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Bayerns siebter Meistertitel in Folge: Die Rettung der Bundesliga heißt Super League
Adam Pretty/Bongarts/Getty Images

Der Kader alt, der Trainer geschwächt, das Umfeld unruhig: Der FC Bayern hat seine schwächste Saison seit Jahren hingelegt - und wurde trotzdem Meister. Das zeigt, wie schlecht es um die Bundesliga steht.

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oberfrange 20.05.2019, 23:04
120. Wie im Basketball

Die Entwicklung ist wie im europäischen Basketball, wo es mit der Euroleague so ein Modell wie die angedachte Superleague im Fußball schon gibt. Folge: die nationalen Ligen gehen in Langeweile unter, weil immer alle guten Spieler dahin wollen, wo europäisch gespielt und gezahlt wird. Nächste Folge: Traditionsstandorte gehen den Bach runter und Fans wenden sich ab, da vor ihrer Haustür eh immer nur das Gleiche abläuft.
Das Draft System wie in den USA sollte hier auch flächendeckend eingeführt werden. First player picks an die, die im letzten Jahr unten gelandet sind bei gleichzeitiger Deckelung der Vereinsbudgets. TV Gelder gleichmäßig an alle, dann könnte die BL auch wieder weniger langweilig werden...

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langenscheidt 21.05.2019, 07:07
121. 50+1

Der deutsche Fußball ist seit vielen Jahren tot. Während ausländische Klubs investieren können, blockieren deutsche Fans mit ihrer vermieften Fankultur die Weiterentwicklung. Schaut man die Ergebnisse der letzten 10 Jahre in CL und El an, steht Deutschland wie beim ESC da: niemand hat Angst vor denen.

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Barças Superstar 21.05.2019, 08:18
122. wie beim Boxen ...

dort gibt es auch eine Superschwergewichtsklasse. Dort lässt man ja auch nicht einen 120 kg Mann auf einen 60 kg-Floh eindreschen. Die Bayernfans werden den Reiseaufwand verkraften. Wenn Sie Buli sehen wollen, können Sie ja mal eben nach Augsburg fahren, wie viele Berufspendler das täglich tun. Es wäre ein Befreiungsschlag. Dann könnte auch die Fair-Play-Finanzauflage fallen. Wenn diese Blase mal platzt tut's der Weltwirtschaft jedenfalls nicht weh. Dieses Superligue kann auch gerne ihren eigenen Fernsehkanal gründen, auf dem man für 99 Euro (pro Monat, versteht sich) das Ganze verfolgen kann. Ich will in der Bundesliga, so wie die Franzosen, Spanier oder Engländer nicht unbedingt die teuersten oder vermeintlich besten Spieler sehen, sondern die spannendsten und besten Spiele.

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therealbraindead 21.05.2019, 08:50
123. haben Sie sich mal mit dem System in den USA ...

Zitat von oberfrange
(...) Das Draft System wie in den USA sollte hier auch flächendeckend eingeführt werden. First player picks an die, die im letzten Jahr unten gelandet sind bei gleichzeitiger Deckelung der Vereinsbudgets. TV Gelder gleichmäßig an alle, dann könnte die BL auch wieder weniger langweilig werden...
... auseinandergesetzt?
Es ist immer einfach etwas zu fordern, ohne sich mit den Voraussetzungen und Strukturen zu befassen.

Die großen Ligen Football/Basketball in den USA funktionieren grundsätzlich anders als wir es in Europa kennen.
Die Vereine bilden nicht selbst aus, investieren also kein Geld in zum Bsp. Nachwuchsleistungszentren. Die Ausbildung des Nachwuchs erfolgt fast ausschließlich über die Hochschulen in den USA. Das ist mehr oder weniger (es schwappen immer mal Talente aus Europa, etc. rein) ein geschlossener Kreislauf. Die Ligen verwalten sich selbst und die Clubs sind überwiegend Franchises, der Großteil der Spieler hat wenig Mitspracherechte (Superstars der Ligen mal aussen vor). Es gibt keine Auf- und Abstiege, neue Mannschaften "entstehen" mit Genehmigung der Liga, Wettbewerbe außerhalb der Liga existieren nicht. Der Wettbewerb findet nur innerhalb dieses Systems statt. Wenn ich solche Voraussetzungen habe, kann ich relativ einfach regulieren und muss es auch. Es gibt dort kein so ausgeprägtes Amateur und Vereinswesen wie bei uns. Selbst bei den Kleinsten erfolgt die Ausbildung und das Training sehr stark über Schulen.

Wir müssten zumindest in Europa ein solches System einführen, keine Nachwuchsleistungszentren und Nachwuchsausbildung bei den jeweiligen Vereinen, eventuell noch nationale Förderungen über den DFB und die Landesverbände oder die Hochschulen. Heute wird kein NLZ, das mühevoll und teilweise mit großem finanziellen Aufwand Spieler ausbildet diese einfach mal so in einen Draft werfen und schauen was passiert. Auch der vielfach geforderte Salary Cap "funktioniert" (mehr oder weniger) nur in solch einem geschlossenen System.

Wir müssten die europäischen Vereinsstrukturen, das Ausbildungssystem und die Ligen komplett umbauen und dabei kämen sehr viele Vereine unter die Räder... ich glaube kaum, dass dies für Europa umsetzbar ist.

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jnek 21.05.2019, 13:11
124. Mimimi

Einfach lustig, wie hier wieder rumgeheult wird und das altbekannte "Mimimi" ertönt. Liebe Leute, dem BVB würde der Meistertitel auf einem Goldtablett serviert. Die Dortmunder hätten nur ordentliche Leistungen liefern müssen und kein Verein hätte mehr den exorbitant Vorsprung eingeholt. Komisch, von diesem Versagen spricht und schreibt keiner. Ja, es ist schlicht und ergreifend Versagen, wenn man binnen weniger Wochen einen 9-Punkte-Vorsprung (plas besserer Tordifferenz) verspielt. Aber da schwadronieren man lieber vom zweitbeste Zweiten aller Zeiten. Na und? Es kommt darauf an, wie man das erreicht hat und was es wert ist. Wenn man anschaut, wie viel Geld der BVB in den vergangenen Jahren in seinen Kader investiert hat - und dabei regelmäßig in der BL gewildert hat - dann fällt der damit erzielte sportliche Erfolg mehr als mager aus. Und der sportliche Erfolg ist doch wohl immer noch das eigentliche Ziel, oder? Aber viel einfacher ist es ja, mit dem Finger gen München zu zeigen. Das es trotz des Umbruchs zur 29. Schale gereicht hat ist ein Armutszeugnis für die Konkurrenz.

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1019 21.05.2019, 16:07
125. Wow, ist das wichtig. Fuer Muenchen?

Als Fussball noch meist 'Sport' war, spielte nur der TSV Muenchen 1860 in der neu gegruendeten Bundesliga.
Der FC Bayern Muenchen, mein Lieblingsverein hatte es damals leider nicht geschafft. - Vorher lief das alles als Oberliga Sued.
War weit spannender als heutige Bundesligaspiele.
Incl. der Spiele um den 'Deutschen Meister'.

Nebenbei, wie Arsenal, Manchester & Co. spielen,
Interessierr mich ueberhaupt nicht.
Interessant ist das wohl nur fuer die Wettanbieter.

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osterhase3000 21.05.2019, 16:26
126. Fragwürdig

Abgesehen von der Frage ob die Fans ihre Mannschaften jedes Wochenende zu Auswärtsspielen durch ganz Europa begleiten wollen/können:

Der Wert des Titels: "Deutscher Fußballmeister" würde sich durch eine Super-League verringern.
Das Team welches dann in der Bundesliga gewinnt, dürfte sich als "deutscher Meister" bezeichnen, obwohl es offensichtlich nicht die beste Mannschaft Deutschlands ist. Immerhin würde ja in der Super-League allein mit dem FC Bayern eine deutsche Mannschaft spielen, welche als höherklassig eingestuft ist.

Der Meister der Bundesliga müsste sich nachsagen lassen, dass er dies unter normalen Gegebenheiten nie geschafft hätte.

Gibt es einen Serienmeister wie den FC Bayern, so ist es doch auch eine Form von Spannung zu verfolgen, wann diese Serie geknackt wird und welcher Mannschaft dies gelingen wird.

Wie in den vergangenen Jahrzehnten wird es auch in den kommenden Jahren immer wieder neue Impulse geben und eines Tages werden auch die Bayern nach 34 Spielen mal nicht erster sein.

Und am Ende wird das Team welches Bayern enthront den Titel viel mehr schätzen, wenn es sich regulär in einer Liga mit Bayern durchsetzt, ohne dabei von einer Veränderung des Modus zu profitieren.

Richtig wichtig ich aber den Ansatzpunkt, dass die Kluft zwischen den kleinen und den gößeren Verienen verringert werden sollte. Generell steht das Geld im Fußball für mich viel zu sehr im Vordergrund.

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osterhase3000 21.05.2019, 16:35
127. Fragwürdig

Abgesehen von der Frage ob die Fans ihre Mannschaften jedes Wochenende zu Auswärtsspielen durch ganz Europa begleiten wollen/können:

Der Wert des Titels: "Deutscher Fußballmeister" würde sich durch eine Super-League verringern.
Das Team welches dann in der Bundesliga gewinnt, dürfte sich als "deutscher Meister" bezeichnen, obwohl es offensichtlich nicht die beste Mannschaft Deutschlands ist. Immerhin würde ja in der Super-League allein mit dem FC Bayern eine deutsche Mannschaft spielen, welche als höherklassig eingestuft ist.

Der Meister der Bundesliga müsste sich nachsagen lassen, dass er dies unter normalen Gegebenheiten nie geschafft hätte.

Gibt es einen Serienmeister wie den FC Bayern, so ist es doch auch eine Form von Spannung zu verfolgen, wann diese Serie geknackt wird und welcher Mannschaft dies gelingen wird.

Wie in den vergangenen Jahrzehnten wird es auch in den kommenden Jahren immer wieder neue Impulse geben und eines Tages werden auch die Bayern nach 34 Spielen mal nicht erster sein.

Und am Ende wird das Team welches Bayern enthront den Titel viel mehr schätzen, wenn es sich regulär in einer Liga mit Bayern durchsetzt, ohne dabei von einer Veränderung des Modus zu profitieren.

Richtig finde ich aber den Ansatzpunkt, dass die Kluft zwischen den kleinen und den gößeren Verienen verringert werden sollte. Generell steht das Geld im Fußball für mich viel zu sehr im Vordergrund.

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GyrosPita 21.05.2019, 16:41
128.

Zitat von MarkusGerhard
De facto glauben mehr als die Hälfte aller Bundesliga-Vereine selbst in ihren kühnsten Träumen nicht daran, wirklich um die Meisterschaft mitspielen zu können. Dennoch treten sie jedes Wochenende an. Die Fans von Mainz 05 wissen übrigens auch, dass die Schale wohl niemals nach Mainz gehen wird. Trotzdem gehen sie ins Stadion. Es scheint also Spannung sich unterhalb der Tabellenspitze zu geben. Und darum geht es doch. Die Fans in Mainz, Freiburg oder Düsseldorf lieben das Spiel und scheren sich nicht darum, wer Meister wird.
Völlig korrekt. Mir als Fan von Borussia Mönchengladbach ist es mehr oder weniger sch...egal ob jetzt Bayern oder Dortmund Meister wird. Als ob sich dadurch mein Leben ändern würde. Pfffft! Wobei ich da schon fast die Bayern bevorzugen würde, denn der BxB ist mittlerweile exakt der geldgeile, Spieler wegkaufende Unsympathen-Club der der FCB zu seinen "Glanzzeiten" war, nur das die es halt geschickt vertuschen mit ihrem Marketing-Geschwall von wegen "Echte Liebe".

Es gab genug Spannung in der Liga, allein das Gerangel um CL/Europaleague am letzen Spieltag, wo sich ständig änderte wer in welchem Wettbewerb antreten darf nächste Saison, bzw. ob er überhaupt noch mal antreten darf (Frankfurt) war schon ein echter Pulstreiber.

Die Figuren die die gesamte Bundesliga langweilig finden weil der Titelkampf nicht nach ihrem Gusto war sind dieselben die gerne (aus Kohlegründen natürlich) gerne eine Endrunde mit Playoffs o. ä. installieren würden. Dann gäbs nämlich wieder ein Event mehr wo sich irgendwelche geschminkten Tussis auf der Tribüne präsentieren können, und der solvente Modefan könnte montags im Büro davon fabulieren was er für ein krass dramatisches FInale im Stadion erlebt hat...

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giggs1999 21.05.2019, 18:41
129.

Eine Meinung eines Mannes der alles, nur kein Fußballfan ist. Wichtig für den Titel ist das Ergebnis auf dem Platz, nicht in der Bilanz.

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