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Bilanz der Europameisterschaft: Ein Turnier der Logik
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Mit Portugal hat diese EM einen verdienten Sieger gefunden. Das Team hat den kopfgesteuerten Mannschaftsfußball am besten beherrscht. Das ging auf Kosten des Gefühls. Das Turnier hat am Ende niemanden erwärmt.

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sischwiesisch 11.07.2016, 15:17
90. Und wäre nach dem 3:3

Zitat von johannesraabe
Erstmal war diese EM sehr emotional. Außer vielleicht vom Bundesdeutschen Team. Portugal hat sich in dieses Finale gebissen und es am Ende verdient gewonnen. Wahrscheinlich hat Ronaldos Ausfall diesen Titel sogar erst möglich gemacht, weil plötzlich jeder Portugiese wusste, dass er jetzt doppelt laufen muss. Man sollte eher den Trainer der Portugiesen loben, sein Team hatte ......
gegen Ungarn der Pfostentreffer der Ungarn reingegangen, der seltsamerweise in keiner Zusammenfassung bzw. in keinem Rückblick mehr erwähnt wurde, dann wäre es das Aus der Portugiesen gewesen. Verdient hätten es die Ungarn gehabt.

P.S.: wieviele Torchancen hatten die Portugiesen gestern in 120 Minuten ? 2 ? 3 ?
Kondition, ja.
Das haben die Portugiesen. Das war es dann auch.
Welche Mannschaften haben das "Motto der Deutschen" denn besser umgesetzt ? Da hätte ich doch gleich mal die Länder erfahren.
Deutschland gegen Italien war nicht emotional ?
Welche Brille muss man denn aufhabem, um das zu übersehen ?
Lächerlich.
Geschweige denn die vielen Torchancen, die leider gegen Nordirland und Frankreich vergeben wurden.
Sie kritisieren also das nach vorne spielen ? Interessant.

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kasi2 11.07.2016, 15:19
91. Auch dieser Spielstil wird nicht von Dauer sein

Ja, am Ende habe ich mich gefreut, dass Portugal gewonnen hat. Und irgendwie haben sie es auch verdient. Hat nicht Portugal vor nicht sooo langer Zeit eine Heim-EM gegen ein limitiertes und sehr defensiv stehendes Giriechenland ein EM-Finale verloren? Man darf auch von ausgleichender gerechtigkeit reden. Aber! Natürlich war der weitgehend praktizierte Spielstil bei dieser EM zum vergessen, öde, langweilig und auch teilweise erschreckend schwach. Deutsche und Spanier spielten "schönen Fußball", nur die Spielverderber von Außenseitern machten da einfach nicht mit. Hier könnte man sogar die Italiener mit hinzurechnen. Sie möchten zuerst einmal nicht verlieren, vorne hilft dann vielleicht die Jungfrau Maria, der Schiedsrichter oder auch nur der Zufall. Aber man hat dann schon was erreicht. Und das ist das schlimme an dieser Entwicklung, wozu natürlich auch die Tatsache beigetragen hat, dass teilweise sogar noch der Dritte weiter kam (s. Portugal). Portugal wäre draussen gewesen, hätte Österreich gegen Island gewonnen. Das hätte man zu Beginn der EM wohl als Selbstverständlichkeit angesehen. Aber es kam eben anders (s.o.). Wer aber glaubt, dass es in Zukunft immer so weiter gehen wird, mit dieser Devensivtaktik und dem nicht verlieren wollen, der wird sich getäuscht sehen. Bisher wurde immer für eine vermeintlich erfolgversprechende Taktik eine Antwort gefunden. Noch vor vier Jahren waren wir ratlos gegenüber dem Tici Taca der Spanier und dachten, dieser Spielstil ist nicht zu bezwingen. Genauso der Ballbesitzfußball, der sich daraus als Perfektion sozusagen entwickelt hat. Es wird eine Antwort auf Frankreich 2016 geben. Ich würde mich nicht wundern, schon bald aus Spanien oder Deutschland, vielleicht auch aus Frankreich entsprechende Reaktionen zu erleben. Schließlich waren wir ja die Leidtragenden dieser grauenhaften Entwicklung.

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udo.sowade 11.07.2016, 15:19
92. Zuspitzung des Trainerfußballs,

bei diesen vielen Analysen und Auswertungen des Gegners und die Erarbeitung eines eigenen Konzepts für das Spiel, sollte man das über spezielle Software tätigen. Dann kann man auch Roboter spielen lassen und die Trainer führen ihre Spieler über den Rechner.....wird interessanter, aber emotionsloser. Als nächster Schritt werden dann die Roboter mit Freuen, Lachen und Weinen ausgestattet. Ich freue mich jetzt schon, denn dann stehen die Ergebnisse bereits vor Spielbeginn fest. Sollte mal etwas schief laufen, dann kann der Trainer-IT-Stab immer noch einen Computerausfall als Grund angeben.... LOL

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bernstein9 11.07.2016, 15:22
93. Fluch des Erfolges

Zitat von Mister Stone
Auch der deutsche Fußball hat sich verändert. 2006 ging es noch ab wie die Feuerwehr. Bei Ballgewinn schnell in die Spitze, sofort wurde der Abschluss gesucht. Seit Jahren (Ausnahme: 2 Spiele bei der WM 2014) baut Löw immer mehr ein Ballbesitz-Geschiebe auf, um ......
2006 wurde die deutsche Mannschaft noch unterschätzt. Dadurch hatte sie mehr Räume. Inzwischen ist man Weltmeister, und dem begegnet man halt mit defensiverer Taktik. Die Aufgabenstellung für das DFB- Team hat sich einfach geändert.

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grift 11.07.2016, 15:24
94.

Fußball wird zur Wissenschaft, die Spieler gerieren sich als Gladiatoren. Danke.

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kasi2 11.07.2016, 15:25
95. Auch dieser Spielstil wird nicht von Dauer sein

Ja, am Ende habe ich mich gefreut, dass Portugal gewonnen hat. Und irgendwie haben sie es auch verdient. Hat nicht Portugal vor nicht sooo langer Zeit eine Heim-EM gegen ein limitiertes und sehr defensiv stehendes Giriechenland ein EM-Finale verloren? Man darf auch von ausgleichender gerechtigkeit reden. Aber! Natürlich war der weitgehend praktizierte Spielstil bei dieser EM zum vergessen, öde, langweilig und auch teilweise erschreckend schwach. Deutsche und Spanier spielten "schönen Fußball", nur die Spielverderber von Außenseitern machten da einfach nicht mit. Hier könnte man sogar die Italiener mit hinzurechnen. Sie möchten zuerst einmal nicht verlieren, vorne hilft dann vielleicht die Jungfrau Maria, der Schiedsrichter oder auch nur der Zufall. Aber man hat dann schon was erreicht. Und das ist das schlimme an dieser Entwicklung, wozu natürlich auch die Tatsache beigetragen hat, dass teilweise sogar noch der Dritte weiter kam (s. Portugal). Portugal wäre draussen gewesen, hätte Österreich gegen Island gewonnen. Das hätte man zu Beginn der EM wohl als Selbstverständlichkeit angesehen. Aber es kam eben anders (s.o.). Wer aber glaubt, dass es in Zukunft immer so weiter gehen wird, mit dieser Devensivtaktik und dem nicht verlieren wollen, der wird sich getäuscht sehen. Bisher wurde immer für eine vermeintlich erfolgversprechende Taktik eine Antwort gefunden. Noch vor vier Jahren waren wir ratlos gegenüber dem Tici Taca der Spanier und dachten, dieser Spielstil ist nicht zu bezwingen. Genauso der Ballbesitzfußball, der sich daraus als Perfektion sozusagen entwickelt hat. Es wird eine Antwort auf Frankreich 2016 geben. Ich würde mich nicht wundern, schon bald aus Spanien oder Deutschland, vielleicht auch aus Frankreich entsprechende Reaktionen zu erleben. Schließlich waren wir ja die Leidtragenden dieser grauenhaften Entwicklung.

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strichc0de 11.07.2016, 15:31
96.

Ich bin einfach nur eingeschlafen. So spannend war das Spiel nicht.

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rjb26 11.07.2016, 15:32
97. Das Turnier

ist kein Kachelofen, sondern eine hochkommerzielle Veranstaltung.
Erwärmt werden sollen hier nur die Konten der Veranstalter und der Funktionäre etc

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Schwanzhund 11.07.2016, 15:40
98.

Der neue Modus hat in meinen Augen dafür gesorgt, dass es wichtiger war, nicht zu verlieren, als zu gewinnen.

Ich habe selten bei so vielen Spielen das Spiel eher nebenbei verfolgt, weil einfach nichts passiert ist.
Portugal ist der logische Sieger. Sie haben kein Spiel verloren, gewonnen aber eben auch nur zwei. Das reichte aus.

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andreas13053 11.07.2016, 15:43
99. Warum

Zitat von batig
Das stand hier ja auch nicht zur Debatte, da es um das "Glück" der Franzosen in den Spielen bis zum Finale ging.
zählen Sie denn dann die verletzten Stammspieler der Deutschen erst auf? Manche scheinen schon 5 Minuten später ihrer eigenen Argumentationslinie selbst nicht mehr folgen zu können.

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