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DFB-Niederlage gegen Mexiko: Ausgekontert
AFP

Der Weltmeister startet mit einer Niederlage ins Turnier, Trainer und Mannschaft wirken davon völlig überrumpelt. Gegen Schweden geht es jetzt schon ums sportliche Überleben.

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jens1808 17.06.2018, 22:38
1. Özil der Bemühteste???

Özil noch der Bemühteste? Was für ein Spiel hat Hr. Ahrens denn gesehen? Wenn überhaupt dann noch eher Reus der zumindest Schwung reingebracht hat nach seiner Auswechslung...warum Özil statt Reus angefangen hat weiss wohl nur der Bundesjogi selbst...

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muensterneu 17.06.2018, 22:40
2. mein Fazit....

Ich sehe es so: Eine ( was menschlich verständlich ist ) auf vielen Positionen noch mit ehemaligen Weltmeistern besetzte Mannschaft , ergänzt um einen völlig überschätzten Draxler, einen viel zu spät ins Spiel kommenden M. Reus , wird gecoacht von einem völlig von sich überzeugten ( Weltmeister )- Trainer , der auch nicht den Willen hat, noch weniger willens ist neue Systeme zu entwickeln.
Am Ende statischer Fussball, Überheblichkeit und die Ignoranz des Trainers, das manche 14`er Gewinner längst hüftssteif und überfordert sind ( Kroos, Hummels, Boateng ).

Das Problem: die Verdienten. Angefangen vom Manager über den Trainerstab; die weltmeisterlichen Spieler. Da hält man zusammen und befördert saturiert nicht die Entwicklung. Meine Idealvorstellung wäre , sie mit allen Ehren nach einem Titelgewinn zu verabschieden. Woher soll denn der Wille und die Kreativität kommen aus solch einer Situation etwas Neues zu entwickeln? Ich weis, das ich Recht habe. Ich weis aber auch, das das Utopie ist.

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freizeitverkaeufer 17.06.2018, 22:44
3. Sehr treffende Analyse. ..

...nach dem Titel ist Löw vollends abgehoben : Die Liste seiner Fehlleistungen ist übrigens lang. Bei jeder WM seit 2006 hat er schwerwiegende Fehler gemacht. 2006 und 2010 haben sein taktischen und personellen Fehlentscheidungen die WM gekostet. 2014 hat Hansi Flick das Schlimmste verhindert. 2018? Götze bleibt zu Hause, Sane bleibt zu Hause, Erdogan fährt zumindest gefühlt mit zur WM. Die heutige Aufstellung und seine Spieleraufstellung lassen ein Ausscheiden in der Vorrunde befürchten.

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nixkapital 17.06.2018, 22:58
4. ...

...war das wirklich so überraschend? Wie bereitet man sich auf eine Begegnung mit dem amtierenden Weltmeister vor? Indem man seine Spiele noch und nöcher analysiert. Und da das System sich nicht groß geändert hat, war Mexiko bestens vorbereitet und hat die deutsche Mannschaft komplett vorgeführt. Selbst wenn das Spiel der Mexikaner überraschend kam, fehlte bei den Deutschen die Abstimmung im Mittelfeld und vor allen Dingen die Unterstützung der Abwehr durch die Mittelfeldspieler. Und immer wieder haben sich die hochaufgerückten Verteidiger durch die schnellen Angreifer überrumpeln lassen. Schnelles Lernen aus der Situation war beim deutschen Team heute nun wirklich nicht gegeben. Dass es am Ende nur 0:1 stand, war da die eigentliche Überraschung. Vielleicht hat sich das System Löw aber auch einfach überholt.....

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marius_k 17.06.2018, 22:59
5.

Erschreckend neben der Leistung des Teams ist, dass es Löw offenbar zur Halbzeit nicht gelungen ist, die richtigen Schlüsse zu ziehen und Veränderungen am System vorzunehmen, wenn er schon so überrascht vom Auftreten der Mexikaner war. Warum Reus nicht schon zur Halbzeit kommt, warum Draxler, der permanent das Tempo verschleppt, um einen seiner Übersteiger zu vollführen, überhaupt spielt und warum er nicht, einen zweiten spielstarken Sechser bringt, um Kross zu entlasten, wird wohl Jogis Geheimnis bleiben.

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vinoveritas 18.06.2018, 23:02
6. Sie spielen nicht für ihr Land.

Jeder spielt für sich allein und das trifft auch für Löw zu. Es begann mit der Hymne: Die Deutschen zuerst und kläglich war es. Anders bei den Mexikanern. Da hat jeder Spieler, Trainer und Betreuer (soweit man sehen konnte) aus dem Herzen die Hymne mitgesungen-auch die Fans auf den Rängen. Das ist auch und gerade Körpersprache. Es ist so, daß bei einem Unternehmen wie eine sportliche (aber nicht nur) Weltmeisterschaft in erster Linie das jeweilige Land in den Ring tritt-repräsentiert durch den jeweiligen Athleten oder die jeweilige Mannschaft. Daß dies politisch immer wieder instrumentalisiert wird ist nicht gut aber liegt in der Sachnatur. Die deutsche Nationalelf ist derzeit nicht kollektiv geprägt sondern individuell. Gündoghan und Özil sind dabei nicht die Auslöser sondern die Indikatoren-paßt schon.
Prognose gefällig?: Mentale Einstellungen können von Löw nicht geändert werden zumal er bei sich Selbst anfangen müßte. Also bitte Resetschalter bedienen. Ich persönlich singe lieber meine Nationalhymne gemeinsam mit Sportlern, die das auch aus Verbundenheit heraus tun. Wenn wir dabei auch noch Weltmeister werden ist das schön aber nicht wirklich wichtig. Die Wahrscheinlichkeit, daß wir Titel holen ist allerdings mit Identifizierung zu seinem Staat hin viel größer als zum jeweiligen Geld der Akteure hin. Weil: Die Macht des Geldes ist eigentlich unwirklich.

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h.hass 18.06.2018, 23:42
7.

Zitat Bierhoff: "Die Mexikaner haben eine andere Taktik gefahren, als wir es erwartet hatten." Sowas haut unsere Weltfußballer natürlich total aus den Socken, dass da einer eine Taktik fährt, die man nicht erwartet hat. Eigentlich ein Grund, sich beim Schiedsrichter zu beschweren und dann beleidigt den Platz zu verlassen.

Ist sowieso eine Unverschämtheit, dass sich der Gegner seine Taktik nicht vorher vom Bundestrainer genehmigen lässt. Wer könnte denn auch verlangen, dass man sich auf dem Platz auf eine neue Taktik des Gegners einstellt?

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cree1k 18.06.2018, 23:52
8. Stehgeiger

Abseits der generellen negativen Kommentare über Özils Erdogan Abenteuer hat er heute wieder bewiesen, warum er besser nicht in den Kader berufen worden wäre. Es ist doch egal welcher Spieler sich in einem Moment in der Abwehr eines gegnerischen Stürmers befindet. Sein Zweikampfverhalten beim Gegentor und fast allen nachfolgenden Zweikämpfen kann doch nicht wahr sein. Das hat nichts aber auch überhaupt nichts mit Abwehr zu tun. Dazu kommt noch das anscheinend einige Weltmeister ihr Trikot spazieren tragen. Man kann immer verlieren aber nicht auf diese Art und Weise. Ein Armutszeugnis für "Die Mannschaft" und Löw.

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poitierstours 18.06.2018, 00:01
9. Amtierender Weltmeister muss Auftaktniederlagen wegstecken können

Eine Mannschaft, die zur Titelverteidigung anreist, muss auch schmerzvolle Niederlagen zu Beginn des Tuniers wegstecken können. Damit ist nicht gemeint, dass Die Mannschaft ein Selbstverständlichkeitsrecht für Siege abonniert hat. Dafür gibt es keine Garantie. Aber eine besser geschlossenere, organisch kohärentere Leistung als Gesamtteam wäre schon zu wünschen. Vielleicht ist der DFB-Kader auch in Qualität und abrufbarer Leistungsfähigkeit nicht nur auf einzelnen Positionen sondern vielmehr auch als Mannschaft - gerade auch in der Eigeneinschätzung - völlig überschätzt, vielleicht gibt es auch eine Betriebsblindheit im Trainerteam. Aber da hilft alles Lamentieren nicht. Einen ordentlichen Kick sollten die hoch bezahlten Fußballstars schon noch hinbekommen. Auch wenn's ein Abgang und Abgesang schon in der Vorrunde werden sollte, manierlich sollte er schon sein. Aber wenn Die Mannschaft auch von der Inspiration her manierlich, also nicht pomadig, spielt, dann gibts auch ein Weiterkommen ins Achtelfinale, es sei denn, es ginge mit einem Donnerschlag zu.

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