Forum: Sport
Bolls Olympia-Pleite im Einzel: "Am liebsten würde ich losheulen"
DPA

Er ist der beste deutsche Tischtennisspieler, doch nach seiner Achtelfinal-Niederlage in London droht Timo Boll eine Karriere ohne Olympische Einzel-Goldmedaille. Gegen Adrian Crisan hatte der favorisierte 31-Jährige seine Nerven nicht im Griff - und haderte anschließend mit sich selbst.

Seite 1 von 2
drumdidum 31.07.2012, 11:26
1. Hm...

Wenn ihr mich fragt schreit das förmlich nach Droping.
Erster!!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
BlakesWort 31.07.2012, 11:37
2.

Es ist eigentlich absolut unbegreiflich, Sportlern in so einer Situation nicht wie selbstverständlich einen Psychologen an die Seite zu stellen. Da hätte schon jemand gereicht, der ihm im richtigen Moment mit zwei drei Sätzen die Angst vor dem Scheitern genommen hätte. So ist Boll unter der Last der Verantwortung in eine Starre gefallen, während sein Gegner tun und lassen konnte, was er wollte.

Leider zieht sich das wie ein roter Faden durch die Leistungen unserer Sportler. Eigentlich sind sie viel zu gut, um dann bei Olympia so unterzugehen. "Dabei sein ist alles" ist ein schöner Spruch, aber ein Olympionike ist in der Regel nur dreimal bei den Spielen und das ist im Kopf drin. Die entscheidenden Zehntel, das Prozent mehr Kraft beim Absprung, der eine Ausfallschritt zuviel: Sowas ist reine Kopfsache. Bestes Beispiel ist Turner Philipp Boy, der bei so ziemlich jedem großen Turnier versagt und sogar über Rücktritt nachdenkt. Scheinbar hapert es beim DOSB gewaltig an der Kompetenz, Sportlern Hilfe anzubieten ohne sie gleich mit einem Stigma zu versehen. In anderen Ländern funktioniert das wie selbstverständlich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kohlerich 31.07.2012, 12:04
3. ...droht Timo Boll eine Karriere ohne Olympische Einzel-Goldmedaille.

Ich lach mich schlapp, mir droht sogar ein Leben ohne Olympiateilnahme !Die Druhung nehm ich ernst.
Dieses Schicksal teilt er mit vielen ca 80 Mio Deutschen und auch Timo Boll wird es überleben.
Ob die Journalisten auch mal wieder auf den Boden der Realität zurückfinden und die Sportler 'normalisieren' , erscheint mir angesichts der immer mehr fordernden und zugleich überheblichen Berichterstattung gegenüber den Athleten aus aller Welt zunehmend fraglich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fatherted98 31.07.2012, 12:05
4. Au Weia....

Zitat von BlakesWort
Es ist eigentlich absolut unbegreiflich, Sportlern in so einer Situation nicht wie selbstverständlich einen Psychologen an die Seite zu stellen. Da hätte schon jemand gereicht, der ihm im richtigen Moment mit zwei drei Sätzen die Angst vor dem Scheitern genommen hätte. So ist Boll unter der Last der Verantwortung in eine Starre gefallen, während sein Gegner tun und lassen konnte, was er wollte.
...als ob es sich um sensible Kleinkinder handelt. Das sind erwachsene Leute die schon seit Jahren (teilw. Jahrzehnten) an Tunieren und Sportwettbewerben teilnehmen. Der psychische Druck ist ein Teil der Herausforderung....wenn Leute wie Boll nur aus Spaß spielen möchten steht ihnen das doch frei...da brauch man doch keinen Psychologen der die Sportler tröstet, aufmuntert und in Windeln packt....au weia aber auch.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Rubeanus 31.07.2012, 12:07
5.

Also wenn es wirklich am fehlenden Psychologen gelegen hat…

Den hätte Timo Boll ja nun wirklich selbst engagieren können. Er ist Vollprofi und betreibt den Sport nicht erst seit gestern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nebenjobber 31.07.2012, 12:20
6. ich bezweífel dass dem

Boll ein Psychologe in matchentscheidenen Situationen hätte helfen können. Wie auch? Der Sportler weiß in dem Moment selbst am besten, dass er ruhig zu bleiben hat, will er hier noch was reißen. Gerade beim Tischtennis ist höchste Konzentration gefragt, da hilft auch kein Psychologengequatsche.

Hier können max Trainer und Kollegen Ratschläge ob möglicher Schwächen des Gegners geben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nebenjobber 31.07.2012, 12:22
7. ich bezweífel dass dem

Boll ein Psychologe in matchentscheidenen Situationen hätte helfen können. Wie auch? Der Sportler weiß in dem Moment selbst am besten, dass er ruhig zu bleiben hat, will er hier noch was reißen. Gerade beim Tischtennis ist höchste Konzentration gefragt, da hilft auch kein Psychologengequatsche.

Hier können max Trainer und Kollegen Ratschläge ob möglicher Schwächen des Gegners geben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Andr.e 31.07.2012, 12:30
8.

Zitat von kohlerich
Ich lach mich schlapp, mir droht sogar ein Leben ohne Olympiateilnahme !Die Druhung nehm ich ernst. Dieses Schicksal teilt er mit vielen ca 80 Mio Deutschen und auch Timo Boll wird es überleben.
Sehen Sie, dass ist aber der Unterschied zwischen Ihnen und Herrn Boll. Er hat sich (ob zurecht oder unrecht, dass kann ich nicht beurteilen) wohl Hoffnungen auf ein Edelmetall bei Olymia gemacht. Das wird halt mit zunehmendem Alter wahrscheinlich schwieriger.

Haben Sie etwas, in das Sie Herz, Schweiß und Energie reingesteckt haben, können aber das große Ziel nicht erreichen? Falls nicht, wäre es vielleicht gut, das Thema nicht mit altkluger Flapsigkeit beiseite zu wischen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
arvin_g 31.07.2012, 13:05
9. Die Aussagen

passen doch nicht zusammen. Er mache sich bewußt selbst Druck "um die Anspannung am Tisch umzusetzen" um in Wirklichkeit jedoch am Tisch zu "stehen und zu verkrampfen" - dass er aber bei Olympia nicht zum "Psychologen rennen wird" weiß er ganz gewiß schon vorher. Zumal er ja "auch keine Angst vor dem Versagen" kenne. Ich würde meinen diese Attitüde kann sich sich vllt. jemand mit großem Vertrauen in sich und seine Nervenstärke erlauben, aber in diesem Fall klingt es mir eher ein wenig nach kindlicher Trotzreaktion. Somit erscheint die Niederlage als eine fast schon logische Folge der Unfähigkeit sich mit der eigenen psychischen Disposition auseinanderzusetzen. Und wie jeder weiß, ist nicht nur "Herz, Schweiß und Energie" sondern auch psychische Stärke von Nöten um im Sport zum Erfolg zu kommen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2