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Bundesliga-Aufsteiger: Wegen Kooperation mit RB - Paderborn-Fans drohen mit Boykott
FILIP SINGER/EPA-EFE/REX

Paderborn und RB Leipzig planen eine Zusammenarbeit - und stoßen dabei auf Widerstand in der Fanszene des SC. Für sie käme eine Kooperation dem "Verlust der Seele und Identität" des eigenen Klubs gleich.

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quietschbär 05.06.2019, 16:35
20. Lieber Violator

Die Kritik am Verein kommt (auch) von den Mitgliedern des Vereins, somit den "Besitzern". Also wer sich einen neuen Verein suchen sollte, wäre noch zu verhandeln

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radbodserbe 05.06.2019, 16:41
21. Man sollte Dinge, die man nicht versteht, nicht als "Pseudo" abwerten

Es gibt durchaus Menschen und damit auch Fans, die sich zwar über Erfolge freuen, aber halt nicht um jeden Preis wünschen.
Das ist ihr gutes Recht und hat mit Pseudomoral wohl eher nichts zu tun, auch wenn das gerne als simples "Totschlagargument" in vielen Diskussionen benutzt wird.
Als "gefährlicher" sehe ich eher Fans an, denen alles egal ist, solange der Erfolg scheinbar stimmt, denn sie rennen bedingunglos und ohne Nachzudenken ihrem Verein hinterher - im Extremfall also auch, wenn er sich gegen sie selber wendet oder zu sehr dubiosen Praktiken greift.
Man kann durchaus mit der Zeit gehen und ist trotzdem nicht gezwungen Fan des Vereines zu sein, der die meisten Titel sammelt.
Fan sollte man primär aus Überzeugung sein und nicht um sein persönliches Ego aufzuwerten.

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peteatro 05.06.2019, 16:46
22. Im Osten Pegida, im Westen Ultras

Ja, die Sehnsucht nach der Erhaltung der regionalen Identität ist nicht nur in Ostdeutschland, sondern auch in Westdeutschland vorhanden. Union feiert den ehrlichen Aufstieg, Leipzig aber baut auf, baut auf. Und wird gehasst. Weil die total pragmatisch arbeiten, ohne Traditionstheater oder Orte, wo die "wahre Liebe" Fussballvereinen gehört und wahrscheinlich weniger denen, die von mir Liebe erwarten würden.
Leipzig ist seit über 600 Jahren eine Stadt der Krämerseelen, war um 1910 die reichste Stadt Deutschlands und hat dann in der DDR-Zeit vieles an den Westen verloren. Nun wird zurückgeholt, was machbar ist. Das war früher in der Kleinstaaterei von Neid begleitet und ist es heute halt auch so. Kleines Paderborn, seit doch froh, wenn der Soli diesmal in irgendeiner Form vom Osten nach dem Westen geht.
Oder auch nicht... Viel Erfolg, Paderborn!

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Christoph 05.06.2019, 16:51
23.

Hier mal ein Artikel dazu, wieviel bei Brause schon getrickst wurde, um überhaupt eine Spielberechtigung zu bekommen:

https://www.zeit.de/sport/2017-09/rb-leipzig-champions-league

Der Vereinsname "RasenBall" mit der Abkürzung "RB", die selbstverständlich woanders direkt für Red Bull steht, ist nur eine davon.

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Nonvaio01 05.06.2019, 16:54
24. das problem waren die fans

Zitat von hansakicker
was 1990 mit dem Fußball in der ehemaligen DDR passiert ist. Die besten 10 oder 50 Spiler wurde von Westvereinen gekauft, damit hatte kaum ein Ostverein die Möglichkeit, sich im gesamtdeutschen Fußball langfristig zu etablieren. Während Clubs, angefangen mit Bayernund mit Unterschieden bis Freiburg jede Menge finanzkräftige Sponsoren hatten und haben (Bayern: Telekom, Adidas, Audi VW usw.) , war es für kein deutsches Unternehmen interessant, einen der tradidionellen und beliebten Ostclubs (Hansa, Magdeburg, Jena, Halle, Chemnitz, Zwickau) zu unterstützen. Da muss eine Österreicher kommen und dafür sorgen, dass endlich auch für die Fans aus Ostdeutschland dieses kein weißer Fleck mehr in der Bundesliga ist. Zugegeben, die machen das nicht uneigennützig, aber die machen das. Im Gegensatz zu anderen finanzstarken Vereinen haben sie keinen Spitzenspieler von anderen BuLi-Clubs (Timo Werner wollte von Stuttgart weg und hat sich angeboten) weggekauft, haben eine vorbildliche Nachwuchsabteilung, haben eine Gehalts-Obergrenze, werden in Leipzig von den Fans ( die bisher noch nie randaliert haben) toll angenommen, stützen sich vorwiegend auf junge, entwicklungsfähige Spieler und spielen einen tollen attraktiven Fußball. Also, liebe Wessis, gönnt uns auch etwas Freude am Fußball.
Hansa, Magdeburg, Jena, Halle, Chemnitz, Zwickau

Mit ausnahme von Hansa, konnte man solche Vereine mit einer solchen Fanscene nicht foerdern. Welcher Sponsor will denn jede woche in der Zeitung sein aus den falschen gruenden. Die haben keine fans, die haben schlaeger trups.

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Nonvaio01 05.06.2019, 16:56
25. so sehe ich das auch

Zitat von sh.stefan.heitmann
ür meine Begriffe gehören die Nord-/Süd-/West-/oder Ostkurven zu einem FußballEvent untrennbar dazu.... Schön für sie. Ich gucke Fussbal wegen der Spiele und Spieler. Ob da jetzt 5 oder 50000 Zuschauer im Stadion sind ist sowas von Scheiß egal!
ich will guten fussball sehen, spieler die einen pass uber 30 meter spielen koennen, Kreisklasse bolzen habe ich nun wirklich keine lust zu. Die Kurven sind mir auch egal, liegt wohl daran das ich kein alkohol trinke..;-)

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Nonvaio01 05.06.2019, 17:01
26. die mitglieder sind nicht der besitzter

Zitat von quietschbär
Die Kritik am Verein kommt (auch) von den Mitgliedern des Vereins, somit den "Besitzern". Also wer sich einen neuen Verein suchen sollte, wäre noch zu verhandeln
ein Verein hat keine besitzter, darum heisst es Verein. Es wird ein Vorstand gewaehlt der die entscheidungen trifft. Sollten dem Fan/Verins mitglied, diese entscheidungen nicht gefallen, kann er bei der naechsten wahl versuchen einen neuen vorstand zu waehlen oder selber kandidieren was das beste ist dann weiss er auch gleich wie sehr seine ansichten im Verein geteilt werden, oder er kann der Verein verlassen.

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fradu-koeln 05.06.2019, 17:04
27.

Das ist halt so der traditionsverhaftete Mief, der überhaupt nichts bringt. Leipzig ist einer der bestgeführten Bundesligaclubs. Die Paderborner sollten froh sein über die Kooperation. So lässt sich womöglich ein erneuter Absturz vermeiden. Nur die Plörre, für die RB wirbt, sollten die Paderborner nicht trinken ...

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themistokles 05.06.2019, 17:09
28.

Zitat von Sinderion
Nein, sind sie nicht. Ich sehe meinen Verein lieber in der zweiten Liga als in einer Liga mit Plastikvereinen wie RB, 1899 und Co. Die Art und Weise, mit Bergen von Geld Durchmärsche von Kreisklasse bis Bundesliga über den kleinstmöglichen Zeitraum durchzudrücken, ist wettbewerbsverzerrend. Das wird auch immer so sein und verjährt nicht einfach. Und genau deswegen sind diese Vereine auch so unsympathisch.
Ach kommen Sie... Die Spieler ihres Lieblingsvereins spielen aus reinem Eigennutz oder "fer umme" oder was? Der Profi- Fußball ist seit Jahrzehnten (!) eine durchorganisierte Veranstaltung mit Millionen von Sponsoren- und Unterstützungsgeldern (zB beim HSV). Was Leipzig und Hoffenheim gemacht haben, ist das Ganze organisatorisch (!) auf eine neue Stufe zu heben. Konsequente Jugend- und Talentförderung mit neu gebauten Fußballleistungszentren (beide Vereine sind ohne große Namen nach oben gekommen!), gut organisierten Strukturen und einem konsequenten Managament mit einem Plan, Aufbau einer Fankultur, etc. pp. Ja, viel Geld ist auch geflossen. Aber Geld alleine schießt keine Tore und formt vor allem noch keine Mannschaft.

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crunchy_frog 05.06.2019, 17:26
29.

Zitat von gratiola
Kein Club der 1. oder 2.Liga kann ohne Sponsoring überleben, auch Paderborn nicht. Geld was in den Fußball gesteckt wird fehlt oft genug den Firmen für normale Bezahlung der Mitarbeiter, siehe dazu auch G. Weber. Dortmund ist eine Aktiengesellschaft, Leverkusen eine Konzernmannschaft der Bayer AG i d ganz zu schweigen vom Bayer München Addidas/Audi Konzern.
Hier geht es aber nicht um sponsoring, sondern darum, daß es sich um eine reine Marketingabteilung handelt. Die einzigen "Mitglieder" sind (ich glaub) 17 Top Mananger des fraglichen Getränkeherstellers, jemand anders wird gar nicht aufgenommen.
Wär völlig okay, wenn die so Harlem-Globetrotter mässig Schauspiele veranstalten würden. Aber ihn Auftreten in der regulären Liga ist grotesk und wettbewerbsverzerrend. Ich würde meinen Club lieber in der vierten Liga sehen als eine hiervon Unterabteilung zu sein.

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