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Bayerns siebter Meistertitel in Folge: Die Rettung der Bundesliga heißt Super League
Adam Pretty/Bongarts/Getty Images

Der Kader alt, der Trainer geschwächt, das Umfeld unruhig: Der FC Bayern hat seine schwächste Saison seit Jahren hingelegt - und wurde trotzdem Meister. Das zeigt, wie schlecht es um die Bundesliga steht.

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thomas_linz 19.05.2019, 09:25
60. Klar,

Zitat von amarildo
Man muss eben die Bundesliga vergessen und sich die Englische Premier League anschauen. Dort gibt es mindestens 4 Vereine die jedes Jahr eine chance auf den Titel haben. Dort gibt es sogar ab und zu eine Ueberraschung als Meister , z. B. wenn Leicester FC Meister wurde vor 3 Jahren. Die zuschauer koennten etwas aendern. einfach nicht ins Stadion gehen wen Bayern der Gegner ist . Dann will kein Verein mehr gegen die spielen und sie muessen sich weite weg fuer was umsehen. Es ist doch sehr langweilig zu einem Spiel zu gehen wo man wissen muss wer gewinnt.
die Liga, von der der ganze Wahnsinn ausging, nehmen wir als Vorbild und beschimpfen gleichzeitig die Bayern, dass sie zuviel Geld haben. Na Klasse. Kann man sich eigentlich besser selbst ad absurdum führen. Wenn Sie was aendern wollen, muessen Sie die Ligeregularien aendern, nicht Bayern sabotieren.

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mflegler 19.05.2019, 09:33
61. Logisch

Eine europäische Super Liga wäre wohl der nächste logische Schritt auf den Weg zur europäischen Integration. Nur besser wird sicher nichts. Geld und Macht wandert weiter zu der Elite. Regionen und Provinzclubs werden weiter abgehängt. Wenn Bayern München I in der Super Ligue spielt, räumt Bayern München II den nationalen Titel ab. Bei ihren Etat gewinnen sie die Bundesliga nebenbei (wie auch immer ihre 2. Mannschaft aussehen würde).

Dem einzelnen Fans wird es nicht besser gehen, außer dass er für guten Fußball mehr zur Kasse gebeten wird. Den meisten deutschen Fans denke ich ist es egal ob Liverpool oder Tottenham die CL gewinnt, egal wie sehr dass unsere Presse es pusht.

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tüttel 19.05.2019, 09:42
62. Geringere Unterschiede in Superliga

Zitat von Brinke
Eine europäische Liga würde nur eine zeitlang helfen, das Grundproblem bleibt bestehen: Konkurrenz. Klingt merkwürdig, ist aber so. Da wo es Konkurrenz gibt, gibt es Sieger und eben auch Verlierer. Langfristig bilden sich Monopole, das ist in der freien Marktwirtschaft so und im Fussballl nicht anders.
Sicher, aber die spielerischen und ökonomischen Unterschiede zwischen den Spitzenklubs einzelner Nationen blieben in einer europäischen Superliga weiterhin viel geringer als ihr Abstand in den nationalen Ligen, weil sie eben weiter Medieneinnahmen aus den an solchen Spitzenspielen noch viel mehr interessierten einzelnen Mediennationen bekämen. Die finanzielle Ausstattung ist in einer solchen Superliga viel gleichmäßiger, eben auf Spitzenniveau, wodurch die Gefahr neuer ungleichmäßiger Geldkonzentrationen meiner Meinung geringer ist. Natürlich werden sich auch dort Dauerfavoriten herausbilden, wie es sie mit Real Madrid, Barcelona u.ä. heute schon gibt, aber that's life, es gäbe trotzdem ständig interessante europäische Spitzenspiele.
Europa ist wie schon politisch und ökonomisch (oder gestern mit dem ESC auch musikalisch) trotz Brexit längst eine kontinentale Einheit - insofern liegt es auf der Hand, dass sich auch der Nationalsport Fussball im Spitzenbereich kontinental organisiert, die wachsenden Leistungsunterschiede in den nationalen Ligen haben dem den Weg gewiesen und lassen bald keine andere Wahl mehr, wenn der Fussball interessant bleiben soll. Und was dem Subkontinent USA sin Super Bowl, ist eben Europa sin Super League.

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vincentaurelius 19.05.2019, 09:44
63. Keine Lösung

Also noch eine weitere Liga der Geldmaschinerie.
Sky - Superleague. Monatsticket 35,-€ // Bundesliga 1: 20,-€ Bundesliga 2: 10,-€ im Monat.
Es geht doch nur noch um die Finanzierug dieses Entertainmentsports.
Warum macht man es nicht wie in der Fomel1? Von Woche zu Woche spielen die Spitzenclubs allsamt in einer Stadt/ Region. Dann können die Fans sich wenigstens noch das Ticket in die Stadien leisten und müssen nicht Ihre eigenen hart erarbeitenen Penunsen noch für Reisen und Übernachtung ausgeben.
Presst die Zitrone bis nix mehr drin ist. Dieser Sport spiegelt wunderbar die kapitalistische Gier unserer Gesellschaft nach. Gewinn gleich Maximum. Egal wie und egal auf welche Kosten. Das Geldschwein "Fan" hat nocht nicht genug geblutet.
Ich denke auch nicht, das eine Superleague die Lösung ist, im Gegenteil, es wird die Lage der durschnittlchen Vereine, von denen die meisten Menschen in Deutschland Anhänger sind, nicht verbessern. Es macht wieder einmal nur die Reicher, die eh schon geldtechnisch nen fetten A... haben.

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w.hellweg 19.05.2019, 09:49
64. Auf der Strecke bleibt der Fan.

Den Oligarchen und Scheichs dürfte es nicht schwer fallen jede Woche per Privatjet zu den Spielen zu fliegen. Was aber ist mit dem Fan? Wer kann alle zwei Wochen eine Fernreise bezahlen? Ansonsten sieht der Fan seine Mannschaft nur noch bei Heimspielen.

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thomas_linz 19.05.2019, 09:56
65. Die Standardargumente

Zitat von clayton24
Wenn die Bayern selbst nach einer miesen Saison Meister werden können ist doch alles über die Qualität und den Zustand der Liga gesagt. Rein sportlich betrachtet ist der Meistertitel völliger Nonsens und Langeweile pur. Es stellt sich nicht mehr die Frage ob Bayern Meister wird sondern nur wann. Wenn Ihnen jemand zu nahe kommt wird der einfach "schwach" gekauft. Auch eine Methode die Gegner zu dezimieren.Medial ? Das Kernproblem geht spurlos an den Meiden vorbai. Berichterstattung in den Medien- völlig übertrieben Fußballlastig. Die Gehälter einzelner (zu Lasten der anderen) viel zu hoch. Wo sind die restl. Sportarten wie medial in Deutschland vertreten?Im Grunde schadet diese Dominanz anderen Sportarten. Die Lösung: Ein Blick nach Übersee genügt: Spannung, höchster sportlicher Level weltweit, Ausbildung mit System, zu mindestens annähernde Chancengleichheit um die Meisterschaft, vernünftiger Umgang mit den Talenten (Ausbildung und Draft System). Die Mannschaften der NHL; NFL, MJLB brauchen ja nicht mal Sponsoren auf dem Trikot - die Marke sind sie selbst ;). Die spielen in einer anderen Liga. Ich habe mich schon lange von König Fussball verabschiedet. Eishockey DEL ist 100x spannender und im Grunde auchsportlich ehrlicher. Da weint kein Spieler ständig auf dem Platz und selbst die Schwalben sind verpönt.Natürlich klappt es auch hier mit dem Videobeweis.
eines Foristen, der nie Sport getrieben hat. Erstens, ich kann Ihnen gerne mal gehörig vor’s Schienbein treten, oder mal den Schlappen drueber halten. Und dann ziehen wir uns mal eine moderne Eishockeyausruestung an und ich lasse Sie mal so richtig an die Bande auflaufen. Den Unterschied merken Sie darin, dass bei ersterem ein Krankenhausaufenthalt im Bereich das moeglichen ist, waehrend die Bande kaum spürbar ist. Wenn Sie mit harten Maennern antanzen, dann bitte mit Rugby. Das ist Eishockey ohne Schutzpanzer.
Bayern kauft die Liga leer. Der zweite Schenkelklopfer. So ein ausgesprochener Unsinn, nicht wert, darauf einzugehen. Wer soll gerade nochmal in dieser Saison zum BVB wechseln? Brandt, Hazard?

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alt-nassauer 19.05.2019, 10:04
66. Sehr eigenwillige Diskussion...

Der FCB war auch schon vor der Serie (7 mal Deutscher Meister in Folge), eben der Rekord-Meister und auch Rekord-Pokal Sieger! Daraus erfolgt, der Erfolg hat fliegt "raus". Denn der nächste Rekord-Meister könnte rein zufällig der Verein sein, der mehr Geld und das Management wie der FCB hat(te) und es nun kopiert.

Dann kommen die Heulsusen wieder aus allen Ecken gekrochen... Der Erfolgs-Meister muss raus aus der Liga!

Ich bleibe dabei. Das Management der anderen BuLi-Vereine sind und bleiben das Problem. Dort weiß man wie man Sponsoring-Gelder am Besten verbrennt und in wenig Spieler, Umfeld usw. investiert.

Allein das Ergebnis von Gestern zeigt den Schwachsinn und die Einstellung einiger Vereine und deren Spieler... Ich sage nur Hoffenheim! Das Geld ist wieder verbrannt!

Ich behaupte das System BuLi ist an der Grenze des machbaren. Fußball spielt man, besser Kohle und Einstellung zum Sport verdient man woanders viel besser. Ganz sicher aber nicht mehr in der BuLi.

Hier werden einigen noch die Tränen in den Augen bekommen, wenn es um Milliarden in anderen Ligen geht. Da werden auch die besten Deutschen Spieler schnell Land gewinnen und gut bzw. sehr gute Spieler der BuLi die eiskalte Schulter zeigen. Das ist die Zukunft des "Fußballs". Nicht der FCB ist des Problem...

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Nonvaio01 19.05.2019, 10:06
67. stimmt

Zitat von jk1!
Um die Dominanz der europäischen Fussball-Oligopole zu brechen bräuchte es Regeln, die den Wettbewerb fördern. Bayern, Juventus, PSG, Barca, Real und die six fat cats aus England dominieren eben national und den Kontinent. Das europäisch immer wieder einzelne Ausreisser wie BvB, Atletico oder Ajax dazu kommen kann man vernachlässigen. Interessant finde ich immer die 50+1 Argumentation. Bei ManCity und PSG sieht man doch exemplarisch, das es nicht um ein Investment geht. Die Scheichs kaufen sich einen Fussballverein wie ein Rennpferd und einen Neymar wie einen Picasso. Warum? Weil sie es können und es ihrer Eitelkeit schmeichelt. Vielleicht auch noch um etwas Imagewerbung in eigener Sache zu machen, aber das scheint eher nachrangig. Man kann nicht von Investments reden, es ist eher ein Mäzenatentum mit unerschöpflich Spielgeld. Genau da liegt das Problem: es gibt diese katastrophale Tradition im Fussball, das Vereine über ihre Verhältnisse leben und mehr Geld ausgeben als sie einnehmen. Das hat sich selbst mit den aktuellen Milliarden nicht geändert. Im amerikanischen Sport geht es auch immer darum profitable Clubs zu haben. Davon sind wir meilenweit entfernt. Wer keinen Wettbewerb der Scheichs, Oligarchen und Konzerne untereinander will, die europäische Fussball-DNA also nicht weiter manipulieren mag, muss reagieren. Es ist gegen die Kohle der Oligopole nicht mehr möglich eine zukunftsfähige Mannschaft aufzubauen und zusammen zu halten. Dadurch werden die Oligopole dann wieder gestärkt. Wir brauchen also Regeln, die die Clubs zu Profitabilität zwingen und Regeln, die den Transfermarkt anders regulieren und die aktuellen Verhältnisse ändern und nicht zementieren. Die Abschaffung von 50+1 hilft da nur vordergründig denn: es müssen Investitionen im Milliardenbereich getätigt werden um eine Mannschaft zusammen zu stellen, zusammen zu halten, zu verstärken und alle anderen Maßnahmen rund um einen erfolgreichen Profiverein zu finanzieren. Welche Konzerne sind dazu bereit? Und wie wären die Reaktionen, wenn Leipzig dürfte wie es wollte? Nicht unterschätzen darf man die negativen Auswirkungen auf die, die alles bezahlen - die Fans. Sie kaufen Tickets, Abos,Trikots und sorgen für TV-Reichweiten. Immer mehr sind angewidert und abgestoßen von den schmutzigen Deals, Lügen, Funktionären und ihren arroganten, verlogenen Aussagen und Taten. Noch ist es eine Liebesbeziehung, aber wehe die Liebe geht verloren.
fuer die scheichs sind die Verien nur spielzeug, eine moeglichkeit sein Geld auszugeben, mehr nicht. Mit investment hat das nichts zu tun.

Wenn man alles aber auch wirklich alles hat, und Geld kein problem ist, sucht man andere wege um sein geld auszugeben.

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tüttel 19.05.2019, 10:13
68. Re: Auf der Strecke bleibt der Fan

Zitat von w.hellweg
Wer kann alle zwei Wochen eine Fernreise bezahlen? Ansonsten sieht der Fan seine Mannschaft nur noch bei Heimspielen.
Auf der Strecke bleibt nicht *der* Fan, sondern allenfalls Hardcore-Fans der Spitzenklubs, die auch zu Auswärtsspielen reisen. Die müssten dann im Interesse interessanterer Spiele in dieser Hinsicht in der Tat weitgehend in den sauren Apfel beißen und könnten nur noch weniger Fernreisen zu Auswärtsspielen im näheren Umfeld machen, zumal die europäischen Spitzenklubs geografisch zum Teil auch relativ dicht beieinander liegen. Für den Rest könnte vielleicht auch Public Viewing organisiert werden. Diesen Nachteil halte ich im Vergleich zu den neuen Vorteilen interessanterer Spiele jedenfalls für relativ vernachlässigenswert, dafür hat man eben ständig um so interessantere Spitzenspiele im Heimstadion.

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Watchtower 19.05.2019, 10:21
69. Lachhaft...

die Bayern mit Topclubs der Premier League oder Primera Division zu vergleichen. Dazu fehlt der Mannschaft nach wie vor die individuelle Klasse. Gleiches gilt für den BVB UND die Bundesliga an sich. Geld schießt nun mal Tore, diese Wahrheit wird durch die 50+ 1 Regel konterkariert. Logischerweise bleibt die BL bis auf weiteres provinziell.

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