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Cas-Entscheidung gegen Caster Semenya: Völlig vermessen
DPA

Der Leichtathletik-Weltverband will die Läuferin Caster Semenya zwingen, ihren Hormonspiegel zu manipulieren - und hat vor Gericht Recht bekommen. Dürfen jetzt Funktionäre entscheiden, wer eine Frau ist und wer nicht?

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robeuten 01.05.2019, 22:51
100.

Zitat von jochenbergerhoff
Jeder der an diesem Urteil mitgewirkt hat sollte nie mehr als Richter arbeiten dürfen. Es ist nicht mehr in Worte zu fassen, dass so etwas heutzutage noch möglich ist. Werden jetzt Micheal Phelps alle Titel aberkannt, weil er so große Füße hat? Aubameyang sollte man verbieten schneller als Hummels laufen zu dürfen, wegen der Chancengleichheit! Außerdem sollten Frauen mindestens „BH 85 d“ haben um am Weitsprung teilnehmen zu dürfen. Ist doch gemein dass Frauen mit großer Oberweite in der Leichtathletik kaum Chancen haben. Vielleicht wären dann auch die Einschaltquoten im TV bei Frauenwettbewerben höher als zuletzt.
Michael Phelps startet bei den Männern - dort hat er besonders große Füsse, und das ist halt so. Er ist aber Mann, wenn auch einer, der unverschämt schnell schwimmt. Nach Ihrer Argumentation müßte aber MP auch bei den Frauen abräumen dürfen, wenn er sich plötzlich als solche deklariert - denn CS ist geschlechtschromosomal männlich, hat Hoden (Kryptorchismus; irgendwo muß ja das Testosteron herkommen) und KEINE weiblichen Geschlechtsorgane (Eierstöcke, Gebärmutter)... Natürlich kann man/frau behaupten, daß es "Geschlecht" nicht gibt; dann aber sollten bitte doch generell die Frauen- vs. Männerklassen abgeschafft werden - das wäre aber das Aus für professionellen Frauensport jenseits von rhythmischer Sportgymnastik, Dressurreiten und Schwebebalken - wollen wir das? (ehrliche Frage - mir als Macker recht egal...).

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robeuten 01.05.2019, 22:55
101.

Zitat von manicmecanic
ist dieses unsägliche Urteil.Unglaublich daß das Gericht auch noch zugibt daß es diskriminiert.Nimmt die Frau nun deshalb Medikamente geht sie das Risiko von welchen Nebenwirkungen auch immer ein.Ein Rechtsstaat ist mittlerweile überall sichtbar nicht mehr existent,wenn es denn jemals einen gab.
Das Risiko von "Nebenwirkungen" hat dieser Mensch ohnehin - in einem zivilisiertem Land würde man wenigstens den nachgewiesenen Kryptorchismus beseitigen, da Hoden im Unterbauch einem sehr hohen Entartungsrisiko ausgesetzt sind. Dieser Mensch war als Mann geplant, hat einen männlichen Geschlechtschromosomensatz (XY), Hoden, und NICHTS, was eine Frau bez. Geschlechtsorganen auszeichnet. Das "unsägliche Urteil" reflektiert die Realität, während vermeintliche Gutmeiner wie Sie es ganz entspannt in Kauf nehmen, daß dieser Mensch nach wenigen Jahren Ruhm erbärmlich krepieren wird, weil "man" jetzt aus Mann eine Frau macht - für Ruhm und Ehre des Vater(sic!)landes!!! Ja, das Gegenteil von "gut gemacht" ist "gut gemeint"!

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GerhardFeder 01.05.2019, 23:10
102. Was denn nun?

Seit Jahren wird dem Publikum erzählt:
"Geschlecht ist ein soziales Konstrukt".
Dann ist jede Differenzierung nach Geschlecht widersinnig.
Auch im Sport, in der Medizin, bei der Arbeit .....

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gatsue 01.05.2019, 23:40
103. Sport

ist kompetitiv und funktioniert nur mit klaren Regeln. Wenn Männer in Frauendisziplinen antreten können, dann wirds lustig, wie bei diesen Gewichtheberinnen bei denen ein sich als Frau definierender Mann gerade alle Weltrekorde bricht. Wer will so nen Mist noch shauen? Richtig, niemand. Also bischen Ehrlichkeit sollte noch bleiben, auch im Sport.

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tel33 02.05.2019, 00:02
104.

Zitat von Leo2019
Sie hat einen dreifach höheren Testosteron-Wert als üblich. Außerdem keine Gebärmutter und Eierstöcke. Dafür innenliegende Hoden. Also nicht klar biologisch eine frau.
Damit wäre diese Person ganz eindeutig biologisch ein Mann. Ob die Hoden innen liegen oder sonstwo, ist dabei vollkommen nebensächlich. Frauen haben keine Hoden! Falls es so ist, wäre diese ganze Diskussion absolut überflüssig.

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tel33 02.05.2019, 00:07
105.

Zitat von weltverbesserer75
Das zeigt, dass wir, was das große Thema Gender betrifft, leider noch nicht so fortschrittlich sind wie bei anderen Themen.
Es hat nichts mit fortschrittlich zu tun, wenn biologische Männer in Frauensportarten antreten, wo es offenkundig um den Vergleich körperlicher und damit geschlechtsspezifischer Kräfte geht. Das ist schlicht und ergreifend unfair.

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tel33 02.05.2019, 00:13
106.

Zitat von hwmueller
Inzwischen gibt es das Geschlecht: divers. Das ist zukunftsweisend und sollte ernst genommen werden.
Nein, der Mensch hat nicht plötzlich einen Evolutionssprung gemacht. Es gibt auch weiterhin kein Geschlecht 'divers', wenn es um biologische Fakten geht. Das offenbart dieser Fall nur allzu deutlich.

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Caresselle 02.05.2019, 00:15
107.

Diese Logik nach, müssten alle Athleten ihre Blutwerte messen lassen und dann werden enspechend Medikamente genommen bis alle die gleichen Werte haben. Sonst könnte jemand im Vor oder Nachteil sein. Das ist Irre. Jede Frau die die Pille genommen hat, weiß dass der Körper sich extrem verändern kann. Das kann sogar zu ein Leistungsabfall führen. Das ist dann Gerecht?

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tatra.b 02.05.2019, 00:25
108. Läufer mit Feder-Fussprothesen dürfen auch mit solchen ohne mitlaufen.

Wieso dreht man die Situation nicht um: Die akzeptierte Hormongrenze auf die Werte von Frau Caster Semenya heben und somit alle biologischen Frauen gleichstellen. Frau Caster Semenya ist gesund und macht reichlich Sport, was beweist, dass die heutige Hormongrenze falsch ist. Die Welt und deren Bewohner entwickeln sich immer weiter...

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schwaebischehausfrau 02.05.2019, 01:13
109. @vereinsmeier: Einfach mal anschauen...

Zitat von vereinsmeier
jeder, der den ein oder anderen Lauf gesehen hat, fragt sich doch schon, was dies für einen sportlichen Wert hat. Dies kann man zwar in Zeiten flächendeckend eingesetzten Dopings generell hinterfragen, aber hier läuft nunmal ein Mann mit mannhaft ausgeprägter Muskulatur gegen völlig unterlegene Frauen, die ja auch nicht gerade schmächtig, sondern voll austrainiert sind. Persönlich tut mir solch ein Schicksal leid, sportlich gesehen hat sie wie ich meine bei den Frauen nichts zu suchen. Und der im Artikel gezogene Vergleich zum Basketball hinkt mehr als erlaubt ist.
Es reicht, sich das letzte Olympische Finale über 800-Meter in Rio 2016 anzuschauen (Videos sind überall im Netz verfügbar) : Gold, Silber und Bronze gingen allesamt an trans-sexuelle Läufer*innen und man hatte bei den Bildern das Gefühl, dass da 3 Männer (ja auch eher in Männer-Sport-Dress angetreten) in ein Frauen-Rennen verirrt haben. Garantiert niemand, der mal selbst Leistungssport gemacht hat und sich das Video von diesem Rennen anschaut, wird dieses Urteil kritisieren. Und wenn sie 100 Leuten ein Foto von der Sieger-Ehrung dieses Olympia-Endlaufs, dann werden ihnen 100 Leute sagen, dass da 3 männliche Athleten auf dem Sieger-Podest stehen.
Und wenn Hr. Raecke meint "ob Funktionäre entscheiden dürfen, wer eine Frau ist und wer nicht? Hey, wieso nicht gleich jeden Athleten entscheiden lassen , ob er sich als Frau oder Mann fühlt - der Körper, in den jemand zufällig aus einer Laune der Natur heraus hineingeboren wird, muss dann ja überhaupt nicht mehr der Maßstab sein. Kein Joke - auch das wird schon gefordert.
Und nur zur Erinnerung an Hr. Raecke: Wir haben in vielen Sportarten auch unterschiedliche Gewichts-Klassen: Beim Ringen, Boxen, Gewichtheben, weil es nicht fair ist, ein 55 Kilo leichte Athletin im Gewichtheben gegen eine 130 Kilo schwere Athletin antreten zu lassen. Ist das Diskriminierung von Dicken? Wenn der Hormon-Spiegel in anderen Sportarten genauso große Leistungs-Unterschiede bewirkt wie das Gewicht , dann ist es nur konsequent, zu reagieren. Wahrscheinlich bleibt den Sportverbänden nichts anderes übrig.

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