Forum: Sport
Biathlon-Superstar Fourcade: Vom Provokateur zum Mahner
AFP

Er fuhr schon rückwärts durchs Ziel - oder ging zu Fuß: Martin Fourcade macht seine Überlegenheit gern deutlich. Bei der Biathlon-WM in Österreich sorgte der Franzose nun als Doping-Gegner für einen Eklat.

Seite 4 von 7
hockeyversteher 10.02.2017, 08:35
30. ich Male mir die Welt ....

..... wie Sie mir gefällt.
Das Doping Betrug am Sport ist, ist nicht zu bezweifeln. Doper gehören für mich einfach ausgeschlossen. Wer überführt ist kann danach noch für sich irgendwo im Wald für sich alleine sprinten, joggen, Gewichte heben oder radeln, aber nicht mehr auf internationalen Wettkämpfen.
So sind die Regeln aber leider nicht Doper erhalten eine Sperre. Kommen sie danach zurück, haben Sie nach rechtlichen Verständnis als gebüßte Sünder zu gelten und dürfen weiter mitmachen. Und gerade ein Martin Fourcarde, der Regeln für sich bis an die Grenze auslotet, hat dies eigentlich zu akzeptieren.
Mir persönlich ist es suspekt, wenn einer ein Disziplin über Jahrzehnte dominiert, oder wenn in irgend einer Disziplin ein Landesverband urplötzlich die Spitze erobert. Wer glaubt ernsthaft daran, dass die Dopingregeln so extrem verfolgt werden, wie in Deutschland?
Aber sei es drum - Fourcarde ist nichts nachgewiesen wurden und hat somit als unschuldig zu gelten.
Was für ihn gilt, gilt jedoch für jeden anderen Sportler auch, egal woher kommt. Die Unschuldsvermutung gilt auch für Russen. Wer hier die Unschuldsvermutung fallen lässt, weil es sich aus Sportler eines ganz bestimmten Landes handelt, der diskriminiert. Man könnte sogar noch Rassismus unterstellen.
Im Fall sind es aber "nur" Russen - da geht das anscheinend schon mal. Da kann man sich sogar mediale Lorbeeren abholen. Und ich denke - genau dahin zielt Fourcarde. Er forciert die positive Darstellung seiner Selbst - dass bringt mit Sicherheit Punkte. Und Euros bei den Werbepartnern.

Und dann SPON:
"Aus dem Publikum gab es Pfiffe, die vor allem dem russischen Quartett galten,"
Man kann sich das Video der Siegerehrung lange anschauen - als die Russen aufs Podest steigen gibt es sportlich fairen Applaus. Die Pfiffe setzen ein, als sich Fourcarde verdrückt. Wie kann man das als gegen die russische Mannschaft gerichtet werten?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Keine Zensur 10.02.2017, 08:37
31.

Zitat von BeatDaddy
Lance Armstrong war auch derartig überlegen und hat sich im Kampf gegen Doping stark gemacht...
Nicht nur das. Er hat öffentlich seinen Dauerrivalen Jan Ulrich diskreditiert, ihn als "faules Talent" bezeichnet, der einfach nur nicht konsequent genug trainiere - so wie er. Und das wohlgemerkt im Wissen, daß er selbst gedopt war!

Und noch etwas ist interessant: Armstrong wurde während seiner Fabelkarriere kein einziges Mal positiv getestet! Zumindest offiziell. Als 2005 die französische Sportzeitung L'Equipe aufdeckte, daß bei Nachkontrollen Proben aus dem Jahr 1999 positiv auf Epo getestet wurden, die Armstrong zugeordnet werden konnten, war das der EINZIGE Fall, in dem solche Proben auftauchten. Sonst war er immer "clean". Und passiert ist übrigens nichts! Der Radverband UCI deckte Armstrong. Die eigentliche Dopingaffäre wurde erst 5 Jahre später durch Zeugenaussagen bekannt. Das System Armstrong war einfach bsser als die Kontrollsysteme. Und die Methoden haben sich seitdem noch weiter verfeinert. Eigenblutdoping etwa, eine ganz große Nummer vor allem in Ausdauersportarten, ist bis heute nicht nachweisbar!

Aber Hauptsache, wir sperren die Russen weg - dann ist der Kampf gegen Doping gewonnen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fräuleinwunder 10.02.2017, 08:48
32. Ausnahmesportler

hat es schon immer gegeben, auch im Biathlon - siehe Ole Einar Björndalen. Selbstverständlich gibt es in jeder Ausdauersportart herausragende Talente, die nicht nur die körperlichen Voraussetzungen dafür haben, sondern auch den Ehrgeiz und den eisernen Willen, sich über Jahre an der Spitze zu halten. Diese bei jeder Gelegenheit in die Ecke von Lance Armstrong zu stellen ist meines Erachtens billige Frustbewältigung und hier auch völlig abseits vom Thema - einfach respektlos.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
neu1197 10.02.2017, 09:03
33. Komisch

Zitat von bauigel
Sorry, wusste es nicht. Es waren also 2 Dopingsünder in der Mannschaft. Von daher war die Aktion von Herrn Fourcade völlig richtig.
wenn meine zwei Punkte in Flensburg abgelaufen sind erwarte ich doch auch, dass mich nicht jeder Hund auf der Straße anpinkelt, oder ?
Würde der Franzose auch hingehen und den Bayernulli bei jeder unpassenden Gelegenheit als kriminell beschimpfen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gowanow 10.02.2017, 09:15
34. Zur Erinnerung

Nochmals, Wien Blutbank 2008,20 Deutsche Biathleten unter Dopingverdacht.Sotschi, Winterolympiade 2014 Evi Sachenbacher-Stehle, positiv auf Doping getestet. Zu den russischen Biathleten, Laut R.McLaren Report 31 russische Biathleten gedopt. Davon 2 vorläufig gesperrt, 22 wurden mangels Beweisen freigesprochen, bei 7 wird noch geprüft.Es sollte doch auch bei den russischen Sportlern die Unschuldsvermutung gelten.Alles andere wäre Sippenhaft oder Kollektivschuld.
Danke an hockeyversteher, sehe ich auch so.Alles andere ist Meinungsmache.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dhanz 10.02.2017, 09:16
35.

Zitat von joe.micoud
Fourcade kann es sich leisten und er tut meiner Meinung nach das richtige.
Wenn man das Richtige tut, sollte es eigentlich egal sein, ob man es sich leisten kann, oder?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
meisteryupa 10.02.2017, 09:31
36.

IMO ist die Reaktion daneben. Der Russe war wegen Doping gesperrt, aber das Rennen war nach seiner Sperre.
Fourcade sollte sich da eher an seinen Verband wenden, wenn er meint, dass Dopingsuender (dann aber auch alle) lebenslang gesperrt werden sollten.

Abgesehen davon hat jemand mal die interessante Frage gestellt, warum die Russen, wenn sie als einzige Mannschaft flaechendeckendes Doping betreiben, in den Medaillienspiegeln nicht weiter oben stehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rookie_haufic 10.02.2017, 09:32
37.

Ich denke, dass niemand von denen, die hier Fourcade verteidigen, sagt, dass nur in Russland gedopt wird.. Nicht bestreitbar sind aber die entsprechenden Ermittlungen und die Aussagen der nicht für Olympia zugelassenen Leichtathletin aus Russland (Name fällt mir gerade nicht ein).. Warum man ihn jetzt in eine Ecke mit Armstrong stellt, erschließt sich mir nicht.. Wobei das wieder typisch Deutsch ist.. Der ist sehr stark in seinem Sport, der muss dopen.. Raphael Poiree und Ole Einar Björndalen haben damals, als sie ihren Sport dominiert haben, natürlich auch gedopt, bzw. Björndalen dopt ja immer noch.. Wie kann der auch sonst mit 43 Jahren immer wieder vorn ins Feld "fahren".. Magdalena Forsberg muss auch gedopt haben, schließlich hat sie das Frauen-Biathlon beherrscht.. Magdalena Neuner dasselbe.. Oh man..

Fourcade hat hier alles richtig gemacht..

Beitrag melden Antworten / Zitieren
opti_mist 10.02.2017, 09:34
38. Ausnahmesportler

Zitat von fräuleinwunder
hat es schon immer gegeben, auch im Biathlon - siehe Ole Einar Björndalen. Selbstverständlich gibt es in jeder Ausdauersportart herausragende Talente, die nicht nur die körperlichen Voraussetzungen dafür haben, sondern auch den Ehrgeiz und den eisernen Willen, sich über Jahre an der Spitze zu halten. Diese bei jeder Gelegenheit in die Ecke von Lance Armstrong zu stellen ist meines Erachtens billige Frustbewältigung und hier auch völlig abseits vom Thema - einfach respektlos.
HaHa ausgerechnet Björndalen, der wegen seines "Asthmas" offiziell ein unter doping fallenendes Asthmamittel einnehmen darf

Beitrag melden Antworten / Zitieren
opti_mist 10.02.2017, 09:51
39. wieso 2

Zitat von bauigel
Sorry, wusste es nicht. Es waren also 2 Dopingsünder in der Mannschaft. Von daher war die Aktion von Herrn Fourcade völlig richtig.
Nur Loginow war wegen Dopings gesperrt.
Schipulin und die beiden russischen Damen sind wie Fourcade
niemals des Dopings überführt worden

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 7