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BVB nach Champions-League-Spiel: "Wir wurden wie Tiere behandelt, nicht wie Menschen"
Bongarts/Getty Images

Der Ärger bei den Spielern von Borussia Dortmund darüber, dass sie schon einen Tag nach dem Sprengstoffanschlag wieder spielen mussten, war groß. Trainer Tuchel kritisierte die Uefa heftig.

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Michael 1234567 13.04.2017, 08:43
100. Stars angekommmen im Real Life!?

Der Satz: "Wir würden wie Tiere behandelt", ist eigenartig, denn Tiere sollten nicht schlechter wie Menschen behandelt werden, Sie fühlen, denken und haben auch Schmerzen! Zum Thema: Der Vorfall war für die Spieler und Fans schlimm, vielleicht haben das einige verständlicherweise noch nicht verarbeitet, generell leben die Fussballstars auch in einer sehr behüteten Welt. Das reale Leben zeigte den Stars die hässliche Seite des Lebens, dafür sollten sie jetzt nicht alles und jeden verantwortlich machen. Nochmals der Vorfall ist absolut schlimm gewesen, genauso schlimm wie unser ganzen System, welches nur auf funktionieren aufgebaut ist. Aus meiner Sicht hätte der ganze Fußball ein Zeichen setzen müssen - und eine Woche pausieren sollen um gegen Terror und Gewalt zu demonstrieren!

Den Spielern wünsche ich, dass Sie sich wieder fangen, als Menschen werden sie an dem Geschehen wachsen.

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Zauberhexe 13.04.2017, 08:48
101. Und bei einem Sieg?

Ich frage mich, ob dies auch Meinung der Spieler gewesen wäre, wenn sie das Spiel gewonnen hätten. - Alle Statements, die mir bekannt sind, erfolgten NACH dem Spiel.

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a.meyer79 13.04.2017, 08:49
102. Hätte Dortmund gewonnen...

wären die Aussagen anders gewesen.

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wahrscheinlichwahr3 13.04.2017, 08:50
103. Widerlich

Ich sag nur: Wenn einem eine Gewalttat jeglicher Art nicht selber, persönlich betriftt, dann lässt sich immer gut reden. Diese Tat war eine Gewalttat einer größeren Dimension, ein Terroranschlag - gezielt und hinterhältig. 22 h danach kann bestimmt keiner, der in diesem Bus saß, die volle Leistung abrufen, weil man damit einfach psychisch nicht in Windeseile fertig wird. Deshalb verstehe ich hier viele Foristen nicht, die Uefa nicht und die BVB Vereinsführung nicht. Keiner von denen saß wahrscheinlich mit im Bus. Keiner von denenhat sich wahrscheinlich ernsthaft mit denen, die im Bus saßen, auseinander gesetzt. Das sind alles nämlich Profis, jammert doch nicht wegen so einer Knallbüchse. Von weitem, in der Ferne, auf der Couch, wo auch immer lässt sich immer leicht auf großen, vor nichts Angst habenden, heroischen Mann machen. Tja.

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ray05 13.04.2017, 08:53
104.

"Ich habe gerade in der Kabine an die Mannschaft appelliert, der Gesellschaft zu zeigen, dass wir vor dem Terror nicht einknicken", wurde Watzke zitiert, "wir spielen heute nicht nur für uns. Wir spielen für alle. Egal ob Borusse, Bayer oder Schalker."

Sicher gut gemeint vom Watzke, aber derartige Appelle sind absolut kontraproduktiv in einer Situation, in der sich Menschen darüber klarzuwerden versuchen, dass sie dem Tod gerade nochmal von der Schippe gesprungen sind und darüber notwendigerweise miteinander sprechen. Man muss als Vorgesetzter auch einfach mal das Maul halten können. Angemessenerweise.

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Dorabella 13.04.2017, 08:54
105. Die Bosse

entscheiden, wo es lang geht. Der UEFA sind die jeweiligen Vereine egal, sie sieht in diesen lediglich Gelddruckmaschinen.
Anders sieht es aus bei der Chefetage des BVB. Sie ist zwae näher an der Mannschaft "dran", aber es spielen Interessen eine wesentliche Rolle, die auch mit Börsennotierung u.ä. zu tun haben könnten.
Am Ende des Tages aber bleibt festzustellen, dass kühle alte Männer entschieden haben, denen die psychische Belastung junger Männer am Hütchen vorbei ging und geht. Vor diesem Hintergrund beginne ich Aubas Maskengedöns mehr und mehr zu schätzen, denn er tanzt den Alten auf der Nase herum und führt sie spielerisch vor. Auch wenn es nichts ändert.
Für die Mannschaft und ihren jungen Trainer dürften die kommenden Wochen sehr schwer werden, denn sie tragen nun etwas mit sich herum, das Wunden hinterlassen hat, die sich nur peu à peu schließen werden.

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siebensieben 13.04.2017, 08:54
106.

So ticken die Chefetagen der Ligen, die Spieler mögen sich zu recht beschweren. Andererseits nehmen sie gerne die satten Gehälter, dicken Autos und Luxushotels. Das ist halt die Kehrseite.

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schwerpunkt 13.04.2017, 08:54
107. Doppelherz

Zwei Herzen schlagen da in meiner Brust.

Zum Einen kann ich sehr gut nachvollziehen, wie schwer es sein muss, kaum 24 Stunden nach einem Anschlag auf das eigene Leben wieder derart funktionieren zu müssen. Wobei sich das "funktionieren" noch viel mehr auf das "in der Öffentlichkeit stehen" bezieht, als auf das eigentliche Fußballspielen.
Zum anderen ist der frühe Termin wohl tatsächlich seitens der UEFA dem Kommerz und dem Zeitplan geschuldet, als irgend einer politischen Aussage im Sinne von "wir lassen uns nicht vom Terror unter kriegen". Auch wenn sie viel Geld verdienen, sind diese jungen Menschen wohl mit so einer Situation tatsächlich überfordert. Damit meine ich hinsichtlich einer angemessenen Reaktion auf das erlebte, weniger wegen dem verarbeiten des Anschlages (mit so etwas wäre wohl jeder von uns überfordert).

Andererseits ist dieses frühe Spielen wohl tatsächlich mit das Beste was den Spielern passieren kann. Somit wird kaum Zeit gelassen um sich in einer neuen Situation wieder zu finden (und somit tatsächlich traumatisiert zu werden), sondern schnell wieder das gewohnte Leben zu spüren. Und dies haben die Jungs gestern hervorragend gemacht. 2:3 verloren? Egal! Ihr habt spätestens in der zweiten Halbzeit Euren Focus wieder gefunden und dagegen gehalten. DAS ist das reale Leben, nicht die Terrorangst.
Danke an alle Fans des BVB und von Monaco für die tollen Gesten vorgestern und den Zusammenhalt mit der Mannschaft. Das kann mehr Therapie sein als jede Einzelsitzung.

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egoneiermann 13.04.2017, 08:57
108.

Zitat von liverbird
... jetzt wissen die Spieler wenigstens wie ihre Chefetage tickt und dass es dieser wurscht ist, wie sie sich fühlen. Da merkt man es ganz genau. Fußballvereine sind Wirtschaftsunternehmen und da haben die Angestellten zu funktionieren.
Unsinn, die Spieler sind hochbezahlte Unterhalter und da müssen Sie wissen, dass ihr Beruf auch in Extremsituationen Vorrang hat. Auch als Musiker oder Schauspieler können die nicht einfach die Memme machen, das Publikum will bedient werden.

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jan07 13.04.2017, 08:57
109. Eine Nummer kleiner...

Wie Tiere? Na ja, vielleicht von den Attentätern. Aber sonst? Kann es nicht eine Nummer kleiner sein?

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