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DFB-Pleite gegen Brasilien: Im März wird man nicht Weltmeister
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Bundestrainer Joachim Löw bleibt nach dem 0:1 gegen Brasilien gelassen. Dafür kritisiert Toni Kroos seine Mitspieler ungewohnt scharf. Doch dabei geht es vor allem um das Machtgefüge innerhalb des DFB-Teams.

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Tavlaret 28.03.2018, 09:33
10. Im Turnier sieht alles anders aus

Im Prinzip hat das von gestern keine Aussagekraft. Im Sommer gibt es eine lange Vorbereitung, es werden 23 Spieler dabei sein, manche nicht, die man vielleicht erwartet hätte. Dann beginnt das Turnier und Deutschland fängt an sich 'durchzutanken'. Bei der WM 2014 betrachtet, wurden nur die Spiele gegen Portugal und Brasilien souverän gewonnen; alle anderen, gegen Ghana, USA, Algerien, Frankreich und auch Argentinien hätten genauso verloren gehen können. Ob das nochmal so wird, sei dahingestellt, vermutlich wird es aber ein anderer - es gibt mehrere auf gleichem Niveau -, die Kleinigkeiten, die Zufälle, die zuletzt über sieg und Niederlage entscheiden schlagen nicht immer positiv für Deutschland aus. Siehe EM ... wie unschön hat sich Portugal da durchgewürgt ... vielleicht wird die WM genauso, mit irgendeiner Mannschaft mit der man nicht rechnet. Ich wünsche mir ein Turnier auf hohem technischen Niveau mit vielen Toren, ich befürchte aber es gibt ein Kampf-, Krampf- und Gurkenkick. Irgendeiner wird Weltmeister werden.

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derjonny 28.03.2018, 09:35
11. Testspiele sind sportlich unattraktiv

Ich muss zugeben, ich interessiere mich für die Nationalmannschaft abseits von den großen Turnieren nur am Rande und habe von dem Spiel gestern nur wenige Minuten bewusst wahrgenommen. (Anfang der zweiten Halbzeit, Brasilien da klar besser, im DFB-Mittelfeld wurde so ziemlich alles an Zweikämpfen verloren, was ging)
Daher maße ich mir kein Urteil über die Qualität beider Mannschaften an. Aber Erfahrungsgemäß sind Testspiele der Nationalmannschaften in unseren Zeiten eigentlich keine wirklich interessanten Veranstaltungen. Körperloses Spiel, die Trainer würfeln willkürlich Mannschaften zusammen weil sie aussichtsreiche, leistungsstarke Spieler mal in Aktion sehen wollen. Die wollen sich aber in der Schlussphase der Saison und so kurz vor einem Turnier vor allem nicht verletzten. Daher fehlt es in der Zweikampfführung oft an der Entschlossenheit und Offensivspieler scheuen das Risiko doch mal einen auf die Socken zu bekommen. Im Ergebnis sind das dann bessere Trainingseinheiten für 11, 14 oder 17 Spieler je nach vereinbartem Wechselkontingent.

Und den Mannschaften die da aufs Feld gehen fehlt es an jeglicher Eingespieltheit. Dem Trainer bleibt wenig mehr als eine Woche Zeit mit den Spielern zu trainieren. Wenn dann nicht die Halbe Mannschaft zufällig vom gleichen Verein kommt bewegt sich die Mannschaftsleistung - abseits von Einzelaktionen - bestenfalls auf gehobenem Zweitliganiveau. Als Zuschauer fehlt mir daher oft das Interesse mir diese Spiele überhaupt noch anzuschauen. Dabei ist es auch egal ob der Gegner nun Brasilien oder Burkina Faso heißt. (Das aktuell kein Dortmunder dabei ist, spielt aber wahrscheinlich auch eine Rolle)
Das ist den Spielern aber auch nicht wirklich vorzuwerfen. Entscheidend sind die Trainingswochen vor dem Turnierstart und der Fitnesszustand mit dem die Spieler von den Vereinen kommen. Die Trainer, die es schaffen ihre Starensemble in eine möglichst effektiv zusammenspielende Mannschaft zu formen, die machen den Turnierausgang unter sich aus. Ein hoffnungsloses Unterfangen vor einem Testspielwochenende.

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ludwig49 28.03.2018, 09:47
12. Immerhin ist es gelungen...

...der brasilianischen Mannschaft das psychologisch wichtige Gefühl kurz vor der WM zu vermitteln, dass ein Spiel gegen Deutschland nicht unbedingt mit einem Debakel enden muß. Ob es klug war von Löw, einen möglichen Gegner bei der WM derart aufzubauen, wage ich zu bezweifeln.

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dachhase 28.03.2018, 10:01
13. Weltmeister

wird nur der, der auch antritt. Ich habe im Moment so meine Zweifel, ob alle mitspielen.... Nicht desto trotz: da ja nun gestern nicht soviel gegangen ist, hab ich irgendwann Mal den Gündogan gesucht: Wer zufällig eine Kopie des Spiels hat, sollte Mal reinschauen. Sobald er irgendwo in die Nähe eines Zuspiels kam, hat der peinlich genau darauf geachtet, einen Brasilianer zwischen sich und den Ball zu bekommen. Sicherheitspässe- bloß schnell den Ball weg. 10 gegen 11 gegen Brasilien? Da kann man auch Mal schnell 1:7 unter die Räder kommen.
Ich hab Jogi Löw noch nie so frustriert gesehen, er hat nun wirklich nichts gefunden, was er herausheben konnte. Bin gespannt, ob er das wieder hinbekommt, denn noch muß er davon ausgehen, daß man spielt, oder wissen die Leute schon mehr als wir?

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rösti 28.03.2018, 10:04
14. ja

Es hat Özil gefehlt, ich weis er ist nicht so beliebt wie Uwe, Müller usw , aber er ist der Spieler der mit in unserer Mannschaft den Takt angibt und mit seinen Kurzpässen zwischen die Linien den Gegner überrascht! Das alles mit unserer Klasse Elf ergibt diese Einheit und Klasse, die uns auch in Moskau nicht enttäuschen wird. Sollten Sie verlieren waren die anderen an diesem Tag besser als unsere Jungs!

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djeduschka_egon 28.03.2018, 10:06
15. Alles im grünen Bereich

Es wurde gestern mit einer wieder mal zusammengewürfelten Mannschaft, die teils nicht alles aus sich rausholt, dazu noch einen unterirdischen Tag erwischt hat, gespielt. So ein Rumgegurke von der N11 habe ich lange nicht mehr gesehen, und das war unnötig. Der Gegner hingegen war Brasilien, in Bestbesetzung (abgesehen von Neymar), der hoch motiviert war und sich voll reingehangen hat, und der, wie ich meine, ein sehr gutes Spiel gemacht hat. Dass dieser Vergleich nur 0:1 ausging (dieses Ergebnis geht in Ordnung), spricht für die Stärke der N11. Zur WM sind unsere Spieler dann hoch motiviert - wie die Barilianer bereits gestern. Wir werden besser eingespielt sein - wie die Brasilianer gestern. Wir werden die A-Mannschaft aufbieten - wie die Brasilianer gestern. Wir werden mit dem Ernst eines Pflichtspiels auf den Rasen gehen - wie die Brasilianer gestern. Die Luft nach oben war bei den Deutschen gestern extrem - bei den Brasilianern nicht mehr so, die waren ja gestern schon richtig gut. Sprich wenn beide Mannschaften bis zur WM ihr Steigerungspotenzial ausschöpft (und Deutschland wird das), mache ich mir für ein Aufeinandertreffen in Russland keine Sorgen.

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schueler79 28.03.2018, 10:12
16. Habe mehr erwartet

Jedenfalls in der 2. Halbzeit, aber da kam wenig bis nichts. Vielmehr hatten die Brasilianer die ein oder andere Gelegenheit zu erhöhen, ich fand der Trapp hat da gut gehalten...
Und Kroos, hat einen Fuß ja, aber kann mich auch an eine Situation in der 2. Hälfte erinnern, wo er sinnlos 30 Meter vor dem Tor den Ball vertändeln hatte und daraus sich fast ein Tor ergab. Arroganz schützt vor Fehlern nicht, eher das Gegenteil ist der Fall.

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citi2010 28.03.2018, 10:17
17.

Bei der Benotung hier auf SPON kommt Sané viel zu gut und z.B. LArs Stindl viel zu schlecht weg.

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citi2010 28.03.2018, 10:21
18.

Zitat von forky
Das Spiel war vor allem mal Beleg dafür, dass die hochgejazzte Premier League gar nicht das Nonplusultra ist. Sané und Gündogan haben auf internationalem Niveau noch große Schwierigkeiten. Ich bin mal gespannt, wie sich jetzt ManCity in der Champions League gegen Liverpool schlägt. Da muss man eine andere Körpersprache zeigen als gestern. Aber richtig enttäuschend waren die Auftritte von Draxler, Goretzka, Stindl, Rüdiger und Gomez. ich glaube, da kann man fast besser an Götze, Schürrle und Reus festhalten. Bei denen weiß man, was man kriegt, und die können im Trainingslager noch zulegen. Plattenhardt flankt wesentlich besser als Hector, aber Marx ist der beste AV der Liga. Und Kimmich wird kein Außenverteidiger mehr. Defensiv ist er einfach zu schwach. Das haben sowohl die Spanier als auch die Brasilianer schonungslos aufgezeigt.
Ich stimme Forky zu: Götze, Schürrle und Reus sind definitiv höher einzusiedeln als Goretzka und Stindl, auch wenn alle irgendwie die Formkrise haben.

Am meisten hat mich die fehlende Dynamik frustriert. Da waren endlose Alibipässe dabei.

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homosapjens 28.03.2018, 10:23
19. Zweiter Anzug passt nicht

Ich finde schon, dass das Spiel gestern sehr aufschlussreich war. Es war klar erkenntlich, dass zwischen der der alten Garde der WM 2014 und den nachrückenden 'Talenten' spielerisch und technisch eine riesen Lücke klafft. Sie sind nicht in der Lage einen gepflegten Ball zu spielen. Nun gut. Hier in Deutschland ist Fussball ein Ergebnissport. Gewinnt man - egal wie - ist alles gut. Scheiss auf das schöne Spiel. Scheiss auf filigrane Pässe, saubere Dripplings, Ballbeherrschung und sowas alles. Verliert man, wird alles auseinander genommen und gejammert aber die wahre Ursache wird auch nicht gefunden. Sieht man sich die Spiele im ConfedCup mal an, dann sieht man auch da schon erhebliche Defizite im Spielaufbau, in der Ballbeherrschung, in der Spieldominanz und im gepflegten Spiel. Aber so schlimm und so wichtig kann das ja nicht sein. Man hat ja schliesslich das Turnier gewonnen. Auf Dauer setzt sich aber nur Qualität durch. Und die ist bei der nachrückenden Generation weit weniger vorhanden. Ehrlich. ich habe nach 2005 technisch kein so schlechtes Spiel mehr einer deutschen Mannschaft gesehen, wie das gestern. Das grenzte echt schon wieder an den guten alten deutschen Rumpelfussball. Aber unsere Mentalität ist ja so. Rumpelfussball hin oder her. Ist doch egal wie. Hauptsache wir gewinnen.

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