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Bayern München: Scheitern als Chance
DPA

Lahm und Alonso machten gegen Madrid ihr letztes Europapokalspiel, die Karrieren von Robben und Ribéry neigen sich dem Ende entgegen. Der FC Bayern braucht nicht nur einen zweiten Mittelstürmer - sondern den Umbruch.

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vera gehlkiel 19.04.2017, 18:40
80. @ardbeg17

Zitat von ardbeg17
Sie vergessen hier etwas ganz Grundlegendes: Bayern ist seit van Gaal im Kern eine Ballbesitz-Mannschaft, Real seit Mourinho eine Umschalt-Mannschaft. Mit den entsprechenden Spielern. Bayern hat Kroos abgegeben, weil sie reichlich passsichere Mittelfeldspieler hatten, Real wollte ihn unbedingt, weil ihnen die Sicherheit im Ballbesitzspiel fehlte. In der Gewichtung (Real: Umschaltspiel, Bayern: Ballbesitz) wird sich auch in den nächsten Jahren nichts ändern, allerdings wird Ancelotti das Gewicht bei Bayern zu verschieben versuchen. Man kann jetzt wieder endlos das Für und Wider durchkauen; Tatsache bleibt, dass Ballbesitz alleine keine Tore schiesst sowie konteranfällig macht und Konterspiel nur funktioniert, wenn der Gegner den Ball haben will. Hat ja sogar der BVB unter Klopp noch festgestellt. Ausserdem sind Spiele zweier Defensivmannschaften fuuuuuurchtbar spannend.... Im Übrigen haben die Bayern ja bereits unter Guardiola gelegentlich Konterspiel aufgezogen, speziell der BVB hat da so seine Erfahrungen machen müssen. Von "seit vier Jahren kranken" kann also keine Rede sein. Und: Bayern gegen Barca 2015 ohne Flügelsturm. Gegen Atletico 2016 ohne IV. Gegen Real im Hinspiel ohne (die kopfballstärksten Spieler!) Lewandowski und Hummels. Stellen sie sich mal Barca ohne Messi vor. Atletico ohne IV, oder ohne Griezmann. Real ohne Ronaldo. Die holen mit diesen Handycaps alle ganz easy die CL, nicht wahr?
Bei Guardiola war vor allem das massive Gegenpressing, das Ancelotti komplett ad acta gelegt hat, ein wichtiges Element. Damals wurde das Tiki-Taka im Barca-Style von Guardiola für die Bayern mit wuchtiger Durchschlagskraft im Mittelfeld modifiziert, weil er auf die diffizilen Dribbelkünste kleiner, wendiger Spanier natürlich nicht mehr setzen konnte. Man stand nach der frühen Balleroberung extrem hoch in "Lauerstellung", und bei Abschlägen wurde das Mittelfeld extrem schnell überspielt, jedenfalls bei Angriffen, um schnell eine breit gestaffelte Belagerungssituation engstmöglich am gegnerischen Strafraum herbeizuführen. Dabei rückte das Mittelfeld komplett bis an die Strafraumgrenze vor, es wurden alle Feldspieler bis auf die Rückabsicherung zu Angriffsspielern. Ancelotti hat seinerzeit, als er Real zum CL-Triumph führte, tatsächlich auf ein reines Umschaltspiel vertraut, aber er hatte einfach auch die Spieler dafür, das ergab sich fast von selbst. Im Prinzip agierten seine Mannschaften damals wie heute aus einer sehr tief stehenden Defensive. Dabei ist, da stimmt der Bezug zu Mourinho, allerdings mittlerweile auf Bayern - Seite, der Ballbesitz gar kein Wert, der den Trainer interessiert. Zidane lässt einen Fussball spielen, der weniger auf Dominanz setzt, als es bei Guardiola der Fall ist, und mehr an Thomas Tuchel erinnert. Hier ist das Mittelfeld aber alles entscheidend! Und bei Real eben kongenial zum grossartigen Sturm besetzt, sowie bestmöglich eingespielt. Die spielen eher unauffällig, aber unglaublich effektiv, so wie eben ihr Trainer und früherer Weltstar Zinedine Zidane es auch getan hat!

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WeEmm2010 19.04.2017, 19:16
81. #63

Scheinbar verfassen Sie hier eine Scharfsinnige Analyse der Niederlage und nennen Ross und Reiter. Gleichzeitig vermeiden Sie den Namen Müller der gestern wesentlich zum Ausscheiden beitrug.

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Attila2009 19.04.2017, 19:25
82.

Tja liebe Bayern dann ist es euch mit dem Schiedsrichter mal so ergangen wie vielen Bundesligavereinen in Bundesliagspielen gegen euch. Schön dass ihr auch mal davon kosten durftest wie sich das anfühlt benachteiligt zu werden.
Nur die anderen jammern nicht so.

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TscheffichheißeTscheff 19.04.2017, 19:51
83. Parteiischer Schiri?

Wenn der Schiedsrichter parteiisch war, dann frage ich mich, wieso er den Elfer für Bayern gegeben hat. Und das, nachdem die schon im Hinspiel einen bekommen hatten, der doch recht zweifelhaft war. Ich will jetzt gar nicht im Detail klären, ob es gestern ein Foul an Robben war oder nicht, aber glasklar war die Situation sicher nicht. Und warum gab er keinen ´Strafstoß, als Boateng einen Gegenspieler frontal im Sechzehner abgeräumt hat? Dass die Lesitung des Mann in Schwarz schlecht war, ist unstrittig, aber einseitig? Kann ich nicht erkennen. Und Rummenigges Einstellung zum Schiedsrichter hängt grundsätzlich vom Endergebnis ab.

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Aberlour A ' Bunadh 19.04.2017, 20:01
84. Der Fussballzirkus will manipulierbar sein?

Zitat von Wolfgang Porcher
konnte man feststellen, dass die Madrilenen unbesorgt spielten, die ganze Zeit. So spielt man, wenn man weiss, da kann nichts schief gehen. Kann auch noch wenn 14 gegen 10 auf dem Platz stehen, bzw agieren. Tickte schon in Barcelona die Schiri Uhr anders als gesollt. Gewiss gewollt von den Drahtziehern, die bis heute solche Regeln wollen. Alle anderen Sportarten messen die echte Zeit , dann kommt die Sirene, bei Bedarf kommt das Video zu Hand und Torkamera schon seit vielen Jahren. Das sagt uns eindeutig, der Fussballzirkus will manipulierbar sein.
Bitte keine Verschwörungstheorien. Es sind zwar gestern Abseitstore auf BEIDEN Seiten gefallen, aber so klar war die jeweilige Abseitsstellung aus der Normalgeschwindigkeit des Spielgeschehens nicht ersichtlich. Um genau aufzulösen, war jeweils die Zeitlupe erforderlich. Von daher ist das Gegeifere von Rummenigge unsportlich und unverschämt. Solche Fehlentscheidungen gibt es in fast jedem Spiel. An jedem verdammten Ligaspieltag. Diese Indifferenz ist gewollt, um das Spiel, anders als im American Football, flüssig zu halten. Sie können sich ja dafür stark machen, dass auch im Fußball eine "Flagge" geworfen werden kann, um Entscheidungen von einem Videoschiedsrichter überprüfen zu lassen. Allerdings geht das dann auf Kosten der Dynamik. Das Spiel wird statischer. Die Bayern sollten die Fehler bei sich selbst suchen. Vidal auf dem Platz zu lassen, war ein Riesenfehler. Er hätte eigentlich schon viel früher Gelb-Rot sehen MÜSSEN. Von daher war es klar, dass er beim nächsten kleinsten Anzeichen eines Vergehens runter muss. Was aber nützt ein Spieler, dessen Stärke die Körperlichkeit ist, wenn er nicht mehr voll in die Zweikämpfe gehen kann? Ein frischer Spieler von der Bank diesbezüglich aber keine Einschränkungen hat. Ein klarer Fehler des Trainers. Also Bayern: in zwei Spielen hat die bessere Mannschaft gewonnen. Schuld bei sich selbst suchen und nicht beim Schiedsrichter.

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solltemanwissen 19.04.2017, 20:02
85.

Zitat von ardbeg17
...oder Real spielt nach dem 0:1 nur zu zehnt. Aber stimmt natürlich, ein edler Spieler wie Ronaldo hätte das Angebot, zu fallen, niemals angenommen. Sondern hätte beim Schiri gegen die Bestrafung des Gegners protestiert, wie eben Ronaldo im Hinspiel.
Wieso zu zehnt? Ich kann mich täuschen, aber ein Elfer zieht doch nicht zwingend eine gelbe Karte nach sich. Und das war, wenn überhaupt, ein minimaler Kontakt.
Ich will doch gar nichts sagen, ob jetzt irgendwer nicht auch so ein Angebot angenommen hätte, natürlich hätte man das.

Fakt ist, dass der Schiri Real bei der gleichen Situation den Elfer nicht gab und es ohne das Abseitstor der Bayern nach 90 Minuten 1:1 steht und es überhaupt nicht zur Verlängerung kommt. Da von einer Benachteiligung der Bayern zu sprechen, ist abenteuerlich und soll lediglich von der eigenen Unterlegenheit ablenken (2 Torschüsse in 120 Mlnuten).

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Dengar 19.04.2017, 20:04
86. Sehe ich auch so

Zitat von TscheffichheißeTscheff
Wenn der Schiedsrichter parteiisch war, dann frage ich mich, wieso er den Elfer für Bayern gegeben hat. Und das, nachdem die schon im Hinspiel einen bekommen hatten, der doch recht zweifelhaft war. Ich will jetzt gar nicht im Detail klären, ob es gestern ein Foul an Robben war oder nicht, aber glasklar war die Situation sicher nicht. Und warum gab er keinen ´Strafstoß, als Boateng einen Gegenspieler frontal im Sechzehner abgeräumt hat? Dass die Lesitung des Mann in Schwarz schlecht war, ist unstrittig, aber einseitig? Kann ich nicht erkennen. Und Rummenigges Einstellung zum Schiedsrichter hängt grundsätzlich vom Endergebnis ab.
ME hat der Schiedsrichter seine Fehlentscheidungen gestern gerecht verteilt. Verloren haben die Bayern das VF im Hinspiel.

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kahabe 19.04.2017, 20:17
87. Geifernder Kartoffelbauer

Zitat von TscheffichheißeTscheff
Wenn der Schiedsrichter parteiisch war, dann frage ich mich, wieso er den Elfer für Bayern gegeben hat. Und das, nachdem die schon im Hinspiel einen bekommen hatten, der doch recht zweifelhaft war. Ich will jetzt gar nicht im Detail klären, ob es gestern ein Foul an Robben war oder nicht, aber glasklar war die Situation sicher nicht. Und warum gab er keinen ´Strafstoß, als Boateng einen Gegenspieler frontal im Sechzehner abgeräumt hat? Dass die Lesitung des Mann in Schwarz schlecht war, ist unstrittig, aber einseitig? Kann ich nicht erkennen. Und Rummenigges Einstellung zum Schiedsrichter hängt grundsätzlich vom Endergebnis ab.
versteht die Welt nicht mehr. Ein Schirri entscheidet gegen den von ihm geführten Verein. Wie galaktisch. Ach 'nee, das ist ja wirklich ein unpassender Vergleich. Schön fand ich, dass die Polizei, hoffentlich mit Samthandschuhen, Spieler des FC Hollywood aus der Kabine des Schiedrichters holen mussten. Den sollte sich der DFB angeln, so gut wie der wohl war. Passt. Und noch was: Obrigado, Senor Ronaldo.

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substanzlos12 19.04.2017, 20:19
88.

Einmal mehr muss also Borussia Dortmund den deutschen Fußball retten. Das war ja schon Mal so - ohne die aufmüpfigen Dortmunder hätten die Bayern unter Heynckes das Triple wohl nicht geholt.

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Levator 19.04.2017, 20:23
89. @#83

Selbst die spanische Presse schreibt von "einem historischen Raub" [sic]. Aber das Forum kennt ja Ihre geschätzten Kommentare. Zwar wenig hilfreich, aber immerhin lustig. ..

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