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Berliner Olympiastadion: Unbeliebt und unverzichtbar
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Hertha BSC wünscht sich eine reine Fußballarena, die Stadt will den Klub unbedingt im Olympiastadion halten. Doch ein Umbau wäre sehr teuer - und hart für andere Sportarten.

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Champagnerschorle 27.05.2017, 08:58
50. Respekt

Zitat von postmaterialist2011
Ein charismafreier Fussballclub wie Hertha BSC möchte eine kleineres Stadion weil auch in der Stadt kaum einer die Spieler des eigenen Erstligisten kennt ? Berlin hat mit dem Olympiastadion ein supermodernes Stadion, welches auch für den Breitensport genutzt wird. Die Idee das Olympiastadion umzubauen ist genauso schwachsinnig wie die Offenhaltung von Tegel. Wir leben hier in einer der aufregendsten Städte der Welt, aber einige Heinis agieren als wären wir in Detmold oder Chemnitz. Hertha soll sich anstrengen, damit sie das Stadion in der Zukunft voll bekommen, aber was soll man bei solchen Heinis wie Preetz auch erwarten.
In ein paar Zeilen die Situation perfekt zusammengefaßt. Sehr schön und Chapeau.

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Mittelalter 27.05.2017, 09:07
51. Günther Behnisch

Zitat von motorraucher
In Muenchen hatte der Architekt des Olympiastadion einen Umbau verhindert. Sowohl die beiden Vereine als auch die Stadt favorisierten den Umbau des Olympiastadions. Erst nach dem Einspruch des Architekts, der dann von Gerichten bestaetigt wurde, baute man die Arena in Froettmanning. Schade eigentlich, denn die Lage des Olympiastadions in Muenchen inmitten des Olympiaparks ist einfach einmalig.
... hat sein Werk verteidigt, und das ist auch gut so. Das Stadion ist Teil des Olympiapark. Ein Umbaubdes Stadions hätte den Park zerstört.

Der Olympiapark ist ohne Fußball ein Oase für die Menschen - keine prügelnden Trolls jeden Samstag im Park. Das Stadion und der Park sind gut genutzt. Für so machen ist selbst das schon wieder zu viel.

Es geht wirklich wunderbar ohne Fußball

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ein-berliner 27.05.2017, 09:20
52. Geld ist hier nicht die Frage

Zitat von thunderstorm305
M.E. aber die Stadt Berlin hat viel zu hohe Schulden als dass man sich mit so etwas beschäftigen könnte. Wenn die Stadt es schafft keine Gelder mehr von außerhalb annehmen zu müssen, kann man es den "Nicht-Berlinern" auch erklären, dass man hier viel Geld investiert. Außer natürlich die Herta übernimmt sämtliche Kosten. Und selbst dann muss man die Interessen der anderen Sportarten berücksichtigen. Ich verstehe leider nicht ganz warum die Herta hier überhaupt Druck ausüben kann? Wenn sie gehen möchte dann soll der Verein das doch einfach tun. Dann soll sich die Herta eben einen neue Bleibe suchen. Ich bin gespannt welche Kommune und welche Anwohner freiwillig dazu bereit wären die Lasten dafür zu übernehmen.
Hier geht es ausschliesslich um die Unfähigkeit des aktuell Nichtregierenden Bürgermeisters von Berlin. Wie schon seine unfähigen Vorgänger will auch er sinnfrei diese Stadt mit kleinkariertem Schwachsinn erfreuen, Brot und Spiele der Neuzeit.
Dazu kann nur gesagt werden: Wehret den erneuten Anfängen von politischer Idiotie, Finger weg vom Olympiastadion. Der Airport Tempelhof als ein krasses Negativbeispiel mit seiner katastrophalen Folge BER hat doch völlig gereicht und jede Grenze von Dummheit überschritten. Nichts funktioniert in der Provinzhauptstadt, schon gar kein Großprojekt, dank dieser Filzokraten hier.

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widower+2 27.05.2017, 09:28
53. Druck

Zitat von thunderstorm305
Ich verstehe leider nicht ganz warum die Herta hier überhaupt Druck ausüben kann? Wenn sie gehen möchte dann soll der Verein das doch einfach tun. Dann soll sich die Herta eben einen neue Bleibe suchen. Ich bin gespannt welche Kommune und welche Anwohner freiwillig dazu bereit wären die Lasten dafür zu übernehmen.
Warum Hertha Druck ausüben kann? Weil der Verein der wichtigste Mieter ist. Das Stadion steht unter Denkmalschutz und müsste auch dann weiterhin erhalten und unterhalten werden, wenn der Hauptmieter ausgezogen ist.

Stellen Sie sich vor, Sie hätten ein große Villa, die Sie weder verkaufen noch abreißen können und die nur durch einen einzigen Mieter auf der Welt sinnvoll und dauerhaft genutzt werden kann und dieser Mieter zieht aus. Dann stehen Sie ziemlich dumm da mit Ihrer Villa.

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dieter 4711 27.05.2017, 10:31
54. Berlin ist arm aber sexy

Ein Olympiastadion dürfte doch wohl ausreichen, Berlin ist sowieso arm aber sexy. Das Land Berlin hat kein Geld dafür.

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immerfroh 27.05.2017, 11:31
55.

Soll doch Hertha da ausziehen und ein eigenes Stafion bauen.
Und die Nostalgiker, die sich jetzt gegen einen Umbau wehren, kommen dann für die wegbrechenden Mieteinnahmen auf.
Mir persönlich ist es völlig gleich, wo der Hauptstadtklub seine Spiele austrägt, doch mein jährlicher Besuch im Olympiastadion, wenn mein Verein da spielt,zeigt mir zwei Dinge.
Erstens das Olympiagelände ist ei schönes Ensemble, wo man bei schönem Wetter prima auf den Wiesen lümmeln kann.
Zweitens als Fußballstadion taugt es hingegen nicht. In den Kurven und den billigen Plätzen ist man extrem weit weg vom Geschehen, durch das offene Marathontor zieht es ständig unangenehm rein
und Atmosphäre will in der großen Schüssel auch nicht aufkommen.
Ich kann die Argumente von Hertha am Status Quo nachvollziehen und bin mir sicher, dass mittelfristig eine andere Lösung her muss.

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dasoimel 27.05.2017, 13:43
56. Wohin soll der Mieter denn ziehen?

Zitat von widower+2
Warum Hertha Druck ausüben kann? Weil der Verein der wichtigste Mieter ist.[...]Stellen Sie sich vor, Sie hätten ein große Villa, die Sie weder verkaufen noch abreißen können und die nur durch einen einzigen Mieter auf der Welt sinnvoll und dauerhaft genutzt werden kann und dieser Mieter zieht aus. Dann stehen Sie ziemlich dumm da mit Ihrer Villa.
Stellen Sie sich vor, Ihre Villa würde im Unterhalt so viel kosten, dass die Miete die Kosten nicht deckelt. Stellen Sie sich vor, Sie hätten die einzige Villa im Stadtgebiet, die die Anforderungen des Mieters erfüllt. Also wenn man einen Fußballclub als Mieter hätte, zum Beispiel die DFL-Kriterien für Erstligastadien. Dann sagt der Mieter: Weniger als genug ist uns zu teuer, bitte bauen Sie uns eine neue Villa, für die wir dann aber genauso wenig Miete zahlen, unterhalten dürfen Sie aber beide Herrschaftshäuser. Dann denken Sie sich: "Jungejunge, da stehe ich aber ganz schön unter Druck, da geht der Mieter geht bestimmt nach Potsdam, Brandenburg oder Frankfurt/Oder und bekommt dann als Freiherrtha von und zu Berlin im Exil bestimmt die Hütte voll. Vor allem, weil die Villen da eben nur 15.000 huldigende Plebs fassen."

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widower+2 27.05.2017, 14:21
57. Und?

Zitat von dasoimel
Stellen Sie sich vor, Ihre Villa würde im Unterhalt so viel kosten, dass die Miete die Kosten nicht deckelt. Stellen Sie sich vor, Sie hätten die einzige Villa im Stadtgebiet, die die Anforderungen des Mieters erfüllt. Also wenn man einen Fußballclub als Mieter hätte, zum Beispiel die DFL-Kriterien für Erstligastadien. Dann sagt der Mieter: Weniger als genug ist uns zu teuer, bitte bauen Sie uns eine neue Villa, für die wir dann aber genauso wenig Miete zahlen, unterhalten dürfen Sie aber beide Herrschaftshäuser. Dann denken Sie sich: "Jungejunge, da stehe ich aber ganz schön unter Druck, da geht der Mieter geht bestimmt nach Potsdam, Brandenburg oder Frankfurt/Oder und bekommt dann als Freiherrtha von und zu Berlin im Exil bestimmt die Hütte voll. Vor allem, weil die Villen da eben nur 15.000 huldigende Plebs fassen."
Und wenn dem Mieter die Miete für das Objekt, das nicht einmal seinen Vorstellungen entspricht, zu teuer wird und er sich lieber selbst ein Zuhause baut, weil das für ihn besser und langfristig sogar billiger ist, stehen Sie da mit der weitgehend ungenutzten Villa. Ich bin auch nicht dafür, dass die Stadt ein neues Stadion subventioniert. Ich wollte nur darlegen, dass Hertha durchaus ein gewisses Druckpotenzial gegenüber dem Senat hat und die Entscheidung nicht ganz so einfach ist.

Sollte Hertha im brandenburgischen Umland ein Stadion auf die Wiese klatschen, gingen der Stadt zudem erhebliche Steuereinnahmen verloren.

In Bremen wurde ein ähnliches Szenario auch schon mehrmals gedanklich durchgespielt und schwebt immer noch latent im Hintergrund. Das ist alles nicht ganz so simpel, wie die meisten Foristen es hier darstellen.

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kirfatal 27.05.2017, 14:38
58. Luxusproblem made in PleiteTown

Typisches Problem in ArmAberSexyCity: Dreistelliger MioBetrag für "bessere Stimmung für Hertha". Schulen verrotten allerorten in Berlin, aber die Politiker beschäftigen sich allen Ernstes damit, die Stimmung im Stadion zu verbessern.

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p.stifel 27.05.2017, 15:41
59. Herr Dudek, ..

... Sie führen an, dass Hertha mit bisher 4 Mio. weniger Miete zahlt als beispielsweise Eintracht Frankfurt (9 Mio.).
In diesem Zusammenhang ist allerdings auch wichtig, dass das Stadion in Frankfurt ein reines Fußballstadion ohne Laufbahn ist, für einen Fußballverein als Mieter o.Ä. ein klarer Mehrwert.
Wenn es mehr Plätze im Stadion gibt, auf denen man als Besucher nah bzw. näher dran am Geschehen ist, bringt das mehr Leute ins Stadion, auch weil die durch Gesänge etc. transportierte Stimmung intensiver zur Geltung kommt. Diese geht im Berliner Olympiastadion stärker verloren, da es weitläufiger, außerdem gegenüber der Ostkurve offen ist.
Das die bisherige, von Hertha gezahlte Miete unter dem Miet-/Kreditratenschnitt der Bundesligavereine liegt, ist meiner Meinung nach auch der Tatsache geschuldet, dass Hertha der einzig verbliebene Verein in der Bundesliga mit einem Stadion mit Laufbahn ist (Quelle: welt.de, https://www.google.de/amp/s/amp.welt.de/amp/sport/fussball/bundesliga/article163280389/Hier-soll-das-neue-Stadion-von-Hertha-BSC-entstehen.html, 30.3.2017).

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