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DFB soll rund 2,5 Millionen Euro Steuern hinterzogen haben
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Die Staatsanwaltschaft Frankfurt wirft dem DFB Steuerhinterziehung in Höhe von 2,567 Millionen Euro vor. Das geht nach SPIEGEL-Informationen aus dem Durchsuchungsbeschluss hervor.

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-mowgli- 07.11.2015, 13:36
90.

Zitat von senta1958
Niersbach hat diese unterschriebn, weil er das in seiner neuen Funktion musste. Warum nun aber hat der liebe Dr. Zwanziger, in dessen Kompetenzbereich jene Unterschrift eigentlich fiel, diese so lange vor sich her geschoben? Wollte er seinem verhassten Nachfolger damit womöglich Schaden zufügen?
Wenn Sie damit richtig liegen, dass Niersbach durch seine neue Funktion die Unterschrift leisten musste, dann war davor nicht Zwanziger dafür zuständig, sondern Schmidt.

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petrolalelu 07.11.2015, 15:43
91. Schon traurig...

...wie einfach die Justiz mittlerweile einen Durchsuchungsbeschluss bekommt. Früher kamen die Steuerprüfer, heute die Schergen mit den Handschellen.

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petrolalelu 07.11.2015, 15:46
92. ABSOLUT sinnbefreit,

die Kommentarreihenfolge!! Wie wäre es, die ältesten nach hinten?? Idee?

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kafkaesk 07.11.2015, 15:48
93.

Zitat von Gottloser
Das meiste wurde vor 2005 abgewickelt. Die ganze Sache dürfte strafrechtlich längst verjährt sein. Aber wir Deutschen und unsere Journalisten haben halt den Drang zur Selbstzerstörung. Das Sommermärchen ist nicht tot, sondern es war eine geile Zeit, an die man sich ein Leben lang zurück erinnern wird. Die vermeintlichen Aufdeckungen des investigativen Journalismus werden aber nur eine Halbwertzeit von einigen Monaten haben.
Das "Sommermärchen" und der "Weltmeister der Herzen" sind auch längst verjährt.
Nur Dummheit verjährt nicht.

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HansiPMüller 07.11.2015, 20:43
94. Verjährung

Zitat von adal_
Doch, tun sie. Die wegen des Verdachts auf Steuerverkürzung ermittelnde Staatsanwaltschaft hat ausdrücklich erklärt, dass anderweitige Ermittlungen wegen Verjährung nicht stattfinden. SPON: Die Erklärung der Staatsanwaltschaft im Wortlaut
Ich zitiere daraus: "Hinsichtlich der weiteren in Betracht kommenden Tatvorwürfe der Untreue sowie der Bestechung im internationalen Geschäftsverkehr war wegen zwischenzeitlich eingetretener Verfolgungsverjährung ein Anfangsverdacht verneint und daher von der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens abgesehen worden.
gez. Nadja Niesen

Oberstaatsanwältin"

Anfangsverdacht verneint wegen Verfolgungsverjährung, das ist plausibel für den Start der deutschen Ermittlungen. Wird bei Kombi-Straftaten die Logik und Kausalität hinsichtlich anderer Motive sichtbar, weiten sich die Ermittlungen automatisch aus. Dann haben wir "Untreue sowie der Bestechung im internationalen Geschäftsverkehr" im Zusammenhang mit einer späteren Steuerhinterziehung. Hatte der Kaiser seine Finger im Spiel (und der DFB verweist auf seine Mitschuld z.B. als Berater), dürfte der Kaiser nicht nur im Zeugenstuhl landen.

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918 08.11.2015, 11:12
95.

Zitat von ulrich g
Die Bundesrepublik erlässt der FIFA für die Austragung der WM in Deutschland alle Steuern in Milliardenhöhe und die Staatsanwaltschaft beschäftigt sich nun mit aus dubiosen Quellen denunzierten Steuerhinterziehungen des DFB in Höhe von 2-3 Millionen. Geht's noch?
Die FIFA zuschuesse wurden beim OK als Einnahmen gebucht. Diese FIFA zuschuesse stammen aus einem gemeinsamen Vermarktungspool mit der FIFA Marketing AG dessen Einnahmen im wesentlichen aus kommerziellen Aktivitäten in Deutschland stamen.
Laut Abschlussbericht der Bundesregierung wurden der FIFA Garantien u.a. zur Steuerbefreiung gegeben.
Ohne Zuschuesse von 176,6 haette das OK einen Verlust statt eines Gewinns von 155,8 Mio gemacht.
Es wurden mindestens 31,8 Mio Steuern auf einen Gewinn gezahlt der nur durch FIFA zuschuesse ueberhaupt zustande kam bzw die aus steuerfreien Einnahmen eines Marketingpools entstanden.

http://www.bmi.bund.de/cae/servlet/contentblob/139756/publicationFile/15274/WM2006_Abschlussbericht_der_Bundesregierung.pdf
http://de.fifa.com/mm/document/affederation/administration/2006_fifa_ar_de_1768.pdf

Gewinnanteil der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2006™
in MEUR 2001–8. August 2006
Erträge aus Ticketing 261,5
Erträge aus gewerblichen Möglichkeiten 24,6
Finanzielle Unterstützung FIFA 176,6
Nationale Förderer 65,2
Übrige Erträge 27,8
Total Erträge 555,7
Wettbewerbs-, PR- und Reisekosten –211,3
Personalaufwand –44,2
Übriger Aufwand –144,4
Total Aufwände –399,9
Total Gewinn des FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2006
Organisationskomitees Deutschland 155,8
LOC-Schwellenwert (CHF 50 Millionen) –31,8
LOC-Gewinnanteil (60 %) –74,4
FIFA-Gewinnanteil (40 %) 49,6
Übriges –4,4
FIFA-Nettoanteil 45,2

"WM-OK erzielt Überschuss/
101 Millionen Euro Steuereinnahmen
Der Gesamtetat des Organisationskomitees der
WM 2006 enthielt keine öffentlichen Gelder. Auch
die Bewerbung um die Ausrichtung der Fußball-
WM 2006 wurde vom DFB ohne öffentliche Gelder
finanziert. Es gab auch keine Ausfallbürgschaft
der Bundesregierung für die WM 2006. Das Risiko
für einen evtl. wirtschaftlichen Verlust bei der
WM 2006 trug alleine der DFB, der jedoch im September
2006 eine positive finanzielle WM-Bilanz
seines Organisationskomitees präsentierte."

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