Forum: Sport
Debakel für Stahl und Co.: Vergiftete Speere
DPA

Die deutschen Speerwerferinnen galten als Medaillenkandidaten, doch bei den Olympischen Spielen erlebten sie ein Debakel. Nach dem Wettkampf kochte ein altes Streitthema wieder hoch.

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zaunreiter35 19.08.2016, 10:22
1. Tzes...

Da will man die Abschiedsvorstellung bei Olympia geben, aber wie heisst es so schön: "Karma is a bitch".

Bei Hambüchen hat es geklappt, bei Horst Hrubesch und Silvia Neid auch, nur bei Frau Obergföll nicht. Und womit? Mit Recht.

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DJAG 19.08.2016, 10:30
2. Vorbereitung?

Ich kann dieses Gejammer der dt. Speerwerferinnen, Kugelstoßerinnen, Diuskuswerferinnen und was sonst noch alle in der Mannschaft meint zum Saisonhöhepunkt sich so darzustellen nicht mehr hören. Es besteht nur bei wenigen Athleten eine Siegermentalität! Das ist das Problem. Frau Obergföll kann ja mal erwähnen wieviele von den sieben Werferinnen hinter ihr in der Weltrangliste lagen. Fragwürdig die Leistung der Schwimmer, mit LED Licht den Tagesrhythmus zu halten u, weil man ja um 23:00 Uhr nicht die volle Leistung bringen kann. Die anderen konnten es offensichtlich. Und das hat mal nichts mit Doping zu tun. (Australien hat ein ebenso enges Kontrollsystem wie Deutschland) Das der Sport verseucht ist, sollte jedem klar sein. Der Sport hat hier nicht mehr die gesellschaftliche Unterstützung wie früher. Hauptsache billig einkaufen. Das kann auch einmal erwähnt werden.
Mehr Selbstbewusstsein, das hat bei sehr vielen Sportlern gefehlt. Frage ist: Warum?

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tuvalu2004 19.08.2016, 10:49
3. @djag

Warum? Du gibt doch die Antwort mit Deinem Posting selber. Wer Sportler so wenig respektiert wie Du darf sich nicht wundern, wenn genau diese Sportler kein Selbstvertrauen haben. Sie wissen ja was passiert wenn sie die von Dich erhoffte Leistung nicht bringen. Wenn sie die bringen, bekommen sie ein Schulterklopfen und keineswegs wie in anderen Nationen übliche monetäre Anerkennung und Möglichkeit damit ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Hier heißt es weiter: Dabeisein ist alles. - Aber nur wenn man gewinnt.

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DJAG 19.08.2016, 11:05
4.

Zitat von tuvalu2004
Warum? Du gibt doch die Antwort mit Deinem Posting selber. Wer Sportler so wenig respektiert wie Du darf sich nicht wundern, wenn genau diese Sportler kein Selbstvertrauen haben. Sie wissen ja was passiert wenn sie die von Dich erhoffte Leistung nicht bringen. Wenn sie die bringen, bekommen sie ein Schulterklopfen und keineswegs wie in anderen Nationen übliche monetäre Anerkennung und Möglichkeit damit ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Hier heißt es weiter: Dabeisein ist alles. - Aber nur wenn man gewinnt.
Ich war selbst Leistungssportler und weiss wovon ich rede.
Ich mache den Sport weil ich will. Was die Gesellschaft denkt ist mir dann egal. Gerade Frau Obergföll und die meisten anderen Werfer, haben einen Job im öffentlichen Dienst (Polizei oder Bundeswehr) und eine optimale Förderung. Wenn ich mein sportliches Engagemant von der gesellschaftlichen Stellung abhängig mache, dann bin ich fehl am Platze oder muss mich nicht wundern, das ich von aussen Abhängig bin. Einen schlechten Tag kann jeder haben, aner hier ist ein systemisches Problem.
( Meter hinter seinem Leistungsvermögen zu bleicben und zu sagen, das war okay… Genau das ist das Problem. Es tritt in einer Breite auf, die ich nicht nachvollziehen kann. Die Turner, HockeyspielerInnen oder auch die Fussball Männer/ Frauen zeigen, dass es geht!

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mj.s62 19.08.2016, 11:10
5. Was fehlt ist die richtige Motivation

Solange man permanent das Gefühl hat, andere sind nur geschickt gedopt und fallen noch nicht auf, solange haben unserer super gut kontrollierten und sauberen Sportler auch nicht die nötige Motivation ihr Bestes zu geben. Andererseits könnte man einiges an der Sportförderung verbessern, andere Länder machen es doch vor!

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C-Hochwald 19.08.2016, 11:13
6. Speerwurf nur ein Symptom

Ich war selbst lange Leichtathlet und trat bei den Landesmeisterschaften über mehrere Jahre regelmäßig an.
Mir ist es vollkommen unverständlich, wie unsere LA-Sportler seit vielen Jahre disziplinübergreifend zu den großen Wettkämpfen ihre Bestleistungen oft nicht abrufen können.

Der Nominierungsstreit bei den Speerwerferinnen ist nur einer von vielen Erklärungsversuchen. Julian Reus beispielsweise konnte kurz vor der Olympiade 10:01sec laufen und ging in Rio im Vorlauf mit 10:3x unter, ähnlich die Sprinterin Pinto. Mit annähernder Bestzeit wären sie im Endlauf nicht mal letzter geworden. Letztes Beispiel Richard Ringer, fast 1min unter Bestzeit.

Irgendwas läuft im DLV aus meiner Sicht extrem schief, anders kann ich mir diese Kollektivversagen in den Vorkämpfen oder Endkämpfen nicht erklären.

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snickerman 19.08.2016, 11:22
7. Hat wehgetan

Mit persönlicher Bestleistung 4., 6. oder 8. zu werden, verdient meinen größten Respekt!
Aber teilweise um unter 12 (!) Metern unter seinen Bestweiten zu bleiben- während andere Athleten Landesrekorde purzeln lassen-, das ist indiskutabel!
Da war auch kein Aufbäumen, kein Wille zu sehen.
Nur leere Blicke in den Nachthimmel.
Das ist keine Ego-Abschiedsvorstellung, das ist Olympia.
Hic Rhodus, hic salta!
Und die Sportlerinnen müssen nun damit leben, das sich alle fragen: Hätte die Molitor es besser gemacht?
Ceterum censeo: Ich finde auch, dass bei uns die Medaillenplätze (und auch die nachfolgenden Ränge) zu gering belohnt werden, wenn man das mit vielen anderen Ländern vergleicht. Schließlich wird mit der Marke "Olympia" eine Menge Geld verdient...

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j.hewener 19.08.2016, 11:28
8. Nehmen wir uns

ein Beispiel an den Schützen. Trotz vielen Erschwernissen, wie Anfeindungen nach jedem Amoklauf, Terroranschlägen und trotz einem ungerechten Waffengesetz, den Schützen gegenüber, haben sie es geschafft mit Höchstleistungen zu glänzen. Das zeugt von einem starken Zusammenhalt und den Glauben an die eigene Sportart. Hoffentlich wird das auch einmal honoriert.

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borattheborat 19.08.2016, 11:29
9. Leistungsabruf

Die Sportler habe n sich bemüht, aber für was, wenn es nicht ausreicht. Christina Schwanitz hatte eine Schulterverletzung und sie hätte deswegen vielleicht gar nicht teilnehmen können. Sie freut sich über ihren sechsten Platz, aber sagt selbst, dass die Leistung miserabel war. Storl, Obergföll, Stahl und Hussong haben vielleicht einen schlechten Tag erwischt. Trotzdem muss die Leistung zu Olympia da sein. Am Ende wird es so aussehen, dass sie zwei Wochen nach Olympia wieder erste sind. Im Gegensatz zu irgendeinem Wettkampf sind die Sommerspiele nur aller vier Jahr und manche erleben diese nur einmal und dann nicht die Höchstleistung abzurufen ist schon schlecht. Aber sie sollten nicht danach rumlaufen, denn sie sind selbst daran Schuld und immer noch darüber lachen, wie Schwanitz.

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