Forum: Sport
DFB-Sieg in der EM-Qualifikation: Über außen in die Spur
DPA

Eine Hälfte lang war Deutschland auf Augenhöhe mit Nordirland. Dann drehte das DFB-Team auf. Der Schlüssel: die Außenbahnen - und Serge Gnabry.

Seite 1 von 2
RalfHenrichs 10.09.2019, 04:58
1. Praktisch qualifiziert

Nordirland: auswärts Deutschland, zweimal Holland. Deutschland: zu Hause Nordirland, in Estland und zu Hause gegen Weißrussland. Wenn Deutschland daraus mehr Punkte holt, ist die Qualifikation geschafft. Das sollte möglich sein. Was Holland macht, ist dann egal.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
saphir082 10.09.2019, 06:17
2. schade nur...

dass das deutsche Spiel über weite Stecken der 2. Halbzeit von "Angsthasen-Fußball" bestimmt wurde. Wenn sich in der Spieleröffnung 2 bzw. 3 Optionen zum Spielen ergaben, wurde meisten die sichere Variante, das "Hinten rum" gewählt, statt mutig nach vorne zu spielen und damit Schwung ins vertikale Spiel zu bringen. Gestern habe ich schmerzlich Mats Hummels vermisst. Wenn dann die Offensivkräfte ebenso mutig das Erfassen des Spielraumes durch Bewegung in die Räume entwickeln, kann technische Überlegenheit auch greifen und Abschlüsse generieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
stoffi 10.09.2019, 06:49
3. Herr Löw tur sich immer schwer

junge neue Spieler ,,ran" zu lassen. Reus und Werner überschätzt er. Reus hat seinen Zenit bereits überschritten und Werner wirkt wie ein Fremdkörper.Kai Havertz und auch Luca Waldschmidt gehören bei einem Neuangang von Beginn an mit auf den Platz. Es wäre nützlich ein paar Termine zu finden, an denen sich die Nationalelf aufeinander einspielen kann. Für Oktober sehe ich aber schwarz, da wird das Deutsche Team in der jetzigen Form wohl eine Packung wegstecken müssen

Beitrag melden Antworten / Zitieren
volkerrachow 10.09.2019, 07:23
4. Jogis Gurkentruppe

Angesichts der vielen CL-Teilnehmer in der deutschen Nati ein grausames und peinliches Spiel. Wieviel Verständnis und Rückschläge muss der Zuschauer denn noch ertragen. Wann übernehmen die Schönwetterspieler Reus und Kroos endlich und dauerhaft Verantwortung. Wo ist der Macher in Jogis Gurkentruppe? Und dann der ausgelutschte und ideenlose Trainer. Jogi kann es nicht. Wer aber glaubt, Jogi sollte endlich zurücktreten, berücksichtigt das Netzwerk des DFB nicht. Der Unsympath Bierhoff sichert sich und Jogi langfristig ab. Und jetzt kommt auch noch der neue Präsident aus Jogis Nachbarschafft dazu. Der deutsche Fußball ist unter der Konstellation nicht zu retten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
niroclean 10.09.2019, 07:44
5. ..geht doch

Ja, zugegeben - die erste Halbzeit war die Deutsche Nationalmannschaft unter Druck und es sah so aus als wenn man unbedingt ein frühes Gegentor vermeiden wollte und sich deshalb kaum aus der eigenen Hälfte heraus wagte. zudem waren die Nordiren motiviert bis an die Haarspitzen und standen den Deutschen immer auf den Füssen. Der Zwölfte Mann (das Publikum) wirkte sich zusätzlich wie Doping auf die Nordiren aus.

In der zweiten Halbzeit blitzte immer wieder die fussballerische Überlegenheit der Deutschen auf und es waren auch schöne Pässe zu sehen. In der Mannschaft steckt Potenzial aber es fehlt noch an Selbstbewusstsein und Konstanz.
Das Jogi Löw auf Gnabry setzt ist völlig richtig wie man auch gestern wieder sehen konnte.
Gebt ihnen genügend Zeit dann wird das wieder eine gute Mannschaft.

Der Schrei nach Trainerwechsel ist meiner Ansicht nach unangebracht, denn wenn gesagt wird Klopp könnte das alles besser so hinkt der Vergleich doch stark; Klopp ist täglich mit seiner Vereinsmannschaft zusammen und hat natürlich viel mehr Einfluss auf die Mannschaft als ein Bundestrainer, der einen zusammengewürfelten Haufen (nicht negativ gemeint) innerhalb weniger Tage zu einer Mannschaft schmieden muss, die dann unter Beobachtung der ganzen Nation einen Kantersieg erzielen soll.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
derwahrewutbürger 10.09.2019, 07:47
6. Kroos ist der neue Ballak

Zunächst muss ich mal Herrn Löw loben. Er hat inzwischen wieder eine vielversprechende Truppe zusammengestellt.
Nach dem WM-Generationswechsel fällt leider vermehrt auf, dass der ein oder andere Charakterkopf aus der Zeit ab 2014, der die Jungen Spieler führen sollte, seiner Verantwortung nicht gewachsen ist. Besonders herausragend ist hier der Kroos Toni, der sich immer mehr zum Alibi-Fußballer und zum Sicherheitsrisiko entwickelt. Fielen seine Defizite bei der WM zunächst noch nicht im phlegmatischen Kollektiv auf, so werden diese nun schonungslos offengelegt. Das Zweikampfverhalten im Mittelfeld (hier stachen zwei Kopfballversuche im Hollandspiel hervor, bei der man in jeder Thekenmannschaft ausgelacht worden wäre), unnötig riskante Anspiele in der Vorwärtsbewegung ohne erkennbaren Sinn, die kaum kontrollierbar sind, sowie haarsträubende Fehlpässe (gestern, Gegner mit Pass in die Tiefe bedient..5. Min). Zu allem Überfluss wurde mangels Mumm beim Führungsspieler auch noch das alte Ballbesitzgedingse wieder eingeführt. Gnabry hat es in der 2. Hälfte gezeigt, wie man im Mittelfeld Zug zum Tor aufbaut. Reus ist leider auch nur Mitläufer und macht die Chancen nicht rein....Herr Löw sollte noch mal schauen, ob er noch 2-3 alte Spieler reaktiviert bekommt, mit der Mannschaft werden wir bei der EM noch nicht bestehen können.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Eric_C 10.09.2019, 09:06
7. Löw ist völlig überfordert und unfähig, junge Spieler zu fördern.

Mit Löw wird es für den deutschen Fußball das nächste große Desaster geben. Hätte er nach der WM als Bundestrainer aufgehört, würde man heute deutlich besser da stehen. Selbst ein Klinsmann hätte mehr aus diesem Kader herausgeholt. Aber nein, an Löw und Freund Bierhoff (was macht Bierhoff eigentlich beruflich?) wird weiter vom DFB trotz blamabler Ergebnisse festgehalten. Das wird sich in absehbarer Zukunft rächen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Humanfaktor 10.09.2019, 10:30
8. Falsche Einstellung

Einmal mehr hatte ich als Zuschauer den Eindruck, dass"Die Mannschaft" falsch eingestellt auf den Platz geschickt worden war. Die Nordiren wollten ES mehr, waren schneller, direkter, aggressiver und in allem physischen Auftreten das dominierende Team.
Das darf es eigentlich gar nicht geben, wenn in einer Mannschaft mehrheitlich international erfahrene CL-Stammpieler und im anderen Team eher Underdogs, die bestenfalls durchschnittliches Liganieeau aufweisen, aufeinender treffen. Doch so war es. Und das deutet darauf hin, dass das Trainerteam "Die Mannschaft" nicht gut vorbereitet und somit im Vorfeld nicht gut gearbeitet hat.
Diesen Satz aus dem Bericht finde ich daher bezeichnend: "... die deutsche Mannschaft fand nur schwer ins Spiel. Das Team schien überrascht vom hohen Pressing der Gastgeber. Sinnbildlich dafür war die siebte Minute, in der Toni Kroos tief in der eigenen Hälfte aggressiv angelaufen wurde und es nicht schaffte, den Ball zu klären."
Wie kann eine gut eingestellte Mannschaft von etwas, das selbst ich als Erwartungswert einschätzen würde, überrascht sein? Die Nordiren mussten natürlich ihre Chance wittern und über den Kampf die Dominanz erzwingen wollen. Das war vorhersehbar. Und was gehört dazu? Natürlich das Pressing - und zwar hoch, direkt auf die eher als schwach eingeschätzten und verunsicherten Abwehrspieler und zentralen Mittelfeldakteure.
So eine Taktik lernen die Trainer heute doch in den entsprechenden Lehrgängen. Und davon wir Löw dann überrascht? Er hat seine Mannschaft nicht darauf vorbereitet? Oder sind die Spieler nicht in der Lage, das zu adaptieren und umzusetzen? Warum klappt in de N11 nicht, was die Spieler in den Clubs, die in der CL mitmischen, wie selbstverständlich umsetzen, in den entsprechend hochklassigen Mannschaften?
Ich denke, das eigentliche Problem sitzt auf der Bank. Schon seit der verkorksten WM-Vorbereitung ist klar, dass Löw zu eindimensional aufgestellt ist und sein Zenit bereits weit hinter ihm liegt. Leider hat er eine starke Lobby im DFB. Ich kann mir nicht vorstellen, dass noch vor der EM ein Wechsel kommen wird, also erwarte ich von der EM nicht viel. Löw ist unflexibel, hält zu lange an einer untauglichen Entscheidung fest, damit ist die Mannschaft leicht auszurechnen und das Trainerteam tendiert dazu, selbst die anderen Mannschaften falsch einzuschätzen - das gab es ja gestern nicht zum ersten Mal. Zusammen ist das keine gute, und hinsichtlich eines erfolgreichen Abschneidens, zukunftsträchtige Kombination, meine ich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pmf2 10.09.2019, 16:54
9. Das wars, Herr Löw

Es müsste mal so richtig im Karton krachen: keine EM Qualifikation oder EM Vorrundenaus, aber bei der ‚Wir schaffen das‘ Einstellung ohne Plan und Vision wird man beim DFB auch darüber hinwegsehen!
Ein Trainer vom Schlage Klopp hätte schon längst eine schlagkräftige Truppe zusammengestellt, nach Leistungsprinzip, die international ‚abräumt‘.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2