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Badminton-Skandal bei Olympia: "Es ist peinlich, eine Riesenschande"
AP

Der Badminton-Weltverband hat acht Spielerinnen von den Olympischen Spielen ausgeschlossen, sie sollen ihre Partien absichtlich verloren haben. Die Sportwelt ist entsetzt - und erhebt zugleich Vorwürfe gegen die Turnierleitung. Der olympische Spielmodus lade zu Manipulationen geradezu ein.

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ok.bonn 01.08.2012, 16:20
1. Endlich!

Wir erleben seit Jahren, dass der chinesische Badminton-Verband ein Turnier nach dem anderen verschiebt. Zum Beispiel so: Treffen zwei Chinesische Spieler aufeinander wird vorher von den Funktionären und Trainern (!) festgelegt, wer das Spiel gewinnen wird, meist der in der nationalen Rangliste besser platzierte Spieler. Der andere Spieler wir vor dem Spiel "ins Gebet" genommen, sodass er sich der Konsequenzen bei Nichtbefolgung der Stallregie wieder bewusst wird - einer Konsequenz, die ein Sportler in einem kommunistischen Land nicht zu tragen imstande ist. Regelmäßig führte dies dazu, dass besagte Spiele "wegen Verletzung" aufgegeben oder erst gar nicht angetreten wurden.

Der genauso große Skandal an diesem mittlerweile etablierten Verhalten des chinesischen Verbandes ist jedoch, dass der internationale Badminton Verband bisher noch nie gegen dieses unsportliche Verhalten vorgegangen ist. Regelmäßige Proteste wurden bisher immer damit abgetan, man könne ja nichts beweisen.
Nur diesmal stehen die Zeichen anders: Der Badmintonsport steht plötzlich im Rampenlicht der versammelten Weltpresse und des IOC. Im Blätterwald raschelt es rund um den Globus, und damit ist das Interesse der Öffentlichkeit erstmals im Badminton angekommen - um das sich der Sport pikanterweise seit Jahren bemüht. Ein "weiter so wie bisher" geht damit nicht mehr, denn damit würde die gesamte Sportart diskreditiert, möglicherweise gar zukünftig von den olympischen Spielen ausgeschlossen.

Und so ist die Disqualifikation der Unsportlichkeit ein von den Badmintonsportlern erwarteter, gar überfälliger Schritt in die richtige Richtung. Zu hoffen bleibt, dass der internationale Verband sich auch in Zukunft an diesen Grundsatz orientieren wird.

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Fenrax 01.08.2012, 16:24
2. lächerlich

Athleten zu bestrafen weil sie möglichst viele Medaillen für ihre Nation gewinnen wollen

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merlinberlin 01.08.2012, 16:25
3. WER ist wirklich schuld?

Ich kann verstehen, wenn man sich ausrechnen kann, dass man es so oder so leichter haben kann, dass man auch eben mal ein Spiel verliert. WER verbietet das? WO genau ist die Regel die das verbietet.

In meinen Augen nur eine Schuld der Organisatoren.

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mm71 01.08.2012, 16:31
4.

Zitat von Fenrax
Athleten zu bestrafen weil sie möglichst viele Medaillen für ihre Nation gewinnen wollen
Tja, da hätten diese "Athleten" mal den olympischen Eid, der auch in ihrem Namen gesprochen wird, zu Herzen nehmen sollen. Ansonsten gibt's ja genügend andere Turniere, wo unsportliches Durchschlawinern vielleicht akzeptiert wird. Wird ja niemand gezwungen, bei Olympia anzutreten.

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spon-facebook-10000385719 01.08.2012, 16:32
5. Wenn, dann soll die Regel überall gelten!

Das ist wirklich Peinlich. Falls die Regel gilt, dann ist folgendes möglich:

Schwimmen: Schwimmer müssen alle angemeldeten Disziplinen mit Bestleistung absolvieren. Sie dürfen z.B. nicht 400m-Diszipliln absagen, nur weil sie in 200m bessere Chancen sehen. Sonst werden sie für alle Spiele disqualifiziert. Kraft für das nächste wichtigere Spiel zu sparen ist nicht erlaubt.

Oder Basketball oder Fußball: Es müssen immer die besten Spieler auf Feld sein. Trainer ist nicht erlaubt, Ersatzspieler ins Spiel zu schicken, selbst nicht, wenn man sowieso schon fürs nächste Runde sich qualifiziert hat.

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dummerjunge 01.08.2012, 16:36
6.

Also wenn man als Fußballmanschaft im letzten Vorrundenspiel lieber verliert weil man sonst auf Brasilien treffen würde, anstatt auf die Färör-Inseln, dann fliegt man aus dem Turnier, oder wie?

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Bolligru 01.08.2012, 16:39
7. Das deprimierendste

an der Sache sind die meisten Kommentare hier in den Foren die für solches Verhalten Verständnis zeigen...arm...

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dieter_huber 01.08.2012, 16:49
8. einerseits...

wird Badminton als Sportart hierzulande völlig verkannt - im Gegensatz zu beispielsweise Dänemark, das deswegen international auch gut mithält;-)
Andererseits sind solche Meldungen geeignet, die (für mich) faszinierendste Sportart weiter zu diskreditieren. Schiebung ist kein Problem von Badminton, sondern von korrupten Sportverbänden und schlechtem Regelwerk.

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dieter_huber 01.08.2012, 16:50
9. einerseits...

wird Badminton als Sportart hierzulande völlig verkannt - im Gegensatz zu beispielsweise Dänemark, das deswegen international auch gut mithält;-)
Andererseits sind solche Meldungen geeignet, die (für mich) faszinierendste Sportart weiter zu diskreditieren. Schiebung ist kein Problem von Badminton, sondern von korrupten Sportverbänden und schlechtem Regelwerk.

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