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Cas-Entscheidung gegen Caster Semenya: Völlig vermessen
DPA

Der Leichtathletik-Weltverband will die Läuferin Caster Semenya zwingen, ihren Hormonspiegel zu manipulieren - und hat vor Gericht Recht bekommen. Dürfen jetzt Funktionäre entscheiden, wer eine Frau ist und wer nicht?

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Filou17 03.05.2019, 00:29
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Zitat von odapiel
Bisher ist doch noch nicht einmal gesichert, daß sie tatsächlich ein Kryptorchide ist. Das ist Spekulation, das IAAF hat sich bisher doch um die Veröffentlichung der angeblich 2009 in Australien festgestellten Ergebnisse gedrückt. Der damalige Wortlaut des IAAF - abseits der Spekulationen der Presse - spricht lediglich von "fehlenden Genitalien" und weder von einem einwandfreien XY Chromosom, noch von echtem Intersex. Alles was bisher wirklich veröffentlicht feststeht, ist, daß Semenya unter Hyperandrogynismus leidet. Und das ist nun eben gerade NICHT das Alleinstellungsmerkmal eines Mannes, oder eines Hermaphroditen, oder einer an Mosaizismus leidenden Person. Hyperandrogynismus kann durch eine Vielzahl an nicht leistungseinschränkenden Ursachen auch bei einer XX-Chromoson Frau ausgelöst werden: Nebennierenrindenstörungen und -tumore, Fehlen eines oder beider Eierstöcke, Fehlen der Gebärmutter. Und alle diese Organe können einfach "so" fehlen, ohne daß dies geschlechtsentscheidend ist.
Von der Regulation sind nur Intersexuelle betroffen die an deiner "46 XY DSD" leiden. XX-Frauen mit Hyperandrogenismus sind betrifft die Regulation also nicht. Da Caster Semenya von der Regel betroffen ist, ist also auch klar, dass sie XY Chromosomen besitzt.

https://www.tas-cas.org/fileadmin/user_upload/Media_Release_Semenya_ASA_IAAF_decision.pdf

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