten Weltcup mit Null Schießfehlern und einem gelungenen Endspurt gewonnen. Alles wieder gut!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
biglewbowski 20.01.2019, 16:44
13. @jeanbp

Es gibt im Damentennis eher das Momentum des perfekten Augenblicks. Das hatte Collins heute. Kerber hat aber amateurhaft reagiert. Der Return m u s s platziert und lang sein. Keiner ihrer Schläge war das. Sie war eine Klasse schlechter, das hat nichts mit Voodoo zu tun.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
archivdoktor 20.01.2019, 19:20
14.

Zitat von jean-baptiste-perrier
Wenn dieses Match ein seriöser Referenz-Punkt wäre, dann müsste die zukünftige Weltranglistenerste für mindestens 5 Jahre Danielle Collins heißen. Das war heute quasi Monica Puigs absurd gute Performance im Olympia-Finale 2016 zum Quadrat. Danielle Collins vollkommen enthemmt. Ist das ihr natürlicher Charakter? Es war heute eher so als würde man Zeuge eines Labor-Experiments bei dem die Wirksamkeit eines neuen Wirkstoffes demonstriert werden sollte. The Manchurian Player? Wie ernsthaft werden im Tennis Doping-Proben auch im Hinblick auf psychoaktive Drogen durchgeführt? Danielle Collins nahezu diabolischer Gesichtsausdruck und ihre mechanisch schnellen Bewegungen auch in den Pausen zum Stuhl waren vollkommen widernatürlich und jenseits des normalen menschlichen Spektrums. Wenn das heute ein ernsthafter Maßstab wäre, dann hat das Danielle-Collins-Experiment den Australian Open Titel 2019 sicher. Ob Kerber heute gut oder schlecht gespielt hätte, wäre für den Ausgang des Experiments vollkommen irrelevant. Collins wie mit Computer-programmiertem Speed und Präzision. Ich bin gespannt wie das Experiment in der nächsten Runde (wahrscheinlich gegen Stephens) sich fortsetzt. Denn mit Tennis mit zwei Menschen hatte das heute nichts zu tun. Natürlich kann Kerber an einem schlechten Tag gegen Collins verlieren. Aber niemals mit diesem Score! Der Witz ist, dass man überhaupt nicht sagen kann, ob Kerber heute einen guten oder schlechten Tag hatte. Kerber hat nicht versagt. Sie wurde zu einer Marionette degradiert. Ich werde mit Argus-Augen zukünftig das Danielle-Collins-Projekt beobachten! Es gibt nur zwei plausible Fortsetzungen: Entweder Danielle Collins ab spätestens September neue Nr.1 oder zurück im Niemandsland wie Monica Puig, weil das Experiment abgebrochen wird. Mein Beileid an Angelique Kerber Mund abputzen und jetzt den Fokus schon Richtung Paris ausrichten!
Meinen Sie das wirklich ernst?? Frau Kerber spielte richtig schlecht und die College-Spielerin Collins richtig gut - so einfach ist das! Wenn eine deutsche Spielerin verliert, muss ihre Gegnerin ja gedopt sein.....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
archivdoktor 20.01.2019, 19:23
15. Wow

Zitat von jean-baptiste-perrier
Extrem schlecht gespielt und deshalb verloren? Klingt plausibel. Bloß war es eher so, dass Kerber so extrem schlecht gespielt hat, weil sie von Collins derart beschossen wurde. Bei 4:0 im ersten Satz hatte Kerber 3 Punkte gewonnen! Und das als eine der besten Return-Spielerinnen der Welt (fragen Sie dazu mal Serena Williams). Collins hat bei jedem Schlag quasi Baseball gespielt (ausgenommen 3 irrsinnig gute Stoppbälle). Ihre Fehlerquote hätte (wie sonst!) wesentlich höher liegen müssen. Das kann man nicht allein mit zu kurzen Bällen von Kerber erklären. Collins auftreten erinnerte stark an die von Famke Janssen gespielte russische Doppelagentin Onotop im ersten Pierce Brosnan Bond-Film "Goldeneye" (1995). Insbesondere dort die Szene beim Überfall auf die sowjetische Radarstation in der Onotop mit einem geradezu orgiastischen Gesichtsausdruck Menschen mit einer MP massakriert (man denke an Gottfried Johns Fassungslosigkeit beim Beobachten). Und mit der gleichen Fassungslosigkeit konnte man heute Collins zuschauen. Das war heute Baseball mit Computer-mäßiger Präzision von Collins, aber kein Tennis. Und Sybille hat doch recht wenn sie fragt, wie Collins plötzlich quasi aus dem Nichts auftauchen kann (mit 25!!! Noch nie eine erste Runde bei einem Major überstanden!!!) und derart perfekt die Bälle drischt. Wenn Collins das nur ansatzweise zukünftig so weiterspielt, dann müsste sie ein Turnier nach den anderen gewinnen. Da dies aber nicht passieren wird (vergleiche Puig), frage ich, wie ist das heute perfekte Match von Collins zu erklären? Ach so, Kerber ist ja selbst eher Nr. 20 und die drei Major-Titel hat man ihr nur geschenkt. So wird es sein. Aber nur für Leute die nix von Tennis verstehen.
Mannomann, sagen Sie mal, haben Sie was geraucht?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
briancornway 20.01.2019, 19:27
16. Ungnädigst

Zitat von rsb
Die technischen Möglichkeiten passen nicht zu dem Anspruch ständig bei den Grand Slams zu dominieren und lassen sich nicht jeden Tag durch Einsatz und Kampf kompensieren.
Federer ist übrigens auch ausgeschieden. Aber nur bei Kerber wird nach jeder Niederlage ihre gesamte Qualität in Frage gestellt.

Spannend bleibt es trotzdem, das Sharapova/Barty-Spiel heute Nacht hat großen Spaß gemacht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jean-baptiste-perrier 20.01.2019, 21:50
17. We agree to disagree!

Wir müssen hier ja nicht alle einer Meinung sein. Als Dritter sollte man sich aber grundsätzlich gerade bei Diskussionen zu Sport-Events auch immer den Zeitpunkt der einzelnen Beiträge im Forum angucken (sprich die zeitliche Nähe). 5 Uhr war für einige wohl etwas zu früh oder zu spät. Wer das Match nicht komplett Punkt für Punkt gesehen hat und nur den Score betrachtet, kann nicht beurteilen wie das auf dem Platz zustande gekommen ist. Ostapenko ist auch eine reine Hard-Hiterin. Sogar eine mit Major-Titel (French Open). Gegen die konnte sich Kerber im Wimbledon-Halbfinale auch anders zur Wehr setzen. Weil, wenn jemand derart auf die Bälle draufkloppt dementsprechend auch viele daneben gehen (müssen - zwangsläufig). Das ist reine Logik: je höher das Risiko, desto mehr Fehler. Abhängig von Tagesform gibt es dann Abweichungen nach unten oder oben. Die Abweichung nach unten (gegen nahezu positiv unendlich) heute bei Collins liegt jedoch jenseits des Rahmens. Stochastik (Wahrscheinlichkeitsrechnung) ist eine seriöse Disziplin der Mathematik. Und Collins hat im übertragenen Sinn heute 20 mal gewürfelt und ca. 18 mal kam die 6. Und da darf man sich schon mal wundern und kann es nicht als puren Zufall abtun.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
biglewbowski 20.01.2019, 23:09
18. @briancornway

Korrekt, Federer hat aber auch, wie immer, geliefert. Kerber nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
biglewbowski 20.01.2019, 23:16
19. @jeanbp

Kerber hat keine Sekunde Collins unter Druck setzen können und somit auch keine Fehler bei Collins provozieren. Das Spiel ist nicht mit Ostapenko in Wimbledon zu vergleichen, Ostapenko hat eine hohe Fehlerquote gehabt, die nur zum Teil durch Kerbers Spiel provoziert wurde. Collins wäre bezwingbar gewesen, hätte Kerber i h r Spiel gemacht. Allerdings nur, wenn sie zu 100% ihr Potenzial abgerufen hätte. Osaka hat Kerber 2017 auch abgeschossen. Solche Tage gibt's nur im Damentennis.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 2