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Bayerns Remis in Berlin: Und plötzlich ist Ancelotti der Gewinner
AFP

Wieder zwei Punkte verschenkt, wieder nach einer Zwei-Tore-Führung. Das 2:2 von Berlin legt die Probleme des FC Bayern offen. Mehr noch: Es stellt die Erzählung vom Sündenbock Carlo Ancelotti in Frage.

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ljg 02.10.2017, 14:16
50. Also lieber SPON

wie kommt ihr dazu die Feststellung, das Ancelotti der einzige und wahre Sündenbock ist, in Frage zu stellen. Das geht nicht, denn der einzig wahre und unfehlbare Ulli hat das schließlich erkannt und verkündet. Ihr könnt die Ulli-Jünger doch nicht den Qualen der Zweifel an der Unfehlbarkeit aussetzen. Da bricht doch das Weltbild der meisten Bayernfans zusammen.

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danubius 02.10.2017, 14:19
51. Ja so ein Schmarr'n

In der ersten Halbzeit hat der FCB noch einigermaßen gut gespielt - in der zweiten HZ jedoch nachlässig und schlampig, da war Herta eindeutig besser. Der Hinweis auf den Stadtplan bzw. die Taktiktafel spiegelt im wahrsten Sinne die fussballerische Kompetenz des Artikelschreibers wieder. Aus meiner Sicht als Bayern-Fan bleibt vom letzten Spiel FCB-bezogen fest zu halten: wenig Team, wenig Einsatz, wenig Effizienz. Und das kann Sagnol nicht innerhalb von drei Tagen so ändern, dass es dem geneigten Publikum bzw. den Experten gefällt.

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dsch64 02.10.2017, 14:26
52. Naja

Zitat von bakero
Taktikfuchs Tuchel genau. Ich erinnere mich mit Schrecken an so manche Taktik Tuchels beim BVB. Das kann auch funktionieren, aber bei Bayern hätte er keine zweite Saison als Chance.
Tuchel probiert wenigstens neue Sachen aus um seinen und den Horizont seiner Mannschaften zu erweitern. Das da am Anfang mal was nach hinten losgeht, so what. Wenn's eine Variante dann funktioniert nennt man das Innovation.

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bakero 02.10.2017, 14:29
53.

Zitat von Bueckstueck
So einfach ist es dann doch wieder nicht. Ancelotti kam zu den erfolgreichen Vereinen zuweilen auch wie die Jungfrau zum Kind. Will sagen, er hat sie nicht erfolgreich gemacht, er hat den Erfolg verwaltet den andere auf den Weg gebracht haben. Daher wurde er ja .....
Das würde dann aber bedingt auch für Guardiola gelten, jedenfalls für seine Zeit bei den Bayern. National wurde der Abstand zur Konkurrenz größer, international war selbst van Gaal erfolgreicher.

Auch würde ich Ancelotti nur teilweise die falsche Einkaufspolitik anlasten. Man hat den Kader einfach nur sehr zaghaft verjüngt, Spieler wie Ribery und Robben sind schon lange über ihrem Zenith, tun aber so, als wenn sie unverzichtbar wären. Und nicht nur die, Hummels und Müller ebenfalls ... und besonders Boateng. Der hat seit der WM kaum mehr die Leistung gebracht wie zuvor (natürlich auch bedingt durch Verletzungen).

Ancelotti hat also auch eine Menge Baustellen und Probleme übernommen, für die er nicht im Ansatz verantwortlich ist. So z.B. für eine Asienreise, die völlig sinn- und planlos war. Man kann ihm vielleicht anlasten, diese Probleme vernachlässigt und sich nicht genug gegen Spieler und Vorstand behauptet zu haben. Da war Guardiola weniger zaghaft.
Das große Problem für die Bayern bleibt, dass sie sich jedes Jahr als gesetzter CL-Sieger fühlen. Man sollte besser erst mal die Realität akzeptieren, auch wenn das weh tut und manche Fans sich dann nach dem Sinn des Lebens fragen.

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doppelnass 02.10.2017, 14:30
54.

Mittlerweile verabschieden sich hier manche Artikel vom Niveau eines Stammtischgeplauders. Wohlgemerkt: es verabschiedet sich noch weiter runter.
Ein wenig mach Sachlichkeit unter Hilfestellung von Sachkunde würde das hier echt besser machen.

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bakero 02.10.2017, 14:37
55.

Zitat von dsch64
Tuchel probiert wenigstens neue Sachen aus um seinen und den Horizont seiner Mannschaften zu erweitern. Das da am Anfang mal was nach hinten losgeht, so what. Wenn's eine Variante dann funktioniert nennt man das Innovation.
Mainz ist nicht Dortmund und Dortmund nicht Bayern.

Heißt: "So what" gilt noch in Mainz, da konnte er ausprobieren wie Nagelsmann in Hoffenheim.

In Dortmund wird das schon komplizierter, allerdings ist auch kein Titelgewinn zwingend nötig und man kann auch mal ein Spiel (wie z.B. gegen Darmstadt) komplett in den Sand setzen.

Bei den Bayern reichen manchmal schon ein paar schlechte Spiele. Da bedeutet "Innovation" dann ganz schnell "neuer Trainer".

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Frank Kreuzer 02.10.2017, 14:43
56. Die Bayern-Stars sind ausgeorgelt

Schauen Sie sich mal deren Alter an. Selbst Neuer und Jérôme Boateng kommt ins gefährliche Alter. Hummels mit 28 geht noch. Ribery macht nach der erneuten Verletzung hoffentlich Schluss und Robben riskiert bei jedem Spiel die Invalidität. Kimmich alleine kann´s nicht reissen.
Ancelotti ist seiner Aufgabe als Trainer, für ständigen Spieler-Nachwuchs zu sorgen, nicht nachgekommen, nachdem das schon Guardiola versäumte, der nur eifrig war, die abgelegten spanischen Spieler bei 1. FC Bayern München unterzubringen und den Verein zu einem nicht mehr wiederzuerkennenden 1. FC Ibero-Bayern zu machen.

Das Zusammenkaufen einer Mannschaft mit nicht unbedingt erstklassigen ausländischen Spielern hat keinesfalls zu einer Erhöhung der Qualität geführt.
Ich trauere jetzt noch Schweinsteiger nach, der mit Lahm die Mannschaft selbst unter dem Bierbauch van Gall und dem Exzentriker Guardiola zusammengehalten hatte und für das Bayern-Gefühl sorgten: "Mia san mia". Und nicht: "nosotros somos nosotros".

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thdolbyman 02.10.2017, 14:46
57. Großer Splrtjournalismus

Nur die ganz großen des Splrtjournalismus können nach drei Tagen Training und einem Spiel zu dem Schluss kommen, das ein 2:2 für den Ex-Trainer und gegen den Verein spricht.
Das Sagnol in der kurzen Zeit nicht kitten kann, was im halben Jahr zuvor vermurkst wurde, auf so was kommen nur blutige Fussballanfänger.

Ich verbeuge mich vor dieser tiefgreifender Fussballexpertise, und Morgen gibt es wieder Kochrezepte, Ja?

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dauernörgla 02.10.2017, 14:47
58. ...

Und...wie viele Titel hat der unglaubliche Pep in den letzten 2 Jahren geholt?

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klumpenhund 02.10.2017, 14:52
59.

Der Bayernkader ist auf dem Papier immer noch stark genug um Hertha zu schlagen, selbst ohne nennenswerte Taktik und mit vereinzelter Formschwäche. Dass es trotz komfortabler Führung nicht gereicht hat, liegt viel mehr an der mentalen Einstellung, womit der einzig mögliche Impuls den ein neuer Trainer nach 3 Tagen entfachen kann komplett ausblieb. Sagnol ist es offenbar bislang nicht gelungen, für Aufbruchsstimmung zu sorgen und ich bezweifle, dass er der richtige Mann ist. Bis auf erfolglose 1 1/2 Jahre bei Bordeaux hat er bislang jedenfalls nichts vorzuweisen.

Wie man Uli Hoeness kennt, hat er bestimmt wieder die Schnauze voll von Experimenten und wird versuchen (einfallsreich wie er ist) Hitzfeld oder Heynckes zu reaktivieren.

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