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Deutscher Fußball-Bund: Am Rande der Unregierbarkeit
RONALD WITTEK/EPA-EFE/REX

Mit Reinhard Grindel geht der dritte DFB-Präsident innerhalb von sieben Jahren - er scheiterte an sich selbst, vor allem aber an Widerständen im Verband. Kann der Deutsche Fußball-Bund sich überhaupt reformieren?

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ondrana 03.04.2019, 16:11
1.

Ich hoffe, Silvia Neid widersteht einem eventuellen Angebot. Die Tatsache, dass man als erste Frau in diesem Amt Geschichte schreiben könnte, steht in keinem Verhältnis zu dem, was auf sie zukommen würde:

Immer wenn Männer einen karren total an die Wand gefahren haben, lässt man endlich eine Frau ran. Wenn die es nicht schafft, die Bruchstücke zusammenzufügen, heißt es: "Typisch. Die Frauen können es halt nicht."

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Dres-- 03.04.2019, 16:12
2. Fußball, Fußball, Fußball...

Es tut mir leid, aber den Raum den Fußball in der Berichterstattung (in allen Medien) einnimmt ist unerträglich!
Ich hoffe doch, dass allen Beteiligten bewusst ist, dass Fußball nur ein SPIEL ist.
Das sollte es auch wieder werden! Es sollte keine "Industrie" sein! Also weg von allem dem drumherum, weg von Rivaliten, weg von Millionentransfers, weg von der Geldmacherei!
Lasst uns Fußball wieder als SPIEL genießen!

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swandue 03.04.2019, 16:15
3.

Eine knappe halbe Million Euro für acht(?) Sitzungen jährlich. Das Geld sollte an den Verband fließen, in einen Sozialfonds vielleicht, ebenso wie der Erlös aus dem Verkauf von Geschenken im Wert von über 100 oder 150 €. Da werden sich gute Dinge finden, die man mit diesem Geld fördern kann.

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jk1! 03.04.2019, 16:17
4. Das ganze Unternehmen gehört professionalisiert

Dazu reicht es nicht eine starke Persönlichkeit an der Spitze zu haben. Die Altlasten ( Freshfields/Korruption wg. Sommermärchen, Verlust der Gemeinnützigkeit ) müssen offen und transparent geklärt werden. Daran haben aber viel zu viele der Juristen dort kein Interesse. Die Landesfürsten möchten natürlich auch weiterhin gerne bei einer WM die Präsidiumssitzungen halten, sich wichtig fühlen und die Annehmlichkeiten eines 5* Hotels genießen.
Herr Bierhoff hat rund um die Nationalmannschaft im Bereich der Vermarktung vieles professionalisiert und die Akademie ist auch ein starkes Zukunftsprojekt. Als Mann an der Spitze taugt er aber überhaupt nicht. Dort muss eine Persönlichkeit stehen, die nicht nur auf Augenhöhe mit den Logen - und VIP-Besuchern steht, sondern sich auch nicht zu schade ist mit der Bratwurstkurve Kontakt zu halten und diese Menschen auch ernst zu nehmen. Es fehlt Bierhoff schlicht an der Integrationskraft.

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Lankoron 03.04.2019, 16:22
5. Sie vergessen nur das wichtigste

in ihrem Artikel. Die DFL und die ach so mächtigen Profimannschaften haben beim DFB nicht das Sagen, sondern die Amateure, die Regionalverbände. Die DFL ist der natürliche Gegner dieser Verbände und Vereine, da sie ihr Profisalär auf deren Kosten erwirtschaften, sie aber mit Brosamen abspeisen statt wirklicher finanzieller Unterstützung. Und ein Oliver Bierhoff als Präsident, geschwächt und beschädigt durch die letzten zwei Jahre des jammervollen Auftritts der Nationalmannschaft innerhalb und ausserhalb der Stadien?

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transatco 03.04.2019, 17:19
6. Gebe Ihnen zu 100% recht!

Zitat von Dres--
Es tut mir leid, aber den Raum den Fußball in der Berichterstattung (in allen Medien) einnimmt ist unerträglich! Ich hoffe doch, dass allen Beteiligten bewusst ist, dass Fußball nur ein SPIEL ist. Das sollte es auch wieder werden! Es sollte keine "Industrie" sein! Also weg von allem dem drumherum, weg von Rivaliten, weg von Millionentransfers, weg von der Geldmacherei! Lasst uns Fußball wieder als SPIEL genießen!
Ja ich gehe sogar noch weiter und empfinde den Profisport inzwischen als Belästigung meines Lebens! Ständig ist in Berlin alles komplett mit Fans von Eisbären, Alba oder Fussball usw. voll! Die Medien berichten auf zig Seiten über diese Dinge! Es ist mir aber völlig Wurscht wie Erzgebirge gegen Aue gespielt hat um mal Rolf Miller zu zitieren! Ich habe meine Tageszeitung vor 3 Jahren abbestellt, weil sage und schreibe 50% der Seiten Sportberichterstattung war!

Sport gehört in den Freizeitbereich und dass dort tätig sein ist kein Beruf ebensowenig wie Schlagersänger ein Beruf ist! Unsere Welt ist völlig crazy!

Aber vielleicht können wir die Weltmeisterschaften im Synchronschwimmen nach Deutschland holen, dann ist das zweite Sommermärchen garantiert!

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sibbi78 03.04.2019, 17:30
7. Sollte der Posten des DFB-Präsidenten vergütet werden,

sprich: hat der Präsident ein festes Einkommen, steht mit Philipp Lahm bereits ein Kandidat Gewehr bei Fuß. Der Mann weiß wo es lang geht! Wird allerdings dann wohl etwas bayernlastig...

Mein Favorit wäre allerdings Andreas Rettig - klare Kante und sauber!

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login37 03.04.2019, 17:37
8. Kein Seifert, kein Peters, kein ...

Wir brauchen niemanden der von den Proficlubs oder der DFL kommt. Die DFL ist bereits stark und professionell aufgestellt. Das bisschen Geld, das eigentlich aus dem Profibereich an die Amateure fließen sollten, wird vom DFB quasi noch zurück erstattet, damit die DFL noch etwas mehr Geld hat. Insofern können Seifert, Peters und Co. den Posten nicht übernehmen. Die würden DFL und Proficlubs zu Lasten der Amateure noch mehr bevorzugen.

Wir brauchen dringend eine Stärkung der Amateure. 25.000 Amateurvereine verfügen im Durchschnitt über ein Jahres-Budget von 38.000 EUR. Die Sanierung eines Rasenplatzes kostet heutzutage 100.000 bis 250.000 Euro. Ein Kunstrasenplatz kostet um die 500.000 Euro. Das können sich massenweise Vereine trotz diverser Förderprogramme nicht leisten.

Das Ergebnis sieht in Norddeutschland so aus: Von Ende Oktober/November bis März/April sind die Plätze häufig unbespielbar. Massenweise spiele gerade im Jugendbereich müssen abgesagt bzw. verschoben werden. Die müssen dann zwischen April und Juni nachgeholt werden. Dann muss der Rasen so viele Spiele wegstecken, dass er völlig kaputt geht. Da wird dann auf einem Kartoffelacker gespielt: Viel blanke, unebene Fläche, ab und zu mal ein übrig gebliebenes Grasbüschel. Mangels Geld gibt es kein Entrinnen aus dieser Spirale. Ein Kunstrasenplatz pro Verein wäre ganzjährig bespielbar und würde helfen.

Der DFB baut sich gerade einen neuen Elfenbeinturm in Frankfurt ("Akademie"), der am Ende wohl 200 Mio. Euro kostet. Damit könnte man auch rund 1.000 neue Kunstrasenplätze für Vereine anschieben. Davon würden in den nächsten 5-10 Jahren ca. 500.000 bis 1.000.000 Jugendspieler profitieren. Wie viele werden vom DFB-Elfenbeinturm profitieren?

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House_of_Sobryansky 03.04.2019, 17:41
9. Tot

Mit großem Interesse verfolge ich das Wanken der bundesrepublikanischen Imperien. Sie stehen im Vorgestern. Der Fußball, die Autoindustrie, die Kirchen, die Kunst. Die Feldherrenattitude à la Sparkassenvorstand ist so démodé wie die kompensatorische Funktion des Fußballs als Ventil. Dazu gibt es heute Egoshooter. Der Fußball ist tot und zeigt nur noch durch ewig nostalgische Hools etwas Leben, die sich gerne analog abreagieren.

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