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DFB-Psychologe zu Mertesacker-Aussagen: "An den Stress gewöhnt sich kein Mensch"
DPA

Nationalelf-Psychologe Hans-Dieter Hermann begrüßt die "wichtige Debatte", die Per Mertesacker angestoßen hat. Mit dem Druck normaler Angestellter könne man den Stress von Fußball-Profis nicht vergleichen.

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pklauss 26.03.2018, 13:02
2. Ich verstehe es trotzdem nicht

Vorweg: Ich verstehe auch nichts von Fußball, darum kann ich leidenschaftslos sein. Wenn ein Fluglotse, ein Busfahrer oder ein Chirurg einen Fehler machen, passiert etwas Schreckliches. Wenn ein Fußballer einen Totalausfall hat, passiert rein gar nichts. Und wenn es so schlimm ist, dann sollten sich die Betroffenen vielleicht einen anderen Beruf suchen.

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roenga 26.03.2018, 13:06
3. Vergleichen wir mal

Am Wochenende war Formel 1. Ein Rennen dauert in etwa so lange wie ein Fußballspiel. Formel 1 Piloten sind weltweit bekannt und stehen somit extrem im Licht der Öffentlichkeit. Anders als bei Fußballprofis im Ligabetrieb schaut hier die ganze Welt gleichzeitig zu. Der größte Unterschied zu Fußballprofis besteht aber im extrem hohen Risiko für Leib und Leben. Wenn der Druck für Fußballer angeblich schon so extrem hoch ist, wie kann dann ein Rennfahrer überhaupt noch mit sich und seinem Beruf zurechtkommen? Möglicherweise ist die Gefühlswelt von Herr Mertesacker doch nicht symptomatisch für den durchschnittlichen Fußballprofi und er eher zart besaitet. man kann es nicht oft genug erwähnen - ein hoch bezahlter Fußballprofi kann jederzeit aussteigen, im Gegensatz zu Otto Normalverdiener, der i.d.R. arbeiten muss um leben zu können.

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heinrich.busch 26.03.2018, 13:09
4. So schlimm ist es auch nicht

Das nervige und unrealistische "Anschlussgelaber" kann man sich sparen. Das interessiert im Allgemeinen Niemanden.
Ansonsten gibt es genug andere Berufe die in der Tat mit einem Bein im Gefängnis stehen und das sind nicht die Manger von VW oder due hochgehalten Fußballer.

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spon-facebook-10000286189 26.03.2018, 13:19
5. Profis wollen keine Kritik

finde der DFB-Psychologe Hans-Dieter Hermann hat nicht Recht. Es gibt genügend Jobs wo bis an die Grenzen der Belastbarkeit gegangen wird. Ferner ist der Fußballprofi nicht von finanzieller Not bedroht. Viele Arbeitnehmer aber ja.Wer muss mehr aushalten Herr Hermann der hochbezahlte Profi oder die Familie die mit 1000 Euro auskommen muss

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mcjoe 26.03.2018, 13:25
6. Also wer Fußballprofi werden

will...träumt ja hoffentlich seine ganze Jugend davon, dazu gehört auch der ganze Rummel drumherum. Klar muss man ein gewisser Schlag von Mensch sein um ganz oben mitzumischen.. aber jeder Profi sollte diesen Stress lieben, sonst ist er einfach falsch aufgehoben.

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zeisig 26.03.2018, 13:28
7. Selbstbewußtsein heißt das Geheimnis.

Nur gut Fußball spielen können alleine reicht eben nicht. Das ist so wie im ganz normalen Leben: Wenn man etwas vor einer Öffentlichkeit präsentieren muß, dann muß man von sich überzeugt sein, dann muß man das gerne tun. So wie der andere Spielertypus, den es eben auch gibt, nämlich diese eitlen jungen Kerle, die sich auf das nächste Spiel freuen, um ihre neue Frisur oder ihr neues Tatoo vorführen zu können. Und die auf dem Rasen mal gerne einen Blick auf die Videoleinwand im Stadion riskieren um sich selbst zu sehen. Und natürlich gibt es noch viel dazwischen. Ganz normale Menschen, mit dem nötigen Selbstbewußtsein ausgestattet, haben kein Problem, aufzutreten. Man sollte nicht den Fehler machen, Mertesacker als einen typischen Fall zu nehmen. Die menschliche Psyche ist vielfältig. Wenn einer etwas kann, aber Probleme hat vor Publikum aufzutreten, dann muß er sich eben überlegen ob - wie in Fall Mertesacker - Fußballprofi der richtige Beruf für ihn ist.

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Jota.Nu 26.03.2018, 13:30
8. Keiner hat Recht!

Druck oder Belastungsempfinden sind so individuell, wie die Menschen, die damit umgehen müssen.
Insofern ist die Belastung durch Situationen davon abhängig inwieweit der Betroffene gelernt hat damit umzugehen.

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serienchiller86 26.03.2018, 13:34
9. Hmm..

wie können sich Foristen, die selber nicht in dieser Situation sind, rausnehmen darüber zu urteilen? ach ja, wir sind ja in Deutschland, wo jeder alles besser weiß, den vollen Durchblick hat und Empathielosigkeit herrscht. Es wird nur neidisch über Gehälter geningelt, weil man selber nichts erreicht hat und Probleme kleingeredet, weil man nicht über den Tellerrand sehen kann.

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