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Debatte um unfaire Olympia-Fans: Und das ist auch laut so
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Das Verhalten der Zuschauer im Stabhochsprung-Finale war ein Skandal. Aber sind deshalb gleich alle brasilianischen Olympia-Fans unfair? Oder sind deutsche Zuschauer solche Emotionen einfach nicht gewohnt?

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schlawa 17.08.2016, 21:55
60.

Grade beim Fussball gehts weiter. Pfiffe ohne Ende. Sind die Brasilianer wirklich so schlechte Verlierer ?

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ad2 17.08.2016, 22:01
61. Grenze definitiv überschritten

Es sollte ein Nachspiel haben… Doping ist nicht zulässig, weil es Leistungen verzerrt. Eine Fußballmannschaft, deren Fans Krawalle anzetteln, kann disqualifiziert werden. Und ein Publikum das wie hier Konzentrations-Sportlern mit Buhrufen Steine in den Weg legt, sollte vom Sportsgericht berücksichtigt werden. Hochsprünge unter solchen Schikanen könnten z.B. wiederholt werden oder der Wettbewerb wird notfalls zeitweilig ausgesetzt. Jedenfalls ist das so nichts anderes als sportlicher Betrug…

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gluonball 17.08.2016, 22:05
62.

Gegen das parteiisch Sein ist nichts zu sagen. Aber das Ausbuhen wird hier doch stark beschönigt. Man kann doch für jemanden sein und dem Gegner trotzdem etwas Respekt entgegen bringen.

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ichliebeeuchdochalle 17.08.2016, 22:05
63.

Fortsetzung

4. SpOn: "... man kann jetzt schon festhalten, dass man sich kaum ein begeisterungsfähigeres Publikum hätte wünschen können." - Richtig ist: Nur in den wenigsten Sportarten ist das so. Nämlich in den wenigen Lieblings-Sportarten der Brasilianer. Also eben nicht in 90% der Sportarten. Und wenn es um "Gegner" von Brasilianern geht, schlägt das um von Begeisterung in Bepöbelung.

5. SpOn: "Die Fans in Rio sind parteiisch. Sie suchen sich einen Athleten oder ein Team aus und schließen ihren neuen Liebling dann für ein paar Runden, Sätze, Minuten in ihre Herzen. Wenn ein brasilianischer Sportler am Start ist, wird dieser ausnahmslos angefeuert. - Richtig ist: Wenn ein brasilianischer Sportler unterlegen ist, entziehen sie ihm ihre Zuneigung. Er wird eben nicht "ausnahmslos" angefeuert.

6. SpOn: "Das führt dazu, dass Rafael Nadal im Tennis-Viertelfinale gegen den Brasilianer Thomaz Bellucci gnadenlos ausgepfiffen wurde, der Spanier aber eine Runde später vom Publikum adoptiert wurde: Es ging gegen Juan Martín del Potro aus Argentinien, dem wenig geliebten Nachbarland. Gegner aus Argentinien werden grundsätzlich ausgebuht" - Richtig ist: Wenn man gegen einen anderen Sportler ist, feuert man ihn nicht an. Ihn auszupfeifen, oft auch ihn zu bepöbeln (!), ist unsportlich.

Fortsetzung folgt

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derHamlet 17.08.2016, 22:10
64.

Zitat von Luxinsilvae
... die deutsche Dreispringerin Gierisch, die mit der Medallienentscheidung nichts zu tun hatte, zweimal vor dem Anlauf ihre Hände rhytmisch über dem Kopf zusammenschlug und bittend ins Publikum schaute, um durch Klatschen Unterstützung zu erlangen. Nichts, absolut gar nichts! Wirklich überhaupt keine Regung. Kein Mitgefühl, keine Empathie. Aber wundert einen das wirklich im Land der Favelas? Aber morgen stellt die Presse dem dummen Michel "den Brasilianer" wieder als Vorbild an Gastfreundschaft und Freundlichkeit dar.
Guten Abend Luxinsilvae,

ich denke der Favelabewohner goutiert Ihr wegschauen.

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ichliebeeuchdochalle 17.08.2016, 22:14
65.

Fortsetzung

7. SpOn: Thema Argentinien (siehe Ziffer 6) - Richtig ist: Ich übersetze Ihnen das mal: Niemand darf wegen seiner Hautfarbe, HERKUNFT, Religion diskrimniert werden. Niemand. Ein Brasilianer, der Argentinier nur deshalb niedermacht, weil sie Argentinier sind, ist charakerlich das allerletzte. Und Ihnen, lieber Artikelschreiber, sage ich: Lassen Sie sich mal Artikel 1 des deutschen Grundgesetzes erklären. Oder die Charta der Menschenrechte. Das ist Ihr dringendstes To-Do-Problem.

8. SpOn: "Aber meist machen die Menschen in Rio genau dann Lärm, wenn man Lärm machen darf und sollte. Es ist nur einfach anderer Lärm, als die Deutschen ihn kennen." - Richtig ist: Der "andere" Lärm ist Pöbel-Lärm, ist Harabwürdigungs-Lärm.

9. SpOn: "Beim Turnen wurde Epke Zonderland wie ein Goldmedaillengewinner bejubelt, als er nach seinem schweren Sturz noch mal ans Reck ging und weiterturnte." - Richtig ist: Er wurde bejubelt, als klar war, daß er durch seinen Sturz kein Konkurrent mehr für den Brasilianer war.

10. SpOn: "Oder die deutschen Beachvolleyballerinnen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst, die bei ihrem Spiel gegen die Brasilianerinnen Larissa França Maestrini und Talita Antunes da Rocha erst gnadenlos ausgebuht wurden. Dann aber erkannten die Brasilianer die Überlegenheit der Deutschen und feierten sie. Das ist dann nicht nur Zeichen von Begeisterung, sondern von Größe." - siehe Ziffer 9. Das ist das Gegenteil: schäbig

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spon_2937981 17.08.2016, 22:18
66.

Auch beim Fußball finde ich das Auspfeifen und Buhen schon sackdämlich. (*)
Bei allen anderen (vermeintlich 'feineren') Sportarten sowieso.
Ausbuhen hat nix mit Temperament oder so zu tun, das ist einfach unfair und respektlos.

Meinen Kindern versuche ich beizubringen, dass man 'seine' Mannschaft/Spieler anfeuert, aber nicht die anderen auspfeift.
Ist schwierig, wenn bei den olympischen Spielen das negativ vorgemacht wird.

(*) Unmutsäußerungen wegen z.B. unsportlichen Verhaltens stellen da natürlich eine Ausnahme dar.
Es geht um das Auspfeifen, nur weil es der Gegner ist.

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megmo 17.08.2016, 22:25
67.

Bei allem guten Willen solche Artikel sind irgendwie von einer Art "guten Intention" geritten, aber ich sehe da mehr Relativierungen, ein Zusammenwürfeln aller möglichen Aspekte und schaffen von irgendwelchen Strohmannargumenten.

Was hat z.B. das Bildnis vom neutralen und leidenschaftslosen Zuschauer an der Kritik von Buhrufen in bestimmten Situationen zu tun? Soll ich vom kalten und teilnahmelosen Fußballfan sprechen als Gegenententwurf zu irgendwelchen Hooligans, wenn einer bestimmtes Verhalten von diesen kritisieren würde?

Wer hat was gegen Emotionen und Anfeuerungen im positiven Sinne? Warum wird das auf eine Stufe mit Buhrufen und Störungen der Konzentration gesetzt.

Ich weiß nur das mir das Jubeln bzw Lärm machen bei der laufenden Turnübungen eines Athleten (wenn ein Fehlschritt so quittiert wird) so noch nicht begegnet sind. Dann als die Brasilianer in Medaillenreichweite waren.

Und solche Dinge sollte man auch wahrheitsgemäß im vollen Umfang kritisieren (natürlich ohne die Menschen als Ganzes zu verdammen). Doch eben dort, wo das für olympische Verhältnisse eine neue "Qualität" erreicht hat. Statt alles in den gleichen Topf zu rühren und so zu tun als ob dann alles in dem Maß tolerierbar oder sogar begrüßenswert ist. Dann kommen die Leute sich zurecht verkohlt vor. Und das sage ich als halb Nichtdeutscher, bei dem keine Herkunftsdinge bei der Identitätsfindung als Mensch eine Rolle spielen, sondern ich schaue ohne Ansehen der Person auf die Taten bzw. stoße mich auch mal daran. Wenn mir ein Verhalten dementsprechend kritikwürdiger vorkommt, dann würde ich es auch so aussprechen. Natürlich kann man dann auch das Gute hervorheben und loben, aber das Schlechte bleibt davon losgetrennt schlecht (simpel gesagt).

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zyniker642 17.08.2016, 23:34
68.

Der eigentliche Skandal ist doch, dass due angeblich unabhängigen Schiedsrichter sich davon beeinflussen lassen und auch nichts unternehmen. Im Stabhochsprung hätte man solange unterbrechen müssen bis Ruhe herrscht. Und in anderen Wettkämpfen erging es Athleten ähnlich. Und dann ist das hier Olympia und nicht irgendeine WM.

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mallekalle 17.08.2016, 23:49
69. Staun !

Ich komme aus dem staunen nicht mehr heraus. Wie man es als Schreiber dieses Artikels hinbekommt solch krude ,,Argumentationen'' wirklich allen Ernstes in der Redaktion abzugeben.
Da ist natürlich wieder mal der Deutsche selber schuld, wenn er diesen, für ihn ungewohnten ,,Jubel'' , nicht versteht.
Nein, den verstehe ich wirklich nicht. Fairness gehört bei uns zur Selbstverständlichkeit. Weiß der Autor anscheinend nicht. Und genau, wie es ein Forist schon schrieb, hätte genau dieser Autor, wenn es in D angenommen passieren würde, was vom sogenannten hässlichen Deutschen geschrieben!

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