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Bayern-Präsident Hoeneß zu möglichen Mega-Transfers: "Wir sammeln Geld für nächstes J
DPA

Bayern-Präsident Hoeneß hat sich in einem ausführlichen TV-Interview zur Zukunft von Jérôme Boateng und Sebastian Rudy geäußert. Kritik übte er an der Uefa.

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doppelnass 20.08.2018, 11:27
60. Mein Lieblingssatz

Hoeneß' schönster Satz, sinngemäß: "Wir verfügen zum Glück über unser eigenes Geld. Wir können selbst darüber entscheiden und müssen uns nicht dabei um Aktionäre oder Scheichs kümmern." Aus diesem Grund kann man auch einen Lewandowski halten. Auch, wenn es offensichtlich Angebote um die 150 Mio. für ihn gegeben hat. Bei einem Börsenclub muss man das den Aktionären erklären. Die Vergngenheit hat ja auch gezeigt, dass diese Vereine dann erpressbar sind.

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Oihme 20.08.2018, 11:38
61. Sie unterschätzen Hoeneß!

Zitat von briancornway
Am meisten beeindruckt haben mich Aussagen wie: "Im Gegensatz zu anderen Vereinen wollen wir mit unserem Geld nur das machen, was wir auch wollen." Tosender Applaus vom Publikum, zufriedenes Grinsen überall, dieser Fuchs hat es wieder auf den Punkt gebracht. Eine solch eitle Aneinanderreihung von Bauern-Weisheiten über fast zwei Stunden brauchte ziemlich viele Werbe-Unterbrechungen, um sie überhaupt runterzubekommen.
Ich sehe dieses Interview als weiteres Puzzle-Steinchen des mit den "Amateur"-Vorwürfen gegen den DFB eingeleiteten Machtkampfes, mit der der FC Bayern seinen Einfluss auf den DFB entscheidend verstärken möchte.
https://www.waz.de/sport/fussball/wm/das-hoeness-beben-machtkampf-im-deutschen-fussball-id215127453.html

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Turbo 20.08.2018, 11:53
62.

Zitat von Oihme
... hat sich schon mehrfach (und darf sich auch weiterhin) per Kapitalerhöhung (Ausgabe weiterer Aktien) neues Kapital verschaffen. Bei der BVB Aktionärs-JHV 2014 wurde ua. ein bis 2019 befristeter Vorratsbeschluss verabschiedet, wonach der BVB bis dahin - zusätzlich zu den 92 Millionen bisher ausgegebenen - weitere 23 Millionen Aktien auf den Markt bringen darf. Bislang machte der BVB von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch. Nach dem derzeitigen Stand würde das dem BVB rund 140 Millionen Euro in die Kassen spülen. Was genau meinen Sie also mit "in Dortmund ist nicht mehr viel übrig"?
Dass Sie wirtschaftliche Kraft stets mit der Möglichkeit einer Kapitalerhöhung des BVB begründen, ist aus 2 Gründen schwach.

Aus fußballerischer Sicht widerspricht das Bedienen am Kapitalmarkt dem Gedanken des selbst erarbeiteten Geldes aus dem sportlichen Betrieb. Und die Lüge der ehrlichen Entschuldung des Fußballvereins, die Watzke auf jeder Hauptversammlung heraus posaunt, wird im Falle einer Aktivierung auch nicht gerade kleiner.

Zum anderen ist aus Analysten-Sicht eine Aktiengesellschaft, die auf dieses Mittel der Geldbeschaffung regelmäßig setzt ohne über einen nachhaltigen operativen Cashflow oder ein gesundes Kerngeschäft zu verfügen in der Regel eine klare "Sell"-Empfehlung, um nicht zu sagen ein Alarmzeichen. Beide Bedingungen sehe ich beim BVB nicht unbedingt gegeben.

Ich wäre als Anhänger also vorsichtig, darauf blind zu vertrauen oder gar die Muskeln spielen zu lassen. Zumal das BVB-Management ja sehr gerne Heißluft in dieser Art absondert. Zuletzt ja wieder, was man sich eigentlich alles leisten kann/könnte/dürfte aber dann ja doch irgendwie nicht möchte/sollte/die anderen erlauben es nicht.

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briancornway 20.08.2018, 12:07
63. Ruhestand

Zitat von Oihme
Ich sehe dieses Interview als weiteres Puzzle-Steinchen des mit den "Amateur"-Vorwürfen gegen den DFB eingeleiteten Machtkampfes, mit der der FC Bayern seinen Einfluss auf den DFB entscheidend verstärken möchte.
Es ist in diesem Fall sehr freundlich, ihm einen großen Plan zu unterstellen.

Aber ich habe mir beim Zuschauen nur Sorgen gemacht. Jede Aussage drehte sich nur um ihn selbst und seine positiven Eigenschaften, und das Publikum klatschte nach jeder Antwort, die länger als 10 Sekunden dauerte.

Ich fürchte, er hat seine besten Zeiten bereits hinter sich. Vielleicht wäre es Zeit, das Szepter weiterzugeben.

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Böttinger 20.08.2018, 12:58
64. Einfluss auf den DFB?

Was soll ein solcher Einfluss denn für den FCB bringen? Die Bayern-Bosse sind über das Auftreten des DFB vor, während und nach der WM einfach entsetzt. Wenn die NM schwächelt, hat das auch Auswirkungen auf die BuLi. Eine noch schwächere BuLi würde das Geschäft des FCB natürlich beeinträchtigen. Das sollte man UH schon abnehmen, dass er gerne 2 oder 3 nationale Konkurrenten hätte. Am Ende sollte aber der FCB die Nase vorn haben. Vielleicht alle 4 Jahre dochmal ein anderer. So denkt UH.

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Oihme 20.08.2018, 13:05
65. Dass ...

Zitat von briancornway
Aber ich habe mir beim Zuschauen nur Sorgen gemacht. Jede Aussage drehte sich nur um ihn selbst und seine positiven Eigenschaften, und das Publikum klatschte nach jeder Antwort, die länger als 10 Sekunden dauerte. Ich fürchte, er hat seine besten Zeiten bereits hinter sich. Vielleicht wäre es Zeit, das Szepter weiterzugeben.
... Hoeneß bei seinem Bestreben, seinen durch die Steueraffäre ruinierten Ruf doch noch irgendwie zu reparieren, immer mehr die Bodenhaftung und den Sinn für´s Mögliche verliert, steht auf einem anderen Blatt.

Er meint vermutlich, jetzt in dem angeschlagenen und um sein eigenes Überleben kämpfenden Grindel einen willigen Verbündeten beim DFB gefunden zu haben, überschätzt dabei aber wohl seinen verbliebenen eigenen Einfluss, den Einfluss des FC Bayern und auch den verblieenen Einfluss Grindels.

Grindel ist sicherlich verzweifelt genug, zur Rettung des eigenen Pöstchens alles auf eine Karte zu setzen. Ob Grindel dabei aber noch Unterstützer im eigenen Haus findet, ist stark zu bezweifeln.

Und so lange die Macht- und Nachfolgefrage nicht nur innerhalb des DFB, sondern auch beim FC Bayern ungeklärt ist, wird kein anderer DFB-Verantwortlicher auf das falsche Pferd setzen und auf die Unterstützung aus München bauen wollen.

Alles Spekulation natürlich, ich weiß.

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cmann 20.08.2018, 13:08
66. was wäre wenn

der Wunsch von Rummenigge und Hoeneß nach Wegfall der 50 +1 Regel in Erfüllung ginge? Ich bin fest davon Überzeugt das der BvB und S04 ebenfalls profitieren würden wobei beide Vereine wohl nie in die "Gewichtsklasse" der Bayern aufsteigen würden. Allerdings kann es dann durchaus möglich sein das andere Mannschaften aus dem BL M;ittelfeld näher an die beiden Traditionsclubs heranrücken würden. Insofern ist die Aussage von Hoeneß nicht ganz unrichtig. Bleibt es bei 50 + 1 wird sich der Abstand der anderen BL Vereine zu den anderen Spitzenclubs in England, Frankreich Spanien und evtl. Italien vergrößern. Bayern wird wohl auch in Zukunft trotz aller Unkenrufe noch mithalten können, zumindest, wenn es nach Hoeneß geht, wie in den letzten Jahren bis zum 1/2 Finale der CL.

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Oihme 20.08.2018, 13:15
67. Sie kennen doch die Wünsche der Münchener

Zitat von Böttinger
Was soll ein solcher Einfluss denn für den FCB bringen?
Da gibt es einen ganzen Katalog von alten Bayern-Forderungen, für die der DFB jetzt endlich, endlich zugunsten der Münchener einsetzen könnte.
Etwa von einer die großen Klubs nochmehr begünstigenden Verteilung der TV-Gelder, der Abschaffung von 50+1 (von der kein Verein mehr als die Bayern profitieren würde, weil deren Anteile den meisten Wert haben dürften!) bis hin zur Einführung von Setzlisten in Pokal und CL.

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doppelnass 20.08.2018, 13:54
68.

Zitat von cmann
der Wunsch von Rummenigge und Hoeneß nach Wegfall der 50 +1 Regel in Erfüllung ginge? Ich bin fest davon Überzeugt das der BvB und S04 ebenfalls profitieren würden wobei beide Vereine wohl nie in die "Gewichtsklasse" der Bayern aufsteigen würden.
Der BVB dürfte davon wohl kaum profitieren. Sie sind in ihrer Börsennotierung gefangen. Drum sind sie ja auch dagegen.
50+1 wird dennoch wegfallen. Denn irgendwann bricht die Bundesliga im europäischen Vergleich vollends zusammen. Ich bin nicht gerade glühender Anhänger des Wegfalls, aber anders bekommen wir eine Chancengleichheit in der BL und in Europa nicht mehr hin. Im Moment zeichnet sich ja ab, was in Zukunft passieren wird: Junge Talente gehen für Unsummen weg, weil man diese Gehälter hier nicht mehr zahlen kann. Jeder englische Zweitligist zahlt mehr als die Bundesliga.
Also entweder findet man sich damit ab, dass wir hier in D unter uns bleiben und europäisch kaum noch eine Rolle spielen (und dazu zähle ich langfristig durchaus auch den FC Bayern), oder wir müssen diese Regel kippen. Etwas anderes wird nicht möglich sein. Die Lösung: "Wir ziehen uns unsere Spieler einfach in den Akademien selbst hoch", bringt den Vereinen nichts. Sobald sie gut sind, sind sie weg. Siehe Kehrer, Sane und so weiter.
In England kommt dazu, dass die TV Gelder so unfassbar hoch sind. Hoeneß sagte, dass die Bayern pro Jahr 70 Mio bekommen. In England bekommt man das Fünffache. Da kann man ja auch ohne Oligarchen oder Scheich einen Neymar leisten.
Wie gesagt, ich finde diese Entwickung zum k*tzen, aber sie ist nun halt mal da. Und so weiter kann es ja irgendwie nicht gehen.

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Böttinger 20.08.2018, 15:01
69. DFB oder DFL?

Die Verteilung der TV-Gelder und die 50+1-Regel werden von der DFL entschieden. Und beim letzten Entscheid zur 50+1-Regel hat sich Rummenigge eben nicht durchgesetzt. Die DFL wird aber hier früher oder später einknicken.

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