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Cas-Entscheidung gegen Caster Semenya: Völlig vermessen
DPA

Der Leichtathletik-Weltverband will die Läuferin Caster Semenya zwingen, ihren Hormonspiegel zu manipulieren - und hat vor Gericht Recht bekommen. Dürfen jetzt Funktionäre entscheiden, wer eine Frau ist und wer nicht?

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der_anonyme_schreiber 01.05.2019, 19:55
1. Nix kapiert

Die Funktionäre entscheiden nicht wer eine Frau ist, sondern wer in der Klasse „ Frauen“ starten darf.
Nicht jeder, der sich als Frau fühlt darf da starten, sondern es gibt halt messbare Kriterien. Übrigens sogar noch relativ weite.

Ich mit meinen 100+ Kilo darf auch nicht bei den Leichtgewichts- Gewichthebern starten, obwohl mich das sehr deprimiert.
Die Diskriminierungskeule ist hier total daneben, meiner Meinung nach. Und bei den Gewichtheberinnen erst recht nicht.

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fanasy 01.05.2019, 19:55
2. Es ist unfassbar

Wenn sie biologisch eine Frau ist, dann sind sämtliche Diskussionen beendet. Der CAS macht sich lächerlich.

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geradsteller 01.05.2019, 19:56
3. Was sagt uns also der Vergleich?

Semenya soll Basketball spielen? Hmm, na gut.
Im Ernst, Verbände sind engstirnig: da schafft auch keine UEFA es, eine Challenge einzuführen, wie im Eishockey oder Football. Da krampft sogar die BL am Videobeweis. Manche Sportarten sind eben tolerant, andere ewiggestrig.

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AxelSchudak 01.05.2019, 19:58
4. Keine einfache Entscheidung

So einfach, wie der Kommentator es sich macht, ist der Fall nicht.
Entweder man benachteiligt diejenigen Frauen, die durch einen (zu) hohen Testosteronspiegel Vorteile haben, die gegenüber allen (nur) normalen Frauen sonst absolut unfair sind - oder man läßt sie zu und macht damit den Leistungssport für "normale" Frauen praktisch unattraktiv. Letztendlich benachteiligt die CAS mit ihrer Entscheidung weniger Menschen.
Letztendlich müsste man nun überlegen, ob genetische Auffälligkeiten auch in anderen Sportarten einen Deckel bekommen, oder in Kategorien aufgeteilt werden. In vielen Sportarten sind z.B. Gewichtsgrenzen bereits durchaus üblich. Es spricht z.B. auch nichts gegen separate Wettbewerbe im Laufen mit höheren Testosteronwerten.

Hier einfach die "Diskriminierungskarte" zu ziehen vereinfacht das Problem zu sehr.
Übrigens... snders als beim Basketball ist Laufen auch keine Mannschaftssportart, wo Größe auch noch häufig durch mangelnde Gelenkigkeit ausgeglichen wird. Der Vergleich hinkt also - wenn auch nur ein wenig.

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whitewisent 01.05.2019, 19:59
5.

"Es geht gar nicht um Fairness"

Stimmt, es geht um Geld aus Sponsoring und Wettkampf. Und vieleicht mal drüber nachdenken, ob nicht deren Verantwortliche zu Recht befürchten, dass sie für etwas bezahlen, was diesen Preis nicht wert ist, weil es keiner sehen will.

Die Lösung ist eigentlich recht einfach. Die üblichen Wettbewerbe sind für ALLE offen, egal welchen Alters, welches Geschlechts oder Hormonspiegels. Aber genauso wie bei Juniorenwettbewe Altersgrenzen für eine Selbstverständlichkeit gehalten werden, wie es bei Kampfsportarten Gewichtsklassen gibt, und bei Ruder nicht 2 Sportler gegen 8 antreten, muss es möglich sein, anhand leicht nachweisbarer biochemischer Kennzahlen das Übliche vom Außergewöhnlichen zu trennen.

Jeder, der sich für die Rechte dieser wenigen Sportlerinnen einsetzt sollte sich fragen lassen, wieviel "Fairness" er/sie im Leben anderen gegenüber gewährt. In der anderen Diskussion wird auf das Prozedere bei den Paralympics hingewiesen. Dort ist es völlig üblich, das Unterschiede durch Quotienten vergleichbar gemacht werden. Gibt zwar nicht so nette Siegerfotos direkt nach dem Einlauf, aber wer will da diese Muskelposerin nach einem Langstreckenlauf sehen, und glauben, das alles mit rechten Dingen geschah.

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jochenbergerhoff 01.05.2019, 20:00
6. Skandal ohne Gleichen

Jeder der an diesem Urteil mitgewirkt hat sollte nie mehr als Richter arbeiten dürfen. Es ist nicht mehr in Worte zu fassen, dass so etwas heutzutage noch möglich ist.
Werden jetzt Micheal Phelps alle Titel aberkannt, weil er so große Füße hat? Aubameyang sollte man verbieten schneller als Hummels laufen zu dürfen, wegen der Chancengleichheit!
Außerdem sollten Frauen mindestens „BH 85 d“ haben um am Weitsprung teilnehmen zu dürfen. Ist doch gemein dass Frauen mit großer Oberweite in der Leichtathletik kaum Chancen haben. Vielleicht wären dann auch die Einschaltquoten im TV bei Frauenwettbewerben höher als zuletzt.

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mussich 01.05.2019, 20:04
7. Stimmungsmache?

Hier bringt Spon doch so einige Dinge durcheinander. Es geht doch nicht um Gesinnung oder Sympathie mit der Läuferin. Keiner spricht ihr das Frausein ab. Sie könnte mit Laufen im Wettkampf mit anderen Frauen einfach aufhören und ihr Leben leben. Der Verband versucht aber eine gewisse Gerechtigkeit zu erreichen (übrigens auch im Behindertensport) und hat eine Entscheidung gefällt. In der Welt gibt es weitaus mehr vermeindliche Ungerechtigkeiten.

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weltverbesserer75 01.05.2019, 20:05
8. Gendergerechtigkeit

Männliche Richter und männliche Funktionäre entscheiden über die Karriere einer Frau. Und das im Jahre 2019. Diese Geschichte zeigt, wie ungerecht die Macht zwischen Männern und Frauen auch in unserer „aufgeklärten“ und „fortschrittlichen“ Gesellschaft noch immer verteilt ist.

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manicmecanic 01.05.2019, 20:05
9. Körperverletzung

ist dieses unsägliche Urteil.Unglaublich daß das Gericht auch noch zugibt daß es diskriminiert.Nimmt die Frau nun deshalb Medikamente geht sie das Risiko von welchen Nebenwirkungen auch immer ein.Ein Rechtsstaat ist mittlerweile überall sichtbar nicht mehr existent,wenn es denn jemals einen gab.

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