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Deutschland nach dem WM-Aus: Aufgeben gilt nicht
DPA

Wenn es tatsächlich einen Zusammenhang gibt zwischen Fußball und Politik, dann können sich jetzt alle gehackt legen, die noch positiv auf dieses Land und auf Europa schauen. Oder eben gerade nicht.

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kalle_may 27.06.2018, 21:06
20. hungrig ?

Zitat von marko_kuhn
"Joachim Löws Vertrag läuft noch bis 2022.". Die Größe einer Idee Löws war es, auf Althergebrachtes und Erfolgreiches zu vertrauen, anstatt innovativ zu agieren und modernen, jungen, hungrigen Fussball spielen zu lassen. Dieser letzte Satz im Kommentar macht mir Angst...
Welcher Spieler genau war jetzt der hungrige ?

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Peter Friedrichs 27.06.2018, 21:07
21. Ganz Ihrer Meinung

Zitat von uhrentoaster
Ganz im Gegenteil. Mit der K.O.-Runde fängt die WM erst richtig an. Schön finde ich auch, dass man vermutlich keine Bilder mehr von Rudelguckern aus Deutschland sehen wird. Das Buch zur WM werde ich mir auf jeden Fall kaufen. Das Ausscheiden ist einfach historisch!
Ich soll keine WM mehr gucken, nur weil Deutschland rausgeflogen ist? Wüsste ich aber :-)

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luny 27.06.2018, 21:07
22. Führungsnation Europas

Hallo Herr Kuzmany,

Sie schreiben:

"Die Behäbigkeit jedenfalls, die damit einherging, Weltmeister zu sein und als Führungsnation Europas das Zentrum der freien Welt, sie sollte spätestens jetzt restlos verschwunden sein. Es ist nicht so selbstverständlich, wie es lange aussah, ein Fußballspiel zu gewinnen."

Ihre Argumentation hakt. Deutschland wurde eben nicht als
"Führungsnation Europas" anerkannt, sondern stets als Besser-
wisser und als moralische Instanz, die mit dem Scheckbuch
wedelte, um die anderen EU-Länder unter ihre Knute zu bekommen.

Das erklärt auch die derzeitige "Beliebtheit" der amtierenden
Bundeskanzlerin innerhalb der EU, die ja keinen Fuß mehr auf die
Erde bekommt, egal, wie viele Milliarden EUR sie dafür bietet.

Im übrigen sind Europa, die EU- und die EUR-Zone verschiedene
Konstrukte. Aber das lernt SpOn wohl nie.

Um im Fußballjargon zu bleiben:

Das Spiel ist verloren!

Der Bundestrainer der Fußballnationalmannschaft sollte nicht nur
die Verantwortung für die Niederlage übernehmen, sondern auch
zurücktreten.

Diesem Vorbild sollte die amtierende Bundeskanzlerin folgen und
eben nicht nur von Verantwortung reden, sondern auch über die
folgerichtige Konsequenz, nämlich ihren Rücktritt.

LUNY

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im_ernst_56 27.06.2018, 21:08
23. Legende

Die Idee (oder besser gesagt die Legende), dass es einen Zusammenhang zwischen der Art, wie DFB-Ausauswahl Fußball spielt und der Politik gibt, wurde mit der Kanzlerschaft Willy Brandts begründet, als Netzer aus der Tiefe der Raumes kam und die DFB-Elf Europameister wurde. Die Art Fußball zu spielen als Symbol für den Aufbruch in eine neue Politik. Das war allerdings schon 1972 und die Aufbruchstimmung schon etwas dahin. Die Legende hat mit Wirklichkeit nichts zu tun, jedenfalls wenn es um die WM geht. WM 1954: Kanzler Konrad Adenauer (CDU); WM 1974: Kanzler Helmut Schmidt (SPD); WM 1990: Kanzler Helmut Kohl (CDU): WM 2014: Kanzlerin Angela Merkel(CDU). Bei der WM 1966, als die DFB-Elf erst in der Verlängerung des Endspiels durch ein Tor, das wahrscheinlich keines war, geschlagen wurde, war Ludwig Erhard (CDU) ein schwacher Bundeskanzler. Unabhängig vom Erfolg war auch der Spielstil der DFB-Elf selten oder nie symbolisch für die deutsche Politik. Was hatte 1990 der unwiderstehliche Antritt des Lothar Matthäus im Spiel gegen Jugoslawien und sein Tor, das als Türöffner für den WM-Erfolg gilt, mit der behäbigen Politik eines Helmut Kohl zu tun? Okay, da war die Begeisterung über den Fall der Mauer und die anstehende Wiedervereinigung, die Helmut Kohl in den Schoß gefallen war. Aber sonst? Und bei der WM 2014 hatte Angela Merkel noch nicht die mediale Beliebtheit als Mutter der Flüchtlinge erlangt, sondern war noch die Teflon-Kanzlerin, an der alles abprallt und die alle Probleme aussitzt Als sie dann die Flüchtlings-Kanzlerin war, kam 2016 das EM-Aus im Halbfinale nach mutlosem Spiel gegen Frankreich. Fazit: Es gibt keinen Zusammenhang zwischen Erfolg und Spielstil des DFB-Fußball und der Politik. Alle derartigen Vergleiche hinken und sind konstruiert.

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bammbamm 27.06.2018, 21:09
24.

Wow, hätte nicht gedacht das man so spielend von einer WM Niederlage den Übergang schafft zu "Wir Linken sind die sooooo viel besseren Menschen und wir sind die Zukunft". Dabei ist die eigentliche Parallele die Selbstverliebtheit und Arroganz, die Blase die nichts mehr von aussenhalb wahrnimmt und die nicht vorhandene Selbstreflexion, und genauso wie die Deutsche Nationalmanschaft muss die Linke aufpassen das es für sie nicht das Aus bedeutet.

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charlybird 27.06.2018, 21:09
25. Die kleine Fußballtragödie

war tatsächlich ein bisschen wie die blasse deutsche Politik der Gegenwart.
Alles hält sich in der Mitte auf, Sicherheitsgeplänkel ohne Mut und Ideen, rechts wird sich permanent festgerannt und über die linke Seite kommt zu wenig.
Von daher hätte auf der linken Seite ein Sanéhäubchen frischer Wind gefehlt.
Das kann nur doch für beide Disziplinen ein Wink für die Zukunft sein. :-)

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H. Krämer 27.06.2018, 21:12
26. Zumindest in Brasilien ist man zufrieden

In Brasilien schreibt man, Deutschland erlebe nun seinen eigenen 1:7-Tag und muss deshalb die WM verlassen. So wird es in diesem Turnier auch keine solche Wiederholung mit den Brasilianern geben können.

Da ich Brasilien-Fan bin, stört mich das deutsche Aus nicht. Wie verdient (oder auch nicht) die Niederlage war weiß ich nicht, da ich das Spiel nicht gesehen habe. Gute Fans werden aber in guten wie in schlechten Zeiten zur Nationalmannschaft stehen und diesen Tiefpunkt überleben.

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Papazaca 27.06.2018, 21:13
27. Richtige Analyse, dann aber: Löw hat Vertrag. Habe ich was..

falsch verstanden? Die Analogie mit der Politik trifft wahrscheinlich zu: Beide, Merkel wie Löw haben den richtigen Zeitpunkt verpasst, zu gehen. und jetzt haben wir und Sie den Schlamassel. Und Sie, Herr Kuzmany kommen nach Ihrer richtigen Analyse zum falschen Fazit!

Nein, nach Löw braucht es einen Neuanfang. Und das gilt auch für Merkel. Übrigens auch für die SPD, die quasi in einer Schockstarre verharrt und im Moment nichts bedeutendes zu sagen hat.

Aufstehen ja, aber nicht so weitermachen, sondern analysieren woran es gelegen hat. Ich habe da sowohl bei Merkel als auch bei Löw so meine Ideen. Sicher ist aber nur eines. Weiter so geht gar nicht. Das ist aber weder
ein Argument für die Baslers oder die Gaulands. Übrigens, schon vergessen, Merkel ist die Garantie für die AfD.
Nein, jetzt ist Neuanfang angesagt, aber weder mit den Baslers noch den Gaulands.

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george2013 27.06.2018, 21:13
28. Bundesligisten: Kämpft um Löw !

Nein, wedet Häme noch Spott: Bundesliga-Teams sollten jetzt sofort um Joachim Löw kämpfen. Dieser Fußball-Lehrer ist - Statistik gefällig? - einer der erfolgreichsten Trainer. Und mit seinen fast "jugendlichen" 58 Jahren hat Löw noch lange nicht genug vom Fußball!

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fräulein_w_aus_d 27.06.2018, 21:18
29. Falsche Prophezeiung

Vor paar Tagen sagten deutsche Mathematiker, dass Deutschland nach Datenlage mit Abstand als der größte Favorit errechnet wurde. Was man aus diesem Fauxpass mitnehmen kann, ist, dass das Leben eben das Leben ist und Zahlen und Daten eben doch was anderes. Politik sollte irgendwo auch menschlich bleiben und nicht so robotermäßig kühl technisch kalkuliert. Politiker sollten Gefühle haben, die sie zeigen - für ihr Land, ihre Sache oder was weiß ich.
Hier der Artikel:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/wm-2018-mathematiker-sehen-deutschland-als-klaren-favoriten-a-1212650.html

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