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BVB nach Champions-League-Spiel: "Wir wurden wie Tiere behandelt, nicht wie Menschen"
Bongarts/Getty Images

Der Ärger bei den Spielern von Borussia Dortmund darüber, dass sie schon einen Tag nach dem Sprengstoffanschlag wieder spielen mussten, war groß. Trainer Tuchel kritisierte die Uefa heftig.

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bammy 13.04.2017, 09:27
140.

Ich denke, man sollte in so einer Situation generell zum Schutz der Spieler ein Spielverbot für die betroffene Mannschaft von einigen Tagen in die Statuten der jeweiligen Verbände aufnehmen.
Ich denke, das hier bei den Verantwortlichen nicht nachgedacht wurde und auch die Spieler, sowie Trainer nicht abschätzen konnten, wie sie sich 24h später fühlen werden.

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bammy 13.04.2017, 09:30
141.

Zitat von espet3
Wenn ich einen Unfall mit der Familie erlebe und einer hat sich an der Hand verletzt, muss ich am anderen Tag auch im Büro erscheinen. Hätte der BVB gewonnen, würde alle Welt die Charakterstärke der Spieler hervorheben und kein Mensch schriebe von einer Beeinträchtigung. So muss eben die Niederlage auf andere Art erklärt werden.
Das war aber kein Unfall und Spieler sind auch mit Bandagen und Tapes auf den Platz gegangen.
Hier geht es um die Psyche.
Im Profisport muß man sich konzentrieren können. Was nach so einem Erlebnis schwer fallen dürfte.

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oil-peak-fan 13.04.2017, 09:32
142. Der Ball ist rau.

Bis vor dem Anschlag hielt ich zumindest Rauball für einen fähigen, um Ruhe und Ausgleich stets bemühten Präsidenten meines bevorzugten Vereins. Nun aber würde ich nicht mal kondolieren, wenn er dereinst ablebt. Die Mannschaft hat m.E. trotz der schmerzlichen Umstände und des starken Gegners ein höchst ansehnliches Spiel hinbekommen.

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dedude 13.04.2017, 09:32
143. Fußball ist Business

... und das wissen die Herren Spieler genau, wenns um die Gehälter geht. Der Werbewert bestimmt das Salär dieses bedeutet in Ausnahmefällen neben der körperlichen diese mentale Leistung.

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ray05 13.04.2017, 09:33
144.

Zitat von schwerpunkt
[...] Andererseits ist dieses frühe Spielen wohl tatsächlich mit das Beste was den Spielern passieren kann. Somit wird kaum Zeit gelassen um sich in einer neuen Situation wieder zu finden (und somit tatsächlich traumatisiert zu werden), sondern schnell wieder das gewohnte Leben zu spüren. [...]
Das ist richtig. Die Frage ist nur, wie man die Betroffenen in der Zwischenzeit anspricht. Ich kann mich als Vereinschef nicht vor die Mikrofone stellen und kaltschnäuzig sagen: hey, das sind Profis, die stecken das weg. Solche dummen Sprüche rufen bei den Betroffenen, die versuchen, eine Grenzerfahrung zu verarbeiten, nichts anderes hervor als Kopfschütteln, wenn nicht Verbitterung.

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stevie76 13.04.2017, 09:33
145. warum

Zitat von chilluminata
Die meisten von uns sind Laien, was Psychologie angeht. Dennoch sagt der gesunde Menschenverstand, daß ein Profisport 1 Tag nach überlebter Bombenattacke nicht möglich sein kann. Ich bin 100% überzeugt, daß alle Psychotherapeuten und Psychiater in Deutschland ob der Vorgehensweise den Kopf schütteln. Ich verstehe Tuchels Erklärung nicht als Scheinargument für die Niederlage (wie oben von irgendeinem empathielosen Hobbypsychologen behauptet). Das, was er sagte, war extrem authentisch und nachvollziehbar. Einfach mal versuchen sich in andere hinein zu versetzen. Dann klappt es auch wieder mit der Empathie!
weigert er (tuchel) sich dann nicht sein team aufs feld zu schicken?

es gab früher ja durchaus den einen oder anderen, der vor solchen attentaten gewarnt hatte. das war dann ein besorgter bürger mit diffusen ängsten oder so ähnlich. man sagte uns das leben geht weiter, vom terror nicht beeinflussen lassen und weiter spass haben. also, haben wir alle weiter spass!

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weinstock111 13.04.2017, 09:36
146. Zeitgeist

Diese mafiösen Verbände wie UEFA ; FIFA oder DFB sind doch seit Jahrzehnten von Korruption und Grössenwahnsinn sowie grenzenloser Gier geprägt. Hin und wieder ermittelt auch mal ein Staatsanwalt gegen diese Strukturen des Gangstertums. Den Sumpf kann man nur trockenlegen wenn man alle Köpfe die sich dort eingenistet haben rigoros austauscht.

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team_frusciante 13.04.2017, 09:37
147.

Zitat von bammy
Ich denke, man sollte in so einer Situation generell zum Schutz der Spieler ein Spielverbot für die betroffene Mannschaft von einigen Tagen in die Statuten der jeweiligen Verbände aufnehmen. Ich denke, das hier bei den Verantwortlichen nicht nachgedacht wurde und auch die Spieler, sowie Trainer nicht abschätzen konnten, wie sie sich 24h später fühlen werden.
"Generell" lässt sich hier gar nichts festlegen. Wie wollen Sie im Vornherein bestimmen, für welche Ereignisse dieser Passus greift?

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sponcon 13.04.2017, 09:38
148. Wie soll man an die Sache herangehen?

Es ist ohne Zweifel ein Ereignis, welches anders mental "einschlägt", als ein Anschlag außerhalb von Dortmund. Gott sei Dank gab es keine Toten.
Wie wirkt aber ein mentaler Einschlag bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus? Einer hat gezündelt und acht Familien haben alles verloren. Eine Meldung in der Zeitung, danke nächstes Thema.
Mir missfällt diese "Betroffenheitskultur".

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peter.hummler 13.04.2017, 09:39
149.

Zitat von PeterPaulPius
Sie können weder lesen, noch haben Sie offensichtlich die Übertragung des Spiels gesehen. Ich habe geschrieben, dass Tuchel bereits vor dem Spiel Kritik geübt hat. Und sie machen daraus ein "nach dem Spiel". Unglaublich. Im Übrigen haben weder die Spieler noch der Trainer den Anschlag als Ausrede für das Spielergebnis benutzt. Sie alle hatten erstmalig nach dem Spiel Kontakt mit den Medien und haben geschildert, wie sie sich fühlen. Ich weiß gar nicht, wieso hier einige meinen, da etwas hinein interpretieren zu müssen. Das sind zwei völlig unterschiedliche Ereignisse, Anschlag und Spiel.
Ich denke eher sie können nicht lesen ! Auf ihren Beitrag, das Herr Tuchel schon Kritik VOR dem Spiel äusserte schrieb ich :: >>>Das ist doch keine Kritik , wenn man seine Aussagen nach dem Spiel hört ! Dann hätte er es auch gleich so sagen sollen, nachdem er über die neue Spielansetzung informiert wurde ,,,

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