Forum: Sport
Cas-Entscheidung gegen Caster Semenya: Völlig vermessen
DPA

Der Leichtathletik-Weltverband will die Läuferin Caster Semenya zwingen, ihren Hormonspiegel zu manipulieren - und hat vor Gericht Recht bekommen. Dürfen jetzt Funktionäre entscheiden, wer eine Frau ist und wer nicht?

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b1964 01.05.2019, 20:25
40. Die PC stößt an ihre Grenzen

Hier geht es um Sport. Da gilt die Fainess. Alle sollen die gleichen unmanipulierten Voraussetzungen haben. Männer und Frauen haben bei den meisten Sportarten eben keine gleichen Voraussetzungen. Deshalb gibt es getrennte Wettkämpfe nach Geschlecht. Mithin sind Männer und Frauen - gerechterweise - nicht gleich. Aber was ist nun mit "diversen" Sportlern? Ist (im Sinne der sportlichen Fairness) eine Transexuelle eine Frau? Oder was ist mit einer Frau, die völlig abnormale Testeronwerte hat (quasi "naturgedopt")? Welche "Normfrau" hat dann noch Neigung, in diesem Wettbewerb anzutreten? Der Fall ist natürlich spektakulär, aber zugleich auch ein krasser Einzelfall. PC kann hier nicht helfen.

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symolan 01.05.2019, 20:29
41. Biologie oder ID

Biologisch scheint die Dame laut Presse intersexuell geboren, identifiziert sich aber als Frau.
Kein Problem damit wie sie sich identifiziert, beim Sport aber wird in Kategorien f/m unterteilt.
Das aus biologischen Gründen.
Wenn hier Identifikation als Kriterium eingeführt wird, werden XX in vielen Disziplinen nicht mehr besonders viel gewinnen.

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weltverbesserer75 01.05.2019, 20:31
42.

In den USA gibt es nun leider auch einen Fall, in dem zwei Frauen (biologisch zwar männlich, jedoch Transgender) die Starterlaubnis für die High School Meisterschaften der Frauen in der Leichtathletik (es geht dabei um Stipendien an den Universitäten) entzogen werden soll. Falls die Geschichte jemanden interessiert, einfach bei Google nach Selina Soule suchen. Das zeigt, dass wir, was das große Thema Gender betrifft, leider noch nicht so fortschrittlich sind wie bei anderen Themen.

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osterhase3000 01.05.2019, 20:31
43.

Zitat von AxelSchudak
So einfach, wie der Kommentator es sich macht, ist der Fall nicht. Entweder man benachteiligt diejenigen Frauen, die durch einen (zu) hohen Testosteronspiegel Vorteile haben, die gegenüber allen (nur) normalen Frauen sonst absolut unfair sind - oder man läßt sie zu und macht damit den Leistungssport für "normale" Frauen praktisch unattraktiv. Letztendlich benachteiligt die CAS mit ihrer Entscheidung weniger Menschen. Letztendlich müsste man nun überlegen, ob genetische Auffälligkeiten auch in anderen Sportarten einen Deckel bekommen, oder in Kategorien aufgeteilt werden. In vielen Sportarten sind z.B. Gewichtsgrenzen bereits durchaus üblich. Es spricht z.B. auch nichts gegen separate Wettbewerbe im Laufen mit höheren Testosteronwerten. Hier einfach die "Diskriminierungskarte" zu ziehen vereinfacht das Problem zu sehr. Übrigens... snders als beim Basketball ist Laufen auch keine Mannschaftssportart, wo Größe auch noch häufig durch mangelnde Gelenkigkeit ausgeglichen wird. Der Vergleich hinkt also - wenn auch nur ein wenig.
Das mit den unterschiedlichen Klassen in Bezug auf bestimmte Merkmale (z.B. Gewicht, Testosteronwerte) wäre ja durchaus eine Möglichkeit um für einen fairen ausgeglichenen Wettkampf zu sorgen. Dann setzt man aber auf einer anderen Ebene an.

Da es neben Testosteronwerten aber noch zig andere Merkmale gibt, welche Vor- oder Nachteilen führen können, könnte man den Wettkampf dann aber auch in zig Klassen unterteilen. Ob dass den Sport dann so viel attraktiver macht?

Generell müsste man dann auch eingrenzen, in welchem Maße "naturgegebene" oder "genetische" Vorteile akzeptiert werden und in welchem nicht. Ist es auch ein "unfairer Vorteil" wenn jemand "naturgegeben" einfach die schnellsten Beine hat?

Was hier aber geschehen ist, ist m.M.n. durch nichts zu rechtfertigen. Die Wettkampfklassen sind in Männer und Frauen unterteilt und wenn sie biologisch eine Frau ist, dann muss dass hier das entscheidene Kriterium sein. Da gibt es für mich nichts zu diskutieren.

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rosinenzuechterin 01.05.2019, 20:32
44. Selbst Schuld

Sport sollte gehandhabt werden wie Sex: Wem er gut tut, soll ihn machen. Das ist Privatsache. Sport sollte kein Beruf sein dürfen. Jeder, der für den Sport anderer Geld ausgibt, unterstützt ein System, das zu einer ggf. diskriminierenden Regulierung führt. Allein die Einteilung der Sportler in männliche und weibliche ist schon eine. Wenn Frau Semenya laufen will, soll sie joggen gehen. Wer Sport zum Beruf macht, muss mit der Idiotie des dahinterstehenden Ausbeutungssystems leben.

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Solid 01.05.2019, 20:32
45. Wettkampf

Der sportliche Wettkampf diente immer schon den Vergleich des Produkts aus Anlagen x Training. Wer bessere Gene hat, gewinnt eben bei gleichem Training, so einfach ist das.
Wenn man allerdings eine Unterteilung in Männer und Frauen macht, weil Frauen nicht mithalten können, dann macht auch diese Sperre logisch Sinn.
Denn die Rechtfertigung für den Zweiklassensport ist ja gerade der Testosteronunterschied.

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Endlager 01.05.2019, 20:34
46. Entscheidend ist, ob sie biologisch eine Frau ist,

und wenn das nicht der Fall ist, hat sie bei Frauenwettkämpfen nichts zu suchen. Entscheidend ist nicht, für was sich jemand hält, oder was jemand sein möchte.

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search_for_truth 01.05.2019, 20:36
47. Mann oder Frau?

Der Vergleich mit dem hochwüchsigen Basketballer Tacko Fall und Caster Semenya hinkt gewaltig.

Denn der naturgegebende Vorteil von Caster Semenya sind nicht ihre Muskeln oder eine hormonelle Störung/Krankheit, sondern der naturgegebene Vorteil ist (höchstwahrscheinlich), dass sie genetisch gesehen ein Mann mit einem XY-Karyotyp ist und Hoden hat, die nicht nur Testosteron, sondern auch männliches Sperma produzieren. So wie Dora Ratjen, Erik Schinegger und etliche weitere als Frauen startende Männer der Sportgeschichte, die nach Entdeckung ihrer Intersexualität sogar noch Kinder gezeugt und Vater geworden sind (Schinegger).
Frage: Soll Caster Semenya auch dann noch bei den Damen starten dürfen, wenn sie (biologischer) Vater geworden ist?

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holger.heinreich 01.05.2019, 20:38
48. Natürlich dürfen sie das

Immerhin kommt die Kritik daran von Leuten, die gerne das biologische Geschlecht leugnen und an hunderte imaginärer Geschlechter glauben. Wer naturwissenschaftliche Wahrheiten bekämpft, darf sich nicht wundern, wenn das Folgen hat. Frauen sind weniger leistungsfähig als Männer, das ist eine biologische Tatsache, deswegen treten sie gegen andere Frauen an, immerhin möchten Frauen eine Chance haben im Sport Erfolg zu haben.

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wizzbyte 01.05.2019, 20:39
49. Der CAS muss sich das Recht erstreiten

manipulierte Menschen auszuschließen. Semenya ist durch die Natur manipuliert, abnorm, eigentlich krank. Was ist mit genmanipulierten Sportlern ? Kraft-gen in die Eizelle eingeschleust - Mensch wächst heran und haut alles weg. was dann ? Nein, so darf es nicht werden. Der CAS oder andere Sportgerichte müssen - ja, müssen leider die Grenzen des Normalen festlegen. Es ist kein Menschenrecht, nicht mal Frauenrecht, Wettbewerbe gewinnen zu dürfen.

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