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Barça feiert seine Fußballerinnen und die des FC Bayern: "Das gibt es in Deutschland
AP

Die Fußballerinnen des FC Barcelona sind zum ersten Mal in das Champions-League-Finale eingezogen. Die Partie gegen den FC Bayern zeigte, wie groß das Zuschauerinteresse mittlerweile in Spanien ist.

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mlarsen 29.04.2019, 10:38
20.

Zitat von hansfrans79
Auch wenn es noch verpönter ist, dieses zu sagen: das liegt natürlich auch an dem alten Bild vom Fußball als Sport für "echte Männer". Da muss man schon etwas tun, um diese Denke zu durchbrechen.
Ich bin gespannt was Sie dagegen tun wollen. Die Denke mit Gewalt druchbrechen ? Ihre Meinung haben Sie kundgetan, ich halte es wie der vorige Kommentator. Frauenfußball ist bei weitem nicht so interessant wie das Männerpendant. Egal wie sehr Sie sich auch bemühen das als "veraltetes Denken" abzustempeln, ich werde mir das nicht anschauen. Da können Sie auch gleich Strafgebühren fordern oder was einem auch sonst in den Sinn kommen mag, wenn man seine eigene Denke als ultima ratio betrachtet und von allen andern das Gleiche verlangt.

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aliof 29.04.2019, 10:41
21. Bis auf Lieke Martens

.. hätte ich keinen Grund, dieses (hier Frauen-) Fußballspiel life anzusehen.

Aber wegen der fünf Minuten pro Spiel, die sie dann am Ball schöne und geniale Kunststückchen vorführt , nach Barçelona oder München, und dort noch irgendwohin in ein Stadion am Stadtrand oder an einer Autobahn .. no merci.

.. dann doch lieber eine Bergwanderung, ne Runde Schwimmen, eine Radtour und gelegentlich selbst gegen den Ball treten, mit echten Leuten, und ab und an von den ja im Netz verfügbaren Videos z.B. von dieser und einigen wenigen (Mann oder Frau) Anderen wirklichen Ballkünstlern etwas ab ::gucken::

Andererseits :: für die Akteure , die Spielerinnen , wird es wohl ein beeindruckendes Erlebnis gewesen sein , sich so unmittelbar als Projektionsfiguren so vieler Mitmenschen erleben zu dürfen .. :: auf Deutsch : so viel begeisterten Applaus gekriegt zu haben.

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Mastermason 29.04.2019, 10:47
22.

"Komischerweise kommt so etwas bei anderen Sportarten nicht vor. Niemand würde auf die Idee kommen beispielsweise in der Leichtathletik die Männer mit den Frauen zu vergleichen."

Erstens kommen massenweise dieser Vergleiche vor und zweitens vergleichen Sie doch auch, siehe nächster Absatz

"Abgesehen davon finde ich den Bundesligafussball der Frauen weit interessanter, als den der Männer. Die Teamfähigkeit ist deutlich besser ausgebildet und das individuelle Machoverhalten, was in einer Mannschaftssportart völlig fehl am Platze ist, entfällt fast völlig."

Das ist seltsam, ich gucke Fußball (der Männer) wegen der Athletik, des (meist) hohen technischen Niveaus, der Schnelligkeit, Spannung, alles Punkte, in denen der Frauenfußball unterlegene ist. Das Verhalten der Spieler interessiert mich (außer bei Foulspielen) nicht die Bohne.

"Ich habe vor einer Weile extra wegen der Frauenbundesligaübertragungen den Telekom-Sportkanal gebucht und bereue es bis heute nicht."

Schön für Sie. Nicht nachvollziehbar, aber wie sagt der Rheinländer: "Jeder Jeck is annigsch"

"Abgesehen davon ist es natürlich unsinnig die Zuschauerzahlen mit denen des Männerfussballs in Deutschland zu vergleichen.Die grosse Mehrzahl aller anderen Sportarten hat auch nur vergleichsweise wenig Zuschauer."

Da gebe ich Ihnen Recht

"Ich sehe beispielsweise auch sehr gerne Rugby (eine Sportart, bei der die Mehrzahl der männlichen Fussballspieler wegen mangelnder Disziplin in der Mannschaft und des Verhaltens gegenüber den Schiedsrichtern nie eine Chance hätten), aber in Deutschland würden die Mannschaften sich über der Zuschauerschnitt des Frauenfussball freuen."

Das ist ein deutsches Phänomen und liegt mEn an dem Amateurstatus, den Rugby bei uns hat. Die Rugbyweltmeisterschaft beispielsweise ist hinter Olympia und der Fußballweltmeisterschaft das global drittgrößte Ereignis.

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yoda56 29.04.2019, 10:50
23. Super Idee!

Zitat von fradu-koeln
Die niedrigen Zuschauerzahlen im deutschen Frauenfußball sind angesichts von Spielansetzungen sonntags um 11 Uhr nicht verwunderlich. Die Frauen sollten sich endlich vom DFB trennen und ihr eigenes Ding machen.
Dann haben die vielen Damenfußball-Fans endlich mal eine Alternative zu den gleichzeitig stattfindenden langweiligen Fußballspielen der Herren am Wochenende, den Handballligen, Basketball, der Formel 1 und den unbeliebten Wintersportarten. Doch halt - bald ist ja auch der Montag Abend wieder (fast) frei - da werden die Stadien dann ganz bestimmt voll.

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linksrechts 29.04.2019, 11:00
24. @14

Zu behaupten die Spitzenmannschaften der Damen seien besser als unterklassige Herrenteams grenzt ja schon fast an Boshaftigkeit. Regelmäßig verlieren Damen Nationalmannschaften(!) gegen u17 Teams aus dem Amateurbereich der Männer. Davon gibt es im Übrigen auch Videomaterial. Es scheint mit dem Damenfusball so wie mit Coke Zero zu sein: Ein Produkt, dass ständig beworben werden muss, weil es einfach keiner konsumieren will. Aber daran kann natürlich nicht die Qualität Schuld sein, das hat sicher gesellschaftliche Gründe.

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Schartin Mulz 29.04.2019, 11:03
25. Man kann ofenbar

nicht einfach über ein positives Ereignis brichten, ohne in der Überschrift wieder etwas negatives beizusteuern. Ja, im schrecklichen Deutschland gibt es so etwas nicht.
Liest man den ganzen Artikel, muss man das auch relativieren. Offenbar gibt es ein paar wenige Frauenfußballspiele in Spanien, für die man in große Stadien umzieht und dann auch noch den Eintritt erlässt, damit die Leute auch kommen.
Kann man machen, aber sind halt nur einzelne Events. Und die kann man nicht mit regelmäßigen Ligaspielen vergleichen. Wo in Spanien wohl weniger zusehen als in Deutschland.

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Rentenkassierer 29.04.2019, 11:09
26. Unterschiedliche Sportartinterpretation

Zitat von Mastermason
"Abgesehen davon finde ich den Bundesligafussball der Frauen weit interessanter, als den der Männer. Die Teamfähigkeit ist deutlich besser ausgebildet und das individuelle Machoverhalten, was in einer Mannschaftssportart völlig fehl am Platze ist, entfällt fast völlig." Das ist seltsam, ich gucke Fußball (der Männer) wegen der Athletik, des (meist) hohen technischen Niveaus, der Schnelligkeit, Spannung, alles Punkte, in denen der Frauenfußball unterlegene ist. Das Verhalten der Spieler interessiert mich (außer bei Foulspielen) nicht die Bohne.
Mich interessiert der Aspekt des mannschaftlichen Zusammenspiels, nicht so sehr der athletische Aspekt betreffs der Einzelspieler.

Das Teamverhalten und die Teamfähigkeit im Rahmen einer Mannschaft sind für mich die entscheidenden Faktoren um mir ein Mannschaftsspiel anzusehen. Zusätzlich interessieren mich taktische Aspekte und deren Umsetzung. Auf irgend welche Individualmätzchen kann ich bei Mannschaftssportarten gerne verzichten.

Ich habe früher selber Fussball gespielt. Nach Vereinen in der Jugend dann über viele Jahre in einer Hochschulmannschaft. Wir waren erstaunlich erfolgreich, was aber in erster Linie nicht an irgend welcher individuellen Klasse lag (die nicht vorhanden war), sondern an dem Verständnis als mannschaftliche Einheit (wir waren alles Mathematiker, weshalb solche Überlegungen auch ganz natürlich waren).

Der Bundesligafussball hatte mich schon damals nicht interessiert, weil er nicht meinen Vorstellungen entsprach. Rugby, welches wir leider nur in der Schule spielten, fand ich schon damals sehr interessant, weil es viel mehr Wert auf die Mannschaft legt, als beim Fussball üblich.

Es ist aber müßig darüber zu diskutieren, weil das nun mal eine Interessensfrage ist. Ich kenne auch diverse Leute, die sich für Motorsport interessieren. Ich habe das noch nie nachvollziehen können, aber wenn es ihnen Spass macht...

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Rentenkassierer 29.04.2019, 11:19
27. Zwei weitere Sportarten sollte man auch nicht vergessen

Zitat von Mastermason
Die Rugbyweltmeisterschaft beispielsweise ist hinter Olympia und der Fußballweltmeisterschaft das global drittgrößte Ereignis.
Bezüglich der daran interessierten Zahl von Menschen haben Cricket und Tischtennis weltweit auch einen sehr hohen Stellenwert.

Cricket ist in Deutschland faktisch unbekannt und Tischtennis findet medial kaum Beachtung.

Mir sagte vor ca 20 Jahren ein ehemaliger Kollege, der in einem Verein als Trainer für die ganz jungen Fussballspieler agierte (als Vater von drei Jungens kommt man zu solchen Jobs), dass die in den Vereinen verbreitetste Jugendsportart Baseball sei (es war im Südwesten Berlins). Mich hatte das völlig überrascht.

Inzwischen spielt einer seiner Söhne in der 2. Rugby-Bundesliga.

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Max Hermann 29.04.2019, 11:26
28. Unzugänglich

Wie man immer wieder feststellen muss, haben einige immer noch nicht verstanden warum es völlig legitim ist, einen Bogen um Frauenfussball zu machen und das dies nichts mit fehlendem Gleichberechtigungssinn oder am festhalten althergebrachten Männertraditionen zu tun hat. Ebenso ist das Argument seltsam das man nicht vergleichen soll, dabei definiert der Vergleich. Muss man das noch erklären das man für eine Wertung einen Referenzwert braucht an dem man misst? Wie definiert man denn sonst "sehr gut" wenn nicht im vergleich zu dem was eben nicht sehr gut ist!
Es ist völlig unkompliziert: Frauen sollen das gleiche Recht und die gleichen Möglichkeiten bekommen wie die Jungs um Fussball zu spielen. Sie sollen die gleiche Förderung erhalten und von mir aus auch im Fernsehen gezeigt werden wie oft auch immer.
Was dann meine Aufmerksamkeit weckt, ist meine freiheitliche Entscheidung. Und hier sind wir an dem Punkt der mich stört und der mich dazu bewegt mich diesem Thema überhaupt zu widmen.
Ich empfinde es als unverschämt, das Teile der Gesellschaft diese persönliche Entscheidung als ungerechtes Werten darstellen, oder als festhalten an überholten, traditionellen Sichtweisen. Denn meine Beweggründe warum ich Frauenfussball nicht sehen möchte sind andere. Mein Standpunkt soll wohl im Namen der allgemeinen Gerechtigkeit als falsch dargestellt werden und das indem man versucht meine Haltung mit einer angenommenen Argumentation Zwangs zu bestücken.

Ich habe mir letzte Woche ein Frauenfussballspiel angesehen für etwa 20 min. Ich glaube Wolfsburg gegen weiss nicht genau. Glaube 4:1 oder ähnlich. Die Mädels rackern und kämpfen in dem Rahmen ihrer Möglichkeiten. Das ist technisch mau und von Dynamik muss man nicht sprechen. Aber durchaus taktisch Diszipliniert mit einigen gut einstudierten Kombinationen, gerade bei Wolfsburg. Alles etwas holprig, aber ehrlich. Keine Schauspielerei wie bei den Männern. Die Mädels spielen diesen Sport ehrlicher. Sollen sie ihren Spass haben, aber ich glaube nicht das ich mir das nochmal ansehe.

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yoda56 29.04.2019, 12:13
29. Auch dieses angebliche Interesse in Barcelona...

...ist übrigens ein Schmarrn. Immerhin sind 2.500 Karteninhaber gar nicht erst gekommen - selbst "für umme" kein Bock auf dieses Gekicke.

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