Forum: Sport
Chemnitzer FC im DFB-Pokal: Einer von ihnen
Hannibal Hanschke REUTERS

Stürmer Daniel Frahn musste in Chemnitz wegen der Nähe zu rechtsextremen Fans gehen. Im DFB-Pokal solidarisierten sich Anhänger mit ihm. Das Spiel zeigt, wie tief die Probleme in der Chemnitzer Fanszene reichen.

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Schartin Mulz 12.08.2019, 11:37
70. Auch

in Westdeutschland haben Hooligan-Gruppen eine starke Nähe zu rechten Kreisen. Das ist keineswegs auf Ostdeutschland beschränkt.
Grundsätzlich müssen wir aufpassen, dass wir nicht beim Versuch, die Demokratie zu schützen, das Kinde mit dem Bade ausschütten. Welche Relevanz hat der persönliche Umgang eines Fußballers für dessen Tätigkeit? Gibt es ein Berufsverbot für Fußballer, die Rechte in ihrem Bekanntenkreis haben?
Wo fängt es an, wo hört es auf?
Ich weiß, dass ich hier gegen die vorherrschende Meinung anschreibe, aber seit uns Anfang der Siebziger der beste Lehrer an unserem stockkonservativen Gymnasium wegen des Radikalenerlasses genommen wurde, bin ich da sehr allergisch. Damals meinte man, die Gefahr des Kommunismus würde das rechtfertigen (wüährend gleichzeitig Altnazis wichtige politische Positionen bekleideten). Heute sieht man die Gefahr auf der anderen Seite. Das Prinzip aber ist geblieben.

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binibona 12.08.2019, 11:42
71. MagittaW

Das kommt davon, wenn man nur Überschriften liest und die eigene Meinung schon so vorgefasst ist, daß der Text danach völlig uninteressant wird. Der HSV Spieler hat nie Asyl beantragt und kann somit kein Asyl Betrüger sein. Der Chemnitzer Spieler unterstützt die Rechte Szene und sein Verein (Arbeitgeber, nicht der Staat) hat ihn daraufhin frei gestellt. Das könnte der HSV auch tun, bleibt aber dem Verein, AG, offen zu handeln. Sie haben die Wahl wo sie leben möchten. Es gibt sicher Staaten wie Nordkorea wo der Staat alles Handeln bestimmt und auch immer der AG ist. Hier ist das anders.

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Findus_1 12.08.2019, 11:42
72.

Zitat von Affenhauptmann
Wäre das auch passiert, wenn er der linksextremen Szene nahe gestanden hätte??? Die Antwort kennt wohl jeder. Ein weiterer Beweis dafür, dass wir in der Post-Meinungsfreiheit leben.
Schon im Ansatz ist Ihr Ablenkungsversuch voll daneben. Linksextreme Hooligans gibt es nirgendwo auf der Welt.

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Findus_1 12.08.2019, 11:47
73.

Zitat von zeisig
Ich glaube eher, Deutschland hat ein gesellschaftliches Problem: Die Toleranz gegenüber dem politisch unbequemen lässt doch sehr zu wünschen übrig. War es wirklich nötig, diesen Spieler zu suspendieren?
Sie haben recht, es ist auch ein gesellschaftliches Problem. Rechtsradikale lediglich als "unbequem" zu verharmlosen, scheint jedoch Ihr persönliches Problem zu sein.

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superschraube 12.08.2019, 11:52
74. Man sieht nur das was man sehen will...

...wahrscheinlich besonders als Reporter, wenn man wieder über Chemnitz hetzen will. Wenn ich diesen Artikel lese, stehen mir die Haare zu Berge. Ich war im Stadion als neutraler Zuschauer, es war ein spannendes Fußballspiel. Ich habe weder Aufmärsche, noch Menschenjagd, noch Nazis, noch Hitlergrüße gesehen. Ich habe zwischen normalen Fußballfans und Vätern mit ihren Kindern gesessen. Gewöhnt Euch endlich ab, den Osten als Nazispielplatz hinzustellen, Ihr beleidigt die Tausenden Zuschauer im Stadion. Warum berichtet ihr nicht über Nazifans aus Dortmund oder anderen Städten ?

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Findus_1 12.08.2019, 11:53
75.

Zitat von schmidthomas
Von arbeitsrechtlich bzw. gerichtlich verwertbaren Verfehlungen des gefeuerten Spielers kann keine Rede sein. Das ist lupenreine Gesinnungsjustiz. Tröstlich ist die Tatsache, dass sich immer mehr Bürger das nicht mehr gefallen lassen. Die kommenden Wahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg werden das sehr eindrucksvoll unter Beweis stellen.
Sie meinen also, dass Rechtsradikale eine Chance bekommen, wenn die AfD im Osten Wahlen gewinnt? Da liegen Sie falsch! Rechtsradikal geht nicht.

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mostly_harmless 12.08.2019, 11:58
76.

Zitat von MagittaW
Den Torschützenkönig rauszuwerfen, obwohl er gegen kein einziges Gesetz verstoßen hat, weil ihm eine bestimmte Gesinnung unterstellt wird ist also "Haltung" bzw. Anstand. Einen mutmaßlichen Asylbetrüger, der vermutlich gegen mehrere Gesetze verstoßen hat, gegen Fairplay im Fußball, deutsche Sozialgesetze, Strafgesetze, Urkundenfälschung und wer weiß was noch trotzdem zu feiern ist also löblich. Ja, dazwischen liegen Welten. [...]
Es war zu vermuten, dass Sympathie und Unterstützung für Verfassungsfeinde und Rechtsextremisten sich auch hier im Forum Bahn bricht.

So ist das eben bei Leuten, die dieses Land und unsere Art zu Leben hassen

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flaneur1962 12.08.2019, 11:59
77. Blühende Landschaften....

Zitat von argony
Der "Soli" ist eine normale Steuer die jeder Steuerzahler zahlt - egal ob Ost oder West. Diese Steuer landet im großen wie die anderen Steuern auch. Beschlossen wurde der Soli von Westpoltikern, ebenso wurde von Westpoltikern die großartige Steuerverschwendung im Osten zugunsten Westdeutscher Konzerne und Banken beschlossen. Ich kann die ekelhafte Jammerei der Westdeutschen über den Soli und den Osten nicht mehr hören. Wandern Sie doch einfach aus, wenn es Ihnen nicht passt.
Bei 1,6 Billionen Euro Netto-Transferleistungen von West nach Ost wäre es ja nachvollziehbar, wenn sich die Westdeutschen mal beklagen würden. Das Gejammer kommt aber fast ausschließlich aus dem Osten. Und das obwohl viele Menschen dort in einem Wohlstand leben, den sie sich vor 35 Jahren noch nicht erträumen konnten. Diesen verdanken sie übrigens weniger den Transfers der Westdeutschen als vielmehr den Bürgerrechtlern und den Menschen, die 1989 mutig in Leipzig und anderswo auf die Straße gegangen sind, als das noch Courage und Mut erforderte. Aber leider haben die Ostdeutschen bei den ersten freien Volkskammerwahlen ganz überwiegend nicht diese Bürgerrechtler gewählt, sondern Helmut Kohl, der "blühende Landschaften" ohne jedwede Kosten versprach und dann die westdeutschen Rentenkassen plünderte. Die ostdeutschen Wähler sind halt damals mehrheitlich ebenso der DM und dem Konsum hinterhergerannt (was man ja verstehen kann), wie sie heute in großen Teilen den faschistischen Rattenfänger der AfD (die übrigens mehrheitlich westdeutscher Herkunft sind) hinterher rennen (was man nicht mehr verstehen kann).
Schade, von den schnell in der Versenkung des schlechten Gewissens der ostdeutschen Mehrheitsgesellschaft verschwundenen Bürgerrechtlern hätten auch die Westdeutschen noch eine Menge lernen können.

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omop 12.08.2019, 12:01
78. @mima84_84 was soll die Vermischung?

Das man gegen rechtsextreme Aktivitäten klar vorgehen muss, wird doch hier von keinem bestritten. Das heisst aber nicht, dass Passfälschungen etc. Bagatelldelikte sind. Ich bin auch weltoffen und liberal und verwehre mich trotzdem dagegen, dass man aus Gesinnung mal ein Gesetz einhält und mal nicht. Moral sollte nicht die Politik bestimmen..

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mostly_harmless 12.08.2019, 12:02
79.

Zitat von zeisig
Ich glaube eher, Deutschland hat ein gesellschaftliches Problem: Die Toleranz gegenüber dem politisch unbequemen lässt doch sehr zu wünschen übrig. War es wirklich nötig, diesen Spieler zu suspendieren?
Ich glaube auch, dass Deutschland ein gesellschaftliches Problem hat. Nur ein anderes als Sie beschrieben. Das Problem ist die systematische Verharmlosung von Rechtsextremismus und Faschismus durch gewisse Kreise. Ein sehr "schönes" Beispiel ist Ihr Beitrag.

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