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DFB-Integrationsbeauftragter Cacau: "Mich haben die verächtlichen Worte von Tönnies s
DPA

Wegen rassistischer Äußerungen soll sich Schalkes Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies am Dienstag vor dem Ehrenrat des Vereins erklären. Der DFB-Integrationsbeauftragte Cacau äußerte sich jetzt deutlich zu dem Fall.

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matteo51 05.08.2019, 19:32
50. Untersuchung

Nach einer solchen Äußerung, die ja Zeugen (die Öffentlichkeit) hat, wundere ich mich darüber, dass dieser "Vorgang" noch untersucht werden muss. Das klingt nach Abpuffern, Zeit gewinnen und Relativierung und ist m.E. nicht angemessen. Klare Rücktrittsforderung und schneller Rücktritt wären wohl das Mittel der Wahl, um sich zumindestens ein bisschen zu "rehabiliteren".

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Dakdak 05.08.2019, 19:37
51. Pfui FDP

Jetzt weiß ich, warum ich die FDP zuletzt nicht mehr gewählt habe und auch in Zukunft nicht mehr wählen werde. Was Kubicki und seine treuen Anhänger zum Fall Tönnies von sich gegeben haben, stößt mich ab.

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Barças Superstar 05.08.2019, 19:40
52. @44

Muss 10 hoch 9 heißen und auch das lateinische Zitat war mit Schreibfehlern versehen. Der Sinn bleibt aber erhalten, hoffe ich.

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seeyouin1982 05.08.2019, 19:41
53. Und die FDP

wieder fischt am rechten Rand. Die Aussagen aus dem Lager der "Liberalen" find ich fast noch schlimmer als die des Schalker Fleischfabrikanten. Wer heutzutage noch FDP wählt, dem ist auch nicht mehr zu helfen. Typisch für diese Partei - wie ein Fähnchen im Wind.

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billhic 05.08.2019, 19:42
54. Eigentlich nicht

Zitat von mullertomas989
Für Soja-Anbauflächen. Damit die Tönnies-Rinder und -Schweine geung billiges Futter bekommen! Mir scheint, er wollte nur von seiner eigenen Mitverantwortung für den Klimawandel (Tierproduktion) ablenken. Aber der Schuss ging wohl nach hinten los .....
Afrika spielt beim Sojaanbau bislang absolut gar keine Rolle. Aber dennoch könnte Soja in Afrika nachhaltiger angebaut werden, als in Brasilien, da die Böden besser sind, also wäre die Idee gar nicht so bescheuert.
Was er ausgesagt hat, ist btw. richtig und nach meiner Meinung wichtig, aber wie er es gesagt hat, war eine riesen Dummheit.
Und die Frage ob das rassistisch war oder nicht, stellt sich gar nicht, da sich Betroffene bereits geäußert haben und das sehr wohl so empfinden. Ob es so gemeint war, ist unerheblich. Und leider konzentriert sich jetzt die ganze öffentliche Debatte auf die Rassismus-Frage und nciht auf die eigentlioche Aussage.
Dabei wäre das sehr wünschenswert. Afrikas Rohstoffe schonen und den Wohlstand/die Lebensqualität der Bevölkerung erhöhen, ist unabdingbar. Die wirksamsten Mittel gegen eine übermäßiges Bevölkerungswachstum sind nun einmal Frieden, Bildung, Altersabsicherung, etwas Wohlstand, Freiheit und Menschen bzw. Frauenrechte. Wir könnten das ermöglichen, sind zur Zeit aber eher verantwortlich, dass nichts dvon den Afrikanern zuteil wird.

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herbert 05.08.2019, 19:44
55. Der Tönnis hat im Prinzip Recht

seine Wortwahl ist plump ausgefallen.
Fakt ist doch
In Afrika hat man Großfamilien mit vielen Kindern um zu überleben.
Verhütungsmittel könnten ja vom Vatikan geliefert werden aber der sieht diese als Sünde.

In Afrika werden die Länder ausgebeutet und die Chinesen investieren überall.
Das Geld stecken sich die Regierungsfiguren der jeweiligen Afrikanischen Länder ein.

Zudem ist Afrika befallen von Aids und sonstigen tropischen Krankheiten, wo die Leute sich keine Medizin kaufen können.

Die Folge ist, das eine Hälfte nach Süd Afrika wandert und die andere nach Europa um ein besseres Leben zu haben.

Fazit

Die EU muss diese Länder stabilisieren und auch den Markt öffnen für afrikanische Produkte.

Herr Tönnis könnte in Afrika einen Lebensmittelkonzern aufbauen, speziell Fleich, wo die Bevölkerung einen riesigen Nutzen hat.

In dem Sinne

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sven2016 05.08.2019, 19:45
56. Herr Tönnies hat unprovoziert und gut

vorbereitet, völlig ohne Zusammenhang, eindeutig rassistische und abwertende Bemerkungen vor einem Geschäftsleutepublikum gemacht und erhielt dafür Applaus.

Mann, wo leben wir hier? In einer Prollkneioe in Chemnitz müsste man das wohl hinnehmen, aber so?

Er hat seine Weltsicht dargelegt und sollte dafür nun auch geradestehen. Mit einer Bitte um Entschuldigung (hätte ich das hier nicht sagen sollen ...) ist es sicher nicht getan.

Die Metzger im Fußball sind eine unschöne Gruppe ...

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zeisig 05.08.2019, 19:51
57.

Zitat von vera gehlkiel
Wer sagt denn, dass eine Bildumfrage den aktuellen Waehlerwillen widerspiegelt?! Also wirklich, Sie reiten den armen Kubucki ja immer tiefer rein...
Da haben Sie zu schnell gelesen. Ich sprach von unseren Volksvertretern, die den Wählerwillen widerspiegeln. Nicht von den Bildlesern, die sich an dieser Umfrage beteiligen.

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andy_lettau 05.08.2019, 19:53
58. Meine Sicht der Dinge

So gerne ich auch Afrika bereise (privat, über die Natürschönheiten staunend, ohne missionarischen Eifer): Da ist vielerorts noch finstere Vergangenheit, mit einem Fokus, der auf Vermehrung zwecks Versorgung der Familie gerichtet ist (das gibt es allerdings auch hier, häufig zu beobachten in den "biodeutschen" Familien, die dem Trash des Privatfernsehens huldigen und zumindest einen/eine aus der eigenen Brut als zukünftigen Sieger in irgendwelchen "Superstar"-Formaten erhoffen). Insofern: Johannes Mario Simmel lag mit seinem "Hurra, wir leben noch" nicht ganz so falsch in seinem gesellschaftlichen Zukunftsbild, welches bestimmt sein würde von Fressen & Ficken. Und Herr Tönnies hat Simmel ggf. auch gelesen, Stichwort "Potentielle Fleischkäufer-Kunden, die sich aus Afrika rübermachen in die EU". Anders kann ich mir das Schweigen bzw. Geklatsche der Unternehmer nach der Tönnies-Rede nicht erklären. Quintessenz meines fahrigen Gedankenganges: Herr Tönnies hat ein kleines Störfeuer geliefert. Langfristig muss aber m.E. die EU eine grausame Entscheidung treffen: Lassen wir keinen mehr rein oder nehmen wir alle auf? Persönlich bin ich für Variante II - aber ich bin auch nur ein kleiner, neutraler Beobachter, der mit der Erkenntnis klarkommen muss, privilegiert aufgewachsen und dennoch endlich zu sein. Die linken und rechten Ränder sind nicht mein Ding.

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Derpittydoo 05.08.2019, 19:54
59.

Da musste ich mich nach gefühlt ewiger Forenabstinenz doch noch einmal anmelden und Ihnen zu diesem herrlichen Reinbeispiel von "white guilt", also des jahrelange sorgfältigst kultivierten Selbsthass westlicher, "weißer" Nationen gratulieren. Auch wunderbar dieser kleine Schlenker nach den üblichen Halbwahrheiten mit der Floskel, dass es hier ja eigentlich um Tönnies ginge.

Aber arbeiten wir uns Schritt für Schritt durch diesen dem tiefsten afrikanischen Regenwald in Verworrenheit und Undurchdringlichkeit in kaum etwas nachstehendem Kommentar Ihrerseits durch. Es sollte allgemein bekannt sein, dass Sklaverei weit vor europäischen Einflüssen auf Afrika eine lange Geschichte hat, ob nun durch arabische Eroberer oder auch interafrikanische Geschichten. Wir wollen sicher nicht bestreiten, dass die Songhai, die Zulu, die verschiedenen Volksgruppen Äthiopiens (die Sklaverei übrigens wurde erst im 20. Jahrhundert hier für illegal erklärt) und so viele andere Stämme sich bekriegt und versklavt haben. Was für eine Wirtschaft soll sich bitte in afrikanischen Gesellschaften bilden? Die Stammeskultur ist weit verbreitet und lässt keine komplexeren Gebilde zu, wie man sie seit der Renaissance in Europa beobachten konnte. Auch die erfolgreicheren afrikanischen Kulturen und Reiche wie beispielsweise Mali waren stets von inneren Unruhen geprägt, auch ganz ohne europäische Intervention.Nun gilt dies natürlich nicht als Verharmlosung des Schreckens der Sklaverei, sehr wohl sollten wir aber bedenken, dass es sich hierbei nicht um eine Heuschreckenplage europäischer Jäger handelte, die "die jungen, kräftigen Menschen systematisch raubten und versklavten".

Sicherlich darf man Ihnen im zweiten Punkt zustimmen, nämlich, dass der Kolonialismus zu Ungunsten der entmündigten afrikanischen Völker ausgeführt wurde, doch darf man auch festhalten, dass sich hier Anfänge von Staatsgedanken und Industrialisierung bildeten, also Kerngedanken, die ja auch der Herr Tönnies so holprig erwähnen wollte. Dass diese nach den errungenen Unabhängigkeiten nicht weiter verfolgt wurden, wobei es hier natürlich auch Ausnahmen gibt, ist natürlich auch rein die Schuld der Europäer. Auch ist es die Schuld der Europäer, dass die Afrikaner diese in Ihrem dritten Punkt erwähnten Staatsgrenzen nicht entsprechend korrigierten. Sicherlich war das mittelalterliche Mali ein fantastischer Ort mit seinen Dutzenden Ethnien, so völlig frei von europäischen Einflüssen, nicht wahr?

Aber, wie Sie auch sagen, Scherz beiseite. Es erschließt sich mir nicht, wie Sie die doch nun wirklich harmlosen Aussagen des Herrn T. als schädigend zu bezeichnen, ganz besonders, wenn Sie von "Fünkchen Wahrheit" sprechen, die man "hineininterpretiert". Genau so kann man Rassismus in Worte hineininterpretieren. Oder bevormundendes Halbwissen in vermeintlich erleuchtete SPIEGEL-Foristen, die es schaffen, aus dem Satz "Leute meines Schlages sehen gerne Rassismus und ominösen "Schaden", wo keiner ist und Herr Tönnies muss uns befrieden, sonst schreien wir ganz laut herum!" einen ganzen Absatz zu machen.

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