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Confed Cup in Russland: Fifa schränkt kritische Berichterstattung ein
DPA

Aufregung um die Arbeitsbedingungen für Journalisten beim Confed Cup in Russland: Reporter sollen laut Fifa nur über sportliche Themen berichten dürfen. Der DFB zeigt sich alarmiert - aber was ist das wert?

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l.augenstein 25.04.2017, 13:31
80.

Zitat von mthi
Es ist aber nicht die Aufgabe der Presse, Organisationen, denen man kritisch gegenüber steht, wirtschaftlich zu schaden. Die Presse soll berichten oder es wenigstens versuchen. Ansonsten würde sie den Leser/Hörer bevormunden. Der soll ja seine Entscheidungen treffen können (zum Beispiel, ob er Fussbal guckt und den Verband dadurch unterstützt).
Häh???
Es ist nicht Aufgabe der Presse, sich gängeln und in der Ausübung ihrer Tätigkeit einschränken zu lassen. So wird eher ein Schuh draus.
Und wenn sich die Presse nicht gängeln lassen will bzw. der Veranstalter auf diese schwachsinnige Forderung besteht, sollte man auf eine Berichterstattung verzichten. Punkt!
Das selbe würde ich auch den Lesern und Hörern empfehlen. Ich muß mir keine geschönten Lobhudeleien durchlesen, wenn die Realität anders ausschaut!

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bikemike 25.04.2017, 13:32
81. Kein Ende der Skandale im Sport

schon am Ende der Ära Blatter war ich der Meinung , dass mit der FiFA und UEFA kein Neuanfang möglich ist. Zu tief sind die Netzwerke. Es wird bei allen Beteiligt wahtrscheinlich auch nihct den Hauch eines Unrchtsbewußtseins geben, setzt man nur das fort, was in den Kreisen ja schon immer gelebte Kultur war und zuvor nie jamnsen wirlich aufgeregt hat. Der DFB mit der unwürdigen Schnierenkommödie um die Vergabe der WM macht da keine Ausnahmen.
Schauen wir auf den Leichtathletikverband und den Dopingtests der Sprinter, schauen wir auf Herrn Bach und das IOC und man kommt immer zum selsen Schluß. Der Sport und der Athlet sind nur noch Mittel zum Zweck. Längstr hat sich das als Geschäftsmodell verselbständig, das ein paar Bewegungsclowns braucht, die in bunten Kostümen eifrig , rennen , springen , radeln oder Bällen nach laufen.
Olympia ist nur noch in Diktaturen durchsetzbar - insofern haben wenigstens die Bürger in Deutschland ihre Mitwirkung verweigert. Das Geld ist in Schulen , Kindergärten, Polzei- und Lehrkräften eh besser angelegt.
Mach daraus eine reines profitorientiertes Sportunterhaltungsunternehmen und alles ist gut.

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bürgerundwähler 25.04.2017, 13:38
82. Angemessene Reaktion wäre doch einfach!

Wenn sich alle Medien und Journalisten einig wären, könnten alle ihre Akkreditierung zurückgeben. Unterstützt von den nationalen Fußballverbänden...
Ach halt, es geht ja um Kohle. In dem Fall sind Grundrechte natürlich überbewertet.

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malu501 25.04.2017, 13:46
83. Ist das so?

Zitat von ttvtt
Putin hätte die Chance 2018, das Bild von Russland in der Welt zu verändern stattdessen zementiert er es.
Wenn man die Berichterstattung aus Sotschi noch im Kopf hat, kann Putin tun was er will - selbst wenn er 2018 die direkte Demokratie ausrufen würde, das einmal manifestierte Feindbild muss in den Medien unter allen Umständen bedient werden. In Sotschi wurde mehr über Politik als über Sport berichtet. Ich kann mich noch gut an die Sportler-Runde bei Herrn Delling zum Abschluss der Spiele erinnern. Delling versuchte krampfhaft alles, selbst die unpolitischsten Dinge, an den Spielen in den Dreck zu ziehen, aber die neben ihm sitzenden Athleten taten ihm nicht den Gefallen, seiner unverblümten Hetze beizupflichten. Nein, sie berichteten sogar von überaus angenehmen Bedingungen. Da konnte man sehen, wie einem ARD-Moderator die Gesichtszüge entglitten. Einfach köstlich und ungeheuer entlarvend.

Meinungsfreiheit ist nicht gleichbedeutend mit Meinungsmache. Und wenn freie Berichterstattung nur dazu genutzt wird, Feindbilder zu bedienen oder zu produzieren, dann nennt man das Propaganda und diese hat in keiner "freien" Berichterstattung etwas verloren.

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omnogata 25.04.2017, 13:46
84. Boykott

Der DFB als mächtigster, mitgliederstärkste Verband der Welt sollte, nein muss, ganz klar Stellung beziehen. Wenn die Meinungsfreiheit bedroht ist , muss gehandelt werden. Auch "Drohungen" sollten in Erwägung gezogen werden, zB eine DFB Berichterstattung über "Skandale, Unrecht uä " abseits des Fußball, hin bis zum letzten Schritt: Boykott einer WM des amtierenden Weltmeisters!

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bristolbay 25.04.2017, 13:48
85. Das wird nicht passieren,

denn in einem kapitalistischen Wertesystem geht es auch um Wettbewerbsvorteile.
Zieht sich Budweiser zurück, Carlsberg oder Heinecken würden sich diesen Vorteil nicht entgehen lassen
Nike macht doch jetzt schon so viele finanzielle Klimmzüge, die wüerden adidas umgehend ablösen
Ob die braune Plörre von Coca kommt oder nicht Red Bull oder Pepsi stehen in den Startlöchern
Sie können jeden dieser Premium-Sponsoren benennen, eine Alternative für die FIFA gibt es immer.
Und da die Herren am Genfer See sehr viel von Geldmaximierung verstehen, die neuen müssten sogar noch mehr zahlen.

Es gibt nur eine Möglichkeit, das sind die Einschaltquoten und da könne WIR mitbestimmen. Keine Quote = weniger Geld.

Wie schrieb ein Forist vorher über den Spruch seiner Oma, ja, Geld regiert die Welt.

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bristolbay 25.04.2017, 13:52
86. Es geht immer um Politik

Zitat von evastastna
nicht um Politik. Einmal im Leben ohne Politik. Alles wird nur noch politisiert.
und es fängt mit der Bewerbung an. Der Staat Russland hat sich beworben und damit ist es politisch. Simpel.

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naturalscience 25.04.2017, 13:55
87. Komische Berichterstattung

Vor 30 Minuten wurde der ARD-Reporter, der vom Confed-Cup berichte soll in SWR3 interviewt und dieser berichtet, daß die Akkreditierungsrichtlinien den selben Wortlaut wie bei der WM in Brasilien und Südafrika enthalten. Er war auch bei den Winterspielen in Sotschi und meinte daß es dort wesentlich lockerer zuging als bei den Olympischen Spielen in China oder den Formel 1 Rennen in Bahrein. Wird hier wieder aus einer Mücke ein Elefant gemacht oder will man irgendetwas bewusst falsch verstehen?

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bristolbay 25.04.2017, 13:55
88. Und deshalb

Zitat von bikemike
schon am Ende der Ära Blatter war ich der Meinung , dass mit der FiFA und UEFA kein Neuanfang möglich ist. Zu tief sind die Netzwerke. Es wird bei allen Beteiligt wahtrscheinlich auch nihct den Hauch eines Unrchtsbewußtseins geben, setzt man nur das fort, was in den Kreisen ja schon immer gelebte Kultur war und zuvor nie jamnsen wirlich aufgeregt hat. Der DFB mit der unwürdigen Schnierenkommödie um die Vergabe der WM macht da keine Ausnahmen. Schauen wir auf den Leichtathletikverband und den Dopingtests der Sprinter, schauen wir auf Herrn Bach und das IOC und man kommt immer zum selsen Schluß. Der Sport und der Athlet sind nur noch Mittel zum Zweck. Längstr hat sich das als Geschäftsmodell verselbständig, das ein paar Bewegungsclowns braucht, die in bunten Kostümen eifrig , rennen , springen , radeln oder Bällen nach laufen. Olympia ist nur noch in Diktaturen durchsetzbar - insofern haben wenigstens die Bürger in Deutschland ihre Mitwirkung verweigert. Das Geld ist in Schulen , Kindergärten, Polzei- und Lehrkräften eh besser angelegt. Mach daraus eine reines profitorientiertes Sportunterhaltungsunternehmen und alles ist gut.
sollte man diese Großveranstaltungen auch nicht in Länder der 3. Welt vergeben.
Das Geld, das hier, meistens in korrupte Kanäle fliest, wäre für Schulen, Bildung und Infrastruktur besser eingesetzt. Diesen Schulden stehen dann auch langfristige Vorteile gegenüber. Ruinen des Sports machen keinen einzigen satt.

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ralf_wolters 25.04.2017, 13:55
89. Das ist doch nur konsequent!

Ich will gar nicht wissen, wieviel Geld von Russland Richtung Schweiz geflossen ist, damit Russland die WM bekommt. Dass nun die FIFA brav die Presse-Akkreditierungsbestimmungen absegnet, ist nur konsequent. Und ich könnte wetten, beim DFB hat keiner einen Arsch in der Hose um dagegen vorzugehen.
Mein Vorschlag wäre: die Teilnahme des DFB-Teams absagen und gar keine Berichterstattung vom Confed Cup. Weder in Wort noch in Bild.
Weil beim DFB aber, wie bereits gesagt, keiner den Mut zu so einer Absage hat, wäre es an den Medien so einen Boykott durchzuziehen. Wenn ihnen wirklich so viel an der Pressefreiheit liegt, dann bitte auch mal auf ein paar Euro Einnahmen verzichten und ein klares Zeichen setzen. Den Confed-Cup einfach aus dem Programm streichen. Tot schweigen. Sportlich ist er eh' wertlos. Wenn keiner mehr die teure Bandenwerbung anschaut, dann würden die Sponsoren so viel Druck machen, dass sich da sehr schnell was ändern würde. Menschenrechte sind der FIFA doch egal. Das war bei der WM im damals vom Militär diktatorisch regierten Argentinien schon so. Aber wenns ums Geld geht, dann passiert was.

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