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Cas-Entscheidung gegen Caster Semenya: Völlig vermessen
DPA

Der Leichtathletik-Weltverband will die Läuferin Caster Semenya zwingen, ihren Hormonspiegel zu manipulieren - und hat vor Gericht Recht bekommen. Dürfen jetzt Funktionäre entscheiden, wer eine Frau ist und wer nicht?

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deacon0815 01.05.2019, 20:10
20. Frauen mit niedrigem Testosteronwert

Dürfen Frauen mit auffällig niedrigem Testosteronspiegel dann auch legal dopen?
Was für eine lächerlich schlechte Entscheidung

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war:head 01.05.2019, 20:10
21. Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich

Unabhängig von der eigentlichen Meinung zu diesem Fall, ist es nicht gerade sinnvoll, eine Mannschaftssportart mit Individualsport gleichzusetzen.

Im Basketball kann ein Spieler einen Unterschied machen, aber er kann alleine nicht gewinnen. Es gibt viele Mittel und Wege, seinen Vorteil zu kontern.

Beim Laufen sieht das anders aus. Wenn da jemand genetisch bedingt 20% schneller läuft als alle Gegner, gewinnt der- oder diejenige.

Und dass jetzt natürlich wieder die Patriarchats-Keule ausgepackt wird, macht den Kommentar auch nicht unbedingt besser.

Ich kann beide Seite verstehen. Die Dame läuft und gewinnt gerne. Und wenn Mutter Natur ihr dazu einen kräftigen Vorteil mitgegeben hat, freut sie sich natürlich. Und niemand gesteht sich gerne ein, dass es nicht nur die eigene Leistung ist (von der sie zweifelsohne eine Menge erbringt), die einen als Sieger strahlen lässt.

Ich kann aber auch verstehen, dass Gegnerinnen, die schlicht keine Chance haben, egal wie viel sie trainieren, damit nicht einverstanden sind. Und verstehe auch, dass der CAS mit der Entscheidung ringt, wieviel Genetikvorteil zu viel ist.

Anscheinend ist der Autor zu dieser Differenzierung aber nicht in der Lage. Da müssen es wieder die weissen, alten Männer sein, die Frauen auf ihrem zugewiesenen Platz halten wollen.

Naja, wenn einem sonst nix mehr einfällt...

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ManeGarrincha 01.05.2019, 20:10
22. Äpfel und Bieber

Der Autor beweist einmal mehr, wie wenig rationales Denken bei ihm vorhanden ist. Körpergröße ist definitiv eine ander Form von Vorteil wie Geschlecht. Wenn es sich um Diskriminierung gegen Caster Semaya handeln sollte, wüsste ich nicht, wie man verhindern wollte, dass jeder geborene Mann, der echt oder vorgetäuscht sich als Frau „fühlt“, bei den weiblichen Wettbewerben starten darf.

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Actionscript 01.05.2019, 20:11
23. Die Regel sollte eigentlich einfach sein.

Solange der Testosteronspiegel nicht durch nachweisliche Medikamente (Doping) erhöht wurde, sollte es kein Sportverbot geben. Denn Doping ist verboten. Man kann nicht auf Biegen und Brechen die Testosteronwerte festsetzen und danach bestimmen, wer eine Frau und wer ein Mann ist. Da gibt es immer noch die körperlichen Unterschiede, und die sollten allein entscheidend sein. Hoffentlich hat die Berufung Erfolg.

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s_kluk 01.05.2019, 20:11
24. Fortsetzung

Allerdings kenne ich viele Männer, die ähnlich viel Trainieren und letztlich nicht viel Besser oder gar nicht besser werden als Caster Semanya. Das was der Spiegel hier als Kommentar ist daher schlicht ein Witz.

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zauberer2112 01.05.2019, 20:12
25. Mal ein Rennen von Semenya gesehen?

Da lief tatsächlich ein Kerl gegen Frauen, was soll das? Und das mit einem Basketballer zu vergleichen ist hanebüchen. Zu groß zu sein, ist beim Basketball kein Vorteil. Dazu gehört schon mehr. Und wenn sich keine "Klasse" für Semenya findet, sollte man eine für "ihresgleichen" aufmachen, angeblich gibt es doch angeblich alleine in Deutschland fast 100.000 "Betroffene", da werden sich doch weltweit genug auftreiben lassen, um Wettkämpfe stattfinden zu lassen.

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ichliebeeuchdochalle 01.05.2019, 20:12
26.

Greift der Verband nicht ein, starten in Kürze in der Frauen-Leichtathletik nur noch männliche Frauen in JEDER Disziplin. Darum geht es. Es kann nicht sein, daß die 1% genetischen Abweichler die gesamte Frauen-Leichtathletik ... 99% ... kapern.

Der Leichtathletik-Verband kann ja eigene Wettkämpfe für männliche Frauen ins Leben rufen.

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TS_Alien 01.05.2019, 20:12
27.

Auch bei zu großen oder zu kleinen Menschen kann nicht ausgeschlossen werden, dass dabei nachgeholfen worden ist. Mich überrascht es z.B., dass etliche Turner und Turnerinnen, die in ihrer Jugend bereits Erfolge haben, deutlich kleiner bleiben als der Durchschnitt. Die Größe reicht jedoch nicht. Man muss sehr viel können.

Die Dopingbehörden haben Grenzwerte festgelegt, die sinnvoll sind. Überschreitet ein Mensch diese Grenzwerte - ob künstlich oder natürlich - dann ist es sinnvoll, diese Menschen nicht an einem Wettkampf teilnehmen zu lassen.

Bei den Frauen sind die Strecken 400 m und 800 m voller Beispiele, auch bereits aus den 80er Jahren, in denen die Teilnehmer nicht mehr fraulich ausgesehen haben. Mit heutigen Tests würde man viele der Teilnehmer als Testosteron-gedopt überführen.

Ein Sportverband sollte immer die Entscheidung treffen dürfen, wer an seinen Veranstaltungen teilnehmen darf und wer nicht. Das hat mit Diskriminierung nichts zu tun, solange diese Entscheidung nachvollziehbar und durch Fakten gestützt ist.

Caster Semenya und andere haben sich mit Absicht die Disziplin ausgesucht, in der ihre unnatürlich hohen Blutwerte große Vorteile bringen. Ohne diese Vorteile wären sie weit weg von der Weltspitze.

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Thomas-2 01.05.2019, 20:13
28. Das ist kein Doping...

Es wäre schon wichtig, wenn Journalisten Begriffe wie Doping richtig verwenden würden...

Doping ist der Einsatz verbotener Methoden zur Leistungssteigerung.
Damit hat die Maßnahme nichts zu tun.

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freizeitsportlerin1234 01.05.2019, 20:13
29. Kommplizierter als gedacht

Die Thematik ist nun doch etwas komplizierter. Was macht Semenya zur Frau/zum Mann? Ein Chromosomentest liegt nicht vor, weibliche Geschlechtsorgane sind nicht vorhanden, männliche teilweise (aber innen liegend). Die Geburtsurkunde sagt "weiblich", Semenya und ihre Familie auch.
Ich habe mich etwas hereingelesen und finde es schwierig, eine faire Entscheidung zu treffen. A.) Sie hat gegenüber den anderen Frauen einen Wettbewerbsvorteil (außer anderen intersexuellen Frauen, siehe Podium Olympia 2016). Es wird für Frauen schwierig bzw. fast unmöglich, unter diesen Umständen einen fairen Wettbewerb auszutragen, es gibt Frauen- und Männerkategorien aus einem guten Grund. Weicht man diese auf, kann dies das Ende des Frauen-Leistungssports als Folge haben. B.) Semenya hat sich diese Situation nicht ausgesucht. Sie bezeichnet sich selbst als Frau, hat immer im Frauensport an Wettkämpfen teilgenommen. Mit ihren Werten kann sie bei den Männern nicht mithalten und wahrscheinlich würde sie auch nicht bei den Männern mitmachen wollen. Es gibt aber noch keine dritte Kategorie für intersexuelle Sportler.
Ich finde keine vernünftige Lösung in dem Fall. Bei transsexuellen Sportlern habe ich eine andere Meinung, da sie sich ja meist biologisch klar einem Geschlecht zuordnen lassen.
Ich glaube, dieses Urteil soll dazu dienen, den Frauensport zu schützen, gleichzeitig kann es auf individueller Ebene diskriminierend wirken. Aber im Sport geht es eben auch um viel Geld und der ein oder andere mittelmäßige Mann könnte sich in Zukunft in Frauenwettbewerbe einschleichen, wenn es keine Regeln diesbezüglich gibt.

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