Forum: Sport
Debakel für Stahl und Co.: Vergiftete Speere
DPA

Die deutschen Speerwerferinnen galten als Medaillenkandidaten, doch bei den Olympischen Spielen erlebten sie ein Debakel. Nach dem Wettkampf kochte ein altes Streitthema wieder hoch.

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derdudea 19.08.2016, 11:31
10. Ach wie schön...

dass es immer noch so schöne Ausreden gibt. Zickenkrieg untereinander, Gerichtsverfahren statt sportliche Akzeptanz der Nominierungskriterien und dann ist das alles plötzlich nicht mehr leistungsfördernd und der Grund, x-Meter unter den eigenen Leistunsgerwartungen zu bleiben?
Wenn der Wille zum sportlichen Miteinander nicht vorhanden ist, sind auch die Nominierungskriterien egal. Irgendein Nichtnominierter wird immer für böses Blut sorgen. Und auch wenn einfach die ersten drei Plätze der Jahresbestenliste zählen, findet irgendwer einen Grund: Ich war aber letztes Jahr noch Weltmeisterin....der Stichtag würde zu früh angesetzt...Sportfest XY zu Unrecht in die Wertung einbezogen oder auch nicht. Irgendwas ist immer....

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jackohnereacher 19.08.2016, 11:33
11. Die Olympischen Spiele

sind der absolute Höhepunkt des Sports. Wenn man nicht mehr als den 8. Platz der Weltrangliste bestätigen wollte und ohne Medaillenerwartung als gutbezahlte "Touristin" sich in die Mannschaft klagt, dann läuft irgendwas total verkehrt.

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hansvonderwelt 19.08.2016, 11:45
12. Vermisse eine Kultur des Verlierens.

Es kann immer nur einen Sieger geben,es geht um Sport.Das Leben geht nach Rio weiter,vermisse überhaupt Fairness in Rio.
Auch dem Brasilianischen Publikum fehlte es an "Sports-Geist".Kenne die ansonsten freundlichen Brasilianer.Irgendwie war in diesen Spielen der Wurm.Schöne Kulisse aber suboptimale Inhalte.

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Putin-Troll 19.08.2016, 11:46
13.

Zitat von
"Als ich nach den deutschen Meisterschaften zunächst nicht nominiert worden war, hat sich von den drei Mädels auch niemand um mich geschert." Es solle nicht böse klingen, aber "jeder macht sein Ding".
Tja, Leichtathletik war schon immer ein einsamer Sport. Drum wage ich auch mal zu behaupten, dass das Ergebnis mit Super-Stimmung im Team auch nicht besser ausgefallen wäre. Die waren eben nicht auf den Punkt in Top-Form.

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Robert_Rostock 19.08.2016, 11:50
14.

Zitat von jackohnereacher
sind der absolute Höhepunkt des Sports. Wenn man nicht mehr als den 8. Platz der Weltrangliste bestätigen wollte und ohne Medaillenerwartung als gutbezahlte "Touristin" sich in die Mannschaft klagt, dann läuft irgendwas total verkehrt.
Moment. Es war nicht Obergföll, die sich in die Mannschaft klagen wollte.
Und sie war außerdem immer noch die beste der drei Deutschen.

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Gurgelhupf 19.08.2016, 11:58
15.

Zitat von derdudea
Irgendein Nichtnominierter wird immer für böses Blut sorgen. Und auch wenn einfach die ersten drei Plätze der Jahresbestenliste zählen, findet irgendwer einen Grund: Ich war aber letztes Jahr noch Weltmeisterin....der Stichtag würde zu früh angesetzt...Sportfest XY zu Unrecht in die Wertung einbezogen oder auch nicht. Irgendwas ist immer....
Mag sein, aber wenn die Kriterien eindeutig sind, hat der dann eben Pech und wohl auch kaum Chancen, dagegen vorzugehen.
Zu dem Gezerre um die Nominierung kam es ja nur, weil die Kriterien so schwammig formuliert waren, dass man theoretisch jede Kandidatin nominieren konnte - oder auch nicht.

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brennstein 19.08.2016, 11:59
16. Grenzenlose Gier

Die Haltung Obergfölls ist nicht gerade sympathisch, immerhin wenigstens vordergründig ehrlich. Das Kernproblem des Leistungssports liegt darin, dass man die Leistungen nicht mehr objektiv vergleichen kann. Man muss schon sehr naiv sein zu glauben, dass Rio angesichts verschärfter Kontrollen weitgehend dopingfrei sei. Ist es natürlich nicht. Und selbstverständlich gibt es illegale Mittel, die derzeit noch nicht nachweisbar sind. Möglicherweise sind wir in Deutschland auf diesem Gebiet nicht mehr Weltspitze. Zu Zeiten der DDR war das anders. Und dass mit Kristin Otto eine der damaligen Spitzenschwimmerinnen, die nachweislich gedopt hat, heute im ZDF als Sportmoderatorin meist eher betreten zur Seite schaut, wenn übers Doping geredet wird, ist auch bezeichnend. Sie habe niemals wissentlich gedopt, so ihre Aussage, bei der man nur mit dem Kopf schütteln kann. Ganz generell muss man sagen, dass der absolute Spitzensport längst vollends diskreditiert ist. Wer ehrlichen Sport sehen will, muss zu den Amateuren gehen. Sobald es da auch um Geld geht, ist es ebenfalls vorbei mit der Gewissheit, dass es wenigstens bei ihnen mit rechten Dingen zugeht. Der Sport ist ein Spiegelbild der Gesellschaft geworden: Die Gier kennt keine Grenzen.

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olympiasport 19.08.2016, 12:07
17.

Deutsche Leichtathleten sind warme Temparaturen gewöhnt. In Rio regnete es. Vielleicht eine kleine Entschuldigung.
Aber vielleicht hätte es Katharina Molitor im Speerwerfen besser gekonnt.

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zyniker642 19.08.2016, 12:09
18. @Robert_Rostock

Obergföll hatte bereits eine Klage angedroht, bevor die Nominierungen überhaupt bekannt gegeben worden. Die Selbstgefälligkeit mit der Dame nun ihre miserable Leistung schön redet, zeigt dass sie nicht aufgrund ihrer Leistung nominiert wurde. Der DLV erntet nun die Saat einer kaum auf Fakten basierenden Nominierungspraxis.

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ntfl 19.08.2016, 12:21
19. Ausreden...

Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Deutschen fast nur noch bei den Ausreden Weltspitze sind. Vor allen Dingen der Hinweis auf eigene Verletzungen taucht dabei neben einem angedeutem Hinweis auf pauschales Doping bei den anderen zu häufig auf. Jeder Athlet sollte zu Olympia seine Bestleistung abrufen und ggfs. sogar verbessern können. Das sollte das alleinige Kriterium sein und dabei scheitern bei uns überproportional viele. Ob es dann für eine Medaille reicht ist ein ganz anderes Thema und auch, ob der Konkurrent evtl. gedopt ist und mehr Zuwendungen erhält. Ich denke, dass sich viele internationale Sportler eher auf ein Ereignis wie Olympia konzentrieren und bei uns falsch eingeschätzt wird, was Erfolge bei unwichtigeren Events im Vergleich mit höherwertigen Wettkämpfen und dann ganz anders fokussierten Konkurrenten tatsächlich bedeuten.

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