Forum: Sport
Der Mann hinter dem WM-Deal: Die Affäre Dreyfus
AFP

Er war die zentrale Figur beim mutmaßlichen Kauf der WM 2006: Der damalige Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus war einer der einflussreichsten Manager des internationalen Sports. Fußball und Geld waren seine Spielzeuge.

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adal_ 17.10.2015, 13:43
90. Titelstory

Zitat von querollo
Saatchi & Saatchi ist eine der bekanntesten internationalen WERBEAGENTUREN. PR haben die, außer in eigener Sache, meines Wissens nie gemacht. Den Unterschied müsste man in der Kommunikationsbranche aber nun wirklich kennen. Ebenso wie den Unterschied zwischen einem Gerücht und einem Artikel. Das erste kommt ohne anständige Recherche aus und mir scheint, Artikel gibt es bei SPON immer weniger zu lesen.
Kleiner Tipp: SPIEGEL lesen.

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rloose 17.10.2015, 13:44
91.

Zitat von gh2x
Das kommt davon, wenn man jeden Kleinstaat der Welt, z.B. irgendwelchen Wischi Inseln im Pazifik die gleiche Stimme gibt, die sind halt sehr empfänglich für größere Geldsummen.
Genau, soll man doch lieber gleich die bestimmen lassen, die das Geld haben. Dann wäre man das Problem mit der Bestechung endlich los.
Das Modell kann man auch prima auf die Politik übertragen. Für die ganzen Unionsabgeordneten, die dann keine Zuverdienste mehr erhalten, würde man natürlich Übergangsgelder vereinbaren, um hier soziale Härten zu vermeiden.

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thomas haupenthal 17.10.2015, 13:49
92. Warum die Aufregung?

Es lief alles ganz korrekt. Um ein paar Scheinchen kommt man aber nicht herum, will man eine WM veranstalten, ist doch logisch.Nur sollte der Verkauf der Wm und der wm-Rechte oeffentlich stattfinden und nicht in irgendwelchen Hinterzimmern. Und es sollten nicht nur Funktionaere fuer die Vergabe verantwortlich sondern alle Interessierten: Verbaende, Sporťler, Sponsoren, Ausruester, Fernsehsender, Rechtehaendler, Pharmafirmen, Buchmacher. Und warum sollte nicht eine private Firma, wie etwa Coca-Cola die Organisation uebernehnen, natuerlich unter der Schirmherrschaft einen Verbandes?

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tkedm 17.10.2015, 13:49
93.

Zitat von hubertrudnick1
Herr Beckenbauer wollte nie als ein Saubermann und Aufklärer in Fragen Fifa auftreten, er hatte immer versucht alles klein zu reden, denn er wußte sicherlich, wer sich zu weit aus dem Fenster hinaushängt, dem trifft das Racheschwert
Richtig, statt Rückgrat zu haben, macht er sich lieber zur Witzfigur. Nicht nur in Sachen FIFA, sondern auch als Befürforter der Spiele in Katar, wir erinnern uns.

Er könnte auch nie Aufklärer sein, weil er selbst tief im Sumpf mit drinsteckt, erst recht in der Zeit als Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees.

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gunpot 17.10.2015, 14:05
94. SPON und allen anderen

Nestbeschmutzern zum Trotz sollte Dreyfuss postum das Bundesverdienstkreuz verliehen werden. So hat die WM 2006 doch erheblich das internationale Renommé Deutschlands gesteigert.
Nun sollte der SPIEGEL aber wirklich aufarbeiten. Wie sind wir denn zu der Ausrichtung der WM 1974 gekommen? Bitte beeilen; denn viele Entscheidungsträger sind schon verstorben wie der gute Dreyfuss.

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adal_ 17.10.2015, 14:13
95.

Zitat von tkedm
Richtig, statt Rückgrat zu haben, macht er sich lieber zur Witzfigur. Nicht nur in Sachen FIFA, sondern auch als Befürforter der Spiele in Katar, wir erinnern uns.
Beckenbauer wurde letztes Jahr sogar von der FIFA-Ethik-Kommission gesperrt, inklusive Stadionverbot, weil er Auskünfte über den Zweck seiner vielen Reisen nach Katar und der nicht ganz so vielen Reisen nach Russland verweigerte. Inzwischen ist aber alles wieder OK, er und Blatter sind wieder ein Herz und eine Seele. Oder auch schon wieder nicht mehr? Wer weiß das schon?

BTW: Beckenbauers hochdotierte geschäftliche Aktivitäten für Katar und Gazprom haben natürlich rein gar nix mit seinen fußballpolitischen Tätigkeiten zu tun. :-)

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raber 17.10.2015, 14:42
96. Sportkorruption sehr behutsam behandelt. Warum eigentlich?

Nichts Neues. Nur, es werden keine Konsequenzen gezogen. Alles bleibt wie gehabt, einige profitieren von ihren Machenschaften und die Masse guckt blöd zu. Die Behörden und Politiker gucken lieber weg weil sie auch in diesem Korruptionsgeflecht sei es als Mitwisser oder Dulder beteiligt sind. Alle versuchen Geschäfte zu machen, nur einige machen es über den kriminellen Weg.

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jgwmuc 17.10.2015, 14:44
97. Gutes Geschäft

Nur 6,7 Millionen? Bei einer gewaltiger Deutschland PR, hunderte Millionen von Steuereinnahmen aus der WM. Gutes Geschäft, Klasse DFB und Beckenbauer. Ohne Bimbes kann man noch nicht auf den Lokus in der UEFA Zentrale

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deglaboy 17.10.2015, 16:42
98. Man muss konstatieren...

neben der italienischen Mafia gibt es noch die mächtigere Fussballmafia. Dort wird nicht gekleckert, sondern geblattert.

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Ratterbach 17.10.2015, 18:44
99. Geschäftsgebaren

Danke für den gut zusammenfassenden Artikel. Die durchsichtig als Kredit deklarierte Geldspende auf einem separaten Schweizer Konto im Jahr vor der Sponsorenentscheidung ist der Schlüssel zum Verständnis der Hoeneß-Affäre und ein Hinweis auf das allgemeine Geschäftsgebaren. Zu dieser Zeit hatte Uli Hoeneß noch keine Zockerneigung. Sie hatte sich erst im Umgang mit dem Konto entwickelt, wie man in einem sehr aufschlussreichen, ausführlichen Interview in der ZEIT mit ihm und seiner Familie nachlesen kann. Er hatte eine gespaltene Beziehung zu den Millionen. Er hat damit gezockt, als ginge ihn das Geld nichts an, und hat von dem Konto nach eigener Aussage nichts entnommen - offensichtlich aus (einem Rest an) Unrechtsbewusstsein.
Insofern scheint die ‚Spende‘ für Hoeneß selbst eine Ausnahme gewesen zu sein. Dass allerdings der FC Bayern ihn so klaglos mit der Geldannahme davonkommen lässt, spricht wiederum leider für einen Routinevorgang im Fußballgeschäft.

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