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Biathlon-Weltcup: Russen bleiben trotz Dopingverdachts zunächst unbehelligt
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Biathlon, Doping und kein Ende: Auch beim Weltcup in Hochfilzen beherrschten Ermittlungen gegen das russische Team die Schlagzeilen. Bisher hat das für die Sportler allerdings keine Konsequenzen.

Post.Scheibe@freenet.de 14.12.2018, 17:15
1. Es wird langsam langweilig

Wurden von den Sportlern Urinproben genommen und dann Doping festgestellt? Innerhalb eines Jahres sollten doch Ergebnisse vorliegen, aber es ist wohl wieder eine "Russengeschichte". Ich staune, dass sich die Österreicher vor den Karren spannen lassen.
War ja lange ruhig und wann hört das endlich auf, Doping nur mit den Russen in Verbindung zu bringen.

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acculeer 14.12.2018, 19:00
2. Beweise gegen Russland nicht nötig

es reicht schon aus, dass ermittelt wird. Hier wird aber sogar "intensiv ermittelt". Da sollten die Verantwortlichen eigentlich sofort sperren dürfen. Schließlich ist es doch "plausibel". Wenn es gegen Russland geht, wirft der "Wertewesten" gerne alle normalen Regeln einer zivilisierten Welt über Bord.
Das die ARD mit Sudelseppelt auch noch hetzt, wundert mich allerdings. Schließlich haben Sie aus einer Programmbeschwerde zu Berichterstattung über Russland eine "Anregung" gemacht
Da sollte man meinen, Anregungen führen irgendwann mal zur Besserung.

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steingärtner 14.12.2018, 21:20
3. Wen es interessiert

Hier die Ergebnisse der Wm 2017 in Hochfilzen. Die gedopten Russen hatten genau 2 Medaillen. Im Medaillenspiegel landeten die auf dem 5.Platz. Noch hinter der Biathlonnation USA.
Wozu dopen die Russen eigentlich ? Sie haben doch nicht mal gedopt eine Chance. Oder wie ?

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mima84_84 15.12.2018, 06:57
4.

Zitat von juba39
Ist auch niemandem aufgefallen, daß das Urteil des EuGHMR im Fall Pechstein keinerlei Medienecho fand? Absolut unverständlich. Aber nur für den, der nicht in Zusammenhängen denkt. Der EuGHMR hat dem CAS nämlich eine absolute Unabhängigkeit und Neutralität bescheinigt. In diesem Zusammenhang erscheinen dann die Sperren durch das IOC für Sportler, die der CAS freigesprochen hat, in einem ganz anderem rechtlichem Licht. (Dazu noch die Glaubwürdigkeit der Herren Rodschenko, McLaren und Seppelt vor dem CAS) Man muß niemandes Freund sein, einfache rechtliche Maßstäbe angelegt, bringt einen erschreckenden Umgang mit rechtsstaatlichen Basics zu Tage.
Kleiner Tipp: Lesen Sie mal das CAS Urteil zu dem Fall! Der CAS kommt zum Schluss, dass massenhaft Staatsdoping erwiesen wurde, maß den Zeugen und den Beweisen extrem hohe Glaubwürdigkeit bei. Es konnte aber im Einzelgall nicht ausgeschlossen werden, dass einzelne Sportler nicht Bestandteil des ERWIESENEN Staatsdopings waren, daher war das Urteil des CAS auch eindeutig:

1. Der russische Verband blieb gesperrt
2. In Einzelfällen wurde von einer Sperre bei Sportlern abgesehen, die glaubwürdig machen konnten, dass sie nicht Bestandteil des ERWIESENEN Staatsdopings waren.

Das ist die Wahrheit, und da sogar der EuGH die Unabhängigkeit des CAS nochmal bestätigt hat - Und Sie gestehen dem CAS ja vollkommen richtig damit eine hohe Neutralität - spricht das sehr stark für die Glaubwürdigkeit von Rodschenko etc (bei dem der CAS übrigens keinen Yota an der Glaubwürdigkeit zweifelt. Auch das steht im Urteil).

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schueler79 15.12.2018, 10:28
5. ERWIESEN @mima

Verzeihen Sie aber ich konnte mir zu Hause vor dem Bildschirm das Lachen nicht mehr verkneifen, so oft wie sie fett gedruckt ERWIESEN schrieben. Zudem stimmt ihre Aussahe nicht mal, also laut schreiend im Unrecht liegen, einfach zu komisch.
Das CAS hat aufgrund von Mangel an Beweisen russische Sportler bei Olympia zugelassen und viele hiesige Medienvertreter sprachen von Blamage. Tja so kommentiert man unerwünschte Rechtsprechung.
Zudem mussten sich russische Biathleten in den letzten Jahren häufiger als alle anderen Nationen Dopingproben unterziehen, welche alle negativ waren. Es gibt wahrscheinlich keine sauberere Mannschaft als die russische.
Und diese Dursuchung durch die Polizei in Hochfilzen muss man auch unter der Rubrik Schikane verbuchen, denn es wurde wieder mal nichts gefunden aber überall war aber die Meldung zu hören. Die üblichen Schlagworte (damit sie sich auch jeder merkt): Russland, Doping.
Merken sie was?

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UlliMueller 15.12.2018, 11:11
6. Was wollte die Polizei?

"Die Russen bekamen einen Tag vor dem Weltcupstart am Mittwoch im Teamhotel Besuch von der Polizei, Durchsuchungen oder Vernehmungen gab es dabei nicht."

Versteh ich nicht ganz ...
Wenn sie niemanden vernommen haben und nichts durchsucht haben .. was haben sie dann im Teamhotel getan? Mittag gegessen?

Ich stell mir grad vor, wie die Polizei mich "besucht".
Es klingelt an der Tür, ich mach auf, draussen steht die Polizei. Ich frage, ob sie etwas suchen oder mit mir sprechen möchten und die Polizeisten sagen "Nein".
Ziemlich seltsame Situation.

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juba39 15.12.2018, 15:30
7. Bitte nicht alles durcheinanderbringen!

Zitat von mima84_84
Kleiner Tipp: Lesen Sie mal das CAS Urteil zu dem Fall! Der CAS kommt zum Schluss, dass massenhaft Staatsdoping erwiesen wurde, maß den Zeugen und den Beweisen extrem hohe Glaubwürdigkeit bei. Es konnte aber im Einzelgall nicht ausgeschlossen werden, dass einzelne Sportler nicht Bestandteil des ERWIESENEN Staatsdopings waren, daher war das Urteil des CAS auch eindeutig: 1. Der russische Verband blieb gesperrt 2. In Einzelfällen wurde von einer Sperre bei Sportlern abgesehen, die glaubwürdig machen konnten, dass sie nicht Bestandteil des ERWIESENEN Staatsdopings waren. Das ist die Wahrheit, und da sogar der EuGH die Unabhängigkeit des CAS nochmal bestätigt hat - Und Sie gestehen dem CAS ja vollkommen richtig damit eine hohe Neutralität - spricht das sehr stark für die Glaubwürdigkeit von Rodschenko etc (bei dem der CAS übrigens keinen Yota an der Glaubwürdigkeit zweifelt. Auch das steht im Urteil).
Dem CAS wurde, wie wir uns ja einig sind, eine hohe Glaubwürdigkeit zugestanden. Warum setzt sich ein Dr. Bach dann trotzdem über einen Richterspruch hinweg, indem freigesprochene Sportler trotzdem nicht starten durften? Mehr noch, er drohte dem CAS sogar, diesen aufzulösen, wenn weitere Freisprüche kommen. Nicht bekannt?
Aus der Neutralität des CAS jetzt aber eine Glaubwürdigkeit von Rodschenko, McLaren und Seppelt zu schlußfolgern, ist allerdings kühn. Dazu nur so viel:
1. Die Interviews Seppelt-Rodschenko, die ja als wesentlicher Beweis deklariert wurden, wurden vom CAS sofort ganz verworfen. Ein ausgewiesener Journalist soll nicht in der Lage gewesen sein, Bild- und Tonmaterial so dem Gericht zu übergeben, daß daraus eine beglaubigte Übersetzung möglich war? Aber ALLE Aussagen des R. waren vom Interviewer/interner Dolmetscher übersprochen.
2. Bei der Befragung von R. durch den CAS konnte dieser sich plötzlich an keine Einzelheiten mehr erinnern. Welche Zusammensetzung hatte sein Dopingcocktail? Welchen Sportler (namentlich) er diesen gegeben hatte usw.
3. Auch ein McLaren mußte seinen Rapport in wesentlichen Passagen korrigieren, sogar zurücknehmen. So stritt er ab, jemals den Begriff Staatsdoping benutzt zu haben. Das ist aber nur z.T. richtig. Im 2. Bericht spricht er von "systematischen" Doping, im ersten noch von staatlich gelenktem...
Da alle diese Verhndlungen hinter verschlossenen Türen stattfanden, können wir hier nur ein Interview eines deutschen Juristen nehmen, der anwesend war.
Mit einem Hintergrund von über 200 Strafverfahren (als Schöffe) wage ich schon ein Urteil, welche Beweise justiziabel, welche nicht, sind. Und, ganz ehrlich, wir hatten als Gericht auch den Mut, eine Verhandlung zu vertagen. mit der Auflage an die StA, ihre Hausaufgaben zu machen.
Und bei diesen ganzen Geschichten hier stimmen nicht einmal die strafprozessualen Basics!
Ganz nebenbei, im Fall Skripal ebenso.

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