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BVB nach Champions-League-Spiel: "Wir wurden wie Tiere behandelt, nicht wie Menschen"
Bongarts/Getty Images

Der Ärger bei den Spielern von Borussia Dortmund darüber, dass sie schon einen Tag nach dem Sprengstoffanschlag wieder spielen mussten, war groß. Trainer Tuchel kritisierte die Uefa heftig.

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peter.hummler 13.04.2017, 07:49
50. So traurig das ist ...

Aber ich verstehe jetzt Tuchel mit seiner Kritik nicht ganz ? Am Abend nach dem Anschlag , waren doch auch die BVB Verantwortlichen einverstanden das Spiel am nächsten Tag aus Termingründen zu spielen ! . Hier sprach man dann u.a davon, das man sich vom Terrorismus nicht in die Knie zwingen lassen wird usw.... Nun hat man verloren und plötzlich ist die UEFA schuld ! Warum hat der BVB nicht gleich am Dienstagbend massiv gegen die Spielansetzung am MIttwoch protestiert ? So schlimm das für den BVB war und sie allen Respekt und Mitgefühl verdienen, aber solch eine Haltung nach dem nun verlorenen Spiel ist auch nicht gerade klug !

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retterdernation 13.04.2017, 07:53
51. Ein Zeichen gegen den Terror ...

wäre es gewesen - den kompletten CL-Spieltag abzusagen. Nach dem Motto - mit uns nicht - Brot und Spiele sind in Zeichen ständiger Anschläge das falsche Signal, denn die augenblickliche Situation in der Sicherheitslage ist unerträglich aus dem Ruder gelaufen. Seit Köln ist das medial immer herunter gespielt worden. Alles Einzelfälle irgendwelcher Psychopathen heißt es. Wie dumm muss man eigentlich sein, wie blind dazu - um im vorrauseilenden Gehorsam immer wieder das gleiche Schema zu bedienen und der Politik damit immer wieder aufs neue Bestätigen - Terror ist normal geworden - und Ihr lasst Euch diese Einstellung gefallen. Traumatisierte Jungs habe ich da gestern auf dem Platz gesehen. Endlich haben die Opfer ein Gesicht - was man nicht unter den Tisch fallen lassen kann ...

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Rosa3000 13.04.2017, 07:53
52. Hätten nein sagen können

Natürlich war der Termin unüberlegt. Aber Verein und oder die Spieler hätten nein sagen können. Im Zweifel wär das dann mit 0:3 gewertet worden.
Klar, Geldfrage

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hockeyer12 13.04.2017, 07:53
53. Gerade in HZ 1

hat man gemerkt, das der BvB das natürlich noch nicht verarbeitete hatte. Und zu einigen Kommentare auf dieser Seite...ich wünsche ja keinem was schlechtes und ich bin auch kein Dortmund Fan ... aber manchen hier wünsche ich dann doch, das sie vielleicht auch mal in so eine Situation geraten. Mal schauen ob Sie dann auch noch so reagieren....

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uli.t 13.04.2017, 07:54
54. show must go on

In den siebziger Jahren gab es einmal einen Großbrand in einem Hotel bei Eindhoven, in dem der Hallesche FC untergebracht war. Am nächsten Tag war das UEFA-Cup-Rückspiel beim PSV angesetzt.
Es gab viele Todesopfer, ein Spieler des HFC darunter.

Niemand hat das Spiel verlegt. Der HFC ist einfach nicht angetreten. Es gab Wichtigeres.

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Plasmabruzzler 13.04.2017, 07:56
55.

Mich würde mal interessieren, wie die Eindrücke der Spieler vor dem Nachholspiel gewesen sind und auch die des Übungsleiters.
Ich kann mir vorstellen, dass die Reaktion nach dem Spiel bei einem Sieg eine andere gewesen wäre.
Und falls vor dem Spiel die Protagonisten nicht in der Lage gewesen wären, ihren Beruf auszuüben, hätten sie sich einfach weigern können oder zumindest hätte Tuchel dies merken müssen und einschreiten. Oder gab es überhaupt keine Gespräche von Übungsleiter und Vereinsspitze? Dann sollte man mal die Workflows in jenem Vereinsgeschehen überprüfen.
Insgesamt wäre ein bisschen mehr Information nicht schlecht.

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Leibdschor 13.04.2017, 07:57
56. Wen wunderts...

Vielleicht merkt nun auch der Letzte Traditionalist, das der heutige Fußball nichts mehr mit Vereinswesen zu tun hat, wie gerne behauptet. Es ist ein Geschäft- und Marketingbetrieb der wie eine Firma funtkioniert und das spielen persönliche Emotionen keine Rolle. In einer Firma geht es auch den nächsten Tag wieder weiter, als wäre nichts geschehen. Der Rubel muss rollen. Watzke und Co. hätten ja als "Vereinsvorsitzende" dagegen intervenieren können, haben sie aber nicht. Auch für sie spielt die Kohle die entscheidende Rolle. Die Spieler sind Angestellte und haben somit zu spielen, "Basta!". Hinterher sich jetzt aufzuregen ist scheinheilig. Hätten Tuchel und seine Kicker einen "Ar*** in der Hose" gehabt, hätten sie nicht gespielt wenn es ihnen nicht danach war. Es hätte wohl jeder vernünftige Mensch verstanden. Aber der Druck von UEFA und den "Vereinsvorsitzenden" war wohl zu groß. The game must go on!

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peter.hummler 13.04.2017, 07:57
57.

Zitat von donzdorfer
Ich finde das ganze unerträglich , die UEFA hat mal wieder ihre hässliche Fratze zur schau gestellt. Es geht doch nur ums Geld , der Mensch spielt dabei keine Rolle mehr.
Bei der Entscheidung, das Spiel auf den Mittwoch zu verschieben und nicht ganz abzusagen , waren auch die BVB Vernatwortlichen beteiligt , das entscheidet nicht die UEFA alleine. Ausserdem habe ich nirgends von der Seite des BVB auch nur einen Protest vernommen als die Entscheidung stand, auch Herr Tuchel hat sich erst nach der Niederlage so zu dieser Sache gäussert und nicht vorher! Ich frage sie warum ? Wo blieb der Protest von Watzke ? .Man hat doch am Dienstagabend und Mittwochmorgen solche Sprüche vernommen , wie .....Wir lassen uns von solchen Anschlägen nicht in unserer Freiheit einschränken ------ Angst ist ein schlechter Ratgeber und das wollen die doch nur erreichen .... usw....... Also bitte, hier nicht schon wieder in eine Richtung urteilen und die UEFA zum Sündebbock stemplen und das dann gleich so agro wie sie das hier machen !

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dachhase 13.04.2017, 07:58
58. Kein einziger Satz

der Jungs würde in irgendeinem Medium gesendet oder geschrieben werden, wenn es den Konsumartikel Fußball nicht gäbe. Und nun ist ihnen im doppelten Sinne brutalst aufgezeigt worden, was es heißt, Luxusware zu sein. Läuft es, fahren sie Jahre lang ohne Führerschein durch die Gegend, verletzen Ausstatter Verträge usw. Kommt etwas dazwischen, was in Europa inzwischen wohl tausend Menschen mit deutlich härteren Konsequenzen ebenfalls widerfahren ist, dann kommt so ein Artikel dabei raus. Natürlich war es Wettbewerbsverzerrung . Der BVB hätte den Antritt verweigern können, die Spielwertung von 0:3 hinnehmen sollen. Das wäre verantwortungsvoller Umgang mit den Angestellten gewesen und wohl jeder hätte es eingesehen, zumal der wichtigste Punkt, das geordnete Verlassen des Stadions am Dienstag eh erreicht war. Ich wage mal die Prognose, das kein einziger Vertrag aufgrund der Vorfälle aufgelöst wird. The show mußt go on- ich hoffe für die Jungs genauso wie für alle anderen Opfer dieser Welt, das sie das alles irgendwie verarbeiten.

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nichtmeckern 13.04.2017, 07:58
59. welche Alternative

Ja, das Spiel am nächsten Tag festzulegen war falsch. Aber wann nachholen? Da es zum Ende der Saison kaum spielfreie Tage gibt hätte man das Spiel nur komplett absagen können und 0:0 werten. Dann entscheidet alleine das Ergebnis in Monaco über das Weiterkommen. Wäre das für Dortmund besser gewesen? Aber der BVB mit seinen Fans hat in dieser Situation Stärke gezeigt und sich Respekt verdient.

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