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Claudia Pechstein an der Uni Köln: Jetzt kämpft sie im Hörsaal
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Seit fast sieben Jahren kämpft Claudia Pechstein schon gegen den Eisschnelllauf-Weltverband, der sie wegen Dopingverdachts für zwei Jahre sperrte. Bei einem Auftritt an der Universität Köln rechnete die Olympiasiegerin nun mit ihren Gegnern ab.

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Siggi_Paschulke 17.12.2015, 06:25
1. Finanziell alles verloren?

Ist sie nicht Berufsbeamtin bei der Bundespolizei? Da duerfte doch etwas mehr als Hartz IV bei rumkommen...
Trotzdem sehr unruehmlicge Geschichte fuer alle Beteiligten.

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chalchiuhtlicue 17.12.2015, 06:54
2.

Wenigstens kann sie so "Sportgeschichte schreiben", wenn sie auch sonst nichts mehr kann ...

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gumbofroehn 17.12.2015, 07:48
3. Auf Basis der in den Medien referierten Fakten ...

... drängt sich der Verdacht auf, dass die ISU seinerzeit einen wissenschaftlich nicht abgesicherten Schnellschuss gemacht hat, als sie Claudia Pechstein gesperrt hat. Wenngleich der Kampf gegen Doping wichtig ist, darf er nicht dazu führen, dass "auf Verdacht" gesperrt wird und damit die unberechtigte Zerstörung der Unbescholtenheit des Sportlers zum achselzuckend hingenommenen Kollateralschaden wird.

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nasenbart 17.12.2015, 08:02
4. Sensationell,

Weltspitze im Eisschnelllauf jetzt auch durch erblich bedingten Gendefekt möglich.
Das Traurige an diesem Fall ist, das Frau Pechstein sich durch einen, in ihrem Verständnis, unkonventionellen Nachweis, betrogen fühlt. Solche Nachweise sind aus medizinischer Sicht aber Standard um Drogen oder auch Infektionen nachzuweisen. Ich denke schon das Frau Pechstein, wie alle ihre Kollegen, gedopt hat. Jedoch wurde nur sie, durch diese Methode überführt. Das macht einen dann wütend, wenn man sich nicht mal mehr auf das eigene Dopingteam verlassen kann. Bleibt also nur noch der Schritt nach vorn und ein jahrelanger Kampf. Man wird vom Täter zum Helden und am Ende glaubt man selbst daran.
Das ging auch schon Dieter Baumann so, der gegen seine manipulierte Zahnpasta gekämpft hat. Oder Evi Sachenbacher-Stehle, die wiederholt positiv auffiel, weil man nicht wusste, dass die Nahrungsergänzungsmittel mit Amphetamin versetzt wurden.

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mikado17 17.12.2015, 08:52
5.

Fraglich, ob man bei so einem komplexen Thema an einer Uni nur die eine Seite hören sollte! Man hätte sich hier breiter aufstellen sollen!

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fritze28 17.12.2015, 09:03
6. verwunderlich

ist doch, warum ist die Frau nicht vom Dienst suspendiert? Andere werden für kleiner Vergehen suspendiert und dann jahrelang vom Dienstherrn mit Klagen über zogen!

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franz.v.trotta 17.12.2015, 09:26
7.

Zitat von chalchiuhtlicue
Wenigstens kann sie so "Sportgeschichte schreiben", wenn sie auch sonst nichts mehr kann ...
Mit fünf Olympiasiegen in den Jahren 1994, 1998, 2002 und 2006 sowie vier weiteren olympischen Medaillen ist Claudia Pechstein die erfolgreichste deutsche Olympionikin bei Winterspielen (Männer und Frauen).

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Morrison 17.12.2015, 09:30
8. Als Berufsbeamtin

hat sie einem äusserst previligierten status!
Sie wird zum training freigestellt, muss also quasi nicht mehr arbeiten und geniesst dabei alle vorteile des beamtenstatus! Das heisst, wir bürger zahlen für ihre sportlichen ambitionen. Was sie da alles verloren haben will ist mir ein rätsel?

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les2005 17.12.2015, 09:32
9. Wenns nur so einfach wäre

Zitat von gumbofroehn
... drängt sich der Verdacht auf, dass die ISU seinerzeit einen wissenschaftlich nicht abgesicherten Schnellschuss gemacht hat, als sie Claudia Pechstein gesperrt hat. Wenngleich der Kampf gegen Doping wichtig ist, darf er nicht dazu führen, dass "auf Verdacht" gesperrt wird und damit die unberechtigte Zerstörung der Unbescholtenheit des Sportlers zum achselzuckend hingenommenen Kollateralschaden wird.
Die Dopingmethoden werden immer raffinierter, entsprechend müssen auch die Nachweismethoden immer raffinierter werden. Das hat nichts mit Schnellschuss zu tun sondern mit einem Hase-und-Igel-Rennen. Viele moderne Dopingsubstanzen lassen sich eben nur schwer oder indirekt nachweisen - genau deshalb werden sie ja ausgewählt. Leicht nachweisbare Substanzen gibt es schon genug.

Natürlich hat Frau Pechstein das Recht auf ihre körperlichen Anomalien zu verweisen, genau wie es ja ungezählte Asthmatiker im Leistungssport gibt und man als Sportler bekanntlich im täglichen Leben ständig von der versehentlichen Aufnahme von Dopingsubstanzen bedroht ist. Mal war es beim Zähneputzen, mal beim Steak essen, mal bei ...(beliebiges Wort einsetzen).

Kann man alles glauben, oder auch nicht. Aber wenn man alles glaubt, dann gab es in den letzten hundert Jahren wahrscheinlich noch keinen gedopten Sportler.

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