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Bremen in der Krise: Total entwerdert
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Unter Alexander Nouri verteidigt Werder Bremen so gut wie seit Jahren nicht. Trotzdem steht das Team auf einem Abstiegsplatz, Trainer Alexander Nouri droht das Aus. Was macht er falsch?

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toliphe 21.10.2017, 09:42
1. Treffend

SPON was ist los?
Keine leeren Allegemeinplätze, sondern eine recht treffende Analyse!
Dann hoffen wir mal, dass ähnliches auch in Werder's Trainerstab gesehen wird und entsprechende Korrekturen auf dem Programm stehen.
Dann klappt es morgen auch mit dem Sieg in Köln.

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radbodserbe 21.10.2017, 10:09
2. Mal eine ganz allgemeine Floskel zur ständigen Trainerdiskussion

Auch wenn in der Bundesliga 18 Trainerikonen arbeiten würden, müssten am Ende der Saison 3 Mannschaften absteigen und auch bei 18 schlechten Trainern würde eine Mannschaft Meister werden.
Ich bin mir bewusst, das ich dafür ins Phrasenschwein einzahlen sollte, aber vom Prinzip her steckt nun einmal ein wahrer Kern dahinter.
Udo Lattek meinte vor einigen Jahren, es wäre besser und gerechter die Trainer in erfolgreiche und weniger erfolgreiche einzuteilen und nicht in gute und schlechte.
Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen.
Das frühere Werder Motto "wir müssen halt ein Tor mehr schießen als der Gegner", ist vom "wir müssen ein Tor weniger kassieren als der Gegner" schon lange ersetzt worden.
Ein allgemeiner Trend, der auch international zu verfolgen ist.
Nur ein geringer Anteil der Teams haben halt das Spielerpotential, sich diesen "Hurra-Angriffs-Fußball" überhaupt leisten zu können.
Er mag zwar schön anzuschauen sein, aber was am Ende zählt, sind nun einmal die Punkte.
Durch die 3 Punkte Regel versuchte man den Fußball wieder offensiver zu gestalten, aber trotzdem setzte sich die Überzeugung durch, das Spiele in der Defensive gewonnen werden, es sei denn, der Gegner ist klar unterlegen.
Werder Bremen fehlt momentan völlig das Selbstvertrauen. Man und wohl auch die Mannschaft fragen sich, wer im Team eigentlich in der Lage ist, ein Spiel positiv zu entscheiden.
Durch Kruses Ausfall und Bartels Formschwäche wird das ganze noch verschärft.
Man hat momentan den Eindruck, die Mannschaft hat eigentlich nur die Hoffnung, ein Spiel möglichst unbeschadet zu überstehen.
Das wird aber so wohl nicht reichen.
Werder braucht Erfolgserlebnisse und ob die durch einen neuen Trainer eher kommen würden, ist schwer zu beurteilen, denn wenn die Mannschaft nicht an sich selber glaubt, hat es jeder Trainer schwer und Herr Heynckes ist erst in einem Jahr wieder verfügbar.

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Rafaelblond 21.10.2017, 10:27
3. Bitte siegen

Als gebürtiger Düsseldorfer wünsche ich mir einen Sieg von WÄRDÄR.... leider überträgt SKY nicht...

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widower+2 21.10.2017, 10:28
4. Achten Sie auf den Autor

Zitat von toliphe
SPON was ist los? Keine leeren Allegemeinplätze, sondern eine recht treffende Analyse!
Danial Montazeri ist meiner Meinung nach aktuell einer der absolut besten Journalisten im Bereich Fußball. Von dem gibt es eigentlich immer treffende Analysen.

Was mir noch ein wenig gefehlt hat, ist eine Analyse der von Nouri vorgenommenen Auswechselungen, die fast immer zu spät, unverständlich oder beides sind.

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alexander1.1 21.10.2017, 10:33
5. Nouri ist nicht das Problem

Werders Problem ist nicht der Trainer, sondern die Qualität der Mannschaft. Das macht den Artikel nicht falsch - zutreffend wurde z.B. festgestellt, dass es ohne die Kombination Bartels-Kruse nicht läuft. Man ist also insbesondere von der Klasse von Max Kruse abhänigig.
Ich denke, dass als Trainer kommen kann, wer will. Eine dauerhafte Verbesserung wird mit der Qualität dieser Mannschaft nicht eintreten. Trainer wie Skripnik und jetzt auch Nouri konnten zwar immer kurzfristige Verbesserungen bewirken, um die Mannschaft jeweils aus dem Sumpf zu ziehen. Auf Dauer sehe ich Werder aber nicht in der Lage, zumindest mal eine konstante Saison zu spielen. Wenn ein Spieler wie Bartels zu den besten Spielern zählt, dann stimmt etwas mit der Qualität nicht (Nichts gegen Bartels. Er hängt sich immer rein und ist einer meiner Lieblingsspieler und er ist auch zurecht wichtiger Bestandteil des Teams.)
Dass die Qualität nicht mehr stimmt, ist auf Missmanagement und Misswirtschaft, garniert mit Angsthasenpolitik und etwas Pech zurückzuführen. Als man vor beinahe schon Urzeiten noch tatsächlich Überschüsse erzielte, hätte man mutig in die Mannschaft investieren sollen und gute Spieler verpflichten. Stattdessen hat man darauf gehofft, mit günstigen Transfers gute Spieler zu verpflichten, die sich dann wie zuletzt ein Diego zu absoluten Top-Spielern der Liga entwickeln. Das ist nicht gelungen. Stattdessen wurden die Überschüsse Jahr für Jahr aufgezehrt, um die roten Zahlen auszugleichen. Jetzt schreibt man zwar schwarze Zahlen, hat aber auch eine Mannschaft, die sich vom Niveau her zwischen der ersten und zweiten Liga aufhält. Hätte man wie oben bereits erwähnt, mutig in die Mannschaft investiert und an den sportlichen Erfolg geglaubt, dann hätte man mit Preisgeldern aus CL, EL, DFB-Pokal und besserer Ligaplatzierungen ebenfalls schwarze Zahlen schreiben können. Und die Trikots von Top-Spielern hätten sich auch super verkauft.

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widower+2 21.10.2017, 11:01
6. Das sehe ich anders

Zitat von alexander1.1
Werders Problem ist nicht der Trainer, sondern die Qualität der Mannschaft.
Augsburg, Mainz, Hannover, Stuttgart, Frankfurt, Köln, Hamburg und Freiburg sind in Bezug auf die Qualität des Kaders kein Stück besser als Werder. Da sollte also durchaus mehr drin sein als der 17. Platz, der allerdings auch dem sehr schweren Auftaktprogramm geschuldet ist.

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joe.micoud 21.10.2017, 11:27
7.

Analyse zu 100% korrekt.

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patrick_fuchs 21.10.2017, 12:09
8.

"Unter Alexander Nouri verteidigt Werder Bremen so gut wie seit Jahren nicht." - An was machen sie diese Aussage fest? Betrachtet man nämlich abseits der reinen Gegentoranzahl auch die zugelassenen Torschüsse und zugelassenen Torchancen fängt diese vermeindliche Stabilität in der Defensive gewaltig an zu bröckeln. In beiden Statistiken liegt Werder auf dem vorletzten Platz. Man opfert somit seine Offensive und ermöglicht den Ligakonkurrenten trotzdem noch Chancen ohne Ende, da die nötigen Entlasstungsangriffe fehlen um sich nicht mittels Verlagerungen langsam auseinanderziehen zu lassen, dies wurde nun auch schon von etlichen Spielern kritisiert (Gebre Selassie, Delaney, Moisander, Hajrovic). Zusätzlich öffnen sich noch zu oft Lücken zentral vor der Fünferkette, da sowohl Bargfrede als auch M. Eggestein eher zu den langsameren Spielern der Liga zählen und durch die tiefe Staffelung und die außen doppelnden ZM wenig Unterstützung erhalten.

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Franke aus Hamburg 21.10.2017, 13:47
9. Diese Saison...

... geht Bremen wieder Mal in Liga zwei. Der Kader ist schwach und die Verantwortlichen entsprechen mehr der Führung eines Viertligisten. Daran wird auch die Neuberufung von Thomas Schaaf nichts ändern. An der Weser würde in den letzten Jahren viel zu dilettantisch gearbeitet.

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