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Davis-Cup-Geschichte: Als Tennis wie Zähneputzen war
Bongarts/Getty Images

Deutschland spielt ab heute im Tennis-Davis-Cup um den Klassenerhalt, aber niemanden interessiert es wirklich. Dabei war der Wettbewerb einmal der Deutschen liebstes Kind.

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laefer 16.09.2016, 16:11
10. Kleine Korrektur

Der DTB plant den älteren Zverev-Bruder zu sperren, nicht den jüngeren.

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mimas101 16.09.2016, 16:47
11. Hmm

Tennis (oder auch Golf), ist das überhaupt ein Sport? Und wenn Ja, auch für die Masse oder nur für die Elitären ab mindestens 10 Mio DM Netto-Jahreseinkommen, wie mein Zahnarzt z.B.?

Ich sehe gerade einen evangelischen Pfarrer in der ARD Sportschau der ein paar Sketche zum Paralympics-Programm beisteuert. Um es mit der Anmoderation auszudrücken:
Kleine Kinder und Schwangere bitte hier nicht weiterlesen: Beim Tennis darf man nicht einduseln oder die Bildröhre einen Aussetzer bekommen. Man könnte meinen man wäre in einem anderen Film, sehr vergleichbar mit dem Nacht-Milieu in diversen privaten Sportkanälen.

Im übrigen ist Tennis strunzlangweilig, da passiert nichts bis auf Loves und Flops und irgendwie hin und wieder eine Zahlenmogelei weil irgendwo ein Machbox-Auto durchs Bild gefahren ist.
Allerdings hat Deutschland sowieso ein weiteres Problem: Egal wieviel Geld man in alle Ligen des DFB reinpulvert, Spritzen für Radtouren sponsort, beim Grillen von Sportlern durch Flammenwerfer feste die Kamera draufhält, und die leeren Ränge im Olympia-Stadion feste totschweigt. Es gibt den Massen- bzw. den Volkssport, den die Werbung hypt damit Steuern fließen, hier schlicht nicht.
Liegt vielleicht auch daran das 82 Mio Deutsche pro Nase in mindestens 3 Vereinen Mitglied sind.

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tantew 16.09.2016, 16:53
12. Michael Westphal

Sie haben das legendäre Spiel Westphal gegen Tomas Smid (Tschechoslowakei) 1985 mit 6:8, 1:6, 7:5, 11:9 und 17:15 vergessen zu erwähnen!

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Ge-spiegelt 16.09.2016, 19:52
13. Tennis ist klasse

Fußball ist total langweilig, viel zu wenig Torszenen und Tore.
Tennis ist klasse und spannend. Zum Beispiel die Breakpoints, unglaublich präzise Aufschläge, Positions Spiel wie ans Netz gehen, Passierschläge, Lobs, Stops, Spin, ästhetische einhändige Rückhand, Videobeweis ( gibt's beim Fußball auch nicht )

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ulisses 16.09.2016, 21:34
14. Ulisses

hier wurden mindestens drei Kommentare abgegeben, die nur so vor Ignoranz so strotzen: Tennis und Golf seien Pseudosportarten und/oder langweiliges elitäres Getue.
Von Golf verstehe ich nicht viel. Es ist sicher keine besonders athletisch anspruchsvolle Sportart. Die Top Leute können auch mit 40+ noch mithalten. Aber es wurde in einer Fachzeitschrift auch zu den technisch-kognitiv anspruchsvollsten gezählt.
Zu Tennis: Leider hat man in Deutschland tatsächlich zu sehr die nationale Brille auf, was global weniger der Fall ist. In Paris Roland Garros wurden Regel schon Franzosen ausgepfiffen. Die Londoner vergöttern Wimbledonsieger wie Becker, Sampras und Federer. Tennis erfährt einen weltweiten Boom. Die Preisgelder explodieren, weltweite Präsenz im TV. Nach ein paar Boxern, Ronaldo und Tiger Woods sind Djokovic und Federer die am besten bezahlten Sportler. Bei den Damen ist es noch deutlicher: unter den -geschlechtsneutral gelisteten - Spitzenverdienern sind die einzigen Frauen Tennisspielerinnen.
Tennis ist das Gegenteil von langweilig, vorausgesetzt man versteht es, würdigt technisch gute Spieler und spielt selber, um.das auch erkennen zu können. Ein Fussball Spiel ist praktisch nach 30 Minuten vorbei, wenn es 5:0 steht (Bra:Deu). Ein Tennisspiel ist tatsächlich bis zum Ende völlig offen. und die Einteilung der Zählweise in Games und Sätze schafft quasi Etappensieg und damit zusätzliche Spannung. Das haben Fussball und Basketball nicht.
Tennis ist auch extrem gefragt bei Sponsoren. Federer hat mehr als Fünf Top class Sponsoren. Eine durchschnittliche Spielerin wie Kournikova wurde extrem reich durch Sponsoren. Der Grund: Bei kaum einer anderen Sportart ist die Kamera so nah dran an Mimik, Leiden und Triumphieren der Individuen wie beim Tennis. Bei Teamsportart sieht man zu 90% nur das große Ganze. Bei FC sind die Fahrer quasi unsichtbar. Tennis ist extrem nervenbelastend und hier kann der Zuschauer neben Athletik, Reaktionsvermögen und technischen Finessen den Charakter einer Persönlichkeit im Spannungsbogen eines Matches live mitverfolgen. Das Werden eines Charakters, quasi wie ein Entwicklungsroman.
Tennis gilt als Spießer-Sport. Aber das ist falsch und unfair. Es ist besonders schade, dass ausgerechnet der Künstler Brown nicht in Berlin spielt. Er hatte sich für Deutschland und gegen Jamaika entschieden. Richtig ist jedoch tatsächlich: Im Tennis ist, Ausnahme Davis Cup, die Nationalität relativ unwichtig. Ich habe schon oft mit nichtdeutschen Spielern gefiebert, auch wenn sie gegen Deutsche spielten.
Tennis wird in Deutschland leider schlecht vermarktet. In den 1990iger Jahren gab es mit Hamburg und Stuttgart zwei Turniere drr Master Kategorie. Tiriac und Co sind nun weitergezogen. Nach Spanien. Da wird Tennis gewürdigt.
so! ich sag mit Gerhard Polt Servus und " Longline"

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timbö 18.09.2016, 07:33
15. Zu einseitig, Herr Ahrens

Herr Ahrens, ich lese ihre Artikel gerne, aber dieser ist ihnen nicht gut gelungen. Abgesehen von diesem öden "Früher-war-alles-besser"-Duktus ist er einseitig, fehlerhaft und oberflächlich. Das Wichtigste vorab: Der ÄLTERE der Zverev-Brüder wurde sanktioniert - nicht der JÜNGERE! Alex, der Jüngere, gilt als größtes Tennistalent der letzten Jahre, mit ihm will es sich der Verband nicht verscherzen. Im Gegenteil: Trotz fadenscheiniger Gründe, die Alex für seine Absage anführt, wird er vom DTB in Schutz genommen- im Gegensatz zu den drei Profis, die nun bestraft wurden. Sie machen sich leider nicht die Mühe, die Gründe der anderen genauer zu beleuchten - dann hätten sie nämlich auch erfahren, dass auf Verbandsseite einiges schief läuft. Aber das aktuelle Geschehen beschränken sie auf das Nötigste, stattdessen schwelgen Sie in Nostalgie. Schade, gerade Ihnen und SPON hätte ich zugetraut, dieses seit Jahren zu beobachtende Chaos im deutschen Herrentennis differenzierter und nüchterner zu analysieren. Wen es interessiert: Hier beschreiben zum einen die FAZ (http://m.faz.net/aktuell/sport/deutsche-tennis-bund-kuendigt-massnahmen-gegen-unwillige-spieler-an-14438783.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2) und zum anderen das Tennismagazin (http://www.tennismagazin.de/kurz-cross/davis-cup-schatten-ueber-berlin/) das ganze Dilemma recht gut!

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