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Bayern Münchens Rekordzahlen: Die kühle Welt-AG
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Der FC Bayern legt neue Rekordzahlen vor - und will die stärkste Fußballmarke des Planeten werden. Die Jahreshauptversammlung bleibt trotzdem merkwürdig emotionslos. Nur einer bekommt Ovationen: Uli Hoeneß.

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zynik 29.11.2014, 12:10
40.

Zitat von tombrok
Last but not least, was ist dieses Geseiere bezgl. "Erfolgsfans"? Das eine gewisse Gewoehnung hinsichtlich guter Ergebnisse eintritt,laesst sich gar nicht bestreiten,aber das man nur Fan ist, wenn die eigene Mannschaft grottig spielt, bzw. international nicht zur Elite gehoert, halte ich fuer eine gewagte These. Schlußendlich ist und bleibt Neid der Lohn des Tuechtigen!
Was das mit Neid zu tun haben soll, wenn die Liga einfach nur noch langweilt und die Meisterschaft zu einem Verwaltungsakt geworden ist, werde ich wohl nie verstehen. Vielmehr scheint es mir so, dass FCB-Kunden diesen vermeintlichen "Neid" brauchen um alle Argumente pauschale beiseite wischen zu können.

Dieses Neid-"Argument" kennen wir ja auch gut aus anderen gesellschaftlichen Diskussion. Man muss schon ziemlich naiv sein sein um 2014 immernoch zu glauben, dass finanzieller Erfolg nur ein Produkt der Tüchtigkeit sein kann.

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allster 29.11.2014, 12:13
41. Klar

Logisch: wenn schon atemberaubend gute Zahlen vorgestellt werden, muss man ja ein Haar in der Suppe finden : die Kühle. Herrlich, wie kreativ mancher Journalist wird in Ermangelung von kritischen Inhalten, die partout im letzten Geschäftsjahr nicht zu finden waren. Danke FCB für das tolle Jahr und Danke für Eure Hilfe zum Erlangen des WM Titels.

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Sal.Paradies 29.11.2014, 12:14
42. Bitte privates und berufliches trennen......

Zitat: "sich gegen das Zollgesetz vergehen, im Ausland steuervergünstigt leben, dann ist man in Bayern und beim FC der Größte. Hat das alles eigentlich noch etwas mit Sport zu tun? Zitatende "" Was Hr.Hoeneß privat getan hat, finde auch ich nicht gut. Immerhin wurde er verurteilt und er sitzt jetzt im Gefängnis und hat jede Menge Steuern nachgezahlt, also niemand in D hat da jetzt einen fiskalischen Nachteil. Hr.Hoeneß wird in München so verehrt, weil er vor langer Zeit einen maroden Verein übernommen und mit toller Arbeit über viele Jahre den Verein in die Top_3 geführt hat. (neben Barca+Real).
Und er wird in München verehrt, weil er über viele Jahre immer wieder bewiesen hat, dass man sich auf sein Wort verlassen konnte und er immer dafür gesorgt hatte, dass Kranke + Gestrauchelte + Hilfsbefürftige nicht zu tief gefallen sind. Er ist immer hinter seinen Leuten gestanden, egal wie groß der Druck auf ihn selbst wurde. Eben jemand, der einen Arsch in der Hose hat und auf dessen Handschlag sich jeder verlassen konnte. Bayern ist eine "WELTMARKE" geworden und in jedem Land der Erde wären die Menschen froh einen solchen Verein zu haben.7
Nur in Deutschland ist es möglich, dass Menschen einen erfolgreichen Verein straucheln sehen wollen.....eben typisch Deutsch eben... ;-)

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Turbo 29.11.2014, 12:23
43. Die Dortmund-Anhänger...

Der kapitalistische Verein war Dortmund. Börsengang in den 90er Jahren? Erst vor kurzem wieder Kapitalerhöhung. Spielertransfers in Millionenhöhe wie alle anderen top Clubs auch. Und wie still war es im Stadion im Spiel gegen Malaga? Die ach so tolle Stehkurve. Da wird auch nur von allen gehüpft, wenn das Spiel 4:0 ausgeht. Sonst sind das genauso die Ultras, die das treiben wie in jedem anderen Stadion auch. Hier stehen genauso Erfolgs-Fans wie sie nunmal jede Mannschaft hat, die gerade "in" ist. In gerade Dortmund fand sich die letzte Jahre ganz besonders toll. Jetzt als Antwort vom besseren "emotionalen" Verein zu sprechen ist kindlich, mehr nicht.

Bayern wollte nie auf Pump und auf einmal nach oben. Er hat sich langsam und Schritt für Schritt aufgebaut und zugegebenermaßen durch die Transfers der letzten Jahre (und Ausstiegsklause Watzke) sehr gut verstärkt.

Es sind 3-4 CL Pläzte jedes Jahr zu vergeben. Der Türöffner nach oben, Wenn das am Ende dann die Hoffenheims, Leipzigs und Wolfsburgs wahr nehmen, ist das weiß Gott nicht das Porblem des FC Bayern.

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Hägar_der_Schreckliche 29.11.2014, 12:25
44. Erfolgsfans gibt's überall, wo Erfolg ist ...

Zitat von tombrok
(...) Bayern hat auch keinen unerheblichen Anteil daran,dass es einen festen 3. CL- Startplatz gibt und damit Vereine wie S04 jedes Jahr wieder die Moeglichkeit haben sich demuetigeb zu lassen. Last but not least, was ist dieses Geseiere bezgl. "Erfolgsfans"? Das eine gewisse Gewoehnung hinsichtlich guter Ergebnisse eintritt,laesst sich gar nicht bestreiten,aber das man nur Fan ist, wenn die eigene Mannschaft grottig spielt, bzw. international nicht zur Elite gehoert, halte ich fuer eine gewagte These. Schlußendlich ist und bleibt Neid der Lohn des Tuechtigen!
... da haben Sie Recht. Habe mich selbst über die vielen Barcafans gewundert, die in den letzten Jahren plötzlich auftraten. Der von Ihnen gezogene Rückschluss ist allerdings falsch. Es geht nicht darum, dass Fan nur der ist, dessen Team gegen den Abstieg spielt. Es geht um das: ob jemand ein "echter" Fan ist oder nicht, zeigt sich immer erst dann, wenn der Erfolg mal ausbleibt. Und damit meine ich nicht eine oder zwei Spielzeiten ohne Titel. Sondern mal eine richtige Durststrecke. Ich musste zwischen 98 und 05 als Barcafan 5 Spielzeiten in Folge ohne Titel durchstehen. Von den 80er Jahren ganz zu schweigen. Und das ist eben der Punkt - wer schon Ende der 70er Bayernfan war, hat so was vielleicht mal erlebt, ansonsten mussten und müssen diese Fans ihre wirkliche Treue zu diesem Verein nicht beweisen. Ich mag mich irren, aber ich möchte jede Wette eingehen, dass die Anzahl der Fans dieses Vereins schon bei drei titellosen Jahren in Folge schlagartig abnehmen würde.

Das mit dem 3. CL-Platz als Leistung der Bayern für die Buli darzustellen, ist schon sehr gewagt. Die CL-Erfolge kommen ausschließlich den Bayern selbst zu Gute, denn da liegt mit der Hauptgrund für den immer größeren finanziellen Abstand. Die Buli hat davon nix, schon deshalb nicht, weil die Mannschaften, die auf diesem Platz landen, schlicht nicht championsleaguetauglich sind. Wie man ja daran sieht, dass sie alljährlich verdroschen werden (wenn es an richtige Gegner geht). Für die Buli wäre es mit Sicherheit besser, sie hätte den 3. Startplatz nicht, und dafür hätten die Bayern die ganzen Zusatzmillionen, die auf sie für diesen 3. Startplatz herunterregnen, nicht.

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moserer 29.11.2014, 12:26
45.

Zitat von derflorentino
In jeglicher Hinsicht erstklassig? Hier ein Vergleich, wie viele "richtige" Fans Bayern hat: zur Triple-Feier auf dem Münchner Marienplatz kamen ca. 35.000, um ihre Mannschaft zu bejubeln und auch ich habe mir das angeschaut... 2011 kamen hingegen ca. 250.000 Menschen nach Dortmund um die Meisterschaft zu feiern. Ja, es gibt auch international kaum einen Verein, der sportlich oder wirtschaftlich mit den Bayern mithalten kann. Wer Emotionen in der Bundesliga sucht, sollte einen Bogen um München machen...
Richtig genauso und nicht anders :D

Allerdings waren am Marienplatz nicht mehr als 35.000 Menschen, weil es sich A) um eine EINZIGEN Platz handelt und dort einfach nicht mehr Menschen hinpassen und B) man in GANZ Dortmung jede Nase mitgezählt die auch nur zufällig zur gleichen Zeit auf der Straße war. - Naja glücklich ist wer blenden läßt :)

Wo mir persönlich gerade Emotionen fehlen ist eigentlich gerade in Dortmund. Da spielen 11 Mann die sie eine Halbzeit echt zerreisen und dann regelmäßig eine 2te Halbzeit abliefern die glatt an Arbeitsverweigerung rangeht. Sorry, ich als dummer FCB Fan käme mir von den eigenen Spieler verarscht vor die dann trotz aller "Liebe" millionschwer von FAN-Geldern bezahlte Profis sind. Dann doch lieber den hochroten Kopf von einem Hoeness und jetzt einem Sammer, der den Spieler sagt so geht es nicht, den genau das sind auch Emotionen... und Emotionen sind genau das was dem BVB eben gerade fehlt. Ist eher ein blutleerer Kuschelkurs als eine "echte" Liebe. Dann lieber die ECHT "heisse" Liebe eines FCB bei dem im Sinne eines FC Holywoods auch mal die Fetzen fliegen, wenn es angebracht ist.

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roflxd 29.11.2014, 12:31
46.

Zitat von axelmueller1976
Aber exakt dieser Herr Hoeneß hat aus Bayern das gemacht was es heute ist, nämlich der größte und finanzstärkste Verein der Welt.
Kriminelle und Charakterlose haben also Beifall verdient, wenn sie erfolgreich sind?


Der FC Bayern war auch schon vor der Ära Hoeneß ein erfolgreicher Verein (mehrmaliger Meister, DFB-Pokalsieger usw). Die Tatsache, dass Hoeneß sich während seiner Zeit als Manager mehr mit Aktien als mit dem FCB beschäftigte (Tausende von Transaktionen pro Jahr), zeigt deutlich, dass der FCB den finanziellen Erfolg hauptsächlich den Spielern/Trainern und Sponsoren zu verdanken hat.

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cmann 29.11.2014, 12:35
47. Gut zusammengefasst!

Zitat von McManaman
Richtig, liebe Freunde des kultivierten Neids; da habt ihr euer Haar in der Suppe, das euch die Tatsache, dass der FC Bayern in vielerlei Hinsicht unumstritten absolute Weltspitze ist, erträglich macht. Beim FC Bayern gibt es keine Emotionen. Richtig, genau... 1999 gegen ManUnited, 2001 gegen Valencia oder im Bundesliga-Finale in Hamburg, 2008 bei der Verabschiedung Ottmar Hitzfelds, 2013 in Wembley und Berlin, 2014 nach dem 2:0 Müllers gegen Dortmund, nie, nie, nie gab es Gefühlseruptionen, Tränen, vor Freude enthemmt delirierende Spieler und Fans. Die gibt es ja immer nur bei Clubs mit echter Liebe. An der Säbener Straße indessen wurde indessen mit buchhalterischer kühle, verwalterischer Akkuratesse und beamtisch kühl anmutender Haltung einfach immer nur zur Kenntnis genommen. Über 250 000 Menschen, die eigentlich gar keine richtigen Fans sind, die weniger richtige Fans sind als die der anderen Vereine, welche weniger erfolgreich sind... Blablabla. Nehmt es zur Kennntnis, liebe Neider: der FC Bayern ist in jeglicher Hinsicht Weltklasse. Und der Zenit des größten Vereins der Welt ist noch lange nicht erreicht.
Der FC Bayern steigert seit 22 Jahren ständig Umsatz und Gewinn! Die Erfolge sind hart erarbeitet. Offensichtlich fällt den Kritikern nichts mehr ein, als diese erbärmliche Neiddebatte vom Zaun zu brechen. Wer seriös und weitsichtig arbeitet hat Erfolg. Übrigens: der erste Börsen notierte BL Verein war der BvB (mit echter Liebe). Ein Vergleich des momentanen Aktien Wertes der Bayern München AG und der Borussia Dortmund AG spricht Bände.

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Turbo 29.11.2014, 12:47
48. Marienplatz..

Dass ein Schalke, Dortmund oder Hamburg eine dt. Meisterschaft anders feieren würde, als der FCB ist glaube ich logisch. Wer die Leopoldstraße in der Nacht des CL-Sieg gesehen hat, weiß dass hier nur Unsinn verzapft wird. Es war ein einmaliger Moment in der Geschichte des Vereins, nach so vielen Jahren des Wartens und des Leids. Dass der viel gescholtene Robben getroffen, in einem Jahr als die ganze Fanszene vor der Auflösung stand, nach all dem was im Spiel in Prag gegen Chelsea passiert ist.. nach dem Finale dahoam das für viele schlimmer war als 1999.. Aber das können halt nur diejenigen beurteilen, die den FCB wirklich kennen. Und nicht vom Computer aus die üblichen Klischees hoch und runter ätzen.

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cycokan 29.11.2014, 13:13
49. Geht doch in den Zirkus

Ich kann den Mist von der anzustrebenden ausgeglichenen Liga nicht mehr hören, denn der macht keinen sportlichen Sinn.

Hochleistungssport, Wettkampfsport, da geht es schlicht und ergreifend um Erfolge. Das Ziel eines jeden Sportlers ist der Titel, die Meisterschaft.
Man will der Beste werden und dann möglichst lange bleiben.

Deshalb ist die legitimste aller Absichten eines jeden Vereins, die Meisterschaft zu gewinnen, aufzusteigen, endlich die Buli zu erreichen, Meister zu werden, sich für die Championsleague qualifizieren, sie zu gewinnen, Klubweltmeister werden, eine Ära prägen.

Und es hat schlicht gar nichts sportliches an sich, wenn man dieses Streben nach ständiger Optimierung künstlich bremst, damit jeder mal Meister werden kann.

Das passiert im Amerikanischen Profisport, wo keiner Absteigen kann, die Personalausgaben angeglichen gedeckelt werden und zu jeder Saison der schwächste Verein das Vorrecht auf den besten Nachwuchsspieler hat.

Das tun die aber nicht, weil sie den denkbar besten Sport ermöglichen wollen, sondern weil sie ein geschlossenes Kartell sind und die implizierte Absprache ist, dass es wirtschaftlich sinnvoll ist, wenn jeder Franchise Nehmer ab und zu mal Meister werden würde.

Die best mögliche American Football Mannschaft kommt so allerdings nie zu Stande, die höchste Spielkultur wird nie erreicht, es geht so nur um einen Schauwettkampf zwischen oberem und unterem Mittelmaß.


Das ist Zirkus, Wrestling, oder sonst was inszeniertes, aber kein echter Sport.

Denn im echten Sport würden die besten Mannschaften den größten wirtschaftlichen Erfolg haben, deshalb die besten Spieler beschäftigen können und schließlich das denkbar höchste Spielniveau erreichen.

An der Spielkultur, die Barca mal erreicht hatte, die jetzt vielleicht bei Bayern und Real am höchsten ist, den Spielzügen, den Toren, kann ich mich als Fußballfreund auch erfreuen, wenn es dafür nicht jedes mal spannend ist. Es ginbt immer noch genügend Überraschungen in einer Saison, und die richtigen Knallerspiele in der Endphase der Championsleague, die sind derartig spannend, dass mir und meiner Pumpe das allemal für 12 Monate wieder reicht.

Hätte man Steffi Graf gebeten, die anderen ab und zu mal gewinnen zu lassen, damit Damentennis spannender wäre und die Anke Huber Fans auch mal wieder was zu jubeln hätten?

Oder Schumi?

Nein, das ultimative Ziel des Leistungssport ist so gut wie kein anderer zu werden und es dann möglichst lange zu bleiben.

Sorry, Eintracht Frankfurt.

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