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Bayerns umstrittener Elfmeter gegen Werder: Aneinander vorbeigeredet
Martin Meissner / AP

Nach Werders Elfmeter-Ärger wird klar: Schiedsrichter und Video-Assistent hatten "unterschiedliche Details des Zweikampfs beurteilt". Über ein Missverständnis, Bremens Erfolgschancen bei einem Protest und eine offene Frage.

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heissSPOrN 26.04.2019, 14:15
1.

"Bleibt die Frage, warum der Schiedsrichter nicht von sich aus auf die Idee gekommen ist, den Zweikampf zwischen Gebre Selassie und Coman in der Review Area zu begutachten. Zu vermuten ist, dass der Unparteiische sich seiner Sache völlig sicher war..."

Das ist es doch, was den deutschen Fussball seit Jahrzehnten zu einer langweiligen One-team-Show macht: "In dubio pro FC Bayern München"! Und es wird nach Möglichkeit immer so lange nachgespielt, bis die Bayern den Siegtreffer geschossen haben. Oder wenigstens den Ausgleich.

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gnarze 26.04.2019, 14:21
2. Unfassbar

Mit seinen verschwurbelten Äußerungen hat Drees die beiden Schiedsrichter zum öffentlichen Abschuss freigegeben.
Die asozialen Netzwerke quellen schon vor Hass und Häme über.
Und nachher sind wieder alle ganz betroffen, wenn sich ein Schiedsrichter im Hotel aufhängt.

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legeips62 26.04.2019, 14:24
3. Die "DFB Sieger Pokalprämie"

beträgt immerhin 13,1 Millionen Euro und die Einnahmen aus der Europa League sind somit für Werder Bremen auch "futsch". Aber was sind schon 13,1 Millionen im Fußball wert.. Dafür gibts doch nur noch einen "Busfahrer".

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kodu 26.04.2019, 14:47
4. Das Spiel müsste wiederholt werden...

...denn es geht um zuviel. Die Bayern sollten sich überlegen, einen entsprechenden Antrag zu stellen. Denn ihr ohnehin nicht gerade gutes Image in ganz Deutschland wird nach diesem Spielverlauf sicher nicht besser. Und das wäre ein ganz große Geste.
Andererseits...so wie das Pokalfinale jetzt aussieht, kann ich mir für den Abend etwas anderes vornehmen, denn ich mag beide Vereine nicht besonders.

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Simmentaler 26.04.2019, 15:05
5. Erklärung?

Ich habe mir gerade im anderen Artikel (die Partykiller) die Szene nochmals mehrfach mit zwischenzeitlichen stops angesehen. Coman zieht an Gebre Selassie links aussen vorbei, legt den Ball nach innen un dreht sich im Lauf Richtung Tor. Coman blickt auf den Ball und versucht diesem zu folgen. Gebre Selassie schaut nicht auf den Ball, sondern auf Coman, versucht gar nicht, die Richtung zu ändern, sondern gibt mit der rechten Hand Coman in dessen rechtem Achselbereich einen kleinen Schubs. Muss Coman deshalb fallen? Keine Ahnung, vielleicht nicht. Hat er dadurch keine Chance mehr, den Ball zu erreichen? Klares Ja. Ist es ein normaler Zweikampf, wenn ein Spieler keine Chance hat, den Ball zu bekommen und nicht zum Ball, sondern gezielt zum Gegenspielr geht? Coman war in dem Spiel etliche male an Gebre Selassie vorbeigezogen - dass Coman den Ball wahrscheinlich behaupten würde, war Gebre also wohl klar. Also die Frage an alle hier, die ganz offenbar keinerlei Fehlverhalten des Bremer Spielers sehen: Ist das im Fussball so üblich, dass Schubsen ohne Aussicht auf den Ball (also nicht innerhalb des normalen Gerangels, z.B. beim Eckball) zum normalen Spiel gehört? Wie heftig darf denn geschubst werden? Muss der Geschubste umfallen, sich verletzen, wegfliegen? Spielt der Grössen- oder Gewichtsunterschied eine Rolle bei der Beurteilung? Reicht als Beurteilungsmassstab die Frage, ob das Schubsen die weitere Ballkontrolle verhindert, oder muss eine starke Richtungsänderung des Spielers zu sehen sein? Und, wo wir schon dabei sind: Ist Trikotziehen ähnlich zu beurteilen oder sollte das wieder komplett freigegeben werden. So, ich freue mich auf Antworten, die klar belegen, dass Gebre Selassie sich korrekt verhalten und somit der Schiedsrichter falsch gepfiffen hat. Kann dies nämlich nicht mit dem Regelwerk klar belegt werden, ist Drees` Aussage äusserst merkwürdig - er sagt nämlich indirekt, dass es den Schubser gegeben hat, unterstellt aber, der Schiri hätte das nach Studium der Bilder nicht gepfiffen.

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spon1899 26.04.2019, 15:11
6.

Endlich ist das geklärt. Elfer wegen angeblichem Kontakt unten. Diesen Kontakt gab es nicht. Das hätte Siebert am Monitor gesehen und dann hätte der ihn zurück genommen Also Bayern irregulär im Finale.

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frankilling 26.04.2019, 15:15
7. Der böse FC Bayern?

Interessant! Kann mich an einen SPON Artikel über ein Spiel zwischen dem FC Barcelona und PSG Paris in der Champions-League vor ca. 2 Jahren erinnern, das Barcelona durch tatkräftige Mithilfe des Schiedsrichter-Gespanns und einer ganzen Reihe von eklatanten Fehlentscheidungen gewann. Mit keinem einzigen Wort ging der jubelnde SPON-Artikel auf die katastrophale Schiedsrichter-Leistung ein. Ziemlicher Kontrast zu dem, was nach dem Bremen - Bayern Spiel so alles über eine einzige fragwürdige Schiedsrichter-Entscheidung „analysiert“ bzw. kritisiert wird. Natürlich kann man fragen, ob der Schubser im Strafraum elfmeterwürdig war oder nicht. In meinen Augen eine etwas zweifelhafte aber vertretbare Entscheidung, schließlich hat die Hand des Verteidigers nichts am Gegenspieler verloren und schon gar nicht im Strafraum. Im übrigen würde ich mir ein bisschen mehr Objektivität bei der Berichterstattung wünschen

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milhouse_van_h. 26.04.2019, 15:21
8.

Wenn der Schiedsrichter das Wegdrücken beurteilt, darf der VAR nicht eingreifen, weil es keine "klare" Fehlentscheidung war, aber wenn er ein Beinstellen beurteilt, dann ist es eine klare Fehlentscheidung, weil es kein Beinstellen gab und der VAR muss/darf eingreifen.
Hier sieht man mal wieder was für ein Schwachsinn es ist, immer von "klaren" oder gar "glasklaren" Fehlentscheidungen zu sprechen. Das würde nämlich bedeuten, dass eine Videoüberprüfung durch den VAR oder Schiedsrichter IMMER zu einer gegensätzlich Entscheidung gegenüber der ursprünglichen Entscheidung des Schiedsrichters kommen MUSS. Dem ist aber nicht so, wie wir schon oft erlebt haben.

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trompetenmann 26.04.2019, 15:23
9. Verstehe den Artikel nicht ganz...

Beide SR haben ein elfmeterwürdiges Foulspiel gesehen, wenn auch mit unterschiedlichen Begründungen. Insofern ist der Strafstoß ja formal korrekt? Meiner Ansicht nach war das kein Foulspiel, hätte somit auch kein Strafstoß geben dürfen. Dass der SR allerdings nicht die Chance nutzt, das Video anzuschauen ist dann doch fragwürdig.

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