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Champions-League-Viertelfinale: Guardiolas Fluch
Ian Kington / AFP

Hinspiel verloren, Tor verpasst: Nach dem 0:1 in Tottenham droht Manchester City das Aus in der Champions League - schon wieder. Trainer Pep Guardiola hat daran seinen Anteil.

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kopi4 10.04.2019, 08:54
1.

Das Ganze erinnert an seine Zeit bei Bayern. Im CL Halbfinale bei Real wurde Guardiola von Ancelotti taktisch überrumpelt:0:1. Auch damals: grenzenlosen Optimismus trotzdem, wir sind die klar besseren,nochmal passiert ihm das nicht. Ergebnis damals: 1:4 und die Erkenntis: auf langer Strecke in der Liga gibt es keinen besseren, KO-Spiele kann er nicht halb so gut.

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gerechtzz 10.04.2019, 09:09
2.

Ja, Guardiola hat diese unglaubliche Auswärtschwäche, aber genauso stark ist er in den Heimspielen. Und Tottenham ohne Kane, naja. Warten wir es ab, wenn Bale wirklich nach Hause kommt, zähle ich die Spurs wieder zu den Top teams der CL.

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besserwisser1804 10.04.2019, 09:47
3. Droht das aus

in der Champions League.
Was ist passiert?
ManCity hat das Hinspiel auswärts 0:1 verloren.
Stimmt, da ist man schon so gut wie draußen, wenn man die Heimschwäche der Citizens und die Auswärtsstärke der Spurs mit einbezieht.
Einen Rückstand von einem Tor aufzuholen, ist mit dieser schwachen Offensivreihe ein Ding der Unmöglichkeit. (Ironie aus)

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Prussia Culé 10.04.2019, 09:58
4. 0:1 & 1:0

"Nach dem 0:1 in Tottenham droht Manchester City das Aus" Ernsthaft? Bei einem 0:1 droht schon das Aus? Zuerst dieser Untertitel, um dann in einem Absatz City aufgrund des Heimrechts im Rückspiel - und die damit einhergehende Heimstärke - und die letzten 3 gewonnenen Ligaduelle gegen die Spurs eher als favorisiert zu sehen. Komisch.

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golfstrom1 10.04.2019, 10:03
5. ManCity

Da war gestern auch viel Pech dabei. Man City hatte die klar bessere Spielanlage und auch die Großchance mit dem Elfmeter das ersehnte Auswärtstor zu erzielen. Warum de Bruyne und Sane draußen blieben, bleibt Guardiola sein Geheimnis. Für mich ist das ein Luxusproblem und zeugt ein wenig davon, dass er den Gegner etwas unterschätzt hat. Im Rückspiel wird Tottenham die ganze Offensivpower von ManCity zu spüren bekommen und sang- und klanglos mit 3:0 verlieren. ManCity bleibt für mich ein Topfavorit auf den Titel in der Championsleague

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bcpt8 10.04.2019, 10:08
6. Teil 1

"Dirty, scrappy, boring" zitierte der SPON-Liveticker den "Guardian", das war auch mein Haupteindruck von dieser Partie. "Intensiv" wird die nette Schwester davon allzu gerne genannt. Und damit die weitgehende Absenz von passsicheren Ballstaffetten mit kreativem Kombinationsspiel und entsprechenden Torraumszenen gar noch als "taktisch interessant" beschönigt (ok, Geschmackssache). Sons Siegtreffer gehörte da in seiner Entstehung über Eriksens und dem reaktionsschnellen Kreistanz des Südkoreaners exakt auf der Torauslinie sowie vorbei an Delph und Gündogan schon zu den wenigen Highlights. Der Torschuss selbst schien mir allerdings nicht unhaltbar für einen Top-Keeper, vielleicht wäre statt Edersons Abtauchen eine Fußabwehr der kürzere und schnellere Weg zum Entschärfen gewesen (was idealerweise aber schon die genannten Vorderleute hätten erledigen sollen).

Guardiola hatte mit seiner Personalwahl selbst bei defensiverem Ansatz nicht das optimale Händchen: Agüero wirkte noch nicht topfit nach seiner Verletzung und konnte weder weiter zurückgezogen noch als Sturmspitze Akzente. Gleichfalls unter Form spielten D. Silva, Gündogan, Mahrez oder Delph. Vermutlich wollte der City-Trainer den ebenfalls gerade erst auskurierten De Bruyne sowie Sané trotz der Bedeutung des Spiels schonen, solange ein Remis gehalten wurde. Ihre Einwechslung dann doch noch kurz vor Schluss zeigte zumindest den Belgier sofort auf Betriebstemperatur und mit offensiver Dynamik, die dem City-Spiel vorher bis auf Sterling weitgehend abging.

Die knappe Niederlage sollte trotz fehlendem Auswärtstor dann im Rückspiel und in annähernder Bestbestzung dennoch wettzumachen sein, zumal wie im Artikel erwänt Tottenhams Kane schwer angeschlagen vom Feld ging und in Manchester womöglich fehlen wird. Anders sieht das übrigens der "Guardian", der sich bereits als medialer "Königsmörder" des Spurs-Kapitäns betätigt: Son blühe ohne Kane auf, der Klub habe mit Son und ohne Kane weniger Spiele verloren und der Südkoreaner weise diese Saison die besseren Scorerwerte auf - letzteres blendet aber wohl Kane's verletzungsbedingte Ausfälle aus. (https://www.theguardian.com/football/2019/apr/09/son-manchester-city-spurs-kane-injury-champions-league)

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bcpt8 10.04.2019, 10:10
7. Teil 2

Was zum Stichwort "dirty" führt: Vor allem die Guardiola- zur Tretertruppe mutieren zu sehen inkl. zynischer Nickligkeiten durchaus im Bereich der Tätlichkeit, war zumindest für mich gewöhnungsbedürftig - und erinnerte in diesem Auswuchs etwa an Mourinho-Zeiten insbesondere in Madrid. Ausgerechnet der Fußballästhet Guardiola, der sich anfangs auf der Insel schwer tat mit brit. Härte, meint hoffentlich nicht mit dem Verfall ins andere Extrem "brillant/unglaublich" unterwegs zu sein: Was allein Kane bis zu seinem humpelnden Abtritt nach knapp einer Stunde von Otamendi, Fernandinho und Delph von oben bis unten abbekam, ging auf keine Kuhhaut. Beschämend auch, wie Delph nach seinem (und sei's ein unbeabsichtigter) finalen "Knochenbrecher"-Tritt gegen den Spurs-Kapitän diesen selbstgerecht ankeifte, obwohl der noch im heftigen Schmerz ihm die Hand reichen wollte.

Und kaum war der Kane-Ersatz Moura auf dem Feld, trieb ihm Mahrez ungeschlacht seine Stollen in die Außenwade (im SPON-Ticker als "umgerissen" verharmlost). Was endlich zur Gelben Karte durch den m. E. viel zu nachsichtigen Referee führte, "internationale Härte" hin oder her. Umso bemerkenswerter Pochettinos Reaktion, der dem jungen Delph nach Kane's Ausfall bei Nahkontakt zwar immer mal wieder einige Nachworte mitgab, ihn nach Spielende aber väterlich-souverän zur Brust nahm und unaufgeregt wohl mit einigen Ratschlägen versah. Der junge Mann schien für den Moment verstanden zu haben und nickte. Weniger versöhnlich war, dass sich auch Tottenham im Schlussdrittel der unfeinen Gangart des Gegners bediente. Und wie Rose im eigenen 16er ungeniert eine halbe Ewigkeit mit beiden Händen am Arm von Mahrez zerrte, war ziemlich elfmeterreif.

Apropos: Der Handelfer, den Agüero vergab, reiht sich in die kaum mehr verständliche Auslegungsbandbreite des Handspielregelwerks ein. Eindeutig regelwidrig war aber der verfrühte, gleichwohl ungeahndete Spurt von Vertonghen in den Strafraum vor Ballberührung des Elferschützen. Dieser Vorsprung erst ermöglichte dem Belgier die Klärung des von Lloris abgewehrten Balls aus der Gefahrenzone. Eine Wiederholung des Strafstoßes wäre eigentlich zwingend gewesen.

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kwas 10.04.2019, 10:23
8. Dominiert wie nie zuvor ...

"Mit den Bayern dominierte Guardiola die Bundesliga wie niemand davor und danach" unter Heynckes 2013 (91 P, 98:18 Tore), unter Guardiola 2014 (90 P, 94:23 Tore), 2015 (79 P, 80:18 Tore), 2016 (88 P, 80:17 Tore). Dafür dass er das 2013-Team mit Verstärkungen (z.B. Thiago 2013, Lewandowski 2014) übernommen hat eine etwas steile These.

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kopfball123 10.04.2019, 10:42
9. In der CL muss es immer was besonderes sein

Guardiola's Mannschaften (früher Bayern, jetzt ManCity) zeigen ihre größten Stärken im Ligabetrieb, da spielen sie ihre Stiefel runter wie Maschinen und gepaart mit individueller Klasse hat da auf Zeit gesehen niemand eine Chance. Dabei ist auch egal was der Gegner macht, man bleibt seinem Stil treu.

Sobald es an die wichtigen KO-Spiele geht fängt Guardiola an zu grübeln. Plötzlich orientiert er sich am Gegner, setzt bei der eigenen Mannschaft auf Spieler die eigentlich etwas schwächer sind aber die er gegen den Gegner passender findet. Oft muss dann noch ein Taktikkniff dazu kommen wie extrem hohes Pressing oder eine Aufstellung die sonst nie gespielt wurde. Das geht dann eben manchmal schief.

Man muss aber auch sagen: Trotz 1 Milliarde investierten Petro-Dollars ist die Mannschaft von Man City nicht so gut aufgestellt wie Barca um die 2010er Jahre rum oder Bayern nach dem Triple.

Da spielt ein Otamendi der nie wirklich auf dem höchsten Niveau war und irgendwann mal überteuert eingekauft wurde, ein Mendy, Delph, Danilo oder Fernandinho, die alle ganz solide sind aber mehr nicht. Auch David Silva ist ein richtig solider Spieler, der aber zB nichtmal in der spanischen Nationalmannschaft großartig Einsatzzeit bekommt. Mahrez ist auch GUT, aber er hatte eine richtig außergewöhnliche Saison vor 2 Jahren und seitdem ist er einfach nur gut aber nicht überragend. Garbiel Jesus ist ein gutes Talent aber wartet auf den wirklichen Durchbruch.
Sané, Sterling und De Bruyne haben es drauf keine Frage. Aber da hatte Guardiola eben bei Bayern mit Robben, Ribery und Lewandowski in Bestform sowie Barca mit Messi, Ibrahimovic/Henry eben zumindest gleichwertiges zu bieten.
Ihm fehlt einfach der Messi/Ronaldo der den Karren aus dem Dreck zieht egal welche Taktik er wöhlt.

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