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DFB-Stars bei Erdogan: Was Deutschsein bedeutet
DPA

Zwei deutsche Nationalspieler haben sich mit dem türkischen Präsidenten fotografieren lassen. Klug? Nein. Sympathisch? Nein. Aber auch kein Grund, ihren Status als DFB-Auswahlspieler in Frage zu stellen.

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banane1. 14.05.2018, 21:02
290. Ich

Frage mich schon lange warum gehen die Türken ,die in Deutschland leben,aber Erdoğan unterstützen ,nicht wieder in die Türkei zurück .Wir wären alle zufrieden.Erdogan müsste nie wieder in Deutschland Wahlkampf machen und wir müssten uns nicht mehr als Nazis beschimpfen lassen .Beide Fußballspieler sollten von der Nationalmannschaft ausgeschlossen werden

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maxbeck54 14.05.2018, 21:03
291. Dirk Novitzki

wollte 2012 die US Staatsbürgerschaft eventuell annehmen. Weiss jetzt nicht, ob er das tat. Aber, sollte man ihn kritisieren, wenn er sich mit Merkel oder dem Bundesprösidenten sich ablichtet? Lasst mal die Kirche im Dorf.
Als Eingebürgerter ist man eben ein Mensch, der aus verschiedenen Welten zusammengeflastert ist: Einer Vergangenen und einer Neuen. Zu verlangen, dass man die eine Hälfte seiner selbst leugnet, ist unabgebracht.
Insofern dürfen auch unsere Stars sich mit dem türkischen Präsidenten ablichten, da sie auch eine Art diplomatische Funktion innehaben sowie unsere Bundeskanzlerin oder andere Politiker.

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HarleyDavidSonOfABitch 14.05.2018, 21:07
292. Danke für den Link ...

Zitat von hag
Richtig - hier ist sie CSU ‏Verifizierter Account @CSU 2 Std.Vor 2 Stunden Wer das Trikot der Nationalmannschaft trägt, sollte sich zu den Werten unseres Landes bekennen und nicht Wahlkampf für Despoten machen, die die Pressefreiheit und Menschenrechte einschränken. #Özil #Erdogan (Quelle: https://twitter.com/CSU/status/996061478175281152)
Besser kann man es nicht sagen!

Schade, dass sich die Kanzlerin, die ja sonst keine Gelegenheit auslässt, die Spielerkabine für eigene PR-Zwecke zu nutzen, diesbezüglich noch nicht zu Wort gemeldet hat.

Gibt es die Frau eigentlich noch?

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kub.os 14.05.2018, 21:08
293.

Genauso wundert sich wahrscheinlich der Einser-Abiturient, dass er partout keine Ausbildungsstelle in einer Sparkasse/Bank bekommt nur weil er sich einen Totenkopf auf den Hals hat tätowieren lassen. Vielleicht wollten sich die beiden Profis auch nicht als Nazis beschimpfen lassen wie die restlichen Deutschen. Musste dann mal mit "ihrem Präsidenten" klargestellt werden. Oder anders: ob einer in die Hotellobby pisst oder sonstwie keinerlei Gespür für Umgangsformen hat, sollte es sich einfach im Juni/Juli vor dem TV gemütlich machen. Diese Jungs brauchen wir definitiv nicht.

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geando 14.05.2018, 21:10
294. Sie irren sich, Herr Raecke

Zitat: "Vor allem aber liegt der Forderung, ein deutscher Nationalspieler müsse die Hymne mitsingen und deutsche Politiker unterstützen, eine Vorstellung von Homogenität zugrunde, die den Sport überhöht und mit nationalem Pathos auflädt. Für die Fußballauswahl des DFB zu spielen, bedeutet einfach, dass man zu den besten deutschen Fußballern gehört"- Sie irren sich, Herr Raecke. Schauen Sie sich bei der WM dieses Jahr die Eröffnungen mit den Nationalhymnen noch mal ganz genau an, schauen Sie darauf, wie sich die Spieler der einzelnen Länder dabei verhalten. Im Gegensatz etwa zu Champions-Laegue, bei denen international zusammengekaufte Profis spielen, geht es bei Länderspielen durchaus um "die Ehre" der Länder. Nicht in einem militärischen Sinne, sondern in einem sportlichen und bestenfalls fairen Sinne. Aber trotzdem: wer viel herumreist, wird immer wieder das Erlebnis haben, als Deutscher mit den Leistungen der Nationalelf identifiziert zu werden. Es ist archaische menschliche Psychologie, sich mit der Nationalmannschaft "seines Landes" zu solidarisieren. Das die WM, oder die EM ein rein sportlicher Wettkampf wäre ist schlicht nicht wahr und es ist auch gut so, sonst gäbe es nicht dieses Maß an Emotion auf den Tribünen und vor den Bildschirmen und erst das macht diese Ereignisse so gross.

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wydy1 14.05.2018, 21:13
295. Da die beiden Herren

ihren Marktwert zu einem großen Teil über die Mitgliedschaft in der Nationalmannschaft definieren, haben sie schlauerweise - oder auf Rat ihrer Berater - als die Entscheidung anstand die deutsche gewählt. Da sie mit der Titel gewinnen konnten, und ein Weltmeister, deutscher Nationalspieler vermarktet sich nun mal besser als ein türkischer. Daher sollte der DFB den Herren jetzt erklären, dass auf ihre Mitgliedschaft weiterhin verzichtet wird.
Und jetzt zu sagen - sie wussten nicht, was sie taten - ein Armutszeugnis.
Dass sie es sehr wohl wussten, ergibt sich aus der Aussage von Herrn Gündogan im heutigen Spiegel: "Man habe den Präsidenten auf einer Veranstaltung einer türkischen Stiftung getroffen. "Aus Rücksicht vor den derzeit schwierigen Beziehungen unserer beiden Länder haben wir darüber nicht über unsere sozialen Kanäle gepostet", sagte Gündogan".
Ausserdem bekenne ich mich in dieser Situation nicht nur zu den Werten des DFB, sondern zu denen der BRD.
Die Herren haben sich eindeutig von der BRD und der deutschen Nationalmannschaft distanziert. Daher eigentlich nur eine Maßnahme möglich - Sperre für die deutsche Nationalmannschaft. Aber das wird der DFB nicht machen - Herr Bierhoff als Teammanager wirbt ja schon um "Verständnis".

Ein Bernd Schuster wurde seinerzeit aus der Nationalmannschaft verbannt, nur weil er Ausland spielte, neben weiteren renommierten Spielern.

Falls der DFB das Verhalten die beiden Herren nicht entsprechend sanktioniert, erklärt er seine eigene Integration - Kampagne für absurd und unglaubhaft. Gleiches gilt für die DFL, die diese Kampagne gemeinsam mit dem DFB durchführt.
Normalerweise müssten jetzt auch mal die Sponsoren reagieren, der DFB wird erst reagieren, wenn es finanziellen Druck gibt.

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lhsmz 14.05.2018, 21:13
296. Man kann keinem hinter die Stirn schauen..

das ist nunmal die Wahrheit und bestätigt sich immer wieder im täglichen Zusammenleben!
Das heißt auch... schön freundlich dem der das Einkommen sichert aber insgeheim den anderen "Göttern" zujubeln. Man befreie uns von solchen Typen in unserer Gesellschaft sprich Nationalmannschaft!

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theo# 14.05.2018, 21:18
297.

Zitat von maxbeck54
wollte 2012 die US Staatsbürgerschaft eventuell annehmen. Weiss jetzt nicht, ob er das tat. Aber, sollte man ihn kritisieren, wenn er sich mit Merkel oder dem Bundesprösidenten sich ablichtet? Lasst mal die Kirche im Dorf. Als Eingebürgerter ist man eben ein Mensch, der aus verschiedenen Welten zusammengeflastert ist: Einer Vergangenen und einer Neuen. Zu verlangen, dass man die eine Hälfte seiner selbst leugnet, ist unabgebracht. Insofern dürfen auch unsere Stars sich mit dem türkischen Präsidenten ablichten, da sie auch eine Art diplomatische Funktion innehaben sowie unsere Bundeskanzlerin oder andere Politiker.
Was für ein Vergleich! Erdogan mit Merkel/Steinmaier.
Es geht auch nicht um Selbstverleugnung. Beide Spieler sollen nicht ihren türkische Herkunft oder Wurzeln verleugnen.
Denken Sie doch mal nach bevor Sie Ihr krudes Zeug in die Tastatur hauen. Kann doch nicht wahr sein....

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schlemo 14.05.2018, 21:21
298. Gündogan schreibt

Wir haben den türkischen Staatspräsidenten am Rande der Veranstaltung getroffen. Aus Rücksicht vor den derzeit schwierigen Beziehungen unserer beiden Länder haben wir darüber nicht über unsere sozialen Kanäle gepostet. Aber sollten wir uns gegenüber dem Präsidenten des Heimatlandes unserer Familien unhöflich verhalten? Bei aller berechtigten Kritik haben wir uns aus Respekt vor dem Amt des Präsidenten und unseren türkischen Wurzeln – auch als deutsche Staatsbürger - für die Geste der Höflichkeit entschieden.
Was ist das Problem und wo in diesem Text bezeichnet Er Edogan als seinen Präsidenten?

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phboerker 14.05.2018, 21:22
299. Gerhard Schröder

Nach der Logik des Artikels ist es dann sich nicht kritikwürdig, wenn Gerhard Schröder Öffentlichkeitsarbeit für Putin macht. Ich kann dem Kommentar leider nicht zustimmen. Wer für die deutsche Fußballauswahl spielt, steigert seinen Marktwert. Im Tausch hat man repräsentative Pflichten zu erdulden. Dazu gehört unpolitisch zu sein. Natürlich darf weiterhin jeder sich politisch betätigen, aber dann muss er aus der repräsentativen Funktion ausscheiden. Ist bei deutschen Beamten übrigens auch so.

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