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Bundesliga-Experte Hamann: "De Bruyne ist keine 60 Millionen wert"
AFP

Wohin wechselt Kevin De Bruyne? Sein Transfer könnte Wolfsburg 60 Millionen Euro bringen. Völlig übertrieben, findet Dietmar Hamann. Der SPIEGEL-ONLINE-Experte glaubt nicht, dass der Belgier in München oder Manchester glücklich werden würde.

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axelmueller1976 25.08.2015, 08:42
90. Nr.62 Bayern hat Kroos absichtlich ziehen lassen

Zitat von gustavsche
der Wert eines Spieler ist es etwas anderes als sein Preis. Toni Kroos ging für 30 Millionen über den Tisch. Deswegen ist Kroos nicht schlechter als de Bruyne, nur weil sich Vereine in England finden, die 60 Millionen auf den Tisch legen wollen. Toni Kroos kann man mit einiger Berechtigung als echtes Schnäppchen bezeichnen. Wohl der beste Spieler der letzten WM, hervorragende athletische, technische und taktische Werte, zum Zeitpunkt des Transfers gerade einmal 24 Jahre alt.
weil sie Seine hohen Forderungen nicht erfüllen wollten.Einen De Bryune für 70 Mio zu kaufen da müßte Bayern verrückt sein. Sehen sie doch die letzten Spiele an. Nur weil Er ein gutes Jahr in Wolfsburg hatte und die Sport- Presse Ihn zu Spieler das Jahres machte ist Er doch keine 70 Mio wert. Er wurde doch nur Spieler des Jahres weil die Sport-Journalisten die Bayern nicht mögen. Lasst doch die Engländer Alles kaufen, deshalb werden sie trotzdem nicht Weltmeister.

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dhanz 25.08.2015, 08:46
91.

Zitat von conny1969
Ich kann mir ein Glas Cola in einem Restaurant für 3,- Euro kaufen und das gleiche Glas Cola für 60,- Euro in einem Restaurant in Monaco. Zahl ich den Mehrpreis in Monaco, weil die Cola mehr Wert ist oder weil die in Monaco keine armen Schlucker in ihren Restaurants wollen oder als Aufpreis für das Ambiente?
In Monaco ist die Cola mehr wert.

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dhanz 25.08.2015, 08:53
92.

Zitat von nn280
ein Fußballexperte? Bei diesen Machenschaften handelt es sich um eine widerliche Form von Menschenhandel und moderner Sklaverei.
Konnten Sklaven jemals ihren Einsatzort und ihr Gehalt bestimmen?

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Marlo 25.08.2015, 10:08
93.

Die PL ist nunmal die finanzstärkste Liga der Welt, mit 5 wirklichen Topvereinen,die alle den Titel gewinnen können. Dazu kommen noch andere gute Clubs wie Tottenham oder Everton. Jeder kann dort theoretisch jeden schlagen,was in der Bundesliga nicht so ist. Das macht die PL viel attraktiver als die Bundesliga. Super Stadien, mit wirklich tollen Fans,die nahe am Pitch sitzen und sehr loyal sind. Schwalben sind dort zb so unerwünscht, dass man sogar die eigenen Spieler auspfeifft, wenn diese versuchen auf die Art ein Foul zu bekommen. Dort zu spielen muss sich echt super anfühlen. Ich kann jeden Spieler vrstehen,der auf die Insel wechseln will. Geld ist sicher nicht der einzige Grund. PL und Primera Division werden in den nächsten Jahren den Fußball in Europa dominieren. Da bin ich mir ziemlich sicher. Das Hauptproblem der Bundesliga: Die Stärke der Bayern. Die spielen außer Konkurrenz, was ihnen auf die Champions League bezogen aber selbst schadet,da man keinen wirklichen Wettkampf hat, so wie ihn Barcelona mit Real und nun auch Atletico hat. Zudem mit Valencia und Sevilla 2 weitete Topteams dabei sind. In England ist das noch extremer. Wen hat denn die Bundesliga? Bayern. Vlt kommt der BvB ja wieder zu alter Stärke,aber dann? Schalke, Wolfsburg , Gladbach und Bayer sind intrnational zu schwach. Wenn man das mal vergleicht: Schalke vs Liverpool ? Leverkusen vs Arsenal? Gladbach vs Sevilla? Wolfsburg vs Chelsea? Oder auch andere Konstellationen. Rein theoretisch zb Stoke vs Mainz oder Newcastle vs Augsburg oder Everton vs Hoffenheim. Diese Duelle würden wohl alle an die PL Clubs gehen. Das zeigt,dass die PL von oben bis unten stärker besetzt ist als die Bundesliga und somit auch um einiges attraktiver. Bei der Primera Division wäre es ähnlich. Fazit: Die Bundesliga muss dringend was tun,um sich nicht dauerhaft abhängen zu lassen.

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WeisserEuro 25.08.2015, 10:17
94.

Zitat von bratwurst007
Sie tun sich nun schon länger als Anhänger des grenzenlosen Wachstums hervor. Es wird dabei eben nur nicht richtiger. Denn das Problem ist nicht der Markt als solcher, sondern dessen Überhitzung. Die Gelder, die der Fußall momentan generiert, sind nur durch zwei Dinge haltbar: Grenzenlosen Zuschauerzuwachs ODER gedehntes Finanzgebaren. Und die Grenzenlosigkeit scheint mir doch eher utopisch. Daraus folgt: Der Fußball buddelt fleißig an dem Loch in das er fallen wird. Und nein: DIESE Form der monetären Bedrohung gab es für diese Sportart bisher noch nicht.
Ich frage mich bei diesen Thesen immer in welches Loch der Fussball fallen sollte.

Das ist ähnlich der Finanzkrise... es mag ein paar, wenn auch kleinere erwischt haben, aber im Großen und Ganzen hat es dem Wohlstand und der Überlebensfähigkeit der Menschen nicht groß geschadet.

Die Schere der sozialen Ungleichheit ist ein anderes Thema, aber rein materiell geht es dem Großteil, auch den Ärmeren nicht unbedingt schlechter.

Das Gleiche gilt für den Fussball in ähnlicher Form. Das "Loch" würde wohl daraus bestehn, das die ganze Blase wieder auf ein geringeres Maß einpegeln würde, ich glaube allerdings nicht, in einen Rückschlag auf das Niveau der 1980/90/2000 er Jahre. Schon in punkto Stadienkomfort, Sicherheit usw.. Zumindest bei den besser wirtschaftenden Vereinen (welche einige in der Buli vorhanden sind). Natürlich gibt es auch Negativbeispiele, wie z.b. Italien, deren Abschwung nicht durch nachhaltiges wirtschaften abgefedert wurde, und die nun mit einer maroden Infrastruktur darstehen.

Zu Kevin de Bruyne... Wenn ein Verein diese Summe bezahlen möchte, sollte Wolfsburg ihn verkaufen. Gerade auf dem Niveau auf dem die Wolfsburger Mannschaft Qualitätiv ist, könnte man mit diesem Geld, auch wenn es Risiko bedeutet, die Qualität in der Spitze verbreitern.

Das Gejammer über diese exorbitanten Summen die nun die ganze Premier Leauge beherrschen, und das diese die Bundesliga schwächen kann ich in Bezug auf die Wettbewerbsfähigkeit nicht ganz nachvollziehen.

Sicherlich haben die Vereine in England einen Vorteil, aber wohin fließt denn das Geld unter anderem? Natürlich auch in die Bundesliga, die bekannt dafür ist, eine gute Talentförderung zu haben und immer wieder gute Spieler hervorbringt. Im übrigen mit ein Verdienst des demletzt verstorbenen Mayer-Vorfelder.

Das Geld verschwindet natürlich auch in den Taschen der Berater und der Spieler, aber es verschwindet doch nicht. Gute Nachwuchsförderung wird sich weiterhin auszahlen (im übrigen auch in Bezug auf die N11). Wenn dies jetzt noch Hand in Hand mit gesundem wirtschaftlichen Handeln und Sachverstand einhergeht, so sehe ich auch im internationalen Vergleich, die Bundesliga nicht im Hintertreffen, sondern auf hohem Niveau mit sehr eigener Identität (und ich mache Identität nicht an Geld fest, egal ob an viel oder wenig Geld, da man mit oder ohne Geld Identitäten erstellen kann, Philosophien entwickeln kann, Strukturen schaffen kann).

Das Ganze ist ähnlich der Streitereien um die Traditionalisten und Retortenbefürwortern. Es ist schlicht jammern auf hohem Niveau.

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restauradores 25.08.2015, 10:36
95. Falsche Aussage!

Wer ist überhaupt so viel oder mehr Wert?
Oder ab wann geht es nicht mehr um den Talentwert sondern nur noch um ein Geschäft? Ab 1, 2, 3, ... Millionen?
Und jetzt bitte nicht Marktwirtschaft mit Angebot und Nachfrage ;-)

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jensen12345 25.08.2015, 11:03
96. Man sollte es immer in der Relation sehen.

Wenn ein Verein für einen Spieler wie Schürrle, der seit Jahren in seinen Vereinen (von wenigen Ausnahmen abgesehen) schlechte Leistungen gebracht hat, 32 Mio zahlt, dann sind wohl selbst noch 80 Mio für einen De Bruyne zu wenig. Ein De Bruyne, der eine überragende Saison gespielt hat und dessen Potential Weltklasse ist.

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gegenpressing 25.08.2015, 11:51
97.

Zitat von MoeWHV
Der Herr Hamann hat keine Ahnung von Marktmechanismen: Der Wert einer Sache ist immer der, den Käufer auf dem Markt bereit sind zu zahlen. Daher kommt die Bezeichnung "Marktpreis". Wenn also jemand 60 Millionen für ihn zu zahlen bereit ist, dann ist er genau das wert. Mein Haus ist ja auch nicht weniger wert nur weil andere, weniger gut verdienende Personen, nicht so viel dafür zahlen würden wie ich. Wenn also englische Clubs mehr Einnahmen haben als deutsche Vereine und daher mehr bieten können, dann steigt trotzdem der Marktwert entsprechender Spieler. Das die gehandelten Summen jenseits der Vernunft sind ist eine andere Sache, das sind in meinen Augen aber bereits Zahlungen über 10 Millionen und Gehälter über einer pro Jahr. Was ich aber für angemessen halte und was real nun einmal gezahlt wird sind 2 Paar Schuhe, der Wert misst sich trotzdem daran was gezahlt wird.
Ähm, eigentlich hat Herr Hamann genau das gesagt. Den Preis bildet der Markt. Und der ist eben deshalb so hoch, weil so viel Geld da ist.
Mit Wert meint Herr Hamann wohl eher den sportlichen Wert und eigentlich sind ja sogar Sie hier skeptisch. Herr Hamann meint wohl eher, dass man mit 60 Mio sportlich auch bessere Spieler kaufen kann, bzw. das andere Vereine nicht so viel für bessere oder gleich gute Spieler investieren - siehe Real für Toni Kroos.

Manchmal lohnt es sich, auch mehr als die Überschrift zu lesen.

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simplythebeast 25.08.2015, 13:17
98. Lehrjahre sind keine Herrenjahre

Kevin hat also Geldsorgen. Er hat wohl Angst, nicht das Optimum (aus sich) rauszuholen. Also dann, ab nach Manchester! Sch(m)eißt ihn mit Geld zu!

Hoffentlich hören wir dann gar nichts mehr von ihm. Dankbarkeit gegenüber Allofs und vor allem Dieter Hecking ist da wohl nicht zu erwarten. In Wolfsburg konnte er groß aufspielen, da hatte er doch die Ruhe und Planungssicherheit, die er begehrt. Ein Jahr mehr in der niedersächsischen Provinz würden ihm sicher nicht schaden, auch wenn er dort seinen Gürtel etwas enger schnallen müsste.

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berndblech 25.08.2015, 13:30
99. Das ist selbst für SPON ein starkes Stück

Schlagzeilengenerierung mit der Brechstange. Was Hamann sagt, ist folgendes:
"Er ist ein talentierter Spieler, aber den Preis bilden nicht die Fähigkeiten De Bruynes, sondern der Markt. Die englischen Klubs verfügen dank gigantischer Fernsehgelder über enorme Möglichkeiten, Manchester City hat schon mehr als 60 Millionen für Raheem Sterling ausgegeben, englischer Nationalspieler zwar, aber immer noch ein Talent. Ich bin sicher: Wären die englischen Geldspeicher nicht so gefüllt, würden wir bei De Bruyne von 35 bis 40 Millionen Euro reden. 60 Millionen halte ich für völlig übertrieben."

Natürlich ist auch die Argumentation Hamanns haarsträubend, wenn er eingangs feststellt, dass der Markt die Preise bestimmt (richtig), die Fähigkeiten de Bruynes aber keine Rolle spielen (falsch: Angebot) und nur die vollen Geldspeicher der britischen Clubs zählen (teilw. richtig, da die Nachfrageseite über höhere Mittel verfügt). Ob und wie Hamann den Preis für angemessen hält, ist dabei völlig irrelevant, was er eingangs ja auch indirekt bestätigt - schließlich bestimmt das Spiel aus Angebot und Nachfrage den Preis und wenn ein Club 60 Mio für de Bruyne zahlt, IST er diese schlichtweg wert.
Dennoch macht SPON daraus eine mehr als grenzwertige Schlagzeile, da Hamann den Konjunktiv verwendet. WÄREN die britischen Clubs nicht so reich, WÜRDEN wir über 35 - 40 Mio. sprechen.

Viel wichtiger ist ohnehin die Frage, wie die Bundesliga damit umgeht. Mein Verein Werder Bremen z. B. wird trotz all der Anstrengungen in den nächsten 5 - 10 Jahren mit einer ca. 80 %igen Wahrscheinlichkeit in der Versenkung verschwinden, da ganz einfachdie Mittel fehlen. Das gleiche könnte der Bundesliga auch blühen, wenn man sie mit der Premier League vergleicht. Geld schießt zwar nicht sofort Tore, aber wenn man 5 - 10 Jahre Phantasiebudgets zur Verfügung hat, rentiert sich das irgendwann doch. Der VfL Wolfsburg ist das beste Beispiel.

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